RFS Modell 2024

Schmitti

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Hallo,

was kann das RFS spannendes sein? Es ist der Rentner Fernglas Sessel, der endlich ein entspanntes Beobachten im Sitzen verbunden mit Mobilität, wenig Gewicht und Low Tech bietet - und das alles zum "knausrigen Rentner Tarif".

Vorgängermodell war mein Fernglas Gestell, das ich vor gut einem Jahr schon mal gezeigt hatte. Das war nicht schlecht aber schon etwas sperrig und der Stuhl durfte nicht zu breit sein. Auch über andere Fernglas Stühle hatte ich schon intensiv nachgedacht und experimentiert, war aber immer nicht zufrieden. Dabei kam auch immer mal ein alter Garten Sessel ins Spiel; die Umbau Ideen waren aber alle nicht das Gelbe vom Ei.

Auslöser für das neue Modell war, dass mir auf dem Flohmarkt mal wieder ein Einbeinstativ (€ 4,-) zulief. Frühere Experimente mit Einbeinstativen zur Beobachtung im Sitzen machten mich nicht wirklich glücklich, besonders bei Objekten in größeren Höhen. Wenn der Fuß des Stativs auf dem Boden steht, ist das Stativ sehr lang und steht oft sehr schräg. Das mindert die Stabilität.

So entschloss ich mich jetzt, auf dem Stuhl ein Lager für das Stativ zu schaffen. Die Sitzfläche wurde abgebaut und 4 Löcher gebohrt. Das kleine Brett auf der Sitzfläche ist von unten durch die Bohrlöcher verschraubt. Auf der Oberseite hat das Brett ein nicht sehr tiefes 10mm Loch. Darin steht der spitze Fuß des Einbeinstatives. So kann der Fußpunkt des Stativs in keine Richtung wegrutschen. Mit dem Auszug des Stativs und der Höhenverstellung des Stativkopfs wird die passende Beobachtungshöhe eingestellt. Zur Beobachtung halte ich das Stativ und stütze dabei die Arme auf der Sessel Lehne ab. Das Zusammenspiel von Rückenlehne, seitlichem Stützen der Arme und stabilem Fußpunkt des Stativs sorgt für die Stabilität.

Schon 2 Tage hatte ich, wie auf dem Bild zu sehen, die Sonne mit dem Zeiss 6x30 beobachtet und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gestern Abend hatte ich dann endlich die Chance mit dem 8x40 Weitwinkel (Revue) am Sternhimmel spazieren zu sehen. Das war einfach schön und entspannend. Ohne Verrenkungen und das Hantieren mit sperrigen Gegenständen ließ sich alles bequem beobachten. Den Stuhl in die richtige Richtung rücken, die Länge des Stativs entsprechend der Höhe des Objekts wählen und am Stativkopf einstellen, das alles ging auch im dunkeln sicher und intuitiv. Das Bild war stabil wie bei einem "echten" Stativ und selbst die Leier im Zenit ließ sich länger ohne Krampf abklappern.

Heute Abend werde ich mal probieren, wie groß das Fernglas sein darf, ohne dass der Komfort verloren geht. Bislang bin ich aber sehr glücklich. Ich kann euch nur zum Nachbau ermuntern!

Im Anhang hoffentlich je ein Bild des alten Gestells, des Gartenstuhls und des Gesamtkunstwerks einschließlich Rentner.

CS Gerhard
 

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Noch ein mal hallo,

gestern Abend habe ich dann in neugierig mal ein paar andere Ferngläser ausprobiert.

Mit dem Celestron 15x70 sah ich zwar deutlich mehr als mit dem 8x40 (war ja auch zu erwarten), richtig glücklich war ich damit aber nicht. Das Bild wurde doch deutlich unruhiger; dieses Fernglas verlangt wohl ein "richitges" Stativ wie mein großes Kurbelstativ. Das ist aber deutlich größer und nur im Stehen wirklich schön zu benutzen.
Das 20x60 von Tento habe ich dann gar nicht erst probiert. Ein mir irgendwann zugelaufenes 12x60 muss leider erst mal justiert werden.

Dann benutzte ich ein 8x56 Dachkantglas, das ich früher ganz gerne mal verwendete. Leider musste ich feststellen, dass die größere Öffnung keinerlei Gewinn gegenüber dem 8x40 brachte. Offensichtlich geht ein Teil Licht ungenutzt an der Pupille vorbei; alt werden ist nichts für Feiglinge! Das 8x40 ist mit größerem Gesichtsfeld und offensichtlich etwas schärferer Abbildung überlegen.

Weitere Tests mit anderen Gläsern werden folgen.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

ich habe auch einige Versuche mit Einbeinstativen hinter mir ...
Die Besten Ergebnisse hatte ich, wenn das Stativ vor dem Stuhl auf dem Boden aufstand und ich es dann mit einem Bein "umschlungen" habe.
Dazu die Ellenbogen auf die Armlehne, dann hat man 3 Abstützungen, die auch bei höheren Vergrößerungen zitterfreie Bilder liefern.

Nachteil ist der eingeschränkte Beobachtungsbereich, für jeden Richtungswechsel muss man den Stuhl verstellen und hohe Winkel sind auch schwierig bis unmöglich.

Wirklich perfekt ist nichts, auch ein Dreibein oder Parallelogramm meiner Meinung und Erfahrung nach nicht.
Dazu das ganze Geraffels was man auf - und abbauen sowie beim Beobachten handeln muss.
Das Einbein war für mich bei Betrachtung aller Vor - und Nachteile aber immer noch der beste Kompromiss.

Für mich kommen deshalb nur noch Stabigläser in Betracht, damit kann man sich dann voll und uneingeschränkt aufs Beobachten konzentrieren und nutzt auch mal spontan 5 Minuten tollen Himmel, den man sonst nicht mitnehmen würde.

Grüße Jochen
 
Mahlzeit Leute,
jaaa die Stabis machen gute Laune, stehen, sitzen, liegen, auch im Pool gehts ;) (nur mit etwas Vorsicht), alles kein Problem,
Habs 15x50 günstig bei a….on geschossen, Sonnenfilter rein, Stabiknopf gedrückt und los gings. Und wenn mal keine AAA‘s zu finden sind dann halt aufm Leicht-Stativ.
Schönen Sonnentag an alle
 

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Hallo Jochen, hallo Fery,

da ich zur Kategorie "verarmte Kleinrentner" gehöre, schrecken mich die Preise des Stabis noch ab. In all den Jahren habe ich mir ein einziges Glas neu gekauft, das war das Vision King 5x25 vor ein paar Jahren.

Fery, was ist das denn für ein schickes Stativ auf dem letzten Foto?

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,
das ist ein Berlebach Report EMV 2022 HL mit Berlebach Stativkopf 2-D Perfekt und nem Cullmann-Schnellspanner, damit ichs Fernglas leicht ablösen kann, die Kombi ist wirklich leicht und hat trotzdem Traglast bis 10 kg. Nur sind die Stativbeine etwas labil, deshalb ist da ne Kette sternförmig dazwischengespannt.
Grüße, Fery
 
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