Sonnenfilter Eigenbau

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AndiHH

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Hallo,

ich möchte mir einen Sonnenfilter selber bauen. Er ist für einen 127mm Mak von Skywatcher. Beim betrachten käuflicher Filter ist mir aufgefallen, das einige Filter nur eine kleine Öffnung Öffnung auf der Miniskuslinse freilassen. Deswegen bin ich etwas verwirrt wie ich meinen Filter bauen sollte (siehe Zeichnung - 1 oder 2?). Konstruktion, Bau und sicherer Betrieb sind kein Problem. Ich würde die Folie von Baader nehmen, die es in verschiedenen Größen gibt.

Freue mich auf eure Antworten,

Andi

Sonnenfilter.jpg
 
wenn du die Baader Folie nehmen möchtest, solltest du auf jeden Fall die volle Öffnung des Teleskopes auch nutzen, ist bei 127mm ja kein Problem.
Beachte, es gibt eine für visuelle (ND5) und eine für fotografische (ND3,8) Nutzung.

LG
Olli
 
OK, danke für die Info! Das mit dem Unterschied zwischen visueller und fotografischer Nutzung wusste ich noch nicht. Dann werde ich wohl zwei Filter bauen müssen, aber kein Problem. 3D Drucker ist vorhanden.
Grüße,
Andi
 
Da gehts halt auf der einen Seite um den Schutz der Augen und auf der anderen Seite um kurze Belichtungszeiten. So ein Siliciumsensor halt ein wenig mehr aus als unser Auge.

LG
Olli
 
OK, danke für die Info! Das mit dem Unterschied zwischen visueller und fotografischer Nutzung wusste ich noch nicht. Dann werde ich wohl zwei Filter bauen müssen, aber kein Problem. 3D Drucker ist vorhanden.
Grüße,
Andi
Du kannst auch die fotografische Folie verwenden und fur's Okular einen ND-Filter, ND3.0 glaube ich war's. Besonders elegant ist natürlich ein Doppelpolfilter, dann stellst Du Dir die Helligkeit stufenlos ein.

CS
Jörg
 
Wenn man die stackt, dann kann man den Wert Addieren. ND 5 ist ja 1/10^5, also 1/100.000
ND 3 auf ND 2 wäre 1/10³×1/10², also 1/1.000×1/100 also wieder 1/100.000.
ND1,2 bräuchte man also bei der ND3,8er Folie, aber genau diesen Wert wird man nicht bekommen, zwei 0,6er werden teuer, ein 0,9er zu hell, ein 1,8er zu dunkel.
Zwei Frontfilter mit zwei verschiedenen Folien wird also deutlich günstiger sein als ein passender ND Filter, der ja auch optisch gut sein muss in Fokusnähe.
Ich würde einfach zwei bauen, unterschiedliche Farbe und unbedingt unmissverständliche Beschriftung dran. Am besten an den Fotofilter ne Öse dran wo man diesen tollen leuchtorangen Sonnenwarnzettel vom Teleskop dran hängt.
Achte bei der Fassung darauf, dass sie unter gar keinen Umständen abfallen kann, weder bei Kindern noch bei Sturm.

LG
Olli
 
Du kannst auch die fotografische Folie verwenden und fur's Okular einen ND-Filter, ND3.0 glaube ich war's.
Argh… dann pass aber unbedingt auf, dass die Okularfilter auch genug UV/IR-Schutz bieten, um mit der Fotofolie sicher zu sein! Die Filter kombinierst du auf eigenes Risiko, falls doch UV/IR durchkommt.

Druck dir lieber zwei möglichst verschiedenfarbige Halter, wobei du du die Fotofolie auch nur brauchst, wenn du mit einer Planetenkamera und Barlow filmst. Für die gesamte Sonne fokal mit einer DSLR langt auch die normale Folie.

Zum Filter: Die Off-Axis-Filter macht man eigentlich nur, wenn keine ausreichend große Filterfolie verfügbar/bezahlbar ist.

Beste Grüße,
Alex
 
Danke für eure Infos. Es werden definitiv 2 Filter. Die Idee mit den zwei Farben werde ich beherzigen und auch auf festen Halt achten(3 große, gedruckte Schrauben mit viel Auflägefläche sind geplant). Zusätzlich werden die Fassungen immer mit Malerkrepp gesichert. Kinder habe ich keine. Also von der Seite keine Gefahr. Eigentlich wollte ich mir eine Planetenkamera kaufen, habe aber vor ein paar Tagen die alte EOS von einem Freund in die Hand gedrückt bekommen. Daher ist die Info bezüglich der DSLR sehr hilfreich. Bevor ich was neues anschaffe probiere ich es doch lieber erstmal mit dem was da ist.

LG,
Andi
 
Moin zusammen!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst "Einsteigerkameras" mittlerweile empfindlich genug sind und bei Verwendung der Baader ND5-Folie immer noch mehr als
ausreichend Licht durchkommt, damit Belichtungszeit und Gain klein bleiben. Wenn man dann trotzdem noch Probleme hat, kann man ja dann immernoch über die Anschaffung einer fotografischen Folie nachdenken.

Viele Grüße,
Micha
 
Hallo in die Runde,

schließe mich Michas Meinung an. Ein visueller Filter reicht, es sei denn die Bastelei liegt dir. Die Folie über die komplette Öffnung und nicht außeraxial, sonst bleibt nichts an Öffnung übrig. Die modernen Kameras mit hoher Empindlichkeit packen das, wenn man die Regler etwas hochzieht. Einer für alles!

Gruß Thomas
 
Auch bei F/13?
 
Bei f/13 und ohne weitere Schmalbandfilter (Solar Continuum, Kalzium) bin ich da sehr optimistisch, ja. Bei f/30 und erst recht mit SC/K-Line und einem echten Videomodul kann man den ND3.8 immer noch aufrüsten, wenn die Belichtungszeiten zu lang sind. Für Einzelaufnahmen langt der visuelle Filter auf jeden Fall.

Zumindest habe ich umgekehrt immer wieder bei Finsternissen mitgekriegt, dass die DSLR mit Teleobjektiv und Fotofolie zu hell war, auch wenn die Belichtungszeit auf das Minimum gesetzt wurde (ich hoffe mal, dass da keine ISO-/Blenden-Automatik dazwischen gefunkt hat). Und die DSLR ist ja auch eher nichts zum Filmen, von wegen unkomprimierte Videos...

Beste Grüße,
Alex
 
Gut zugegeben mit einer etwas größeren Öffnung, aber selbst bei f/25 war meine 290 mono noch nicht überfordert. Und da habe ich dann noch den Solar Continuum mit zwischen.
 
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