Stabile Aufstellung auf Holzterrasse

DanielM

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Guten Tag zusammen.

Ich bin nicht sicher, ob ich hier in der richtigen Kategorie bin, aber vermutlich muss man ja selbst was bauen, um mein "Problem" zu lösen.

Aufgrund nicht geplanter Lebensumstände bin ich in einem zwar nett gelegenen Haus gelandet, aber leider ist Gebäude und die für Astrozwecke gut erreichbare Dachterrasse aus Holz. An sich liegt die Dachterrasse sehr gut. Wenig Streulicht, ich hab direkt daneben einen isolierten Lagerraum, wo ich meine Astrosachen aufbewahren kann. Nachts also nicht viel Rumschleppen. Aufbau geht schnell. Außerdem hat niemand von der Strasse Zugang zur Dachterrasse (anders als Garten) und alles steht sicher.

Aber ich betreibe überwiegend Fotografie und da war ich eigentlich eine Säule mit Betonfundament gewohnt. Habe zur schnellen Lösung drei viereckige Öffnungen in die Terrasse geschnitten und dort Steinplatten verlegt. Das entkoppelt Stativ oder Säule schon mal von der direkten Bewegung der Terrassenbalken. Aber darunter ist eine Teerpappe und die wiederum auf einem Holzdach aufgebracht. Also schwingt natürlich alles, auch weil darauf die Terrassen Unterkonstruktion darauf ruht. Nun hab ich mich daran gewöhnt, dass beim Laufen hin und zum Teleskop ich jeweils 1-2 Aufnahmen entsorgen kann. Aber das ist natürlich auch nicht stabil, wenn es windet. Habe schon über einen Windfang nachgedacht, aber wenn der auf der Terrasse befestigt wird und dann im Wind schwingt, ist mir auch nicht geholfen...

Ich hab also zwei Alternativen: Ich finde eine clevere Möglichkeit, die Sache wenigstens halbwegs stabil zu installieren (besser als jetzt), oder ich muss im Garten wieder eine Säule machen. Da ist nur das Problem, dass ich die Astrosachen dann über Treppen rausschleppen muss, vergrößert den Aufwand und verkleinert die Chance, dass man was macht. Ich würde dann irgendwann wieder bei einer Sternwarte landen...aber das braucht halt Zeit!

Hat jemand clevere Ideen, wie man wenigstens etwas Stabilität auf eine Holzterrasse bekommt. Mehr Masse? Ich weiß, das ist alles nicht ideal. Aber ich habe schon 5 h auf diese Art belichtet. Es geht also...nur eben sehr anfällig und was würde ich gerne reduzieren.

VG und CS
Daniel
 
Welches Geländer hat die Terrasse?
Falls da eine Mauer drum rum ist könnte man einen Schuh dran dübeln und darauf die Montierung setzen?
Felix
 
Hi Felix. Leider nicht. Alles Holz. Lediglich innen sind zwei Stahlstützen. Ansonsten viel Dämmung…so wie man in Skandinavien halt baut… ?
 
Hallo,
ich habe ein Säulenstativ auf einer Holz Terrasse Balkon und bin damit sehr zufrieden. Wenn alles läuft und ich im Haus bin gibt es keine Probleme, stehe ich daneben schwankt das Guiding etwas.

Passt für mich ?
Viele Grüße
Stefanie
 

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Hallo Daniel,

seit über 40 Jahren wohne ich nun in einem Holzhaus. Das ist schön und für viele Sachen auch praktisch, aber die Buden schwingen halt.

Wenn ich in der Werkstatt über der Praxis mal was mithilfe der Leuchte an einem 5 km entfernten Antennenmast teste oder justiere, wackelt es wenn ein Auto auf der Straße vorbei fährt.
Anfang der 1990er habe ich ans Wohnhaus einen kleinen Anbau gemacht, unten ein Büroraum oben drüber die Sternwarte. Damit keine Säule mitten durch den Wohnraum geht, wurde eine andere Konstruktion gewählt. Auf 2 von den Seitenwänden des Anbaus entkoppelten Ständern ruht eine waagrechte Kiste aus 2 sehr üppig bemessenen Leimbindern als Seitenwände und einem Abschlussbrett oben und unten. Die Kiste ist mit Formsand (für Gießereien) gefüllt und von Dachhaut und Fußboden des ersten Stock entkoppelt. Darauf steht die Hauptsäule in der Kuppel und eine Nebensäule auf der Dachterrasse für kleine Instrumente.
Visuell ist diese Konstruktion hinreichend. Wenn Leute auf der Dachterrasse herumlaufen oder jemand die Wendeltreppe außen hochkommt, sieht man das bei höherer Vergrößerung.
Solch ein Aufwand lohnt sich sicher nur, wenn man so etwas neu baut, und leistet doch keine 100%.

CS Gerhard
 
Hallo Daniel,

so wie ich das verstanden habe, steht da eine Holzterrasse auf Dachpappe auf einem Holzunterbau. Die Dachpappe kannst du nicht wegmachen, sonst fault das irgendwann. Kann mir nicht vorstellen, dass man das vernünftig abgedichtet bekommt. Ich weiß auch nicht, ob du da zur Miete wohnst oder ob dir das gehört. Wenn dir das nicht komplett gehört, geht das nicht. Und selbst wenn würde ich es nicht machen, da es ein Risiko gibt.

Ich wohne auch einem Holzhaus und habe sowohl einen Holzbalkon als auch eine Holzterrasse. Auf der Terrasse sind die Schwingungen eigentlich erträglich. Die Terrasse steht Steinplatten und die auf verdichtetem Schotter. Das Problem wird die Dachpappe und der Unterbau sein. Du kannst höchstens versuchen das ganze auf möglichst viel Fläche zu verteilen. Wenn das nicht nur nach unten sondern auch zur Seite schwingt, bringt das natürlich nichts.

Am einfachsten wird es wohl sein, auf Remote Steuerung umzurüsten. Ich muss vielleicht alle 50 Sessions mal raus und nachschauen. Allerdings läuft mein Setup natürlich nicht auf dem Balkon, sondern im Garten auf der Betonsäule. Aber das sollte keinen Unterschied machen. Wenn keiner da ist, schwingt auch nichts. Vom Haus sollte sich eher wenig übertragen. Zumindest habe ich da noch nie was gemerkt. Da ist normalerweise bei modernen Holzhäusern Betonestrich. Der nimmt das alles auf und verteilt es. Ansonsten läuft das während ich schlafe durch und parkt morgens schön brav. Das wäre fürs Fotografieren eine Lösung. Visuell hat mich das ehrlich gesagt noch nie wirklich gestört. Weder vom Balkon noch von der Terrasse. Da laufe ich ja nicht rum.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Daniel,
ich komme mit meiner Holzterrasse ziemlich gut klar. Man darf halt nur nicht darauf herumlaufen, wenn man fotografiert.
(Brennweiten >800mm habe ich noch nicht getestet.)
CS, Rüdiger
 
Guten Abend und danke schonmal für die Antworten. Ich denke ich versuche dann erstmal noch ein bisschen zu optimieren. Vielleicht eine Schutzschicht auf die Dachpappe, dann Schotter und dann die Platten. Das könnte gehen. Die Säule im Garten ist meine Rückfallposition. Ich fotografiere mit Brennweiten zwischen 250mm und 975mm. Was bleibt ist leider die Windanfälligkeit. Da sehe ich wenig Möglichkeiten. Denn wie gesagt: befestige ich diese an einer Holzkonstruktion und der Wind bewegt diese dann wackelt es auch. Muss man vermutlich ein wenig austesten.
 
Das hier ist auf der Holzterasse entstanden. Das Ergebnis ist ok, aber ich hatte 25% Ausschuss wg Wind…

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Abgesehen vom Gradienten im Bild aber das ist mangelnder Zeit geschuldet ?
 
Hallo Daniel,
Vielleicht ist ja auch der Wechsel zu Kurzbelichtungstechniken eine Möglichkeit, den widrigen Bedingungen ein Schnippchen zu schlagen?
VG, Andreas
 
Hallo Daniel,

bezüglich Windanfälligkeit: Hilft es da nicht einfach, einen entsprechenden Gewindehaken im Boden zu verankern und das Stativ/die Montierung mit 0.8er-, 1.0er oder anderem Draht und einem besseren Spannschloss mit viel Zug zu stabilisieren?

Viele Grüsse

Markus
 
Danke für die weiteren Tipps und Ermutigung. Mit Belichtungszeiten 30-60 s statt viele Minuten hab ich auch schon gearbeitet. Da muss ich dann aber meinen Rechner upgraden. Denn 200+ Bilder zu integrieren dauert aktuelle sehr lange. Aber das geht ja relativ einfach ?
 
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