Spazierensehen mit dem Big Bino

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Albatros

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Hallo Freunde der Nacht,

was war das wieder für ein Wetter gestern. Erst Sonnenschein und blauer Himmel, dann wieder dicht bewölkt. Am Ende wurde es dann doch wieder klar mit einem tollen Sonnenuntergang.
Also schnell noch was zu abend gegessen, den Sohn ins Bett gebracht, das Bino sammt Stativ ins Auto geladen und meiner Frau einen Abschiedskuss gegeben.
Nach 40 minütiger Autofahrt durch die Kurven der Eifel endlich am Ziel.
Auf der ständigen Suche nach einem noch besseren Beobachtungsplatz fuhr ich gestern mal zum Wildgehege in Hellentahl.
Ich stellte mich etwas abseits der Landstraße auf einen Wirtschaftsweg.
Tolle Rundumsicht hier, stellte ich sofort fest.
Mit Ausnahme weniger Lampen am süd-ost Horizont, die nicht weiter störten, keine Lichtquellen.
Selbst die gelegentlich vorbeifahrenden Autos störten nicht.
Ruckzuck war das 25x100 Bino auf das Stativ gepackt und machte eine gute Figur.
Jetzt konnte es los gehen. Einige Schleierwolken und sich auflösende Kondensstreifen zogen durch und störten den ansonsten herrlich klaren und vor allem dunklen Himmel.
Dennoch präsentierte sich die Milchstraße in einem Glanz, der zum Spazierensehen einlud.
Der Schütze im Süden schickte sich allmählich an unterzugehen, präsentierte aber noch seine bekannten Schönheiten. Angefangen mit M22 ließen Erinnerungen an Omega Centauri vom letzten Teneriffaurlaub wach werden. Ach könnte man jetzt doch noch weiter südlich schauen.
Über M28 ging es dann in das Sternenmeer der Milchstraße.
Der Schwanennebel, Trifidnebel und der Adlernebel luden zum Verweilen ein. Im Wildentenhaufen M11 suchte ich wieder mal die Ente, naja vielleicht gelingt es mir ja mal irgendwann.
Plötzlich fiel mir noch M13 im Herkules ein. Schnell mal hingeschwenkt und siehe da, auch im Bino ein bemerkenswertes Objekt. Klar nicht aufgelöst, aber am Rand doch ein paar abtrünnige Sternchen zu erkennen.
Ah ja, die Leier fiel mir im linken Augenwinkel auf. Der Ringnebel schien mir noch ein lohnendes Objekt zu sein. Zu sehen war ein zartes, ringförmiges Scheibchen, das sich von den Sternen gut abhob.
Im großen Wagen sah ich mir dann noch M51, M81 und M82 an.
M81/82 im Fernglas in einem Gesichtsfeld zu sehen, ist noch beeindruckender, als der Anblick im Teleskop. Weshalb ich mir die Szenerie auch noch eine Weile auf den Augen zergehen ließ.
Einen ähnlichen Eindruck hinterließ der Anblick von h/chi Persi bei mir. Der Anblick der Vielzahl von Nadelspitzen ähnlichen Sternen ist einfach unbeschreiblich.
Und dann war da noch die Andromedagalaxie mit ihren Begleitern. Fantastisch!
Sie füllte das gesamte Gesichtsfeld meines Binos aus und schien ihre Begleiter mit ihrem Schleier einzuhüllen.
Ein Anblick wie ich ihn zuletzt auf Teneriffa gesehen habe.

Allmählich gab mir dann aber meine Uhr zu verstehen, dass es Zeit ist, mal wieder aufzubrechen.
Während ich dann meinen Blick noch ein wenig über den Himmel schweifen ließ, wehte mir der recht laue Wind um die Nase und mir wurde klar

"Freiheit ist dort, wo der Blick in die Ferne keine Grenzen kennt".


clear sky

Stefan
 
Hallo Stefan, ich bin mit abgetaucht....einfach herrlich, ein schöner Beobachtungsbericht.....Grüssle von Anette, die staunt, was man in so einem Bino doch sehen kann.....
 
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