RC Tilting Einheit/Kollimation

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Harald B

Aktives Mitglied
Hallo liebe RC Experten, ich habe gestern meinen frisch von TS montierten RC8 mit Tilter und beauftragter zugehöriger Kollimation meines RC8 abgeholt.
Lt. Protokolll alles schick (auf der Achse). Der Tilter sollte die Bildecken weiter optimieren. Pustekuchen, es ist so schlimm wie zuletzt ohne Reducer. Ich verwende einen Omegon Pro RC 0.8 Reducer der bis jetzt eigentlich alles gut korrigiert hat -bis jeztz heisst bis zum Einbau des Tilters und der Neujustage durch TS-
Weiß jemand Rat was da verstellt wurde? Ich gehe davon aus auf der Achse ist er gut eingestellt. Wie sollte ich vorgehen?
Ich habe mir überlegt erst mal mit einem Laser (Horst Becker-Modell) den Tilt am Tilter zu eliminieren?
Hat jemand einen Plan was passiert wenn ich den Tilter verstellen muss? Dann ist die gesamte Kollimation beim Teufel oder passt wenigstens die FS Lage noch?
Ev hat ja jemand eine Idee welche Ecke des Tilters sinnvoll ist (rein/raus)?
Bei TS lasse ich jedenfalls nicht mehr kollimieren. Das Geld spar ich mir
Danke schon mal.
 

Anhänge

  • rgb_dbe_mosaic.jpg
    rgb_dbe_mosaic.jpg
    289 KB · Aufrufe: 177
Hallo Harlad,
ich würde zunächst mal die Kollimation ohne Reducer überprüfen. Denn wenn sie ohne Reducer stimmt, stimmt sie mit Reducer ebenfalls. Und Du kannst Abbildungsfehler besser zuordnen. Was davon ist Backfocus, was davon Tilt?

Viele Grüße
Thomas
 
Ja ich werd mal morgen alles überprüfen im Trockenen. Mikroskopkamera ist bestellt, mal sehn ob ich Abbild vom TAK Justierteleskop hinbekommen
 
Hallo Harald,

der Aberration Inspector (Plugin) in NINA zeigt dir die Richtung des Sensortilts an. Sowohl grafisch als auch in Zahlenwerten (in Fokusersteps). Erfordert aber einen Fokussiermotor.

Und die Kollimation würde ich mit der DSI-Methode am Stern überprüfen bzw. einstellen.

Viel Erfolg!
Bernd
 
Hallo Harald,
immer mit der Ruhe. Ich besitzte 2 RC8 von TS, OAZ durch besseren von TS ersetzt, (der Versuch mit dem Diamond Steeltrack ging daneben, ließ sich nicht kollimieren), beide lassen sich mit dem Taka sehr gut kollimieren, besser noch mit dem Ocal. Meine Methode, ohne Tlter, ohne OAZ, ohne Reducer etc. den RC mit dem Taka/Ocal in Grundstellung bringen. Dann Tilter (in Null-Stellung) und OAZ montieren mit Taka/Ocal überprüfen, jetzt evtl. Tilt des OAZ korrigieren, Kamera montieren (hat keinen Tilt) , letzte Feinheiten am Stern. Wenn man mit dem Tllter das Teleskop statt des Auszuges/Kamera korrigiert ist das wg. der zusätzlichen Feiheitsgrade mühsam.
Der RC8 ist eine Mimose, die Kollimation meiner Exemplare übersteht keinen Transport.
CS und viel Erfolg
Dieter
 
Danke für eure Antworten. Ich habe den TSFocRc25 nachgerüstet. Der Tipp mit Hocus Focus in Nina klingt interessant.
Ich glaube schon das die Achse gut eingestellt wurde beim TS. Aber irgendwas ist faul. Die Astap Analyse bescheinigt nur 8%Tilt aber 0,79 off axis aberration. Bin wirklich ratlos. Die letzte Kolli bei TS ist ein Jahr her und hat gute Bilder geliefert und war lange stabil. Und jetzt plötzlich Asti und Koma in den Ecken .
 

Anhänge

  • astap.jpeg
    astap.jpeg
    957,6 KB · Aufrufe: 172
Hallo,

Ich kann hier nur meine Erfahrung mit dem Omegon RC 154 Ohne Tilt wiedergeben.

Nach gründlicher Reinigungen in Unwissenheit das der Abstand zweier Hyperbolischen Siegeln zueinander wie deren Lage Essenziell wichtig ist hatte ich auch nach dem wieder zusammen bau Abbildungsfehler, selbst die Jupiter Satelliten waren komplett verspuhlt.

Da das Scope aber vorher zwar ein wenig lichtschwach war wegen dem verschmutzen Spiegel die Abbildungen aber bis in die Ecken gut war hab ich solange dran gebastelt bis ich wieder zufrieden war ohne mir einen Tilt Adapter zu kaufen.

Dabei war es nötig mir eine Reihe von Tools zu entwerfen und zu Drucken welche ich dann so nach und nach optimiert habe.

Der Letzte Stand meines Pinole Adapter ist jener das ich ihn von inne Beleuchte und auch die Möglichkeit habe eine Microskop Cam anzudocken.

SAM_7343.JPGSAM_7341.JPG

Damit richte ich alle Komponenten Konzentrisch aus, danach kommt man aber nicht umhin die Abstände der zwei Spiegel mit einem Ronci Gitter am echten Stern einzustellen.

Dafür hab ich mir einen Adapter gemacht in welchen ich meine Gitter die ich auch am Prüfstand zum Polieren für Selbstschliffe einsetzte einsetzen kann.

Jene Gitter haben Drähte von 0.25 bis 0.05 mm und sind ebenfalls Eigenbau.


SAM_7412.JPGSAM_7413.JPG

Den Adapter hab ich ein wenig länger gemacht um einen gröberen Bereich abstreichen zu können ohne das ich dann erst mal weiter Adapterringe einschrauben muss.

Die Auswertung am Stern richtet sich dann nach dieser Vorlage.

RC mirror distance.gif

Ich hab bei dem betrachten von dem Eingangs Bild im ersten Beitrag den Eindruck das die Zentrierung nicht stimmt.. wie möglicherweise eine Fehlstellung der Achsen Achsen vorliegt

So ein Tilt Adapter ist ja ne coole Sache aber wenn man davon ausgehend mit Laser arbeitet der womöglich selbst nicht Kollimiert ist kann das nur nach hinten los gehen.

So ein Tilt Adapter kann die Neigungen von HS wie FS ausgleichen die es aber schon von vorne herein auszuschließen gilt da grade die Hyperbolische Systeme mehr als empfindlich darauf reagieren, es ist aber für mir genommen zunächst mal Murx.

Mein Innenleben vom RC sah zum Schluss so aus.

Capture_00001.jpg

Die weise Umrandung ganz außen ist der Spalt zwischen FS Gehäuse wie Blenden Tabus von HS, die geringeren Abweichung von sagen wir mal Parallelität der Hyperbolischen Spiegel kann man so aber nicht zu 100% erreichen.

Auf einem anderen Blatt Papier steht geschrieben das die Hyperbolische Kurve womöglich nicht Spiegelbildlich zur gedachten Spiegelachse des Durchmessers Passt.

Gehen wir mal davon aus das des Spiegels Zentrum wirklich in der Mitte liegt welche sich hoffentlich die Mitte des Trägers teilt, der dann hoffentlich auch in einer Spannung auf der CNC Drehbank gefertigt wurde so kann man mit einem absolut genauem Laser auch die Rechtwinkligkeit einstellen in dem man OHNE Tilt auf die Mitte des FS zielt.

Das dürfte ein Tick genauer sein als sich am diesem Lichtspalt zu orientieren

ich habe nicht darauf vertraut.... aber aus einem anderen Grund den bei mir war zwischen Spiegel und aufnehme Buchse 0.8 mm Platz und ich musste mit Tesakreb 3 Lagen auffüttern damit er da besser zenteiert liegt.. Dazu kommt dass das loch 0.1 mm außermittig ist.

Hat man eine Fehleinstellung der Spiegel zueinander verschiebt sich der Strahlengang unweigerlich der sich grade beim RC die gleiche Mittige Linie Teilen sollte, zu glauben das mit einem Tilt Adapter Tuschiert werden kann ist aber ein wenig Naiv denn gemäß der Gesätzen der zwei Spiegel die zu einander stimmen müssen darf ich den FS danach nicht mehr verstellen wenn ich mit Laser Arbeitet..

Das heißt.. wir stellen den Laser zwar auf die Mitte des FS aber auf den Realen Brennpunkt der beiden Spiegel hat das keinerlei Auswirkung.

Daher eine weiter Vermutung von mir.

Was wir in dem Eingangsbild sehen und als Mitte betrachten liegt womöglich schon abseits der Mitte des Strahlengangs den normalerweise werden Fehler rund um die Mitte gleicher maßen dargestellt.

Mein RC ist für mein befinden wieder ok.. man kann daran noch optimieren aber solange ich das genaue nachführen mangels Nordungs Möglichkeit noch nicht gewährleisten kann macht das mit Cam Unterstützung keinen sinn.. deswegen nur ein Beispiel anhand des Gebrochenen Herz . Haufen.

Cam Canon 1200D. 15 Sek Iso 1600 bei einfallendem Licht von der Straßenlaterne hier bei mir auf dem Hof.


Geborochens Herz155sek.jpg



Oder Großer Nebel im Orion


Großer Orion Nebel.jpg



Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hanky,
Vielen Dank für die Ausführliche Darlegung. Nun ist es so, dass ich mittels des Präzisionslasers (der ist sehr genau, geprüft mittels „Abrollmethode“) den Tiltadapter so eingestellt hab das der Laser genau zurückkommt. Dummerweise komme ich aber durch den direkt verschraubten Adapter nicht mehr an die Imben des HS. Andernfalls ist der Fokus nicht erreichbar. Das Abbild im TAK Justageteleskop war nicht 100% aber einiges besser.
Die Prüfung am Sternfeld ergab nun nur noch ein minimales Koma in der linken unteren Ecke. Der Abberation Inspektor ist von 0,79 auf 0,64 Aberration zurückgegangen, der Tilt auf 7% (-1).
Der Hocus Focus in Nina bescheinigt noch ein leichte Schieflage und Asymmetrie. So ist es aber akzeptabel. Besser wird’s wohl nur noch in Nuancen.

Ich hab mir ebenfalls ein USB microscop besorgt und einen Adapter fürs TAK gedruckt. Mal sehn was das zeigt. Ev stell ich noch ein Bild ein. Irgendwann muss man auch mal zufrieden sein.

Der Abstand FS zu HS wurde von TS nach Ronchi Bild mittels Künstlichem Stern eingestellt da geh ich nicht ran.

VG
Harald
 
Hi Harald,

Wie ich schon sagte.. Der Tilt kann zwar den Strahlengang deines Laser beeinflussen.. aber stell dir mal die Frage ob der Laser auch der Realer Brennpunkt deiner zweier Spiegel ist.

Klar kannst du den Tilt so einstellen das der Laser wieder genau zurück kommt aber du lässt den realen Brennpunkt außer acht.

Das ist ein wenig wie das aufzäumen von hinten dabei sollte so ein gerät zum maximalen ausbeute eine Einbahnstrasse sein, der reine Newton ist da viel unkomplizierter weil der FS nicht hyperbolisch ist und BEIDE Spiegel mit dem Laser Justiert wie harmonisiert werden.

Selbst wenn du mit dem Laser auf den FS hin und wieder zurück kommst durch verstellen der Neigung am Tilt wirst du auf jeden fall einen noch zusätzlichen Versatz erzeugen gemessen am Realen Brennpunkt, um dies zu umgehen muss man nicht nur die Neigung sondern auch einen seitlichen Versatz justieren können.

Im Grunde wäre es gar möglich das du nur 70 % oder mehr aus dem Scope heraus holst weil du gar nicht die zentrale Mitte die dir die Spiegel zwischen angepeiltem Objekt und ihren Achsen anbieten, beraubst.

Ich glaube das eine leichte Fehlstellung eins Okulars " Im realen Brennpunkt " kaum schwerer wiegen kann als das man neben dem Brennpunkt betrachtet.

Ich würde einfach nochmal alle Grundeinstellungen überprüfen und wenn du die kohle dafür aufbringen willst... ein Ronchi Okular kostet nicht die Welt.

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Harald,

vielleicht erst mal der Hinweis, dass >>hier<< es schon einen sehr ausführlichen und relativ aktuellen Thread zum Thema "RC Kollimation" gibt. Darin sind ein Vielzahl von Lösungsansätzen.
So ein Instrument optimal einzustellen ist nicht ganz einfach und verlangt einiges an Verständnis über Funktionsweise und Aufbau eines RCs sowie gehörig Frustrationstoleranz. Meine Erfahrungen habe ich in o.g. Thread schon dargelegt. Zusammengefasst bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass technische Hilfsmittel wie Laser oder Tak-Justierteleskop einen zu einem ungefähren Ergebnis bringen. Für mich ist die abschließende Feineinstellung am natürlichen Stern immer noch der beste Weg.
Viele Hilfsmittel, die eine einfache und schnelle Lösung für den RC versprechen sind völlig nutzlos und funktionieren nicht so, wie sie es versprechen.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Harald,
nochmal wie schon geschrieben, der Laser kann nur die Achse einstellen. Für den Tilt brauchst Du ein komplettes Bild des Inneren Deines RC. Werkzeuge dazu gibt es reichlich, wenn man Erfahrung hat reicht ein einfacher Concenter. Wichtig ist es die Schritte nacheinander durchzuführen, also zuerst nur die Optik ohne OAZ, dann OAZ montieren und diesen ausrichten. Du wirst feststellen, dass i.d.R. der Rotator das Problem darstellt, ein rotationssymmetrisches Gerät zu erhalten ist ein echtes Geduldsspiel, am einfachsten mit einem bildgebenden System wie oben genannt oder halt kommerziell per Ocal. Der Taka ist sehr gut ober unbequem in der Handhabung.
Gruß und CS
 
Ich hab am Stern noch einen Minimalen Versatz den ich einstellen werde wenn meine Montierung richtig läuft, mir war es nur erst mal wichtig die distance zwischen den Spiegel wieder zu finden.

Und BTW. der Lagerdorn vom HS selbst ist gemessen am Tubus ganze 0.5 mm außermittig was man dann in folge auch beim FS berücksichtigt muss oder sollte um eben dem bedarf eines Tilt aus dem Wege zu gehen.

IMG_3562.jpg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich hab am Stern noch einen Minimalen Versatz
Da verweise ich direkt noch mal auf ein tolles Tool, das Ralf (sterngugger12) in dem anderen Thread verlinkt hat: Collimation Circles bietet ein Overlay auf dem Bildschirm an, mit dem man sehr gut sehen kann, ob die zentrale Abschattung wirklich mittig liegt. Man kann sogar die Lage der Schrauben einblenden und so genau planen, wo man wie viel drehen sollte.
Solche Helferlein kann man gar nicht hoch genug loben.
Gruß
Sebastian
 
Warum etwas neues installieren das Features hat wie SharpCap selbst, den einzigen Vorteil den ich grade so sehe wäre in der Vermessung von Bildern.

Gruß
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben