Seekrank durch Fernglas

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vivendi

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine ernst gemeinte Frage an euch:

Wenn ich eine Weile durchs Fernglas beobachte, habe ich die gleichen Symptome wie bei der Seekrankheit. Mir wird schlecht, kalter Schweiss bricht aus und mein Gleichgewichtssinn gerät in Unordnung.

Bin ich ein Zombie oder geht es einigen von euch ähnlich?

Viele Grüße, Ernst.
 
Hi Ernst
Ne seekrank werd ich nicht, habe aber mal von folgenden Test gelesen. Mit dem Fernglas eine gerade Kante (Mauer, Dachfirst) anvisieren. Sollte diese Kante im Fernglas nicht mehr so gerade aussehen, versetzt oder verdreht. Dann liegt eine Fehljustierung des Fernglases vor, kann zu Augen und Kopfschmerzen führen. Vieleicht ist es das ja.
Hatte ein ähnliches Problem da meine Augen unterschiedlich stark sind, bis ich merkte das ich an einem der beiden Okulare das Ausgleichen kann.
CS Udo S
 
Hallo Ernst,
es gibt Ferngläser, das geht es mir genauso. Dann gibt es Ferngläser, da merk ich gar nix. Da ich auch verschiedene Gläser mit gleicher Leistung ( zb. 2 x 20 x 80 ) habe, ist es hier auch unterschiedlich. Es kann also nur an der Einstellung bzw. Justierung liegen. Bin gerade dabei das zu probieren, und justiere frisch frölich frei an meinen Gläsern herum ( nur an bestimmten, bei denen ich diesen Schiefblick habe ). Bei denen , wo es passt, lasse ich die Finger weg. Probiers mal mit justieren.
Gruß Stephan
 
Hallo Ernst,

das liegt mit ziemlicher Sicherheit an einer Fehljustierung des Fernglases! Mögliche Ursachen:

1. Beide Tuben sind nicht exakt parallel ausgerichtet und die Bilder etwas seitlich verschoben oder verdreht. (Um das "auszugleichen" musst du beim Durchgucken praktisch schielen - und das führt auf Dauer eben zur Übelkeit.)

2. Die Schärfenpunkte beider Tuben liegen nicht gleich, sodass immer nur ein Tubus wirklich scharf und der andere etwas unscharf ist. (Hier versucht das Gehirn das auszugleichen, in dem es beide Augen unterschiedlich scharf stellt - Folge: Überanstrengung der Augen.)

Einfacher Test: Visiere einen Gittermast an, stütze die Arme auf und schaue schnell abwechselnd mit beiden Augen einzeln durch das Fernglas. Wenn die Fehljustierung nicht zu minimal ist, bemerkst du entweder ein leichtes Verspringen oder Verdrehen des Bildes (-> 1) oder eine ungleiche Schärfe der beiden Bilder (-> 2).

cs
Michael
 
Hallo Vivendi !

Ich würde mehrere Dinge beachten:

1. Achsparallelität prüfen, wie von einigen Kollegen schon erwähnt, ich mache das so, dass ich das Fernglas mit ca. 10cm Abstand von den Okularen auf einen weiter entfernten Gegenstand richte, z. B. Spitze eines Antennenmastes oder Kirchturmkreuz o.ä.; Dabei nicht auf den Betrachtungsgegenstand konzentrieren/fokussieren, sondern "wie ein Betrunkenener" in die Okulare schauen, quasi mit etwas starrem Blick (Besaufen gilt auch, dann funktionierts sicher <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Wenn die Bilder in den Okularen nicht deckungsgleich sind, hast Du ein Justageproblem. Das kann dann in den Prismen liegen, oder die Objektivtuben sind versetzt, etc. Offenbar ist das Fernglas dann hinuntergefallen und dejustiert.
Das istd die wahrscheinlichere Fehlerursache.
In eine Werkstatt senden und justieren lassen (so es sich lohnt, z.B. einen Zeiss Pentekarem, Dekarem oder sonstiges Zeiss-Ost Gerät worde ich zu Herrn Ros - www.docter-germany.com schicken.

2. Es gibt auch solche Gurken (meist schlechte Okulare), die so eine arge Kissenverzeichnung haben, dass einem wirklich schwindlig wird.
Man erkennt dies, wenn man beim Beobachten einer senkrechten Hauswand in größerer Entfernung, je weiter man die Senkrechte an den Okularrand führt, umso "bauchiger" wird das Ganze. Da kann man leider nichts machen.

CS
Hans
 
Danke für eure Ratschläge.

Bin ein wenig beruhigt. Werde Eure Hinweise und Tips beachten.

Nochmals vielen Dank und cs, Ernst.
 
Seekrankheit entsteht, wenn das körperlich empfundene Gleichgewicht nicht mit dem beobachteten Gleichgewicht in Einklang steht. Das kann die vergrößerte Wackelei eines Fernglases durchaus hervorrufen.
Seekrankheit läßt sich von den Effekten, die durch Dejustage verursacht werden sehr deutlich unterscheiden indem man das Glas mal auf ein Stativ setzt.

Gruß
Walter
 
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