Raumbild C2023 A3

Sabine

Aktives Mitglied
Moin!
Zuerst mal mein ehrliches Lob für alle Kometenbilder in diesem Forum.

Als ich am 23.10.2024 eine längere Serie vom Kometen begonnen habe, kam mir die Idee, dass es eigentlich möglich sein müsste ein Stereobild zu erstellen. Alleine schon von der Bewegung her. Gedacht, gemacht. Ich habe je 10 Bilder vom Anfang und vom Ende der Serie gestackt. Die Einzelqualität ist nicht so gut, aber das verzeiht mir das Seezentrum im Gehirn.
Ich habe den Satelliten mit Absicht im Bild belassen, denn er erscheint vor dem Kometen und vor dem Sternehimmel. Mein Eindruck ist, dass der Komet nicht nur flach erscheint. Das wäre der Fall, wenn sich nur die Position der Sterne verändert hätten. Ich bilde mir ein, dass die der Komet rundlich wölbt und der Kern im inneren eines Staubzylinders befindet.
Wie schaut man sich dieses Bild nun an?
Ich habe 2 weiße Punkte über dem Stereopaar erzeugen lassen. Diese gilt es nun durch diskretes Schielen (nicht viel) übereinander zu legen. Als Ergebnis hat man 3 weiße Punkte. Und darunter 3 Kometenbilder wobei das mittlere nun räumlich erscheinen sollte.
Links zum Üben oder Genießen:
http://stereoauge.de/kreuzblick-methode/
https://michaelscroggins.wordpress....g/learn-the-cross-eye-free-viewing-technique/

c2023_3D_KB.jpg


Und der komplette Stack :

C2023-A3-Tsuchinshan-ATLAS_20241023_sm.jpg

CS
Sabine
 
Hallo Sabine,

das Stereobild finde ich gut gemacht. Du bildest dir die Räumlichkeit nicht ein, die ist deutlich erkennbar.
Ich habe das Großbild gerade im Firefox auf 150% aufgezogen, und das wird immer besser.
Kannst du mit den Originalbildern ein Stereo generieren, das vom Bildfeld her nur das untere rechte Viertel enthält und das wieder auf Monitorbreite aufziehen? Nur in das Stereo rein zu zoomen bringt die Augen schnell an die Grenzen. Die beiden Kerne sind dann einfach zu weit voneinander entfernt.

Grüsse,
Matthias
 
Hallo Sabine,

Ich habe sonst wenig Probleme mit dieser Art von 3d-Bildern, aber in diesem falle ist es für mich so, wie es schon Matthias schrieb - es ist sehr schwer in den Modus zu kommen, wo das räumliche Empfinden einsetzt - wenns dann klickt, gibts bei mir aber schnell Kopfschmerzen...
Aber trotzdem tolle Idee!!!!

viele Grüße!
 
Hallo Sabine,
ich habe deine Idee mit den Raumbild aufgegriffen und selbst versucht etwas brauchbares zu fabrizieren. Ich war überrascht, wie einfach das geht.
Die Bilder entstanden auch am 23.Oktober. Aus einer Serie von 100 Bildern sind das jeweils die ersten und die letzten 5 Bilder bei 85mm Brennweite. Zwischen den ersten und den letzten liegen 22 Minuten. Dieser Versatz reicht offensichtlich schon aus um dem 3D-Effekt zu erzeugen.
Vielen Dank für die Inspiration!

Hallo Ronald,
falls man solche Probleme mit den "Schielen" hat, ist es hilfreich das Bild zu verkleinern. Damit reduziert man die Arbeit der Augen. Jeder Browser sollte inzwischen in der Lage sein, die Größe des angezeigten Bildes zu ändern. Mir bereitete das Betrachten anfänglich auch Schwierigkeiten und verursachte Kopfschmerzen, mittlerweile habe ich aber damit kaum noch Probleme.

Grüße an beide und den ganzen Rest ...
Matthias

c2023a3_20241023_1938-2002_ss2.jpg
 
Hallo!

Freut mich, dass es bei einigen geklappt hat. Ich bin im Schielen gut geübt weil mich Stereografie schon sehr früh fasziniert hat. Schuld daran ist die Hobbythrk und ein Masterviewer aus dem Phantasia Land.

Matthias. dein Bild kommt auch sehr gut rüber.

Hier jetzt die gewünschte Nahaufnahme:
c2023_3D_KB_Kern.jpg


CS

Sabine
 
Hallo Sabine,
tolle Idee, wunderbar gemacht und umgesetzt, eine Freude zum Guggen! Dein großes Schielstereo funktioniert für Geübte hervorragend, auch auf einem 32Zöller, bin gespannt, wie sich dass (umgebastelt) auf 65"-Passiv-3D macht.
Beim scheinbaren 3D-Informationsgehalt wäre ich eher skeptisch, Stichwort Kulisseneffekt (einige Beispiele habe ich vor einiger Zeit mal auf Flickr eingestellt - bin auch seit meiner länger zurückliegenden Jugend ein bißchen stereoverrückt). Der Schweif müßte sich sonst schon sehr schnell drehen, die Betrachtungswinkeldifferenz durch Relativbewegung reicht wohl eher nicht allein ...
Gruß&cs, Dietmar
 
Hallo Sabine,
schöne Idee. Für solche Leute, die wie ich im Schielen ungeübt sind, habe ich aus deinen Bildern ein Anaglyphenbild erstellt, das mit der üblichen rot/cyan Brille betrachtet wird und den gewünschten Stereo-Effekt zeigt. Vor einigen Jahren hatte ich das mit Erfolg mit dem Mond gemacht.
Gruß
Werner

K_Stereo.jpeg



M_Stereo.jpeg
 
Moin!

Hui, da sind wir jetzt schon zu dritt unter den anonymen Mondstereografeuren. ;)

Der Kulisseneffekt bedeutet ja nur, dass irgendwann das stereografische Effekt aufhört und die Entfernungsabschätzung nur noch per Gehirnsoftware (Erfahrung) ermittelt wird. Ich glaube ab 100m spätestens wird alles flach. Am besten sieht man das selbst, wenn man einen Fichtenwald an einem Berghang hinter einer Kuppe sieht. Die Fichten sind dann eigentlich alle platt. Hier sehe ich die Sterne ebenfalls als Tapete, den Kometen aber räumlich.

Und nun zu meinen Stereomonden. Ich habe die wegen des passenden Terminators zum Teil in jahrelangem Abstand gemacht. Bei Vollmonden hat man mehr Chancen, bei Sicheln wird es schwieriger.

Er hier was der Erste, der es mit dem Mond versucht hat.

Und das sind auf die Schnelle zwei von mir:

11032019-23072012.jpg

20122004-27072012-s.jpg


CS

Sabine
 
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