Hallo,
hier sei der folgende Rechengang anempfohlen, ich rechne mit erschwinglichen Standardgeräten:
Der Newton hat pro Spiegel 88% Reflexion, und etwa 6% Lichtverlust durch Obstruktion:
Also: 0,88 x 0,88 x 0,94 = 72,8%
Der newton bringt also 73% des einfallenden Lichts ans Auge, hat somit einen
effektiven Durchmesser von sqr(0,728) mal seiner Öffnung, mithin 85%.
Ein 200mm Newton bringt also das Licht eines idealen Teleskops mit 170mm
Öffnung.
Nun zum Refraktor: Der hat als Fraunhofer 4 Glas Luftflächen mit je 1,5%
Verlust sowie zwei Linsen mit je 1% Transmissionsverlust sowie den
Zenithspiegel:
Macht: 0.985 x 0,985 x 0,99 x 0,99 = 0,95.
Nun ist ja ein 1,25" Zenithspiegel mit 99% Reflektivität im Gegensatz zu nem Newton mit 96%igen Spiegeln für unter 200 Euro noch durchaus erschwinglich.
Damit reduziert sich der Wirkungsgrad des refraktors mit einem solchen Zenithspiegel auf 0,95 x 0,99 = 94%
Ein normaler Zenithspiegel reduziert auf 0,95 x 0,88 = 84%.
Der Ref. mit dem guten Zenithspiegel bringt also sqr(0,94) = 97% effektiven
Durchmesser, der mit dem Billigzenithspiegel 92% effektiven Durchmesser.
Soll heißen: ein 6" FH (150mm) bringt also zwischen 138mm und 146 mm
reiner Öffnung.
Der Unterschied Refraktor zu Newton liegt also im Durchmesser bei
97% zu 85% also 114%. bzw. 92% zu 85% = 108%.
Also darf ein Refraktor rund 10% weniger Durchmesser haben als ein Newton, um
gleichviel Helligkeit zu bringen: Für den 8" Dob brauchst also mindestens
einen 7"-Refraktor.
Viele Grüße
Markus
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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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Markus A. R. Langlotz
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