Schmitti
Aktives Mitglied
Hallo,
was kann das RFS spannendes sein? Es ist der Rentner Fernglas Sessel, der endlich ein entspanntes Beobachten im Sitzen verbunden mit Mobilität, wenig Gewicht und Low Tech bietet - und das alles zum "knausrigen Rentner Tarif".
Vorgängermodell war mein Fernglas Gestell, das ich vor gut einem Jahr schon mal gezeigt hatte. Das war nicht schlecht aber schon etwas sperrig und der Stuhl durfte nicht zu breit sein. Auch über andere Fernglas Stühle hatte ich schon intensiv nachgedacht und experimentiert, war aber immer nicht zufrieden. Dabei kam auch immer mal ein alter Garten Sessel ins Spiel; die Umbau Ideen waren aber alle nicht das Gelbe vom Ei.
Auslöser für das neue Modell war, dass mir auf dem Flohmarkt mal wieder ein Einbeinstativ (€ 4,-) zulief. Frühere Experimente mit Einbeinstativen zur Beobachtung im Sitzen machten mich nicht wirklich glücklich, besonders bei Objekten in größeren Höhen. Wenn der Fuß des Stativs auf dem Boden steht, ist das Stativ sehr lang und steht oft sehr schräg. Das mindert die Stabilität.
So entschloss ich mich jetzt, auf dem Stuhl ein Lager für das Stativ zu schaffen. Die Sitzfläche wurde abgebaut und 4 Löcher gebohrt. Das kleine Brett auf der Sitzfläche ist von unten durch die Bohrlöcher verschraubt. Auf der Oberseite hat das Brett ein nicht sehr tiefes 10mm Loch. Darin steht der spitze Fuß des Einbeinstatives. So kann der Fußpunkt des Stativs in keine Richtung wegrutschen. Mit dem Auszug des Stativs und der Höhenverstellung des Stativkopfs wird die passende Beobachtungshöhe eingestellt. Zur Beobachtung halte ich das Stativ und stütze dabei die Arme auf der Sessel Lehne ab. Das Zusammenspiel von Rückenlehne, seitlichem Stützen der Arme und stabilem Fußpunkt des Stativs sorgt für die Stabilität.
Schon 2 Tage hatte ich, wie auf dem Bild zu sehen, die Sonne mit dem Zeiss 6x30 beobachtet und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gestern Abend hatte ich dann endlich die Chance mit dem 8x40 Weitwinkel (Revue) am Sternhimmel spazieren zu sehen. Das war einfach schön und entspannend. Ohne Verrenkungen und das Hantieren mit sperrigen Gegenständen ließ sich alles bequem beobachten. Den Stuhl in die richtige Richtung rücken, die Länge des Stativs entsprechend der Höhe des Objekts wählen und am Stativkopf einstellen, das alles ging auch im dunkeln sicher und intuitiv. Das Bild war stabil wie bei einem "echten" Stativ und selbst die Leier im Zenit ließ sich länger ohne Krampf abklappern.
Heute Abend werde ich mal probieren, wie groß das Fernglas sein darf, ohne dass der Komfort verloren geht. Bislang bin ich aber sehr glücklich. Ich kann euch nur zum Nachbau ermuntern!
Im Anhang hoffentlich je ein Bild des alten Gestells, des Gartenstuhls und des Gesamtkunstwerks einschließlich Rentner.
CS Gerhard
was kann das RFS spannendes sein? Es ist der Rentner Fernglas Sessel, der endlich ein entspanntes Beobachten im Sitzen verbunden mit Mobilität, wenig Gewicht und Low Tech bietet - und das alles zum "knausrigen Rentner Tarif".
Vorgängermodell war mein Fernglas Gestell, das ich vor gut einem Jahr schon mal gezeigt hatte. Das war nicht schlecht aber schon etwas sperrig und der Stuhl durfte nicht zu breit sein. Auch über andere Fernglas Stühle hatte ich schon intensiv nachgedacht und experimentiert, war aber immer nicht zufrieden. Dabei kam auch immer mal ein alter Garten Sessel ins Spiel; die Umbau Ideen waren aber alle nicht das Gelbe vom Ei.
Auslöser für das neue Modell war, dass mir auf dem Flohmarkt mal wieder ein Einbeinstativ (€ 4,-) zulief. Frühere Experimente mit Einbeinstativen zur Beobachtung im Sitzen machten mich nicht wirklich glücklich, besonders bei Objekten in größeren Höhen. Wenn der Fuß des Stativs auf dem Boden steht, ist das Stativ sehr lang und steht oft sehr schräg. Das mindert die Stabilität.
So entschloss ich mich jetzt, auf dem Stuhl ein Lager für das Stativ zu schaffen. Die Sitzfläche wurde abgebaut und 4 Löcher gebohrt. Das kleine Brett auf der Sitzfläche ist von unten durch die Bohrlöcher verschraubt. Auf der Oberseite hat das Brett ein nicht sehr tiefes 10mm Loch. Darin steht der spitze Fuß des Einbeinstatives. So kann der Fußpunkt des Stativs in keine Richtung wegrutschen. Mit dem Auszug des Stativs und der Höhenverstellung des Stativkopfs wird die passende Beobachtungshöhe eingestellt. Zur Beobachtung halte ich das Stativ und stütze dabei die Arme auf der Sessel Lehne ab. Das Zusammenspiel von Rückenlehne, seitlichem Stützen der Arme und stabilem Fußpunkt des Stativs sorgt für die Stabilität.
Schon 2 Tage hatte ich, wie auf dem Bild zu sehen, die Sonne mit dem Zeiss 6x30 beobachtet und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gestern Abend hatte ich dann endlich die Chance mit dem 8x40 Weitwinkel (Revue) am Sternhimmel spazieren zu sehen. Das war einfach schön und entspannend. Ohne Verrenkungen und das Hantieren mit sperrigen Gegenständen ließ sich alles bequem beobachten. Den Stuhl in die richtige Richtung rücken, die Länge des Stativs entsprechend der Höhe des Objekts wählen und am Stativkopf einstellen, das alles ging auch im dunkeln sicher und intuitiv. Das Bild war stabil wie bei einem "echten" Stativ und selbst die Leier im Zenit ließ sich länger ohne Krampf abklappern.
Heute Abend werde ich mal probieren, wie groß das Fernglas sein darf, ohne dass der Komfort verloren geht. Bislang bin ich aber sehr glücklich. Ich kann euch nur zum Nachbau ermuntern!
Im Anhang hoffentlich je ein Bild des alten Gestells, des Gartenstuhls und des Gesamtkunstwerks einschließlich Rentner.
CS Gerhard