Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo Leute,
was jetzt kommt ist Tatsache, allerdings für Qualitäts- und Markenfanatiker nicht geeignet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />
Ein Sternenfreund hatte vor Jahren in der Bucht ein dejustiertes Revue 7x50 erbeutet
und ich sollte Mal nach der Justierung schauen.
Ganz nebenbei fielen mir in seinem Schrank noch Einzelteile eines auseinander gesägten
Riesenfernglases OBDO 20x80 auf, ein aufgegebenes "Sucherprojekt".
Den ganzen Schrott zu mir....schaun mer Mal, sogt da Franz (in dem Fall der *entfernt* auch). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Vor der Justierung des 7x50 war eine Reinigung dringend erforderlich, also auseinander mit
dem Teil und....da fällt mein Blick auf die "Riesentüten" des 80er, das sieht aus als ob die
Gewinde baugleich sind. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Das kann zwar eigentlich nicht gut gehen, aber der Spieltrieb siegt. Der erste Blick
zeigt dann auch tolle Doppelbilder aber jede Seite einzeln lässt sich doch tatsachlich scharf stellen.
Freund Fred schaut auch und staunt, dann sagt er mach Mal weiter.
Zu Hause wird also justiert, auch wenn die verklebten Schräubchen sich heftig wehren und
aufgrund des weichen Materials immer ein kritischer Punkt sind.
Die Bilder kommen zur Deckung und so ganz allmählich wird klar, dass diese erstaunliche Verbindung
auf ein Fernglas mit 11-12facher Vergrößerung und 7mm AP hinaus läuft, bei 80 mm Öffnung eine
ganz respektable Sache.
Nun gut, die Prismen stehen in den Rändern der AP aber das Bild am Tage ist klar und ab
ca. 20 Meter Entfernung scharf zu stellen. 75-80 Meter Feld auf 1000 Meter Entfernung ist
nicht der Renner aber auch kein extremer Tunnel dafür ist die Randunschärfe sehr gering und
die Bildfeldwölbung hält sich in erstaunlich engen Grenzen.
In der Dämmerung zeigt meine rote Straßenlampe (Natriumdampf) dann auch gnadenlos
Grenzen auf. Sie hat einen schönen rot schimmernden Hof aber das Raster im Streuglas der Lampe
kommt fast so scharf wie im Zeiss.
Der aufgehende Mond steht dann auch in einem hellen Schein aber die Detailfülle auf der Oberfläche
ist beeindruckend und das Ausbleiben von Farbrändern am Mondrand verblüfft, denn so hell ist
der Streulichthalo auch wieder nicht.
Jupiter zeigt sich als kleines Scheibchen und die vier Monde blitzen als gestochen scharfe
Punkte. Auch helle Sterne bleiben punktförmig, Venus versteckt sich in Wolken. Glück muss
der Mensch haben, so gut habe ich bei der „Tagesjustierung“ den Punkt selten getroffen, der Test
am Stern zeigt den scharfen Sternpunkt der linken FG-Seite genau mittig in dem über Dioptrieausgleich
unscharf gestellen Wölkchen der rechten Hälfte.
Die Klärung, ob oder wie gut das Glas den Öffnungs-/AP-vorteil gegenüber meinem guten 10x50
ausspielen kann steht noch aus und bleibt dunkleren Nächten vorbehalten. Kurze Versuche an bekannten
Sternenhaufen am derzeit aufgehellten Himmel und zwischen Wolkenlücken geben aber Anlass zu
begründeter Hoffnung.
Das Fernglas lässt sich für mich noch kurzzeitig freihändig nutzen, aufgestützt oder auf meiner
Schulterstütze habe ich ein sehr ruhiges Bild. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
was jetzt kommt ist Tatsache, allerdings für Qualitäts- und Markenfanatiker nicht geeignet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />
Ein Sternenfreund hatte vor Jahren in der Bucht ein dejustiertes Revue 7x50 erbeutet
und ich sollte Mal nach der Justierung schauen.
Ganz nebenbei fielen mir in seinem Schrank noch Einzelteile eines auseinander gesägten
Riesenfernglases OBDO 20x80 auf, ein aufgegebenes "Sucherprojekt".
Den ganzen Schrott zu mir....schaun mer Mal, sogt da Franz (in dem Fall der *entfernt* auch). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Vor der Justierung des 7x50 war eine Reinigung dringend erforderlich, also auseinander mit
dem Teil und....da fällt mein Blick auf die "Riesentüten" des 80er, das sieht aus als ob die
Gewinde baugleich sind. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Das kann zwar eigentlich nicht gut gehen, aber der Spieltrieb siegt. Der erste Blick
zeigt dann auch tolle Doppelbilder aber jede Seite einzeln lässt sich doch tatsachlich scharf stellen.
Freund Fred schaut auch und staunt, dann sagt er mach Mal weiter.
Zu Hause wird also justiert, auch wenn die verklebten Schräubchen sich heftig wehren und
aufgrund des weichen Materials immer ein kritischer Punkt sind.
Die Bilder kommen zur Deckung und so ganz allmählich wird klar, dass diese erstaunliche Verbindung
auf ein Fernglas mit 11-12facher Vergrößerung und 7mm AP hinaus läuft, bei 80 mm Öffnung eine
ganz respektable Sache.
Nun gut, die Prismen stehen in den Rändern der AP aber das Bild am Tage ist klar und ab
ca. 20 Meter Entfernung scharf zu stellen. 75-80 Meter Feld auf 1000 Meter Entfernung ist
nicht der Renner aber auch kein extremer Tunnel dafür ist die Randunschärfe sehr gering und
die Bildfeldwölbung hält sich in erstaunlich engen Grenzen.
In der Dämmerung zeigt meine rote Straßenlampe (Natriumdampf) dann auch gnadenlos
Grenzen auf. Sie hat einen schönen rot schimmernden Hof aber das Raster im Streuglas der Lampe
kommt fast so scharf wie im Zeiss.
Der aufgehende Mond steht dann auch in einem hellen Schein aber die Detailfülle auf der Oberfläche
ist beeindruckend und das Ausbleiben von Farbrändern am Mondrand verblüfft, denn so hell ist
der Streulichthalo auch wieder nicht.
Jupiter zeigt sich als kleines Scheibchen und die vier Monde blitzen als gestochen scharfe
Punkte. Auch helle Sterne bleiben punktförmig, Venus versteckt sich in Wolken. Glück muss
der Mensch haben, so gut habe ich bei der „Tagesjustierung“ den Punkt selten getroffen, der Test
am Stern zeigt den scharfen Sternpunkt der linken FG-Seite genau mittig in dem über Dioptrieausgleich
unscharf gestellen Wölkchen der rechten Hälfte.
Die Klärung, ob oder wie gut das Glas den Öffnungs-/AP-vorteil gegenüber meinem guten 10x50
ausspielen kann steht noch aus und bleibt dunkleren Nächten vorbehalten. Kurze Versuche an bekannten
Sternenhaufen am derzeit aufgehellten Himmel und zwischen Wolkenlücken geben aber Anlass zu
begründeter Hoffnung.
Das Fernglas lässt sich für mich noch kurzzeitig freihändig nutzen, aufgestützt oder auf meiner
Schulterstütze habe ich ein sehr ruhiges Bild. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
CS
*entfernt*