JSchmoll
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Sonnensichel ueber Schottland
Nun mit einiger Verspaetung ein Bericht von mir. Mario aus Aberdeen hatte mich eingeladen, die Sonnenfinsternis von Schottland aus zu verfolgen. So kam es, dass ich bereits freitags mit meinem 100/500er China-Fraunhofer auf EQ5 und Berlebach-Holzstativ in den Zug stieg. Mein Gepaeck war schwer, mussten neben den ueblichen infrastrukturellen Guetern (Schlafsack usw.) doch eine nicht unerhebliche Menge an Kameras, Teleobjektiven und Okularen mit. Robert, mein Buerokollege war auch von der Partie. Nach einer laenglichen Zugfahrt nach Aberdeen fuhren wir in die Highlands westlich von Stonehaven. Hier hatte der Mario sich einen Berg ausgeguckt. Doch klar, was seit Wochen nicht war, herrschte an diesem Abend: Der beruehmte, dicke schottische Kuestennebel ! Somit haette das Ambiente auch eher zu einem Gruselfilm gepasst ... deprimierend ! Wieder daheim, wurden Satellitenfilme aus dem Web geholt. Hmmm. Also, die wahre Totalitaetszone liegt weit weg, und es sieht dort nicht gut aus. Zwei Wolkenbaender ziehen durch, die Luecke koennte zum fraglichen Zeitpunkt ueber Aberdeen sein ...
Um 12 gings dann ins Bett, um um 2 Uhr wieder aufzuspringen. Wega und Deneb schickten truebes Licht durch die Suppe, die immerhin nicht mehr so dicht war. Ab in die Autos und auf ins Highland. Mit von der Partie Marios Frau (ebenfalls leidenschaftliche Sternguckerin) und Max, der vierjaehrige Filius. Oben am Zielberg war immer noch dichter Nebel, und nach einer Viertelstunde hektischem Hin- und Herfahrens entschieden wir uns fuer eine etwas nebelfreiere Stelle 1 km vom Zielgebiet entfernt.
Im nicht ganz so dicken Nebel wurden die Fernrohre aufgebaut - mein Synta (ich erhoffte, mit meinem Coronado eine einmalige Aufnahme der Sonnensichel mit ein paar Protuberanzen zu machen) sowie Marios Vixen ED102SS auf GPDX. Zu meinem Aufbau gesellte sich ein Fotostativ plus Pentacon 4/300er Tele, mit 2x-Konverter auf 600mm gebracht. Einen Filter hatte ich dafuer nicht, aber ich rechnete eh mit Dunst. Es wurde heller. Morgenroete setzte ein, und immer noch Nebel im Osten. Im Westen sah es infamerweise recht gut aus !!! Schliesslich, so 5 bis 10 min nach Sonnenaufgang, gellte ein Ruf durch den Morgen: "Daaa!" - Mario hatte die Sichel erspaeht. Hauchduenn und tiefrot klebte sie am Horizont. Sofort nahm ich die Jagd mit dem Tele auf, schoss erste Fotos. In den folgenden 20 min kam die Sonne mehr und mehr zum Vorschein. Wegen des Nebels konnte ich den Coronado leider nicht einsetzen, aber ich machte schoene Aufnahmen durch die Teles unter Einbeziehung der Landschaft. Ausserdem (hier an die eigene Nase packend) hate ich *schaem* den Fotoadapter fuer meinen Fraunhofer vergessen !!! Dennoch, ich richtete das Fernohr ohne Filter auf die Sonne (Kinder, probiert das niiieee zuhause aus !!!), stellte die Kamera mit Konverter auf separatem Stativ dahinter. Fokussierte mit dem Fuss am Stativbein und machte so Fotos. Eine Fleckengruppe war auf der Sonnensichel sichtbar. Irgendwann wurde das Sucherbild dann doch ein bisschen hell, und ich brach das Experiment ab. Auch sonst hatten wir viel Spass, z.B. mit meinem etwas baertigen Buerokollegen und seiner selbstkreierten Sonnenfinsternisbrille - zum Bruellen ...
Schliesslich konnten wir die Sonne noch bis zum Mondaustritt beobachten. Danach wurde es *infamerweise* so klar, dass ich den Coronado einsetzen konnte ...
Todmuede bauten wir ab und schliefen erstmal im Auto ein paar Stunden. Es hatte sich gelohnt, wir hatten etwas gesehen. Das folgende Wochenende blieb ich in Schottland. Wir konnten noch einmal die Sonne beobachten, wobei Mario das Glueck hatte, gerade dann durch den Coronado zu schauen, als eine grosse Verkehrsmaschine die Sonnenscheibe ueberflog ...
Nun mit einiger Verspaetung ein Bericht von mir. Mario aus Aberdeen hatte mich eingeladen, die Sonnenfinsternis von Schottland aus zu verfolgen. So kam es, dass ich bereits freitags mit meinem 100/500er China-Fraunhofer auf EQ5 und Berlebach-Holzstativ in den Zug stieg. Mein Gepaeck war schwer, mussten neben den ueblichen infrastrukturellen Guetern (Schlafsack usw.) doch eine nicht unerhebliche Menge an Kameras, Teleobjektiven und Okularen mit. Robert, mein Buerokollege war auch von der Partie. Nach einer laenglichen Zugfahrt nach Aberdeen fuhren wir in die Highlands westlich von Stonehaven. Hier hatte der Mario sich einen Berg ausgeguckt. Doch klar, was seit Wochen nicht war, herrschte an diesem Abend: Der beruehmte, dicke schottische Kuestennebel ! Somit haette das Ambiente auch eher zu einem Gruselfilm gepasst ... deprimierend ! Wieder daheim, wurden Satellitenfilme aus dem Web geholt. Hmmm. Also, die wahre Totalitaetszone liegt weit weg, und es sieht dort nicht gut aus. Zwei Wolkenbaender ziehen durch, die Luecke koennte zum fraglichen Zeitpunkt ueber Aberdeen sein ...
Um 12 gings dann ins Bett, um um 2 Uhr wieder aufzuspringen. Wega und Deneb schickten truebes Licht durch die Suppe, die immerhin nicht mehr so dicht war. Ab in die Autos und auf ins Highland. Mit von der Partie Marios Frau (ebenfalls leidenschaftliche Sternguckerin) und Max, der vierjaehrige Filius. Oben am Zielberg war immer noch dichter Nebel, und nach einer Viertelstunde hektischem Hin- und Herfahrens entschieden wir uns fuer eine etwas nebelfreiere Stelle 1 km vom Zielgebiet entfernt.
Im nicht ganz so dicken Nebel wurden die Fernrohre aufgebaut - mein Synta (ich erhoffte, mit meinem Coronado eine einmalige Aufnahme der Sonnensichel mit ein paar Protuberanzen zu machen) sowie Marios Vixen ED102SS auf GPDX. Zu meinem Aufbau gesellte sich ein Fotostativ plus Pentacon 4/300er Tele, mit 2x-Konverter auf 600mm gebracht. Einen Filter hatte ich dafuer nicht, aber ich rechnete eh mit Dunst. Es wurde heller. Morgenroete setzte ein, und immer noch Nebel im Osten. Im Westen sah es infamerweise recht gut aus !!! Schliesslich, so 5 bis 10 min nach Sonnenaufgang, gellte ein Ruf durch den Morgen: "Daaa!" - Mario hatte die Sichel erspaeht. Hauchduenn und tiefrot klebte sie am Horizont. Sofort nahm ich die Jagd mit dem Tele auf, schoss erste Fotos. In den folgenden 20 min kam die Sonne mehr und mehr zum Vorschein. Wegen des Nebels konnte ich den Coronado leider nicht einsetzen, aber ich machte schoene Aufnahmen durch die Teles unter Einbeziehung der Landschaft. Ausserdem (hier an die eigene Nase packend) hate ich *schaem* den Fotoadapter fuer meinen Fraunhofer vergessen !!! Dennoch, ich richtete das Fernohr ohne Filter auf die Sonne (Kinder, probiert das niiieee zuhause aus !!!), stellte die Kamera mit Konverter auf separatem Stativ dahinter. Fokussierte mit dem Fuss am Stativbein und machte so Fotos. Eine Fleckengruppe war auf der Sonnensichel sichtbar. Irgendwann wurde das Sucherbild dann doch ein bisschen hell, und ich brach das Experiment ab. Auch sonst hatten wir viel Spass, z.B. mit meinem etwas baertigen Buerokollegen und seiner selbstkreierten Sonnenfinsternisbrille - zum Bruellen ...
Schliesslich konnten wir die Sonne noch bis zum Mondaustritt beobachten. Danach wurde es *infamerweise* so klar, dass ich den Coronado einsetzen konnte ...
Todmuede bauten wir ab und schliefen erstmal im Auto ein paar Stunden. Es hatte sich gelohnt, wir hatten etwas gesehen. Das folgende Wochenende blieb ich in Schottland. Wir konnten noch einmal die Sonne beobachten, wobei Mario das Glueck hatte, gerade dann durch den Coronado zu schauen, als eine grosse Verkehrsmaschine die Sonnenscheibe ueberflog ...