Polsucher Ja/Nein, Selbstbau/Umbau, aber wie?

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xbass

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Hallo zusammen,

ich baue mir eine Montierung und überlege ob ich überhaupt ein Polsucher brauche.

Ein Polsucher ist für fotografisches Nutzen ehe nicht genügend, aber so zumindest um grob einzustellen wäre nicht schlecht.

Was meint ihr dazu?

Falls ich es selber baue, wie kann ich dies machen?
Am besten noch mit 90 Grad Winkel weil der Montierungsunterbau sehr breit und groß wird.

Oder aus eine bestehende Astro5 auf 90 Winkel umbauen.

CS,
Igor
 
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Hallo Igor,

Wenn die Montierung ausschließlich stationär genutzt werden soll, würde ich den Polsucher weglassen und sie vernünftig einscheinern. Wenn sie mobil, aber ausschließlich visuell genutzt werden soll reicht auch eine ungefähre einnordung.
Wenn Du mobil fotografieren willst, solltest Du unbedingt einen Posucher einplanen. Du kommst für lange Belichtungszeiten zwar nicht ums einscheinern herum, aber der Polsucher vereinfacht die Voreinnordung sehr und verkürzt das einscheinern dramatisch. Und falls Du giuden willst, kann bei moderater Belichtungszeit die einnordung per Posucherfernrohr gut genug sein, um aufs einscheinern verzichten zu können.

Viel Erfolg beim Montibau:
Marcus
 
Hmm, genau so habe ich mir auch gedacht.

Ich habe jetzt gesehen, dass ASA Montierungen einen kleinen Laser einbauen, diese könnte ich sogar auf die RA Achse einbauen, aber so richtig vorstellen, kann ich mir diese Prinzip nicht.
 
Hallo

Zitat von xbass:
Ich habe jetzt gesehen, dass ASA Montierungen einen kleinen Laser einbauen, diese könnte ich sogar auf die RA Achse einbauen

Würde ich aus eigener Erfahrung (mit einer DDM60) sein lassen, ein Laser ersetzt nicht einen in der Achse eingebauten Polsucher, abgesehen davon finde ich es eh keine gute Idee mit Lasern in den Himmel zu leuchten - auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Gut wäre wenn die von Dir verwendete Steuerung einen guten Pol-Ausrichtungs Algorithmus hätte, damit kann man sich in der Regel den Polsucher sparen.

Grüsse
Peter
 
Hallo xbass-es ist schon ein gewisser Aufwand nötig einen Polsucher zu integrieren.Es hängt auch von der Größe der Achse ab und von dem gesamten Aufbau. Dazu müssen Bohrungen durch die Deklinationsachse gebohrt werden -in meinem Fall sage und schreibe 6 !! Bohrungen.-und um dir einen Einblick zu verschaffen-guckst du meine Seite-ein Bild sagt meist mehr als 1000 Worte..ansonsten hat Marcus schon mit seiner Antwort alles erläutert.
Gruß Horst
http://astronomer.jimdo.com/
 
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Hallo Igor,

auf einen Polsucher würde ich nicht verzichten wollen. Der Anbau ist höchst einfach, denn der Polsucher muß keineswegs im Zentrum der RA-Achse stecken. Er muß lediglich genau parallel zur RA-Achse ausgerichtet sein. Suche eine Stelle, wo er beim Schwenken um die Achsen möglichst wenig stört.
Beim Justieren des Polsuchers mußt du ein genügend weit entferntes Objekt anpeilen, damit die Parallaxe durch den veränderlichen Ort des Polsuchers vernachlässigbar wird.
Ich selbst bin beim Ausstatten einer Montierung diesen Weg gegangen und im Netz finden sich viele Beispiele dazu. Hier eine alte Veröffentlichung von "Nirosta"":

http://www.zellix.de/astfot.htm

Da mir der Blick durch den Polsucher mit zunehmendem Alter immer schwerer fiel, indem sich meine Halswirbelsäule beklagte, habe ich den Winkelsucher meiner DSLR am Polsucherokular befestigt und hatte jetzt einen sehr bequemen Einblick.
Mit einem grünen Laser, parallel zur RA-Achse habe ich auch experimentiert. Damit erreicht man eine erstaunliche Genauigkeit. Man muß halt wissen, auf welcher Seite man knapp an Polaris vorbeizielen muß. Allerdings ist ein 1 mW Laser völiig untauglich, da viel zu schwach.
Heute habe ich eine stationäre Aufstellung und brauche das alles nicht mehr.

Grüße

Kurt
 
Zitat von Kurt_Schneider:
Der Anbau ist höchst einfach, denn der Polsucher muß keineswegs im Zentrum der RA-Achse stecken. Er muß lediglich genau parallel zur RA-Achse ausgerichtet sein. Suche eine Stelle, wo er beim Schwenken um die Achsen möglichst wenig stört.

So ist es. Es gibt einige Sonderanfertigungen, bei denen sich der Polsucher ausserhalb der eigentlichen Montierung, parallel zur RA-Achse befindet. Es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, dass der Polsucher in der Achse stecken muss.

CS
Christoph
 
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Hi,

ich würde Dir auch dringend einen parallel zur RA-Achse montierten Polsucher empfehlen, wenn Du mobil sein willst.
Ich habe das bei meiner Selbstbaumonti auch so gemacht. Um die erste Grobausrichtung zu erleichtern, habe ich früher gerne den grünen Laser durch den Polsucher leuchten lassen und dann Stativ bzw. Polhöhe bequem so ausgerichtet, dass der Laserstrahl in der Nähe von Polaris landete. Die Feinausrichtung dann natürlich mit Blick durch den Polsucher, sehr komfortabel natürlich mit Winkelsucher, vor allem bei einem niedrigen Stativ.

Gruß,

Robert
 
Hallo Igor,

wie schonmal in anderen Diskussionen erwähnt. Ich würde - wenn überhaupt - eine Polsucherr außerhalb des RA-GEhäuses anbringen.
Damit kannst Du zwei identsiche Achsen konzipieren. Gutes Einscheinern gelingt schon in 30..45 Minuten. Es gibt auch die Möglichkeit die Software EQAlign zu verwenden, wenn man eh schon einen Laptop im Feld hat.
Das spart einem einen Polsucher.
Alignmaster möchte ich die Tage mal ausprobieren, wenn ich wieder halbwegs fit bin.
Grüße,
Gerrit
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Zahlreiche Antworten,
da ich ja sowieso keine echte Achsen habe werde ich den Polsucher schon in RA/DEC Gehäuse anbringen aber 90 Grad gewinkelt (Canon Winkelsucher) aus dem Gehäuse seitlich rausführen, oder falls dies nicht klappt dann einfach paralell tu RA an der Seite anbringen und ausrichten.

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/big/fjy9-5k-0336.jpg

Grüße
Igor
 
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