SC oder Newton?

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Palilicium

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Hallo liebe Sternenfreunde!

Da ja in diesem Forum eine Menge an Fachwissen vorhanden ist, bin ich mir sicher, dass die Beantwortung meiner (bzw. unserer) Frage kein Hindernis darstellt, sofern es dafür überhaupt eine Antwort gibt.

Nun aber zur Frage:

Ein Freund von mir und ich haben schon mit unseren Teleskopen einem AP 127/820 und einem Newton 114/500 etwas Erfahrung gesammelt und würden gerne auf ein 8" aufrüsten. Wir haben uns schon weitrechend informiert, nur kommen wir leider auf keinen grünen Zweig ob es nun ein Newton oder ein SC sein soll.
Soweit wir uns informiert haben ist ja die Newtonbauweise bzgl. Obstruktion und damit verbundenen Kontrast dem SC zu bevorzugen. Der einzige Nachteil besteht ja eigentlich nur in den Bildfehlern am Bildrand, wenn wir uns jetzt recht entsinnen.

Darum fragen wir uns, warum SCs trotzdem anscheinend so weitverbreitet sind. Liegt es wirklich nur an der so ziemlich bildfehlerfreien Abbildung und der kleineren Baulänge (was ja für Astrofotografie vorteilhafter ist) oder gibt es einen Vorteil gegenüber den Newtonteleskopen, den wir übersehen haben? Justiert müssen ja beide werden und an der „Fähigkeit“ der SCs bzgl. der Vielseitigkeit des zu verwendenden Zubehörs dank der Hauptspiegelfokussierung kann es ja nicht liegen.

Vielen Dank schon mal für die hoffentlich zahlreichen Antworten

Victor
 
Hallo Viktor,


ganz grob gesagt, habt Ihr die Möglichkeit unter dunklem Himmel zu beobachten, dann ist der 8" F6 Newton als Dobson das Allroundgerät da für.
Mit dem 127/820 Refraktor und dem kleinen Newton ist es eine gute Kombination für die verschiedene Beobachtungen und Objekte.

Ist der Beobachtungsort ein schmaler Balkon, dann ist der kompaktere SC auf einer stabilen nachführbaren Montierung besser geeignet damit man über das Geländer kommt. Gewichtsmäßig sind Beide etwa gleich.


Gruß Günter










 
Hallo Günter!

erstmals vielen Dank für die schnelle Antwort!

Dobson-Fans sind wir eigentlich jetzt beide nicht so sonderlich.
Wir haben uns eher sowas wie die beiden hier gedacht:
SC
Newton
(Ich hoffe es macht nix, dass ich hier Hersteller-Links poste)
Natürlich ist dieser Hersteller kein muss - für überzeugende Einwände sind wir natürlich offen :)

Astrofotografie ist für uns im Moment auch kein Ziel, jedoch wenn man es langfristig sieht und wir dann halt doch mal damit anfgangen wollen, wird wohl das SC die vernünftigere Variante sein oder?
Ach ja bevor ich es vergesse und nun schon die beiden Links gepostet habe: Die Montierung von beiden ist ja eine von Celestron geänderte EQ5 oder? Auch wenn das ein wenig Off-Topic ist: Taugt die was für diese Teleskope? (Oder wär es besser sich alles selbst zusammenzustellen, was natürlich die Kosten steigern würde? Oder reicht es für den Anfang?)

So das wären mal wieder genug "Oders" und Fragen :)

Ich bedanke mich nochmals für jede Antwort.

Grüße Victor
 
Moin Victor!

Meine Meinung dazu:

> Liegt es wirklich nur an der so ziemlich bildfehlerfreien Abbildung

Am SCT? Bestimmt nicht...

> und der kleineren Baulänge

...das ist der einzige Grund, den ich sehe...

> (was ja für Astrofotografie vorteilhafter ist)

2 Meter Brennweite beim 8" f/10-SCT? - ich bitte Dich... ;)
Was willst Du damit aufnehmen? Nur Planeten?

> oder gibt es einen Vorteil gegenüber den Newtonteleskopen

Nein.

> „Fähigkeit“ der SCs bzgl. der Vielseitigkeit des zu verwendenden Zubehörs dank der Hauptspiegelfokussierung kann es ja nicht liegen.

Du wirst Dich wundern, wenn Du das erste Mal mit dem Spiegel-Shifting Bekanntschaft machst. Die SCT von der Stange sind allesamt nur Lichtschlucker und Kompromißteleskope mit hoher Obstruktion. Ich hatte sowas schon und es kommt mir nicht mehr ins Haus.
 
Hi Victor

Fotografisch sind beide Kombinationen grenzwertig bzw. funktionieren allerhöchstens perfekt eingestellt und windgeschützt - empfehlen würde ich das keinem.
Visuell dürdte die CAM damit klarkommen, aber etwas Ausschwingzeit und einen windgeschützten Beobachtungsplatz sollte man einplanen, erst recht beim Newton.

Die Beliebtheit der SCs liegt wohl eher daran, dass sie sich relativ gut transportieren lassen und auch daran, dass sie in den USA spottbillig sind im Vergleich zu Europa.

Theoretisch klingt vieles nett:
- 2"
- richtiger OAZ adaptierbar
- auf f6.3 reduzierbar
- mit Fastar und ähnlichen Systemen hat man einen Astrographen
- ...

Aber wie es damit in der Praxis aussieht, wäre auch wichtig.
Billig und einfach wirds jedenfalls nicht.

CS
Jürgen
 
Nochmals zu aller erst vielen Dank für die Antworten! Bin begeistert wie schnell die eintrudeln.

Das riecht ja alles sehr nach der Newton-Variante. Nicht dass ich was dagegen hätte, ist ja auch kostengünstiger! :)

Und wenn jetzt wirklich nur die Baulänge für das SC spricht, ist das für mich kein Kaufgrund, da wir in Wien wohnend ja sowieso ins Dunkle fahren müssen und dem Auto ja egal ist was es transportiert.

Nur so jetzt aus Interesse:
Da sich ja jetzt beide anscheinend nicht wirklich zur Astrofotografie eignen, welche Typen wären das dann? Das ist jetzt mehr nur eine Interessensfrage und wir haben uns auch noch nicht wirklich darüber informiert, da das für uns nur zweitrangig ist und war.
 
Hallo Victor,

ein C8 wiegt 6Kg, hat 8" Öffnung und ist ziemlich kurz für 8" Öffnung. DAS ist der Vorteil des SC. Wenns ein gutes ist und richtig benutzt wird zeigts auch gute Bilder.

Der 8" Newton auf der adm/cg5 ist visuell äußerst grenzwertig, das c8 geht visuell schön auf dieser Monti.

Oder anders: das C8 sind die 8" die parallaktisch am günstigsten stabil zu montieren sind.

Zum Fotosmachen sind für Euch beide Varianten eher ungeeignet weil bereits viel Brennweite auf zu schwacher Montierung.

Siehe hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

CS

Klaus
 
hallo Victor,

zur Fotografie eignen sich beide, aber es kommt auf die Montierung an. Astrofotografen sprechen zuerst über die Monti, und dann über das Scope das draufpasst.

Visuell geht der 8" Newton gerade noch auf CG5, das C8 geht gut, wie Klaus schon sagt.

Zur Diskussion Newton vs SCT:

Ein f/5 Newton hat viel mehr Koma als ein f/6, das merkt man auch visuell (Randschärfe) - leider findet man f/6 selten am Markt. Meine Empfehlung wäre den günstigen und meist guten f/6 Dobson mit Rohrschellen auf eine Monti zu schnallen.

Unter den SCTs gibt es eine Neuentwicklung mit weniger Koma - Meade ACF. Bei den SCTs ist ausserdem dank enger Fertigungstoleranzen das Gurkenroulette deutlich ausgeprägter als bei Newtons. Dazu kommen die thermischen Probleme und die kontrastfressende Obstruktion.

Das SCT dient mir als nettes transportfreundliches Drittinstrument und wenn ich bei der Fotografie längere Brennweiten brauche. Aber eben mit entsprechenddem Unterbau.

lg Tommy
 
Hallo Victor,

wenn ihr in die Planetenfotografie via WebCam einsteigen wollt, ist m.E. das SCT sehr brauchbar und wird auch von der CAM ausreichen stabil getragen.
Alternativ könnte man sich noch im Mak- oder RC-Lager umschauen.
Visuell für DS würde ich den Newton bevorzugen, EQ-montiert wenn gezeichnet werden soll, sonst als Dobson.

CS
Chris
 
Hi Victor,

visuell ist f/5 schon eine gewisse Anstrengung. Gut, vom 114/500 her bist Du das schong gewohnt, aber es spielt bei einem solchen Gerät mit gesteigerten Ansprüchen schon eine Rolle. Zieht durchaus Kosten bei den Okularen nach sich, dann.

Da liegt der Vorteil beim Dobson, der ist als 8-Zöller in f/6 schon spürbar unproblematischer. Aber Goto bietet der eben nicht, außer mit neuartigen Lösungen wie Dob-Drive. Da sind ja nun auch ein paar Geräte erschienen, die als Dobson so was ab Werk an Bord haben.

Astrofotografisch sucht man sich, wie schon erwähnt, erst eine Montierung aus, und dann Geräte, die drauf passen. Auf eine CAM zum Beispiel würde ich eine kleine Optik setzen, ein 150/750 Newton wäre schon ziemlich grenzwertig, das würde ich so nicht mehr anstreben. Eher einen ED-Refraktor mit z.B. 80mm Öffnung und dazu ein Leitrohr.

Clear Skies
Sven
 
So...Danke nochmals für die Antworten.

Nun ja da wir ja jetzt nicht unser Hauptaugenmerk auf die Fotografie richten, sollte die CAM ja eigentlich - zumindest für den Anfang - ausreichend sein. Fürs SC mehr als fürs Newtown, soweit ich das hier verstehe, was irgendwie für die SC-Variante spricht.

Waren heute auch bei einem Händler in der Nähe und haben uns auch mal ein wenig von dieser Seite beraten lassen, was aber leider wenig aufschlussreich war, zumal dieser eigentlich nur Meade-Produkte führt. Das einzige was uns eigentlich nur aufgefallen ist, ist dass oberflächlich die Meadeprodukte irgendwie teuerer sind. Als Beispiel kann ich nur wieder das SC 8" auf der LXD75 bringen, kostet ja gut und gerne 500€ mehr. Liegt das an der Montierung?Ist die LXD 75 besser als die CAM? Oder ist das einfach nur weil es Meade ist?

Vielen Dank nochmal für alle die sich Zeit nehmen. Wir wissen jeden Ratschlag zu schätzen, zumal das ja doch eine relativ schwerwiegende Entscheidung ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Victor,

also wenn die Auswahl wirklich zwischen 8" SC und 8" f/5 Newton ablaufen soll, dann sehe ich im 8" f/5 Newton das Gerät mit dem größeren Potenzial, wenn man bereit ist, sich damit zu beschäftigen.
Das heißt man sollte sich schon damit auskennen, wie man das Gerät gut justiert. Das bedeutet keine ständige Justage von Grund auf, sondern einfach vor jedem Beobachtungsabend nach dem Aufbau eine Feinjustage, meiner Meinung nach ideal mit der Barlowed-Laser-Technik. (www.pteng.de)
Weiterhin braucht man ein Gefühl dafür, wie lange so eine Optik auskühlen muss, bevor man sich an die Hochvergrößerung für Planeten macht, bzw. bewahrt einen das davor, von der Optik enttäuscht zu sein, obwohl eben noch Tubus-Seeing das Problem ist.
F/5 bedeutet unbedingt auch eine sorgfältige Okularwahl. Es dürfte ziemlich an der Okularwahl hängen, ob man gegenüber einem sehr guten und auch sehr gut beherrschten SC Abstriche bei der Planetenbeobachtung machen muss. Ein SC von der Stange dürfte wohl allenfalls ein Patt herausholen.
Der Vorteil des f/5 Newtons liegt in meinen Augen in der Fähigkeit zu niedriger Vergrößerung und großen wahren Gesichtsfeldern. Das ist es, was das SC physikalisch und auch mit Brennweitenreduzierer nicht kann. Das heißt bei 1,35° Ausschnittdurchmesser, der am Rand auch schon duster wird, ist für das SC die Obergrenze erreicht. In der Praxis wird es durch etliche Effekte, zum Beispiel die Brennweitenverlängerung durch den Zenitspiegel, noch weniger sein. Der Newton kommt mit einem real existierenden Okular (31mm Nagler) auf 2,4° und kann theoretisch auch 2,6° liefern. Und es gibt einfach ein paar Objekte, die so ein großes Feld sprengen, füllen oder eben mit "Gegend" drumherum erst richtig wirken. Der Doppelsternhaufen H&Chi ist da ein wirklich gutes Beispiel. Den bekommt man mit dem Newton eben als Doppelsternhaufen zu sehen und man kann auch die Konzentration der Sterne gegenüber dem Milchstraßenhintergrund gut erkennen. Das SC zeigt da einen Haufen oder zwei halbe und keinen Hintergrund drumherum.
Mit einem passend gewählten OIII-Filter bekommt man mit dem Newton, obwohl der Ausschnitt eigentlich noch zu klein ist, schon einen sehr guten Eindruck vom Nordamerika-Nebel. Beim SC ist der Ausschnitt so klein, dass man den Nebel nicht sieht, weil man mitten drin ist, und die AP-Beschränkung auf 5mm tut vielleicht ihr übriges, weil dem Bild eben noch etwas an Helligkeit fehlt gegenüber dem des Newtons. Mit normal käuflichen Okularen kommt man eben nicht weiter als bis 55mm und damit erreicht das SC noch nicht seine Minimalvergrößerung. Der Newton ist dank f/5 schon mit einem 35mm bei der Minimalvergrößerung angelangt.

In der Art könnte ich noch weiter für den Newton sprechen. Aber ich denke die Richtung ist klar. Will man sich aber nicht mit dem Newton auseinandersetzen, dann wird man vielleicht doch mehr Sinn in den Vorteilen des SC sehen. Das ist zum einen die kompakte Bauweise, zum andern auch der rückseitige Einblick mit wenig wechselnder Einblickhöhe.
Das SC ist dann dank f/10 auch freundlicher zu den Okularen, das heißt selbst ein sehr günstiges 2" Okular wird da immer noch ein ansprechendes Bild liefern, während es am schnellen Newton wohl einen eher schlechten Eindruck hinterlassen dürfte.

Wenn man sich also mit dem Newton auseinandersetzt, bietet dieser mehr Möglichkeiten. Will man das nicht, so ist das SC sicher das problemlosere Goto-Paket.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!

Danke für die praktischen Beispiele. Wir werden uns das alles mal durch den Kopf gehen lassen und auch nächstes Wochenende haben wir vor zu einem Teleskopabend zu gehen, um mal herum zu gustieren. Das sollte uns einer Entscheidung näher bringen.

Was wir leider noch immer nicht verstehen (aber zugegebenermaßen doch auch für die Entscheidung wichtig ist), ist warum SCs im Vergleich zu Newtons selber Öffnung doch um einiges teuerer sind. Falls die Antwort schon in diesem Thread gegeben wurde, tut uns das leid. Bei soviel Infos aufeinmal, verliert man leicht den Überblick :)
 
Newtons sind vergleichsweise simpel aufgebaut - zwei Spiegel, einer Parabolisch, einer plan. Dann noch Befestigungen für die Spiegel und eine "Verbindung" (der Tubus).
Dann noch ein Okularauszug, der in vielen Fällen auch nicht die Welt kostet. Manche bauen abgesehen vom Okularauszug sogar alles selbst, sogar den Hauptspiegel.
Beim SC ist der Aufwand schon deutlich größer - Schmidtplatte, Fangspiegel und Hauptspiegel sind nicht gerade einfach zu fertigen, bis hin zur Vergütung...
Mechanisch sind die Toleranzen auch recht gering (oder sollten sie sein..)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

bei den bisherigen Ausführungen kommt mir das Handling doch etwas zu kurz. Ein größerer parallaktisch montierter Newton ist m.E. in dem Punkt nämlich ein ziemlicher Krampf. Der Einblick liegt oftmals unbequem hoch und wechselt auch noch die Position. Wenn man viel mit Goto hin und her hüpft und trotzdem halbwegs bequem beobachten möchte, dann muss man immer wieder den Tubus in den Rohrschellen drehen. Bei meiner CAM mit 8" Netwton war danach durch das Geruckel meisten gleich wieder das Alignment im Eimer. Die Kombination war auch sonst (z.B. beim Fokussieren) so etwas von wackelig, daß ich es bald damit aufgegeben habe.

Für mich kommen inzwischen für visuell+parallaktisch nur noch Teleskope mit rückseitigem Einblick in Betracht. Wenn Newton, dann als Dobson. Und wenn Dobson, dann möglichst groß, sonst wäre es mir den Verzicht auf Goto und Nachführung nicht wert.

mfg
Torsten
 
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hallo Victor,

nachdem ich beruflich ja auch Händler-Mitarbeiter in Wien bin, mag ich mich gegenüber dem verehrten Herrn Kollegen in der Spitalgasse nicht rauslehnen...

Ein bisserl im Kontrast zu Sven meine ich, dass der Newton visuell auch bei Planeten die Nase vorn hat. Allein von der Theorie her kann ein SCT visuell nicht den Kontrast bieten, weil es schon im besten Fall höchstens beugungsbegrenzt arbeitet (im Vergleich zum Refraktor). In der Praxis kommts drauf an wie genau die Oberflächen gearbeitet sind, und da ist das einfachere und weniger abgeschattete System, das schneller temperiert, wohl im Vorteil.

Aber das Handling einer solchen grossen Röhre muss unbedingt in die Überlegung einbezogen werden - nur das Scope das man auch verwendet ist ein gutes Scope!

Die Meade sind auch deswegen teurer, weil sie mit dem ACF Feature winken. Ob es das wert ist, sollen die beurteilen die es auch verwenden. Ist da jemand?

Bei Celestron werden sich auch Änderungen ergeben: Wir sehen in US die ersten Skywatcher SCTs auf dem Markt, also
von der neuen Muttergesellschaft von Celestron...

lg Tommy
 
Hallo,
ich habe meine 2 ACF nie bereut, hatte vorher 2 SC. Einige Mondaufnahmen geistern hier auch durchs Forum. Auch habe ich durch verschiedene andere ACF geschaut, hatten allesamt einen besseren Kontrast und deutlich bessere Feldschärfe. Auch scheint die Serienstreuung sehr gering zu sein, mir ist kein schlechtes bekannt. Bei den SC scheint es öfters Ausrutscher zu geben. Auf der Achse ist ein ACF aber nicht unbedingt immer besser wie ein gutes SC. Aber bei einem Neugerät würde ich heute kein SC mehr kaufen, für Fotozwecke sowieso nicht. Im Vergleich zu einem Newton sehe ich optisch keinen Vor/Nachteil zu einem ACF.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tommy,

ich mein das mit der Planetenleistung ja auch, also dass die beim Newton besser ist. Aber... ich wollte nicht gleich den Thread anzünden. Es gehört eben schon dazu, mit dem Newton richtig umgehen zu können, und damit er spürbar besser wird, gehört eben auch dazu, dass es beim SC eine schlechte sphärische Korrektur gibt, denn sonst wär's da auch nur schlechter Umgang damit. Naja. Bisserl Nachteil hat ein SC halt, wenn es sphärisch für fotografische Brennpunktlage ausgelegt ist und dann visuell mit 2" Spiegel oder Prisma betrieben wird. Durch das herauslegen des Brennpunktes, wird die Brennweite und somit die sphärische Korrektur verändert.
Dazu hat mal wer herumprobiert, wie schlimm das ist, ich kann mich auch erinnern, dass es beim Bino nicht mehr so dolle war, aber wie war's nun mit 2" Zubehör???

Clear Skies
Sven
 
Also wir danken Euch allen mal für Eure bisherigen Beiträge, Ratschläge und Infos. Es hat uns doch viel weitergeholfen, aber ich glaube wir werden mal zu diesem Teleskoptreffen nächste Woche wandern und uns dort mal hoffentlich eine große Palette an Geräten zu Gemüte führen und sind der Hoffnung, dass Anfassen und Durchgucken uns zu einer Entscheidung führt.
Trotzdem nochmals Danke auch wenn (noch!!) nichts zählbares rauskam und wir melden uns spätestens nach unserer Praxiserfahrung :)
Natürlich früher wenn noch Fragen bestehen :)
 
Hi Victor,

macht das, versucht aber auch, von den Leuten einen Standpunkt zu bekommen, ob sie ihr Teleskop im Griff haben, oder ob sie es einfach mal so lassen und damit beobachten. Ihr müsst ja auch nachdenken, wie weit ihr da so gehen wollt. Goto spricht sicher für ein Fire-And-Forget-Teleskop. Aufstellen, loslegen, wenig Gedanken um sonstwas.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Victor,

laß' Dir nicht bange machen vor den Nachteilen der SCs. Gerade für Einsteiger haben diese Geräte auch echte Vorteile. Ich habe vor einem halben Jahr auch lange mit mir gerungen und mich dann für einen 9,25" SC entschieden und die Entshceidung nie bereut.

Wenn Du Lust hast, klicke einfach mal hier: http://www.sky-photos.de/astrofotografie-mit-dem-celestron-c9-25/

Da habe ich meine ersten Efahrungen mit dem C9.25 auf der CAM beschrieben und auch einige von mir mit der Kombi gemachten Fotos veröffentlicht. Ich bin sehr zufrieden mit meinem SC. Es hat eine gute Optik ist sehr justierstabil und auch hervorragend beweglich. Die große Brennweite ist toll für Planeten, Mond und Planetarische Nebel. Für Galaxien und vor allem Nebel ist sie manchmal hinderlich. Der Trend geht bei mir zum Zweitgerät, da aber keinen Newton sondern einen schönen lichtstarken APO.

Hoffe meine Hinweise helfen,

und an alle SC-Hasser: Laßt mich bitte leben. Ich weiß um die Nachteile dieser Systeme. Aber sie haben halt auch gewichtige Vorteile, gerade für Anfänger wie mich.

Gruß,

Michael
 
hallo Sven,

ich habe auch herumprobiert, wie sich das tut mit der sphärischen Korrektur und der Phariation derselben durch pherschiedene Brennpunktlagen. Da habe ich mal ein C8 gesehen, das erst mit f/6,3 Reducer richtig schön korrigiert war - dazu muss man schon mächtig am Phokusknopph drehen um scharph zu kriegen. Das war im phisuellen Phokus nicht so dolle, aber ich glaube kaum dass Normal-SCTs "von der Stange" für photographisch oder phisuell "ausgelegt" werden.

Ob man einen 1,25" oder 2" Spiegel nimmt, oder auch den photographischen Phokus, das ändert nicht so phiel. Ich habe auch ganz nette Photos von Phögeln auf nahegelegener Phichte, dazu muss man auch tüchtig kurbeln, und sind scharph. Ich glaube da muss man schon sehr pingelig sein um das zu benörgeln.

'tschuldigung mir war so, lg Tommy
 
Hallo Michael,

da hast Du das optisch entspannteste SC. Das C9,25 hat ja eine ähnliche (oder gleiche) Baulänge wie das C11. Der Hauptspiegel hat also ein entspannteres Öffnungsverhältnis. Das macht schon was aus.

@All: Bitte tut doch nicht so, als würde das SC in Grund und Boden geredet. Man muss dessen Eigenschaften einfach sehen, genau wie man die Eigenschaften eines Newton sehen muss und hier im Speziellen im Vergleich.
Für ein SC mit f/10 sprechen ein paar Punkte, die allein begründen, dass es das Gerät gibt. Das es sich so gut verkauft, da hat das Marketing ein gewichtiges Wort mitzureden. Rein sachliche Gründe für das SC sind hier im Thread schon herausgearbeitet: Baulänge, Gewicht, Einblick hinten. Allein dadurch passt es in Gabelmontierungen und auch auf eine Reihe einfacher Goto-Montierungen. Vor der Jahrtausendwende mag hinzugekommen sein, dass alle Flächen maschinell schleifbar waren. Parabolspiegeln sind erst in jüngerer Zeit in vergleichbaren, ja womöglich größeren Stückzahlen vom Band gefallen. Gegenüber dem klassischen Cassegrain fehlt dem SC einfach Brennweite, das Cassegrain wird ja bewusst sehr langbrennweitig ausgelegt, um diese langen Brennweiten einerseits kompakt zu machen und andererseits, wenn man sich für seine Beobachtungen genau solche Öffnungsverhältnisse mit f/25, f/30 wünscht.

Rein optisch hat ein SC eben seine Einschränkungen. Am spürbarsten noch durch f/10 und die Feldbeschränkung. Bei 8" ist ja die Randausleuchtung auch nicht so berühmt. Ich muss das auch nicht noch mal ausbreiten. Es gibt eine Reihe Sternfreunde, die da nichts vermissen. Aber ich denke gerade auf einem Teleskoptreffen, unter besserem Himmel also, wird es viele Sternfreunde geben, die helle Bilder mit 6mm AP und mehr nutzen werden. Ich nutze regelmäßig 7mm AP mit Filter und möchte Zirrus und Nordamerika-Nebel damit nicht missen, und wenn die Bedingungen gut sind, dann genieße ich auch den Blick auf die Andromedagalaxie, wobei es da weniger auf die AP (eher zu hell), als auf das große wahre Gesichtsfeld ankommt.
Die AP mit Reducer visuell zu steigern ist natürlich eine Möglichkeit, aber das führt unweigerlich zum Tunnelblick. Das wahre Gesichtsfeld eines SC reicht eben bei 5,5mm AP knapp zu 50° Plössl-Feld, bei 7mm AP muss es auf eine 40° Röhre zusammenschrumpfen, wenn es mit optisch rechten Dingen zugeht. Das wünscht man sich für Deepsky-Beobachtungen eher nicht, zumindest wenn es um geringe Vergrößerung geht. Daher besteht eben praktisch diese Einschränkung, während man beim Newton mit f/5 den AP-Bereich von 0,5mm bis 7mm mit 67° nutzen kann und den von 0,5mm bis 6,2mm auch mit 82° - mit real existierenden Okularen durchdacht.

Man kann jetzt herumheulen, dass das wieder kein gutes Haar am SC lässt, man kann es aber auch schlicht als Leistungsbeschreibung nehmen.
Was die vielen SC-Besitzer angeht: Ja. Die haben sich alle dafür entschieden. Es ist mir nicht wichtig, ob sie keinen Vergleich hatten und nur auf die großformatigen Anzeigen gestoßen sind, oder ob sie wirklich die Vorteile von Kompaktheit, Handling und Goto im Blick hatten. Wesentlich ist, dass es nüchtern und leistungsbezogen betrachtet nur diese Argumente gibt, die zwangsläufig zum SC führen.

Achso, noch eines: Natürlich ist es wenig sinnvoll, ein SC mit einem Newton für die Übersicht zu ergänzen. Das müsste ja ein Gerät wie der 114/500 Parabol sein, und der braucht doch eine stark unterschiedliche Okularauswahl. Ein Refraktor, vorzugsweise ein schneller ED, ist da die passendere Wahl.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

kein Widerspruch von mir. Meine Einlassung war auch nicht gedacht, dass SC ggü. dem Newton hervorzuheben, sondern lediglich der Hinweis, dass ein SC ein gutes Allround-Gerät für Einsteiger sein kann.

@Victor:
Das was Sven bzgl. C9.25 und C8 schreibt ist absolut korrekt. Das C9.25 hat wesentlich mehr Kontrast. Ein paar Euto mehr sind hier warscheinlich gut angelegtes Geld. Visuell und für erste Fotos (Belichtungen bis 5min mit Guiding und 1,5 - 2min ohne Guiding) reicht dann auch die CAM. Für ernsthaftere Fotos muss eh eine vernünftige Montierung her und wie gesagt bei Deep-Sky (außer Plant. Nebel und Kugelsternhaufen) ist die Breenweite beim SC einfach zu lang.

Gruß,

Michael
 
Ja reizen tät uns im Moment das C8 schon sehr, natürlich die größere Variante auch, aber das C9.25 ist ja doch schon leider um einiges teuerer, was leider unser Budget nicht mehr wirklich zulässt.
 
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