Ries-Krater ond Steinheimer Becken

FrankZ

Aktives Mitglied
Hallo,
im Oktober hatte ich mir den Rieskrater und das Steinheimer Becken angeschaut. Ich war positiv überrascht. Im Rieskrater gibt es den Gopark Ries. Im Geopark gibt es viele Geotope mit sehr gut gemachten Infotafeln. Auch im Steinheimer Becken wird man vor Ort gut informiert. Die Museen in Nördlingen und Steinheim fand ich ebenfalls sehr informativ. An allen Stellen bekommt man sehr gute Informationen, sachkundig und systematisch aufbereitet. Obwohl ich auch Meteorite sammle, und mich schon mit Impakten beschäftigt habe, habe ich viel Neues erfahren und gesehen. Auch ist relativ viel zugänglich, natürlich sind auch viele Bereiche abgesperrt, ich fand das aber ausgewogen. Jedenfalls bin ich regelrecht begeistert, und werde mir die Gegend nächstes Jahr nochmal anschauen.
C.S. Frank
 
Hallo Frank,
Ich fahre immer mit dem Zug von Aalen über Nördlingen nach Donauwörth. Dort durchquert man das Nördlinger Ries von West nach Ostund kann bei der Fahrt sehr schön sehen, wenn man von Westen in den Krater kommt, dort wo der Fluss die Kraterwand durchbrochen hat. Bei der Fahrt durch das völlig ebene Ries erkennt man dann schön mehrere Zentralberge mitten im Ries und in der Ferne den Kraterrand. Vor allem jetzt im Winter, wenn morgens die Sonne aufgeht und man Richtung Osten fährt, ist das landschaftlich sehr reizvoll.
Auch der Blick von Nördlinger Kirchturm ist sehr schön. Dort steht man praktisch im Zentrum.
Viele Grüße, Ulli
 
Guten Abend,

das Nördlinger Ries konnte ich in seiner Gänze 1990 persönlich erkunden - im Sinne des Wortes.
Ich war Wehrdienstleistender in der 1. Luftlandedivison, MilGeo/Luftbildauswerter in der Stabskompanie. Zusätzlich waren wir Divisionskartenstelle und somit für die - wer hätte es gedacht! - Karten zuständig. Militärkarten in 1:10.000 und 1:50.000 hauptsächlich. Auch inhaltlich. So musste das Vorhandenesein der Trigonometrischen Punkte auf der Karte (siehe wiki) alle paar Jahre persönlich geprüft werden. Von den MilGeo-Offizieren dieser Republik.

Dazu haben sie sich einmal jährlich ...

Habt Ihr grad Zeit??

... einmal jährlich in einer Hütte im Nordschwarzwald getroffen, die im Besitz der Division war. Drei Wehrdinstleistende (2 + ich) haben die Herren Off'ze im Sommer 1990 ein Wochenende lang verpflegt*, während diese sich Deutschland untereinander aufgeteilt haben.
Also aufgeteilt im Sinne von wer auf welchem Kartenblatt die trigonometrischen Punkte abfährt (1:50.000 - das sind ein paar!).
Mein Chef hat das Nördlinger Ries an Land gezogen.

Und so zottelten Hauptmann Glöckner und der Gefreite Corpulentus nur wenige Wochen später mit einem Iltis, zwei Reisekoffern (!), einem Bleistift und einem Kartenblatt in Richtung Osten, um das Nördlinger Ries zu erkunden.
So hieß das. Erkunden.
Also alle TPs auf dem Blatt abfahren.
Und dabei ein paar Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Inklusive Stadtrundgang und Schweinebraten im einfachen Landgasthof (keine Kaserne, weit und Breit; zumindest keine Fallschirmjäger-Kaserne).
Und mit dem Iltis über einen bepflanzten Rübenacker fahren, um zu einem der Punkte zu gelangen. Es hat funktioniert, obschon uns der Bauer verflucht haben wird.
Und inklusive Werkstattaufenthalt ...

Habt Ihr noch Zeit? Ja? - Prima!

Nein, der Gefreite Corpulentus hat keinen Unfall gebaut, denn er war seinerziet ein hervorragender Fahrer.
Aber der Gefreite Corpulentus hat an dem großen, runden Knopf in der Mitte des Armaturenbretts rumgespielt, als er auf seinen Hauptmann warten musste; aus Langeweile. Währenddessen ist nichts passiert. Also zumindest nicht unmittelbar.
Aber mittelbar.
Denn der Gfreite Corpulentus hat am zentralen (aber unbeschrifteten) Lichtschalter den "TARNFAHRT"-Modus eingeschaltet, bei dem am gesamten Karren KEIN Licht geht: Kein Scheinwerfer, kein Rückfahrscheinwerfer, kein Blinker und natürlich auch kein ... Bremslicht.
Das fiel uns schon nach kurzer Zeit auf.
Und wir endeten in der VW-Werkstatt um die Ecke. Die Jungs haben eine gute Stunde gemessen und den Bock tatsächlich gefunden!

Der Gefreite Corpulentus wäre am liebsten einfach nicht da gewesen.
Wie so oft. Aber mein Chef hat es wirklich mit Würde und Fassung getragen.
Er war ein feiner Mann, den ich sehr mochte.
Lang ist's her.


Rührt euch!!_jungeschlagen:
Urs




* Eine der (sehr) wenigen Szenen, an die ich mich erinnere, zeigt, wie ich - völlig stoned vom Gras aus dem Karlsruher Entenviertel (aber das ist eine andere Geschichte) - mit Senf Gesichter auf die Wurstbrote für die kalte Platte zum Abendessen des Offizierskorps des Militärgeographischen Dienstes der Deuschen Bundewehr gemalt habe. Es hat sich seinerzeit niemand beschwert. Unvergesslich!
 
Es lohnt sich auch auf den Hesselberg zu fahren, da sieht man direkt in den Rieskrater von Norden.
Bei bestimmten Wetterlagen, zB Nebel in den Tälern könnte das eine ziemlich plastische Wirkung erzeugen. Zum Spechteln könnte der Berg auch taugen.
_IGP2426b.jpg
 
Hallo,

Ich hatte im blauen Forum zwei Berichte mit Bildern von den Museen im Nördlinger Ries und dem Steinheimer Becken geschrieben:



Viele Grüße
Gerd
 
Und dort liegt auch der "Stubenberg"....Der Meteorit, der sich nach Niederbayern verflogen hat.
Den ganzen Wald hammer abgesucht....Wir haben nix gefunden, andere schon.
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Felix
 
Hallo,
genauso interessant wie die beiden Museen finde ich den Geopark Ries, hier der Link: UNESCO Global Geopark Ries. Ich würde empfehlen zuerst das Museum in Nördlingen zu besuchen. Dort wird der Entstehungsmechanismus des Kraters sehr anschaulich erklärt. Auch sind da Proben der verschiedenen Gesteine in Abhängigkeit von der Entfernung zum Zentrum ausgestellt. Diese kann man sich dann im Geopark an verschiedenen Orten anschauen - sehr interessant. Ich finde, daß die Präsentation im Museum außergewöhnlich systematisch aufgebaut ist. Wenn man da mit offenen Augen hingeht, erhält man eine Menge Informationen. Auf der Seite vom Geopark gibt es den Unterpunkt "Erleben", da wird nicht zu viel versprochen.
C.S. Frank
 
Ich war Wehrdienstleistender in der 1. Luftlandedivison, MilGeo/Luftbildauswerter in der Stabskompanie. Zusätzlich waren wir Divisionskartenstelle und somit für die - wer hätte es gedacht! - Karten zuständig. Militärkarten in 1:10.000 und 1:50.000 hauptsächlich. Auch inhaltlich. So musste das Vorhandenesein der Trigonometrischen Punkte auf der Karte (siehe wiki) alle paar Jahre persönlich geprüft werden. Von den MilGeo-Offizieren dieser Republik.
Da kommen Erinnerungen hoch ! Ich war 1989 Wehrdienstleistender in Ulm bei den Kartographen (TopBatt 850), allerdings in der Reprographie (Filme mit 3x2m max., das war Großformat !). Das war schon interessant, aber da man dort den ganzen Tag in der Druckerei wie in einem Betrieb Landkarten produziert hat, verging die Zeit einigermaßen sinnvoll ohne Panzerschrubben. Und spannende Wanderungen über die schwäbische Alb gab es umsonst.

CS Erik
 
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