BirgitKremer
Aktives Mitglied
23.10.2002
Liebe Sternenfreunde!
Heute riss der Himmel eeeendlich mal wieder auf und ein wunderschönes tiefes Blau liess eigentlich vermuten, dass ich bis spät in die Nacht hinein würde spechteln können. Diese Rechnung hatte ich aber dann wohl ohne Murphy, bzw. die Cirren gemacht, die nach nur einem Stündchen den Himmel überzogen hatten!
Aber auch so ein kurzer Himmelsausflug entspannt auf herrliche Art und Weise! Und obwohl ich keine neuen Objekte zu vermelden habe, tipp ich den kleinen Bericht mal einfach auf´s board ....
Achja, bevor ich´s vergesse, mit von der Partie waren Sir William Herschel (Skywatcher 200/1000 mm) und seine LVW´s 3,5 - 8 und 22 mm und OIII-Filter.
M 57 : mich begeistert dieses rundliche Bällchen immer wieder auf´s Neue, wie es da bei schwacher Vergrösserung eher wie eine aufgeplusterte Sonne unter anderen zu stehen scheint. Und dann verblüfft mich immer wieder, wie dieses Objekt bei jeder Vergrösserung gewinnt und gewinnt , um dann bei 285-fach einzigartig und ohne jede Sonnenkonkurrenz das Gesichtsfeld zu beherrschen. Nein, es wäre übertrieben zu behaupten, dass der OIII hier noch weitere Wunder bewirkt. Das Bild wird eigentlich nur dunkler, nicht aber attraktiver und bringt auch selbstverständlich nicht den Zentralstern zum Vorschein.
Anders dagegen an den Cirrusbögen! Da entscheidet der OIII einfach zwischen Sehen und Nichtsehen! Ich konnte es heute abend mal wieder überhaupt nicht glauben, rieb mir die Augen, suchte schon nach Cirren ... aber nein! Definitiv war der Himmel noch sehr transparent. Ohne Filter war nicht einmal der östliche Bogen zu sehen, mit Filter - wenn auch schwach - sofort der Teil des Nebels um 52 Cyg. Einfach eine Wonne, an den Filamenten NGC´s 6992-5 entlangzuspazieren. Nochmal ohne Filter probieren, denn ich glaub´s immer noch nicht, dass da nichts sein soll - aber in der Tat: der Bogen ist nun wie weggefegt!
Da muss ich mein Glück doch gleich mal an NGC 281 ausprobieren! Alpha und eta CAS werden angepeilt, um dann den Nebel 2º östlich von alpha Cas zu suchen. Das soll einfach sein, stellt sich aber für mich als eine schwierige Übung raus, denn ohne Filter sehe ich ein wunderschönes, sternenreiches Gebiet. Mit Filter verblassen einige dieser Sterne, dafür jedoch tritt ein nebliger Hintergrund zutage, der aber unmöglich NGC 281 sein kann, da enorm gross und mit vielen Schattierungen und eingebetteten Sternen. Ich nehme mal an, dass dieser neblige Hintergrund einfach die Milchstrasse selber ist, oder??? Ja, sicherlich eine dumme Frage, aber hier auf der ASS ist das Milchstrassenband mit blossem Auge ja kaum jemals zu sehen, und ich weiss deshalb nicht genau, wie es sich im Okular präsentieren kann. Jedenfalls bin ich begeistert! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Während ich immer noch den Stoyan auf den Kopf stelle, um zu gucken, über welche markanten Sternenmuster ich mich an NGC 281 rantasten könnte und mein Blick immer wieder zum Himmel geht, seh ich plötzlich, dass sich von Westen Cirren reinschieben!
Das Projekt NGC 281 wird deshalb sofort abgeblasen, denn ich möchte ja noch ein wenig genusspechteln!
Jaaaa, M 31 strahlt wunderschön hell und sein Anblick lässt die Problemchen des irdischen Tages auf ein Minimum schrumpfen! Ganz weg sind sie dann beim Anblick des doppelten Sternhaufens im Per, ein Schmuckstück, das das Herz jedes Mal aufs Neue hochschlagen lässt. Fehlt eigentlich nur noch ein Kugelhaufen zu meinem Glück!
M 15 steht günstig! Was soll ich Euch sagen! Noch niemals zuvor habe ich solch tollen Bilder von diesem KH gesehen wie heute abend! Einfach beeindruckend wie das Seeing der 285-fachen Vergrösserung standhielt. Beinahe glaubte ich, in diesem irrsinnig hellen Kern zu verschmelzen, von dem sich aber ganz klar viele lichterne und blitzende Pünktchen zu den Aussenbereichen abhoben. Ich zog mir die Jacke über den Kopf, um das Auge komplett von jedem Streulicht abzuschirmen! Man taucht ein in seine Schönheit, in seine Mysterien ... man guckt und schaut und staunt und empfindet Faszination, aber auch etwas Furcht, die jedoch verfliegt, um einer grossen Ehrfurcht Platz zu machen und die ist nicht mehr beängstigend!
Kurz darauf, hatten sich die Cirren über den ganzen Himmel verbreitet, aber ich war nicht böse oder enttäuscht. Für ein Stündchen hatte der Himmel mich an seinen Wundern teilhaben lassen!
Und dieses Stündchen wollte ich mit Euch teilen!
Liebe Sternenfreunde!
Heute riss der Himmel eeeendlich mal wieder auf und ein wunderschönes tiefes Blau liess eigentlich vermuten, dass ich bis spät in die Nacht hinein würde spechteln können. Diese Rechnung hatte ich aber dann wohl ohne Murphy, bzw. die Cirren gemacht, die nach nur einem Stündchen den Himmel überzogen hatten!
Aber auch so ein kurzer Himmelsausflug entspannt auf herrliche Art und Weise! Und obwohl ich keine neuen Objekte zu vermelden habe, tipp ich den kleinen Bericht mal einfach auf´s board ....
Achja, bevor ich´s vergesse, mit von der Partie waren Sir William Herschel (Skywatcher 200/1000 mm) und seine LVW´s 3,5 - 8 und 22 mm und OIII-Filter.
M 57 : mich begeistert dieses rundliche Bällchen immer wieder auf´s Neue, wie es da bei schwacher Vergrösserung eher wie eine aufgeplusterte Sonne unter anderen zu stehen scheint. Und dann verblüfft mich immer wieder, wie dieses Objekt bei jeder Vergrösserung gewinnt und gewinnt , um dann bei 285-fach einzigartig und ohne jede Sonnenkonkurrenz das Gesichtsfeld zu beherrschen. Nein, es wäre übertrieben zu behaupten, dass der OIII hier noch weitere Wunder bewirkt. Das Bild wird eigentlich nur dunkler, nicht aber attraktiver und bringt auch selbstverständlich nicht den Zentralstern zum Vorschein.
Anders dagegen an den Cirrusbögen! Da entscheidet der OIII einfach zwischen Sehen und Nichtsehen! Ich konnte es heute abend mal wieder überhaupt nicht glauben, rieb mir die Augen, suchte schon nach Cirren ... aber nein! Definitiv war der Himmel noch sehr transparent. Ohne Filter war nicht einmal der östliche Bogen zu sehen, mit Filter - wenn auch schwach - sofort der Teil des Nebels um 52 Cyg. Einfach eine Wonne, an den Filamenten NGC´s 6992-5 entlangzuspazieren. Nochmal ohne Filter probieren, denn ich glaub´s immer noch nicht, dass da nichts sein soll - aber in der Tat: der Bogen ist nun wie weggefegt!
Da muss ich mein Glück doch gleich mal an NGC 281 ausprobieren! Alpha und eta CAS werden angepeilt, um dann den Nebel 2º östlich von alpha Cas zu suchen. Das soll einfach sein, stellt sich aber für mich als eine schwierige Übung raus, denn ohne Filter sehe ich ein wunderschönes, sternenreiches Gebiet. Mit Filter verblassen einige dieser Sterne, dafür jedoch tritt ein nebliger Hintergrund zutage, der aber unmöglich NGC 281 sein kann, da enorm gross und mit vielen Schattierungen und eingebetteten Sternen. Ich nehme mal an, dass dieser neblige Hintergrund einfach die Milchstrasse selber ist, oder??? Ja, sicherlich eine dumme Frage, aber hier auf der ASS ist das Milchstrassenband mit blossem Auge ja kaum jemals zu sehen, und ich weiss deshalb nicht genau, wie es sich im Okular präsentieren kann. Jedenfalls bin ich begeistert! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Während ich immer noch den Stoyan auf den Kopf stelle, um zu gucken, über welche markanten Sternenmuster ich mich an NGC 281 rantasten könnte und mein Blick immer wieder zum Himmel geht, seh ich plötzlich, dass sich von Westen Cirren reinschieben!
Das Projekt NGC 281 wird deshalb sofort abgeblasen, denn ich möchte ja noch ein wenig genusspechteln!
Jaaaa, M 31 strahlt wunderschön hell und sein Anblick lässt die Problemchen des irdischen Tages auf ein Minimum schrumpfen! Ganz weg sind sie dann beim Anblick des doppelten Sternhaufens im Per, ein Schmuckstück, das das Herz jedes Mal aufs Neue hochschlagen lässt. Fehlt eigentlich nur noch ein Kugelhaufen zu meinem Glück!
M 15 steht günstig! Was soll ich Euch sagen! Noch niemals zuvor habe ich solch tollen Bilder von diesem KH gesehen wie heute abend! Einfach beeindruckend wie das Seeing der 285-fachen Vergrösserung standhielt. Beinahe glaubte ich, in diesem irrsinnig hellen Kern zu verschmelzen, von dem sich aber ganz klar viele lichterne und blitzende Pünktchen zu den Aussenbereichen abhoben. Ich zog mir die Jacke über den Kopf, um das Auge komplett von jedem Streulicht abzuschirmen! Man taucht ein in seine Schönheit, in seine Mysterien ... man guckt und schaut und staunt und empfindet Faszination, aber auch etwas Furcht, die jedoch verfliegt, um einer grossen Ehrfurcht Platz zu machen und die ist nicht mehr beängstigend!
Kurz darauf, hatten sich die Cirren über den ganzen Himmel verbreitet, aber ich war nicht böse oder enttäuscht. Für ein Stündchen hatte der Himmel mich an seinen Wundern teilhaben lassen!
Und dieses Stündchen wollte ich mit Euch teilen!