Thomas_Be
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Hallo!
Hier ist der versprochene Bericht zum "First Light" meines neuen Vixen GR E R135S.
Möchte dazu noch sagen, dass dies mein erstes Teleskop ist. Ich bitte daher schon mal um Entschuldigung, wenn sich die Sache vielleicht etwas Laienhaft liest.
Also:
Vorgestern (09.12.02) war es endlich soweit! Ein arbeitsfreier Abend traf mit zuverlässig klarem Wetter zusammen. Also den ganzen Kram zusammen gepackt und ab in die Eifel.
Hier angekommen musste erst einmal ein brauchbarer Platz gefunden werden, was gar nicht so einfach war. Schließlich wollte man ja auch ungestört vor Autoscheinwerfern und anderen "Störfaktoren" beobachten. Die Suche dauerte sage und schreibe eine ganze Stunde <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> .
Das Aufstellen und Ausrichten hatte ich zwar zu Hause sehr oft geübt, aber im Dunkeln und vor allem bei der Kälte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> ist das schon etwas Anderes. Aber es ging eigentlich doch ganz gut, was sicher vor allem der guten Vixen-Konstruktion zu verdanken ist!
Nach dem Auskühlen ging es dann ans Beobachten:
Erste Einstellung mit dem Sucher: Die Plejaden! Schon im Suchfernrohr ein schöner Anblick. Nun sollte also mein definitiv erster Blick durch das Okular (25mm Ortho) eines astronomischen Fernrohrs erfolgen! Aber - Huch...! Ist der Spiegel beschlagen??? Die Hauptsterne der Plejaden zeigten sich irgendwie "beschlagen". Aber mitnichten! Mir fiel ein, dass es ja auf Fotos auch so ähnlich aussieht, nur hatte ich es bisher selber am Himmel so noch nie sehen können. Wow! Nächstes Objekt: Der Orionnebel. Spätestens jetzt war ich endgültig davon überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat. Im Nebel waren wunderschön die feinen Strukturen zu erkennen - natürlich nicht in Farbe, da für das Auge ja bekanntlich nachts (fast) alle Katzen grau sind. Ich denke auch, dass ich durch gute Beratung und diverse Info-Quellen (nicht zuletzt auch aus den Foren dieser Seiten!) von der großen Endtäuschung verschont geblieben bin. Wer beim ersten Blick durch ein Fernrohr einen knallroten Orionnebel erwartet, wäre sicher nicht so begeistert gewesen. Aber der Vergleich zwischen visueller Beobachtung und Fotografie ist sowieso schwierig. Dass direkte Beobachten hat eben einen ungeheuren Reiz, da man ja hier in gewisser Hinsicht selber zum "Entdecker" wird, und der "Live-Faktor" kann nicht hoch genug angerechnet werden. Wer dafür keine Antenne hat, sollte sich lieber ein paar Astro-Bilderbücher kaufen aber kein Fernrohr.
Als nächstes Objekt hatte ich mir die Hyjaden ausgesucht. Also den Sucher in Richtung "Aldebaran" im Stier eingestellt und dann wieder durchs große Rohr geschaut. Hoppla - was ist das?! Beim genaueren Nachfokussieren zeigte sich ein deutlicher Ring um den vermeintlichen "Aldebaran! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> . Hatte ich doch offensichtlich etwas verwechselt und versehentlich Saturn angepeilt! Sorry! Aber wenn man schon mal da ist, kann man ja direkt mal das 5mm Ortho ausprobieren: Super! Auf dem Planeten selber waren deutlich einige Strukturen zu erkennen. Allerdings von der berühmten Cassini-Teilung des Ringes war zumindest ohne Einbildungskraft nicht wirklich etwas zu sehen! Kann aber sicher auch am schlechten Seeing gelegen haben.
Danach war erst mal Aufwärmen im Auto angesagt, denn es war wirklich jämmerlich kalt, wobei die Kälte durch etwas Wind noch extremer wurde! Ganz offensichtlich besteht noch dringender Nachrüstbedarf in warmen Klamotten...
Danach weiter in Richtung M31 geschwenkt. Der Anblick war allerdings doch etwas endtäuschend. Mit dem 25mm sah man ein zwar großes längliches Gebilde, dass jedoch keinerlei Strukturen erkennen lies. Dann noch etwas planlos im Bereich der Cassiopeia herumgeschwenkt und abschließend noch den inzwischen in eine brauchbare Höhe aufgerückten Jupiter anvisiert. Hier konnte ich mit dem 5mm deutlich zwei dunklere Wolkenbänder erkennen und auch 4 - 5 Monde verteilten sich wie Perlen auf deiner Schnur aufgereiht seitlich des Jupiters. Schön! Aber hier konnte man auch deutlich sehen, wie die Luftunruhen dieses helle Objekt zum Wabern brachte. Also wirklich keine guten Bedingungen für Planetenbeobachtung. Da mir inzwischen auch einige Finger abzufallen drohten, habe ich die Sache damit nach etwa 2 Stunden erst mal beendet.
Fazit: Wirklich ein sehr schönes Gerät. Ich werde wohl noch einige Zeit benötigen, um die Leistungsfähigkeit voll auszuschöpfen, und wenn die Zeit reif ist, soll es auch ans Fotografieren gehen.
Viele Grüße: Thomas Becker
Hier ist der versprochene Bericht zum "First Light" meines neuen Vixen GR E R135S.
Möchte dazu noch sagen, dass dies mein erstes Teleskop ist. Ich bitte daher schon mal um Entschuldigung, wenn sich die Sache vielleicht etwas Laienhaft liest.
Also:
Vorgestern (09.12.02) war es endlich soweit! Ein arbeitsfreier Abend traf mit zuverlässig klarem Wetter zusammen. Also den ganzen Kram zusammen gepackt und ab in die Eifel.
Hier angekommen musste erst einmal ein brauchbarer Platz gefunden werden, was gar nicht so einfach war. Schließlich wollte man ja auch ungestört vor Autoscheinwerfern und anderen "Störfaktoren" beobachten. Die Suche dauerte sage und schreibe eine ganze Stunde <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> .
Das Aufstellen und Ausrichten hatte ich zwar zu Hause sehr oft geübt, aber im Dunkeln und vor allem bei der Kälte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> ist das schon etwas Anderes. Aber es ging eigentlich doch ganz gut, was sicher vor allem der guten Vixen-Konstruktion zu verdanken ist!
Nach dem Auskühlen ging es dann ans Beobachten:
Erste Einstellung mit dem Sucher: Die Plejaden! Schon im Suchfernrohr ein schöner Anblick. Nun sollte also mein definitiv erster Blick durch das Okular (25mm Ortho) eines astronomischen Fernrohrs erfolgen! Aber - Huch...! Ist der Spiegel beschlagen??? Die Hauptsterne der Plejaden zeigten sich irgendwie "beschlagen". Aber mitnichten! Mir fiel ein, dass es ja auf Fotos auch so ähnlich aussieht, nur hatte ich es bisher selber am Himmel so noch nie sehen können. Wow! Nächstes Objekt: Der Orionnebel. Spätestens jetzt war ich endgültig davon überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat. Im Nebel waren wunderschön die feinen Strukturen zu erkennen - natürlich nicht in Farbe, da für das Auge ja bekanntlich nachts (fast) alle Katzen grau sind. Ich denke auch, dass ich durch gute Beratung und diverse Info-Quellen (nicht zuletzt auch aus den Foren dieser Seiten!) von der großen Endtäuschung verschont geblieben bin. Wer beim ersten Blick durch ein Fernrohr einen knallroten Orionnebel erwartet, wäre sicher nicht so begeistert gewesen. Aber der Vergleich zwischen visueller Beobachtung und Fotografie ist sowieso schwierig. Dass direkte Beobachten hat eben einen ungeheuren Reiz, da man ja hier in gewisser Hinsicht selber zum "Entdecker" wird, und der "Live-Faktor" kann nicht hoch genug angerechnet werden. Wer dafür keine Antenne hat, sollte sich lieber ein paar Astro-Bilderbücher kaufen aber kein Fernrohr.
Als nächstes Objekt hatte ich mir die Hyjaden ausgesucht. Also den Sucher in Richtung "Aldebaran" im Stier eingestellt und dann wieder durchs große Rohr geschaut. Hoppla - was ist das?! Beim genaueren Nachfokussieren zeigte sich ein deutlicher Ring um den vermeintlichen "Aldebaran! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> . Hatte ich doch offensichtlich etwas verwechselt und versehentlich Saturn angepeilt! Sorry! Aber wenn man schon mal da ist, kann man ja direkt mal das 5mm Ortho ausprobieren: Super! Auf dem Planeten selber waren deutlich einige Strukturen zu erkennen. Allerdings von der berühmten Cassini-Teilung des Ringes war zumindest ohne Einbildungskraft nicht wirklich etwas zu sehen! Kann aber sicher auch am schlechten Seeing gelegen haben.
Danach war erst mal Aufwärmen im Auto angesagt, denn es war wirklich jämmerlich kalt, wobei die Kälte durch etwas Wind noch extremer wurde! Ganz offensichtlich besteht noch dringender Nachrüstbedarf in warmen Klamotten...
Danach weiter in Richtung M31 geschwenkt. Der Anblick war allerdings doch etwas endtäuschend. Mit dem 25mm sah man ein zwar großes längliches Gebilde, dass jedoch keinerlei Strukturen erkennen lies. Dann noch etwas planlos im Bereich der Cassiopeia herumgeschwenkt und abschließend noch den inzwischen in eine brauchbare Höhe aufgerückten Jupiter anvisiert. Hier konnte ich mit dem 5mm deutlich zwei dunklere Wolkenbänder erkennen und auch 4 - 5 Monde verteilten sich wie Perlen auf deiner Schnur aufgereiht seitlich des Jupiters. Schön! Aber hier konnte man auch deutlich sehen, wie die Luftunruhen dieses helle Objekt zum Wabern brachte. Also wirklich keine guten Bedingungen für Planetenbeobachtung. Da mir inzwischen auch einige Finger abzufallen drohten, habe ich die Sache damit nach etwa 2 Stunden erst mal beendet.
Fazit: Wirklich ein sehr schönes Gerät. Ich werde wohl noch einige Zeit benötigen, um die Leistungsfähigkeit voll auszuschöpfen, und wenn die Zeit reif ist, soll es auch ans Fotografieren gehen.
Viele Grüße: Thomas Becker