stefand
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nachdem DeepSky bei dem hellen Mond gerade keinen richtigen Spaß macht, hatte ich heute den Einfall einer neuen Herausforderung.
Sehr viele kennen die Wand 'Rupes Recta', welche unschwer zu Halbmond oder auch einen Tag danach zu erkennen ist.
Davon ausgehend ist auch der Krater Birt mit seinen 17km Durchmesser leicht zu finden.
Wie vielleicht einige ahnen, habe ich mir die Birt Rille vorgenommen und zwar mit einem 4" Maksutov ...
Angespornt durch einen Bericht über das Zeiss Diascope 85T (85mm Spektiv) mit Abbe-Okularen. Dort soll die Rille bei 126x kein Problem gewesen sein - die Birt Rille!
Im Zeiss 150/2250 mit AS-Objektiv hatte ich die Rille bei ca. 188x im 12mm orthoskopischen Okular gesehen - aber auch da musste man schon hingucken.
Wenn also der Bericht über das Zeiss Diascope stimmt, dann sollte mein 4" RuMak trotz seiner 40% Obstruktion bei 170x vielleicht eine Chance haben.
Also die AZ4 in den Garten gestellt, den Maksutov an die frische Luft gesetzt, einen 99% ZS mit 1/12 lambda rein, davor ein Baader helical Fukossierer, ein 11mm TV-Plössl, ein 9mm Genuine und ein 6mm Radian dazu. Die Taukappe nicht vergessen, denn es kühlte ab.
Im 11mm Plössl war der Mond rattenscharf, aber die Vergrößerung liegt bei ca. 95x - da war die Wand, Birt und Birt A (7km) schnell erkannt. Also kam ich bald zum 9mm Genuine Ortho. Der Schärfepunkt ist bei diesem Okular recht gut zu treffen. wir bewegen uns jetzt bei 115x und auch Birt B (5 km) stand wie ausgestanzt im melierten Mondgestein. Aber Birt E, welchen ich als Anfang für die Rille nehmen wollte, zeigte sich nicht. Auch keine Rille.
Kommen wir zum 6mm Radian (ca. 170x)), für welches der Mak gut ausgekühlt sein muss, sonst ist gegenüber dem 9mm Ortho kein spürbarer Gewinn. Den optimalen Schärfepunkt habe ich am Copernicus eingestellt - noch ein bisschen am Helical-Fokussierer gedreht und der Copernicus war ebenfalls ziemlich scharf. Die Kraterwände waren scharfkantige und treppenartige Abhänge und die mittigen Zentralberge wunderbar getrennt.
So konnte ich dann wieder herunter zum Birt und die Rille suchen. Doch wieder nichts. Birt B war klar umrissen und nicht mehr so klein. Hin und wieder konnte ich Birt E sehen, er liegt auf einer Linie vom Krater Nicolette und Thebit D, welche am nördlichen Ende der Wand liegt und dht gut zu erkennen war. Aber Birt E kam trotz ähnlicher Größe nicht so gut raus - vielleicht ist er weniger Tief und hat keinen Schatten mehr am Kraterboden.
Doch eine Rille wollte sich weiterhin nicht zeigen. Manchmal, da glaubt ich was zu sehen, aber eher den Teil der Rille, welche nahe dem Birt-Krater ist. Das ist aber nicht sicher, wir kennen ja das Phänomen, wenn man etwas sehen will und sogar weiß wie es aussehen müsste ...
Das Bild flimmerte zwar ein wenig, aber es gab diese ruhige Sekunde, in der die Athmosphäre kurz 'stand'.
Letzendlich Hut ab vor dem Mann, welcher bei 126fach in einer 85mm Linse die Rille problemlos gesehen hat. Aber seine Waffen waren auch schärfer als meine.
Wer hat Erfahrung mit der Birt Rille und hat diese bereits in einem Instrument um die 4" sicher gesehen?
CS,
Stefan
nachdem DeepSky bei dem hellen Mond gerade keinen richtigen Spaß macht, hatte ich heute den Einfall einer neuen Herausforderung.
Sehr viele kennen die Wand 'Rupes Recta', welche unschwer zu Halbmond oder auch einen Tag danach zu erkennen ist.
Davon ausgehend ist auch der Krater Birt mit seinen 17km Durchmesser leicht zu finden.
Wie vielleicht einige ahnen, habe ich mir die Birt Rille vorgenommen und zwar mit einem 4" Maksutov ...
Angespornt durch einen Bericht über das Zeiss Diascope 85T (85mm Spektiv) mit Abbe-Okularen. Dort soll die Rille bei 126x kein Problem gewesen sein - die Birt Rille!
Im Zeiss 150/2250 mit AS-Objektiv hatte ich die Rille bei ca. 188x im 12mm orthoskopischen Okular gesehen - aber auch da musste man schon hingucken.
Wenn also der Bericht über das Zeiss Diascope stimmt, dann sollte mein 4" RuMak trotz seiner 40% Obstruktion bei 170x vielleicht eine Chance haben.
Also die AZ4 in den Garten gestellt, den Maksutov an die frische Luft gesetzt, einen 99% ZS mit 1/12 lambda rein, davor ein Baader helical Fukossierer, ein 11mm TV-Plössl, ein 9mm Genuine und ein 6mm Radian dazu. Die Taukappe nicht vergessen, denn es kühlte ab.
Im 11mm Plössl war der Mond rattenscharf, aber die Vergrößerung liegt bei ca. 95x - da war die Wand, Birt und Birt A (7km) schnell erkannt. Also kam ich bald zum 9mm Genuine Ortho. Der Schärfepunkt ist bei diesem Okular recht gut zu treffen. wir bewegen uns jetzt bei 115x und auch Birt B (5 km) stand wie ausgestanzt im melierten Mondgestein. Aber Birt E, welchen ich als Anfang für die Rille nehmen wollte, zeigte sich nicht. Auch keine Rille.
Kommen wir zum 6mm Radian (ca. 170x)), für welches der Mak gut ausgekühlt sein muss, sonst ist gegenüber dem 9mm Ortho kein spürbarer Gewinn. Den optimalen Schärfepunkt habe ich am Copernicus eingestellt - noch ein bisschen am Helical-Fokussierer gedreht und der Copernicus war ebenfalls ziemlich scharf. Die Kraterwände waren scharfkantige und treppenartige Abhänge und die mittigen Zentralberge wunderbar getrennt.
So konnte ich dann wieder herunter zum Birt und die Rille suchen. Doch wieder nichts. Birt B war klar umrissen und nicht mehr so klein. Hin und wieder konnte ich Birt E sehen, er liegt auf einer Linie vom Krater Nicolette und Thebit D, welche am nördlichen Ende der Wand liegt und dht gut zu erkennen war. Aber Birt E kam trotz ähnlicher Größe nicht so gut raus - vielleicht ist er weniger Tief und hat keinen Schatten mehr am Kraterboden.
Doch eine Rille wollte sich weiterhin nicht zeigen. Manchmal, da glaubt ich was zu sehen, aber eher den Teil der Rille, welche nahe dem Birt-Krater ist. Das ist aber nicht sicher, wir kennen ja das Phänomen, wenn man etwas sehen will und sogar weiß wie es aussehen müsste ...
Das Bild flimmerte zwar ein wenig, aber es gab diese ruhige Sekunde, in der die Athmosphäre kurz 'stand'.
Letzendlich Hut ab vor dem Mann, welcher bei 126fach in einer 85mm Linse die Rille problemlos gesehen hat. Aber seine Waffen waren auch schärfer als meine.
Wer hat Erfahrung mit der Birt Rille und hat diese bereits in einem Instrument um die 4" sicher gesehen?
CS,
Stefan