Politur geht voran am 200/900 Spiegel, Berg in der Mitte?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Antonius_Recker

Aktives Mitglied
Hallo,

nachdem ich nun 2h an meinem Spiegel rumpoliert habe, eigentlich mehr
um zu üben und den Foukault Test kennenzulernen, bin ich schon fast bis
zur Sphäre gelangt, die Schießscheibe ist weg! Geblieben ist ein Bereich
in der Mitte, der die Größe des Fangspiegels hat. Im letzten Moment, bevor
der Spiegel ganz dunkel wird, sieht man das die rechte Hälfte des Kreises
schon dunkel ist und die linke Hälfte heller ist als der Rest des Spiegels.
Da meine Schneide von rechts kommt ( Lampe wird mitbewegt ), habe ich mir überlegt,
daß dieser Effekt ein Berg in der Mitte sein muß, ich bin mir da aber nicht ganz
sicher und bitte deswegen um Eure Bewertung ob es nun ein Berg oder ein Tal ist.
Die letzte halbe Stunde mit langen Strichen MOT auch mit seitlichen Überhang hat diesen
Effekt vermindert, so daß ich meine es müßte wirklich ein Berg sein. Ansonsten
sieht die Oberfläche schon schön glatt aus, mit ein bißchen Neigung zum Hundekuchen,
deswegen werde ich wohl meine Poliergeschwindigkeit etwas senken müssen. Dafür
ist der Rand aber bestens <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> .
 
Hallo,
Es ist sicher ein kleiner Berg. Die Form scheint sehr gut zu sein, so ein Berg kann am Schluß einfach wegpoliert werden. Leider nutzt dir das nichts, bis der Spiegel auspoliert ist, wird die schöne Form leider wieder verloren gehen. Nach mehreren Korrekturen wirst du ziemlich viel Zeit darauf verwenden den derzeitigen Zustand wieder herzustellen.
Grüße Martin
 
Hallo Marty,

auspoliert ist der Spiegel schon gewesen bevor ich angefangen habe. Der Spiegel
ist schon aluminisiert gewesen, aber eben als sphärische Schützenscheibe. So was
passiert, wenn Leute, die Refraktorlinsen machen, meinen, man könnte ja auch eben
mal maschinell einen Newtonspiegel machen. Das ganze Teleskop ist auch falsch berechnet,
mit viel zu kleinem Fangspiegel und einer Fokushöhe über Tubus, die den Eifelturm
neidisch werden läßt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> . Dafür ist zum Ausgleich aber der Tubus mit 23cm Durchmesser
recht schmal geraten. Über die gut isolierte Hauptspiegelzelle braucht man auch nicht
weiter nachdenken. Das Stück müßte eigentlich ins Museum in die Abteilung "Wie man es
nicht macht". Aber zum Preis eines Rohlings (70 Euro) sind immerhin noch zwei Rohrschellen
und eine Prismenschiene dabei gewesen. ( incl. der Warnung von Wolfi, daß das Ding nichts
taugt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> )
 
Hallo,
Na das ist natürlich etwas anderes. Dann kannst du dich ans Parabolisieren machen, wenn der Spiegel glatt, zonenfrei ist, der Rand in Ordnung etc. Den Berg kannst Du ganz am Schluss mit einem Wattebausch entfernen. Du kannst ihn sogar stehen lassen, er wirkt sich durch den Fangsiegelschatten sowieso nicht aus. Du wirst sicher positiv überrascht darüber sein, was dein Spiegel nach der Kur am Himmel zeigen kann. Ich finde, daß das ein gutes Beispiel ist was man machen kann, wenn man an so eine Gurke gekommen ist. So ein Spiegel ist auf jeden Fall besser als ein Rohling den man erst schleifen und auspolieren muß. Zudem ist der Spiegel vielleicht schlecht korrigiert und zonig, aber meist schon dicht an einer guten Parabel. Die Korrekturen sind daher meist gar nicht so aufwendig.
Grüße Martin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben