Refraktor GSO 90/1000

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Ulrich72

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Hallo zusammen,

hab mich heute hier im Forum angemeldet, lese aber schon einige Zeit die Beiträge hier und muß sagen, daß mir das Forum gut gefällt.

Ich habe mir vor drei Wochen bei meinem Händler vor Ort einen Refraktor Skywatchter 90/900 auf EQ 3 bestellt ( http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/Synta/synta.htm#90900 ). Jetzt warte ich schon die ganze Zeit und das Teil kommt nicht bei. Da ich aber jetzt ganz heiß bin auf mein eigenes Teleskop, verbringe ich die meiste Zeit hier im Forum.

Jetzt meine Frage: Ich habe hier im Forum schon mehrmals gelesen, daß die Skyview eher stabiler und besser sei als die EQ3. Deshalb habe ich mir nochmal die Seite von teleskopservice angeschaut. Da gibt es etwas versteckt dieses Teleskop: http://www.teleskopservice.de/gsseiten/GSVorschau/Komplettgeraete/gsovorschau.htm#901000
Die Preisdifferenz zu "meinem" Skywatcher ist mit 428 statt 390Euro relativ gering. Ist hinsichtlich der Optik ein Unterschied zwischen den beiden Teilen? Ist die Differenz in der Brennweite für mich als Anfänger spürbar? Welche Montierung ist besser? Gibt es einen merklichen Unterschied bei den Okularen?

Ich habe mir überlegt, wenn die Lieferzeit eh noch länger ist, meine Bestellung auf den GSO umzuändern. Sinnvoll?

Grüße Ulrich
 
Ich glaube, der GSO hat den großen Vorteil, dass er einen 2-Zoll-OAZ hat, der SW nur einen 1.25.
Der Farbfehler dürfte aufgrund der größeren Brennweite auch etwas geringer sein und die Optiken von GSO sollen ja auch nicht schlecht sein.
Zur Montierung kann ich nicht viel sagen. Habe wie du auch nur gehört, dass die Skyview besser als die EQ3 sein soll.
Also - wie du siehst, nur schwammige Angaben. Lassen wir lieber mal die Experten zu Wort kommen...
 
Hallo

nah dann bin mal auf Deine Erfahrungen gespannt, denn das 90/900 Skywatcher hat mir Wolfi auch empfohlen, komisch nur das die Lieferzeit so hoch ist, er sagte mit am Montag das es vorrätig sein. Na dann kommts bestimmt die Tage!

Wollte auch die EQ-3 nehmen, weil ich später auch Fotos machen wollte, nun lass ich heute auch mehrfach das die Skyview besser sei. Nur worin? Das fand ich nicht.

 
Erst ab f/11 ist ein 90-mm-Fraunhofer mit Luftspalt wirklich achromatisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Ob man da einen Unterschied sieht, weiß ich nicht. Zwischen 90 mm f/11 und 102 mm f/10 soll man wohl Unterschiede sehen können, allerdings erfordern größere Öffnungen auch das kleinere Brennweitenverhältnis (beim 102 mm Fraunhofer ist erst ab f/13 Achromasie erreicht.)

Der GSO erlaubt dank 2"-OAZ trotz leicht längerer Brennweite das größere Feld abzubilden. Der Skywatcher ist dafür etwas günstiger im Preis.
 
Hallo Ulrich!


Nach den technischen Daten zu urteilen ist der GSO besser. Der größte Vorteil ist der 2" OAZ.

Beide werden auf den Stativen aber ordentlich wackeln, denn der Hebelarm ist groß.
Da man für 400.- Besseres bekommt, würde ich mir keines von den beiden Refraktoren kaufen.

Wenn Du aber schon unbedingt einen von beiden haben möchtest, dann rate ich zum GSO.
Der hat wenigstens ein halbwegs großes Gesichtsfeld in 2" Okus und der Farbfehler ist geringfügig kleiner als im Skywatcher.
Der Nachteil größerer Länge muss dann allerdings in Kauf genommen werden.


Gruß Harald
 
Hi Zusammen,

wenn man einen direkten Vergleich macht und dabei gleiche Vergrößerung erzielt, wird man's schon erkennen können. Sonst wohl nicht. Der Unterschied ist so gering, daß wohl auch Fertigungstoleranzen das Ergebnis mal hierhin und mal dorthin schieben.
Nur, so gut wie der 90/1000 bei vernünftiger Fertigung ist, so gut kann der 90/900 rein physikalisch bedingt nie werden.
Der 2" Auszug ist übrigens schon ein verlockendes Feature, da ja jüngst auch mit den Apex und Astro-Kellner 2" Okulare am Markt sind, deren Preis mit dem Refraktor harmoniert. Da kann man dann auch schonmal auf ausgedehntere DeepSky-Objekte losgehen. Zum Beispiel ist ja bei 1000mm Brennweite das Gesichtsfeld für die Plejaden oder M35 schon zu eng.

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven

"Zum Beispiel ist ja bei 1000mm Brennweite das Gesichtsfeld für die Plejaden oder M35 schon zu eng."

Heisst das das man für Deep Sky besser kürzere Brennweiten nimmt? Weil damit der einsehbare Bereich grösser ist?

Bezüglich Harald`s Frage evtl. den Skywatcher Newton 114/910mm oder GSO Newton 114 / 910mm

? (mit EQ-3 oder Skyview)



 
@ Ulrich

TS eben grade " Skywatcher 90/900mm EQ3 + GSO 90/910mm erst ab Mitte Obtober lieferbar"

Tja ....

 
Danke für die Info Burki!

Dann wirds mein Händler auch nicht schneller kriegen, da auch er seine Sachen über TS bezieht. Also könnte ich mir das ja doch noch mit einem Newton überlegen.
 
@ Harald

"Da man für 400.- Besseres bekommt, würde ich mir keines von den beiden Refraktoren kaufen."

Was würdest Du denn kaufen?



 
@aths:
allerdings erfordern größere Öffnungen auch das kleinere Brennweitenverhältnis

Oh das war mir bisher unbekannt. Gibt es dafür eine Formel als PimalDaumen- Anhaltspunkt? Sind dann die großen FH Chinakracher 150/1200 dann eigentlich Kaleidoskope?

@burki: Solche großen Objekte wie Pleiaden oder auch der Nordamerikanebel sind
bei Deep space eher die Ausnahme. Lies mal Artikel 4,7 , das wird häufig missverstanden!
 
Hallo!


Für 400.- Euro würde ich mir einen 6" f/8 Dobs inkl Zubehör kaufen.
Wenns parallaktisch sein muß, käme auch ein 114mm Newton in Frage.

So würde ich das machen. Muß aber nicht bedeuten, daß jeder das so machen muß.


Gruß Harald
 
liege ich richtig, wenn ich feststelle, das zwischen Newton 114/900 und Refraktor 90 f/10 hinsichtlich optischer Leistung nicht viel Unterschied ist? Vom Preis her spare ich, wenn man die EQ 3 nimmt, ca. 50Euro. Da würde ich mich gefühlsmäßig eher für das Linsenteleskop entscheiden.

Wenn ich jetzt aber den 6" Newton nehme, dann ist die optische Leistung anscheinend doch um Klassen besser. So daß sich mir die Frage stellt, warum eigentlich nicht beim guten Preis von 300Euro.

Deshalb noch ein paar Fragen zum Dobson:
1. An anderer Stelle hier im Forum wurde ja schon die Möglichkeit angesprochen den Dobson 150/1200 möglicherweise später noch auf eine parallaktische Montierung zu schrauben. Welche Montierung käme hierfür in Frage? Wenn beim Refraktor 90/900 die EQ3 schon wackelig sein soll, müsste das Teil beim Newton ja um einiges massiver sein? Welche Montierung käme hierfür in Frage.

2) Mal was anderes: Wie ist da eigentlich mit der Stabilität des Tubus (wer kennt den Genitiv von Tubus). Verwindet sich da eigentlich nichts, wenn das Teil auf die Montierung geschnallt wird. Verformungen am Tubus dürften sich ja nicht gerade positiv auf die Leistung auswirken, oder?

3) Noch ne Frage. Wie ist das mit der Justage der Optik? Muß man die jedesmal vornehmen, wenn das Teil transportiert wurde?


@Burki,

jetzt sind wir hier genauso weit wie bei Deinem parallelen Thema. Nur wurde es da etwas zu theoretisch. Newton oder Refraktor, das ist hier die Frage.

Gruß Ulrich
 
@ Ulrich

Du sagst es!!
Ich weiss bald auch nicht mehr was ich nehme. Da denke ich, ich habe was - rufe Händler an - NEIN haben wir nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Weiter suchen ....

Schwanke zwischen

Refraktor Synta 90/900m hat mir Wolfi empfohlen, nur den gibts erst Mitte Oktober.... oder so...
Refraktor GSO 90/1000mm + Skyview gibts in Braunschweig Favorit 1
Reflektor Skywatcher 114/900mm + EQ3 TS hat den! Jedenfalls heute um 13Uhr. Favorit 2
Reflektor Celestron 114/900mmm + EQ3

Hier was für uns: (und andere auch)

http://www.dnsolutions.at/binoviewer/abberator2.html
http://www.dnsolutions.at/binoviewer/
http://www.dnsolutions.at/binoviewer/tips/mars2003.html
http://www.himmel-und-er.de/visuell.htm

Demnach nehmen sich ein Refraktor 90/900mm und ein Reflektor 114/900 zumindest beim Mars nicht viel oder garnichts. Wenn ich die Bilder so sehe.
Leider habe ich keine Vergleiche bei "Mini" Deepsky.

Bisher habe ich es so verstanden:

Refraktor- sehr gut für Planeten, sehr kontrastreich. Aber teilweise Farbringe bis 900mm Brennweite, über 900mm wohl weniger. Keine Justage. Kann in der Stadt Vorteile haben, weil durch die "kleine" Öffnung nicht so viel Streulicht einfällt. Ein Öffnugsverhältnis um f/10 sei ideal.

Reflektor- die 144/900mm für Planeten auch gut und auch bisse für Deepsky. Muss justiert werden. Empflindlicher gegenüber Streulicht.

Kurz ein Allrounder für alles gibt es nicht! Entweder Planeten oder Deepsky OPTIMAL!




 
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Hi Ulrich!

Noch ne Frage. Wie ist das mit der Justage der Optik? Muß man die jedesmal vornehmen, wenn das Teil transportiert wurde?

Bei f/10 beispielsweise muss man nicht so stark auf die Justage achten wie beim f/4er. Abgesehen davon darf meiner Meinung nach die alle paar Male anstehende Justierung keinen vom Kauf eines Newton abhalten. Es dauert ja auch nur ein paar Minuten und irgendwas kaputtmachen kann man dabei eigentlich auch nicht.
( Newtonjustage )

Also ich würd in jedem Fall den Newton vorziehen. Beim 114er hast du im Gegensatz zum Refraktor absolut keinen Farbfehler, die Öffnung ist auch noch ein wenig größer und du hast mit f/~8 das "bessere" Öffnungsverhältnis als mit f/10 (eher was für Planeten).

 
Hallo Burki,

mit 2" Okularen kannst du einen größeren Ausschnitt
des Himmels durch das Teleskop sehen.
Das liegt an der bei 2" größeren Feldblende des okulares.
Bei 2" kann diese maximal etwas mehr als 46mm erreichen,
bei 1,25" sind etwas mehr als 27mm drin.

Mit der Formel:
2 mal arctan (halber Feldblendendurchmesser geteilt durch Objektivbrennweite) = Gesichtsfeld in Grad
kannst du es selbst nachrechnen.

Beim 90/1000er GSO kannst du mit einem 2" Okular mit 46mm Feldblendendurchmesser 2,635° erreichen.

Beim 90/900 Skywatcher kommst du mit einem 1,25" Okular mit 27mm Feldblendendurchmesser auf 1,718° am Himmel.

Bei der Wahl zwischen den beiden Teleskopen würde ich dir dringend zum GSO raten.
Neben dem größeren Feld und dem etwas geringeren Farbfehler hat es auch die bessere Montierung.
Und es sind 2 Plössl Okulare statt 2 Kellnerokulare dabei,auch das spricht für den GSO.

Da frage ich mich wirklich,warum Ulrich trotz des geringen Mehrpreises
des GSO der Skywatcher empfohlen wird?

Wenn du aber auf eine parallaktische Montierung verzichten kannst
schlage ich wie Harald_M den 150/1200er Dobson vor.

MfG,Karsten




 
@Karsten

TS hat mir den Synta! empfohlen weil ich eine Preisgrenze bei 350 Euro gesetzt hatte. Nun der Synta kostet 390 Euro.

Beim GSO bin ich bei 428 Euro. Tja so schnell kam ich von 200 Euro auf nun (evtl.) 428 Euro.

Ein Dobson wird es nicht, weil ich später die Fotografie vor habe. Und ein Dobson auf eine drehbare Montage, das wird mir zu gross und zu schwer.

Nun aber zurück zu Ulrich...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@burki:
Binoviewers Deepsky Abberator-Simulationen

Mein Favorit für einen Anfänger ist ein langbrennweitiger Newton (aber kein katadioptrisches System), da die Justageproblematik dann fast nicht vorhanden ist. Die Anforderungen für eine Monti wachsen aber, da die Röhren dann eben länger sind.
Mit wachsender Öffnung wächst das Auflösungsvermögen der Geräte, was man in den simulationen ganz gut sieht
 
Hallo Harald, Hallo Burki,

also Harald, Mensch, so pauschal, das kannste doch besser, nicht?

Also das Gesichtsfeld hängt nur von zwei Faktoren ab, der Vergrößerung und dem scheinbaren Gesichtsfeld des Okulars.

Des Gesichtsfeld des Okulars ist aber auch an den Durchmesser der sogenannten Feldlinse (der untersten) gebunden, und damit an den Durchmesser des Okularauszuges. Das heisst: Das Okular kann nur soviel Himmel zeigen, wie durch den Okularauszug durchkommt. Beim 800mm Brennweite gehen etwa 3 Grad durch 2" hindurch, bei 1,25" sind es nur knapp 2 Grad. Bei 1000mm wird es eben entsprechend weniger.
Mit 1000mm Brennweite und 1,25" kann man die Plejaden nicht mehr vollständig überblicken, dazu bräuchte man ein 2" Okular mit grossem Gesichtsfeld, zum Beispiel so ein 40mm Erfle mit um die 60°.

Das müsst's nun klären :-)

Clear Skies
Sven
 
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