Säulenhöhe für 10“ f/5 Newton

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Wie geht man am besten vor um die benötigte Höhe einer festen Säule zu bestimmen?

Da sich beim Newton das meiste am vorderen Ende des Tubus abspielt (dslr bedienen, Bathinovmaske auflegen etc), hätte ich den Ansatz verfolgt das diese Seite gut erreichbar bleiben muss.

Das Teleskop ist relativ „hecklastig“, da es auch für die Verwendung als Dobson ausballastiert ist. Nicht ideal, aber zur visuellen Beobachtung soll es nach wie vor auf einer EQ Plattform betrieben werden können, da das deutlich bequemer ist vom Einblickverhalten her.

Wenn ich im CAD alles zusammensetze sodass der Schwerpunkt auf der Rektaszensionsachse liegt dann wird die Säule relativ niedrig. Der screenshot zeigt den Aufbau mit 0,5m Säulenhöhe, die grünen Umrisse sollen eine Person mit 1,8m Körpergröße darstellen. Das Teleskop ist auf Polaris ausgerichtet dargestellt.

Spricht etwas das ich nicht bedacht habe dagegen die Säule so niedrig zu machen?

Gruß

Simon
 

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Hallo Simon,
ich kenne mich mit Säulen nicht aus, möchte aber auch eine bauen. Deiner Zeichnung nach müsste der Newton wohl eher noch tiefer, ergo die Säule niedriger.
Mit Okularen, Zenit, oder DSLR wird ja der Einblick evtl. noch höher liegen. Also lieber etwas drunter bleiben, es will vielleicht auch mal jemand weniger großes schauen und sämtliche Steherhöhungen sind immer sketchy im Dunkeln. Hast Du schon Pläne zur Bauausführung? Sind die Rohrschellen verschiebbar, wie auf der Zeichnung dargestellt? Für Balance kann man im Rahmen der Tragfähigkeit der Monti ja sonst noch mit Gegengewichten sorgen. Ich habe z.B. meinen 8"Dobson einfach mit Magneten austariert und meinem Großen mit Stahlgewichten.
Nochmal zur Säulenhöhe. Ein wenig Flexibilität kann auch eine Art kleiner Terrasse bringen, die man unaufwendig wegnehmen kann.

CS,
Henning
 
Hallo Henning,

zum ausbalancieren an sich ist nichts exotisches geplant, also herkömmlich Deklination über längsverschieben des Tubus in den Schellen, und Rektaszension mittels Gegengewicht. So wie auf dem Bild dargestellt ist das Teleskop ausbalanciert. Dabei ist der Schwerpunkt eben wegen der Gewichte zur Nutzung als Dobson relativ weit hinten.

Die Gegengewichte für die Nutzung in der Dobson Montierung sind hinter dem Hauptspiegel im Tubus angebracht, und lassen sich nur mit Aufwand entfernen.

Um die Masse auszugleichen damit der Schwerpunkt mittiger im Tubus liegt wäre mehr Gewicht vorne am Okularauszug nötig. Das macht natürlich das ganze Teleskop schwerer, was man ja eher nicht will.

Somit erscheint es mir sinnvoller den ist-Zustand beizubehalten, und eine kurze Säule zu verwenden. Kurze Säule bedeutet auch höhere Steifigkeit und weniger Materialkosten, muss also nicht unbedingt Nachteile haben.

Ich hätte jetzt mal angefangen zu planen mit einem Rohr 152,4 x 4,5.

Das ist ein gebräuchlicher Durchmesser (6“), und somit beim Stahlhändler zu bekommen.

Die Montierung hat einen runden Anschlussflansch von 5,5“ bzw 139,7mm Durchmesser. Wenn man einen Blechstreifen mit Stärke 1,5mm dazwischen legt dann bleiben 0,7mm spiel im Rohr. Somit könnte die Montierung evtl relativ einfach direkt auf das Rohr gesteckt werden (und mit den drei radialen Gewindebohrungen darin verschraubt, natürlich).

Als Basis der Säule würde ich unten ein Blech 200x200mm mit 12mm Stärke anschweißen, und die Säule über 4 Schwerlastdübel M12 im Fundament befestigen.

Horizontale Ausrichtung durch unterlegen an der Basisplatte.

4 Versteifungen mit 10mm dicke wären jetzt an der Basis noch vorgesehen.

So die bisherigen Überlegungen…

Gruß

Simon
 
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