Um trotzdem nochmal auf die Millenium Simulation zu sprechen zu kommen:
Das Programm mit dem diese Simulation (und seeeeehr viele andere Simulationen) gerechent wurden, kann jederzeit von jedermann runtergeladen werden:
Gadget2
Die Voraussetzungen sind relativ gering: Linux, ein paar freie Bibliotheken aus dem Netz, fertig!!! Ach ja: ZEIT, das darf man nicht vergessen
Solltest Du wirklich ernsthaft an einer derartigen Simulation interessiert sein, wirst Du an Gadget nicht vorbei kommen :biggrin:
Seit Anbeginn seiner Existenz (vor rund 10 Jahren) setzt Gadget nämlich die Messlatte, an der sich alle anderen Codes messen müssen.
Wenn Du also bereit bist ein wenig Schweiß in die Sache zu stecken, dann kann ich Dir echt nur empfehlen Gadget mal runter zu laden, UNBEDINGT den user-guide und die beiden angegebenen paper zu lesen, und dann mal die mitgelieferten Beispiele laufen zu lassen. Zur Auswertung empfiehlt sich IDL, davon gibts ne Testversion im Netz die für den Anfang genügen sollte.
Falls Du irgendwelche Fragen zu Gadget, etc. haben solltest, rühr Dich einfach mal, ich schreib nämlich grad an meiner Diplomarbeit beim "Erfinder" von Gadget und benutze das Programm ziemlich exzessiv. Vielleicht kann Dir ja geholfen werden :/
CS,
Markus
PS: Stell Dir aber bitte nicht vor, dass Du sowas wie die Millenium Simulation mal schnell auf Deinem PC laufen lassen kannst. Das Teil lief kanpp ein Jahr lang parallel auf 1000 Prozessoren und der Nachfolger (gerade in Arbeit) ist noch ein ganzes Stück größer. Aber um mal ne Idee zu bekommen, wie denn Galaxien überhaupt aus diesem doch recht homogenen Brei bei z>100 entstehen konnten, reichen ein privater PC und ein paar Stunden Geduld locker aus.