Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage Flex

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MEEE1988

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Hallo,

ich interessiere mich seit noch nicht allzulanger Zeit für die unendlichen Weiten. Um selber mal einen Blick nach oben zu werfen möchte ich mir nun ein Teleskop zulegen. Da ich momentan Schüler bin ist mein Budget natürlich sehr begrenzt. Ich möchte möglichst ein Allroundgerät, da ich bevor ich überhaupt jemals durch ein Teleskop geguckt habe noch nicht entscheiden kann was mich am mesiten interessiert. Nach langen überlegen und suchen habe ich mich für das "Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube DOB" entschieden. Ich denke mit diesem ist meine Investition nicht unaushaltbar groß und ich bekomme genügend Qualität geboten.

So nun zu meinen Fragen:

1. Was haltet ihr von dem "Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube DOB"? Ist es für meine Zwecke eine gute Wahl oder kennt ihr preisähnliche bessere Alternativen?


Wenn das Teleskop gut gewählt ist, habe ich noch eine Frage:

2. Die Okulare "1,25'' Okulare 25mm und 10mm" sind im Lieferumfang enthalten. Sind diese Okulare gut? Welche anderen Okulare sollte ich noch kaufen, um einen großen Bereich abzudecken?

Ich bedanke mich schonmal für jede hilfreiche Antwort.
 
Hallo!
Vorweg möchte ich dazu sagen, dass du mit dem Teleskop ein leicht transportables Gerät erhälst was aber auch seine Nachteile hat.
Vorteile:
Transportabilität
große Öffnung
leicht zu bedienen
Leuchtpunktsucher

Nachteile
wackeliger OAZ (vor allem Problem bei der Justage mit Laser)
Okulare nicht randscharf
Justieranfällig

Ich habe mit dem Teleskop unter wirklich schlechtem Himmel die Andromeda sehen können, da macht sich eindeutig der Öffnung bemerkbar.
Am Teleskop habe ich bis 160fach vergrößert, allerdings wurde das Bild, vermutlich durch das Seeing, unscharf. Ich konnte aber am Jupiter Details ausmachen wie zum Beispiel den großen roten Fleck und einige Details im Hauptband.
Auf jeden Fall brauchst du zur Justage einen Schraubenzieher für Madenschrauben ich glaube es waren 2mm, musst du nochmal hier nim Forum schauen. Desweiteren würd ich dir für die grobe justage eine Filmdose mit loch im Deckel empfehlen. Damit kannst du ganz gute Ergebnisse erzielen. Die Feinjustage dann am besten am Stern.
Laser hab ich ausprobiert aber das is durch den wackel OAZ ehr nich zu empfhelen.
Bei Astroshop hab ich das ding übrigens fürn 100 Euro gesehn.

Wenn du noch Fragen hast nur zu d:-)

Gruß Deadlock
 
Hallo,

ich kann über das 130/650 eigentlich viel Positives berichten. Auf einem stabilen Tischchen aufgestellt, macht das Teleskop unter dunklem Himmel viel Freude. Man sollte es keinesfalls unterschätzen - oder gar in die Spielzeug/Kaufhaus/Aldi-Kategorie einreihen. Mein Exemplar war sehr gut justiert und schwingt eigentlich rasch aus. Als Vergleich habe ich ein 20cm Meade SC, das ist natürlich eine ganz andere Kategorie, aber jedes der beiden Teleskope zeigt für sein Budget "viel Himmel". Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass ohne fixen Beobachtungsplatz die Freude am Beobachten mit der Größe des Teleskops abnimmt (!), weil: je mehr es zu schleppen und transportieren gilt, umso seltener konnte ich mich überwinden ... wenn ich da an mein drittes Teleskop, einen 10"-Dobson denke ... der war erst 1x im Einsatz und setzt nun massiv Staub an ... beim 130/650 genügen zwei Handgriffe bzw. es besteht keine Gefahr eines Bandscheibenvorfalls beim Transportieren ...

Was kann/soll man verbessern:

Ich würde die beigelegten Okulare ersetzen, beispielsweise durch die TS Planetary HR (ich verwende 8mm und 25mm). DER Unterschied bringt wirklich viel (besserer Einblick, randschärfer, etc.). Die Zusatzinvestition ist in Relation zum Teleskoppreis vertretbar.

Eine weitere - unbedingt notwendige - Verbesserung betrifft den Umlenkspiegel: die Kanten sind nicht geschwärzt und verschlechtern den Kontrast massiv. Hierfür genügt ein schwarzer Edding-Stift etc.

Falls der Beobachtungsplatz nicht ganz dunkel ist, könnte man auch noch mittels schwarzem Karton einen Blendschutz bauen, um Einsteuungen "von der Seite" oder "von hinter dem Umlenkspiegel" zu vermeiden.

Viel Spaß mit dem Teleskop,
lg aus Wien,

Nick
 
Hallo MEEE1988,

1. Was haltet ihr von dem "Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube DOB"?

gar nichts. Das Teil hat eine 2-Stangenkonstruktion, die Justage,
entscheidend bei einem lichtstarken Newton, wird deshalb je nach
Einsatz nicht gehalten (schwenken mit schwerem Okular im Auszug),
der auszug ist, sagen wir mal, seehr einfach gehalten.
Die Spiegelqualität machte auch Probleme, zumindestens hat
der Spiegelschleifer Stathis Kafalis einen getestet und
das Resultat war erbärmlich. Ein weiterer von Stahis
per Foucault getesteter Spiegel war ebenfalls sehr mau.

Preiswerte Alternativen?
Der gute alte 114/900mm Newton auf einer etwas wackeligen EQ-2 Montierung.

2. Die Okulare "1,25'' Okulare 25mm und 10mm" sind im Lieferumfang enthalten. Sind diese Okulare gut?

Man kann damit gucken. Aber an dem f/5 Teleskop (der Heritage
hat 130mm Öffnung und 650mm Brennweite, das ergibt 1/5 )
ist deren Abbildung zum Rand des Gesichtsfeldes hin sehr schlecht.

Am 114/900mm f/8 newton würden sie dagegen passabel abbilden.

Welches Teleskop für dich am beten wäre hängt, neben deinem Budget,
von verschiedenen Faktoren ab.
Was willst du sehen?
Wo willst/kannst du beobachten?
Ist Transportabilität wichtig?
Falls ja, wie transportierst du das Teleskop?

Am besten wäre es wenn du dich mal bei Sternfreunden in deiner Umgebung
umschaien würdest. Die mesiten freuen sich wenn sie einem Interessierten
einen Blick durch ihre Teleskope und ihre Erfahrungen vermitteln dürfen.

MfG,Karsten
 
Hallo,

zur optisch/mechanischen Qualität mache ich keine Aussage, da ich es nur vom Lesen her kenne. Daher kann ich mir kein Urteil darüber erlauben.

In einem Punkt kann ich Nick zustimmen: Je kleiner (im Sinne von transportabler) ein Teleskop ist, umso häufiger kommt es zum Einsatz. Früher hatte ich nur den Achtzöller (siehe Signatur), und in der Regel ging der Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit für Auf- und Abbau und vor allem für die Auskühlzeit (*nerv*) drauf.

In den meisten Fällen nutze ich jetzt meine beiden kleinen Geräte (90mm MAK und 70/900er FH) bei (fast) jeder Gelegenheit und das große Teleskop immer dann, wenn ich absehen kann, dass es mindestens die halbe Nacht draußen ist. Mit den "Kleinen" kann man kürzere Zeitfenster einfach effektiver nutzen als mit großen (es sei denn, sie sind thermisch optimiert inklusive korrekter Tubuslüftung).

Aus diesen Gründen kann ich der Empfehlung zum 114er Newton, eine gute Mechanik und stabile Monti (mindestens EQ-3) vorausgesetzt, nur zustimmen, zumal man als Schüler oft nur wenig Zeit zum Beobachten haben wird.

CS und VG Christian
 
Nachdem ich mich in diesem Forum gerade frisch registriert habe, wollte ich hier auch nochmal meinen Eindruck zum Skywatcher Heritage 130P weitergeben: Ich stimme im wesentlichen Nick zu: für einen Tischdobson ist es ein feines Gerät. Ich benutze es als Reiseteleskop (wenn mein 8" Reisedobson nicht ins Gepäck passt ...): Man kann die Tischmontierung schön auseinanderbauen und dann passt das Teil gut in den Reisekoffer.
Ich hatte es dieses Jahr im Frühjahr in Randa (Schweiz) ausgiebig im Einsatz. Bei meinem Exemplar scheint die Optik in Ordnung zu sein - Saturn und Jupiter sind auch bei höheren Vergrößerungen recht scharf und auch die Sterne einigermaßen punktförmig (im Rahmen dessen, was die schnelle Optik so realistisch hergeben kann). Ich persönlich beobachte allerdings im allgemeinen eher bei geringer Vergrößerung und dort hat das Skywatcher Heritage 130P auch eher seine Stärke.
Problematisch ist das Fehlen der Gegenlichtblende: Ich habe mich bei meiner ersten Beobachtung in Randa notdürftig mit einem schwarzen T-Shirt und Kreppklebeband beholfen. Wenn man sich das Heritage 130P kauft sollte man sich also auf jeden Fall darauf einstellen, dass man sich auf alle Fälle einen Streulicht-Schutz schneidern muss (entweder aus Stoff oder aus Moosgummi).
Wenn man also nur eingeschränkt mobil ist und es eher vorzieht bei geringer Vergrößerung zu beobachten dann kann man damit viel Freude haben.
Wenn man hingegen hauptsächlich Planeten beobachten möchte und eine parallaktische Montierung braucht, dann sind andere Teleskope sicherlich besser geeignet.

 
Hallo zusammen,

nach fünf Jahren kann sich auch an der Produktqualität einiges Ändern. Neue Produkte haben mitunter noch "Kinderkrankheiten", die in späteren Serien ausgebessert werden.

Wer also ein bestimmtes Gerät oder Zubehörteil ins Auge gefasst hat, sollte also, soweit verfügbar, möglichst aktuelle Erfahrungsberichte zu Rate ziehen.

VG Christian
 
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