Russentonne für Planetenbeobachtung

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mnmnmn

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Hallo würde gern wissen ob die Russentonne für
die Beobachtung von Planeten gut geeignet ist oder lieber
die Finger von lassen . Danke im vorraus .
 
Hallo mnmnmn,
grundsätzlich ist die "Russentonne" ein fotografisches Teleobjektiv und für genau diesen Zweck am besten geeignet. Visuell kann man natürlich auch Planeten damit beobachten, jedoch hat dieses System eine relativ große Obstruktion (Fangspiegelabschattung), wodurch eine Menge Kontrast verloren geht, der aber beim fotografieren nicht ins Gewicht fällt (Filmmaterial hat bei weitem nicht den Kontrastumfang wie das menschliche Auge).
Für Planeten ist ein guter Refraktor immer noch am besten geeignet (oder auch ein Spiegelteleskop mit entsprechender Öffnung).
Gruß Roland
 
Eins vorweg: Wenn man nur ein Teleskop haben möchte, gibt es preiswertere Alternativen, als die Russentonne. Will man aber auch ein Fotoobjektiv haben, führt meiner Meinung nach kein Weg dran vorbei...
Ich habe damals eine Russentonne als Objektiv gekauft und bin hinterher darauf gestoßen, daß man diese auch als Teleskop verwenden kann. Mit einem 12,5er Ortho hinten dran habe ich zum ersten mal Saturn live gesehen und war platt!
Falls Du ein anständiges Exemplar erwischst, macht die Tonne schon Spaß am Planeten. Aber bei 120-130fach wird's langsam dünn.
Eine Russentonne mit Zenitspiegel und einem Okular kostet so etwa 300 Euro. Noch ein Okular dazu und Du bist bei 350. Dafür ist das Teil noch nicht montiert. Glaub bloß nicht, bei 120fach die Tonne auf einem Fotostativ anbringen zu können, das entlockt Dir mehr Flüche aus Freugeräusche...
Für das gleiche Geld kriegst Du einen vierzölligen Refraktor oder einen sechszölligen Spiegel, die Dir vermutlich mehr zeigen werden. Kaufst Du gebraucht, bekommst Du für die Summe eine Optik samt Montierung.
Der unschlagbare Vorteil der Russentonne ist ihre kompakte Bauweise und ihre sehr gute fotografische Leistung, z.B. für Sonnen- oder Mondfotos. Speziell als Teleskop würde ich sie mir nicht (mehr) kaufen.
 
Hi,

ich habe mir die Russentonne seinerzeit als Leitrohr zugelegt. Wie hier schon geschrieben steht, kann man bis max. 150x Vergrößern, darüberhinaus reicht die Schärfe nicht aus. Man sollte dann auch eine "entspannte" Russentonne erwerben, bei diesem Gerät wurde dann der Spiegel druckfrei gelagert und der Fokus-Anschlag entfernt, so daß man mit Okular und Zenitspiegel noch scharf stellen kann.
Meinem 90/1000 Refraktor muß sich die Russentonne bei der Planetenbeobachtung geschlagen geben. Der Refraktor zeigt zwar in dunkleres Bild, aber wesentlich besseren Kontrast. Am Planeten kann ich den Refraktor, trotz kleinerer Öffnung, sorglos mit 200-fach betreiben. Bei der Russentonne sind 150-fach schon schwierig.

Es stimmt auch, was zum Handling geschrieben wurde. Ich habe es mit einem 60-80 Euro Stativ einmal probiert... das geht bei 40x für DeepSky gerade noch, aber oberhalb davon ist es schlicht Mist. Man bräuchte schon ein sehr teures, sehr hochwertiges Fotostativ. So ab 200 Euro, und auch da wirds noch wackeln.
Ich benutze die Russentonne auf meiner Gm-8, die Trägt sonst einen 8-Zöller mit Leitrohr fotografisch - bei der Tonne ist die Fokussierung so schwergängig, das es bei 150x selbst auf dieser Montierung unangenehm wackelt.

Wenn man das Handling in den Griff bekommt, dann hat man eine feine Optik, die ein kleines aber gutes Reiseteleskop ausmacht. Sie erlaubt bedingt Deep-Sky-Beobachtung und bietet auch ihren Spaß am Planeten. Aber als reines Planetengerät wäre ein (gebrauchter) Refraktor mit f/8 bis f/11 vorzuziehen.

Clear Skies
Sven
 
Hi mnmnmn,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Bis du aus der Russentionne ein brauchbares Teleskop gemacht hast, hast du ca. 450 € ausgegeben (es sei denn, du hast das benötigte Zubehör schon).
Ich zähle mal auf, was ich alles benötige:
- Russentonne; am besten die Spottingscope-Version incl. Adapter M42x1 => 1,25", Zenitspiegel und Okular = 298€
- EQ-2 ca. 60-80€ gebraucht (ich hatte die eh schon)
- Photo-Adapter für EQ-2 15€
- Starpointer III LED-Sucher ca. 30€
- Schneckenfokusierer 1,25" nicht rotierend 110€
- Bastelarbeitszeit

Ohne Sucher und Schneckenfokusierer kann man mit der Russentonne m. M. kaum arbeiten. Man kann zwar auf den Gebrauchtmarkt noch einiges sparen, aber das auch bei Alternativen.
In der Preislage hast du dann schon eine gute Auswahl an anderen Geräten.

CS, Torsten
 
Die einzige Tonne, die sich für Planetenbeobachtung eignet, ist die MTO 11CA. Aber auch da schwankt die Qualität. Ich habe die Dinger auf Flohmärkten ausgeliehen, zuhause getestet, und die guten behalten. Dabei waren Exemplare mit fast idealen Bildern am künstlichen Stern. Die Transmission der Tonnen ist aber schlecht (teilweise noch unter dem NIveau gewisser SC mit alter Beschichtung). Auch kann der Spiegel in der Halterung verklemmen, was dann einen herrlichen Astigmatismus liefert.

Gruß, Peter
 
Hallo,

ich hatte vor einigen Monaten hier im Astromarkt eine Tonne plus AZ3 zusammen mit einem selbstgeschweißtem Adapter (bombenstabil) für 240€ erstanden. Allerdings habe ich Zenitspiegel, Sucher, Okulare bereits <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> . Das Teil nutze ich als praktisches Reiseteleskop, das schnell mal
eingepackt und aufgestellt ist. Kein Vergleich mit meinem 4-Zoll-China-Refraktor auf einer EQ3, da dauert das Aufbauen schon so seine Zeit, von der Schlepperei mal abgesehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Allerdings habe ich jetzt doch noch heftig investiert und einen Schneckenfokussierer erworben, da die Fokussierung der Tonne eine recht mühselige Sache ist. Das Teil macht einen feinen Eindruck und wird sich sicher auch am Refraktor gut einsetzen lassen.

Zur Eignung am Planeten: Unlängst habe ich den Schattendurchgang von Io am Jupiter erspäht, allerdings erts nach einer gut 40-minütigen Anpassung der Augen. Doch dann war der Fleck da wie mit einem Schalter angeknipst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> . Doch wie bereits gesagt, ab 130fach aufwärts bricht der
Kontrast dann doch ein; allzu viele Einzelheiten wird man an den Planeten sicher nicht sehen können, allenfalls mit viel Übung.

Vielleicht kan man ja mit hochwertigen Okularen da noch ein wenig mehr rauskitzeln; meine sind da eher guter Durchschnitt, bin aber recht zufrieden damit.

Fazit: Als handliches Stück für unterwegs oder Spechteln zwischendurch eine gute Wahl, fals man die nötigen Kleinteile schon hat.

Ansonsten helfen vielleicht die Links weiter:

MTO-Test bei W.Ransburg
oder
Russentonne bei Dr.Strickling

Gruß
Michael
 
Russentonne allgemein

Hallo mnmnmn,

zu dem bisher gesagten gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Als Planetengerät ist sie sicher nicht zu empfehlen, aber als Schnellspechtelgerät für einen Nutzer mit fotografischen Ambitionen ist sie immer eine Empfehlung wert. Auf den Technikseiten von astronomie.de liegt noch ein alter Bericht zu meiner mittlerweile verflossenen Tonne. Ich könnte mich heute noch schwarz ärgern, daß ich die Kombination auf dem ersten Foto verkauft habe. Im Vergleich dazu sieht jedes Meade ETX blaß aus ..... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Frank.
 
Re: Russentonne allgemein

Hallo Frank,

weisst du noch, was das für ein Sucherhalter war, der da auf dem Foto abgebildet ist ? Der ist ja ideal für die RT. Habe so was schon gesucht, aber nie gefunden. Mein Starpointer sieht dagegen richtig diletantisch montiert aus.

CS, Torsten
 
Re: Russentonne allgemein

Hmmm.... Dachte ich mit schon <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Trotzdem Danke
 
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