Steiner Fero D 12 - immer noch in Gebrauch bei der Bundeswehr

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StKorth_privat

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Nein, ich will hier keinerlei BuWe- oder Politiker-Trash-Talk lostreten, aber für Binofreunde vielleicht interessant, wer da aktuell noch durch ein Steiner Fero D 12 schaut. Die Teile sind offenbar immer noch in Gebrauch, wie man am tagesaktuellen Bilde des Bundesverteidigungsministers sehen kann.
Wie gut oder schlecht die alten Steiner-Gläser sind, will ich gar nicht bewerten. Unter welchen Umständen sie seinerzeit beschafft worden sind, auch nicht - ich hatte mit einem Konkurrenzmodell an der entsprechenden Ausschreibung bei einem meiner ehemaligen Arbeitgeber mitgearbeitet und die Entscheidung damals nicht ganz nachvollziehen können. Sei´s drum, ist mehr als 15 Jahre her, bin lange ´raus aus dem Bino-Geschäft. Aber ihren Zweck erfüllen die Teile offenbar immer noch.

CS,
Stefan
 

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Ich hatte diese Dinger schon zu meiner Bundeswehrzeit (1986-1988) benutzen müssen. Genau genommen hatten wir dieses und gleichzeitig noch das ältere Hensoldt aus den 1960er Jahren, das ohne Zweifel besser war. Das Hensoldt war auch viel einfacher zu reparieren. Ich bin erstaunt zu sehen, dass ein solches Steiner all die Jahre überlebt hat (vermutlich in einer Stabskompanie, bei der es nur im Schrank stand). Ja, man hätte die Bundeswehr lieber mit den 8x30 Fujinon ausrüsten sollen ...

Viele Grüße,
Holger
 
Wir sind bei Fujinon damals tatsächlich mit einem Dachkantglas in´s Rennen gegangen - da hat Fujinon bei anderen Streitkräften auf diesem Globus gut punkten können. Und bei den Porrogläsern gab es auch immer "gehärtete" Alternativen, die z.B. in den U.S.A. teilweise Steiner aus den Beschafferordner herausgeboxt haben. Jetzt ist das für mich nur noch von historischem Interesse, im Allgemeinen kann man sagen, dass Militärferngläser mehr und mehr zum Wegwerfprodukt werden...

Grüße,
Stefan
 
Das ist irgendwie auch klar: Zur schnellen Aufklärung im Feld hat man inzwischen Drohnen und andere, miteinander vernetzte elektronische Optiken. Das Fernglas spielt hier nur noch eine Nebenrolle, und die Soldaten schleppen ja auch so schon genug Ausrüstung mit, so dass sie in vielen Fällen auf konventionelle Optiken verzichten. Die Fuji-Dachkanten (ich hatte das 7x28 auch einmal) waren eigentlich nicht so toll, aber das 8x30 FMTR-SX war natürlich klasse, wenn auch etwas schwer.

Viele Grüße,
Holger
 
...mit beiden Hinweisen zu den Fujion-Gläsern hast Du recht, ich war seinerzeit richtig stolz, dass wir es vor rund 15 Jahren hinbekommen haben, der spanischen Marine 7x50 MTR-SX2 in Stückzahl anzudienen, da wurden Jahr für Jahr nette Abnahmemengen realisiert... Steiner hatten wir damals herausbugsiert. Ach ja, damals ;-) ...

CS,
Stefan
 
Danke, ja, aber falls Du schon die 'Handferngläser' haben solltest, wäre das nicht nötig, denn das 'Binocular Handbook' ist größtenteils nur eine Übersetzung (abgesehen von kleinen Updates).

Viele Grüße,
Holger
 
Satire/ Seid vorsichtig mit dem, was ihr hier ausplaudert. Nicht, dass es dem Forum Astronomie.de so ergeht wie dem SPIEGEL am 26.10.1962. /Satire off
 
Das ist irgendwie auch klar: Zur schnellen Aufklärung im Feld hat man inzwischen Drohnen und andere, miteinander vernetzte elektronische Optiken. Das Fernglas spielt hier nur noch eine Nebenrolle, und die Soldaten schleppen ja auch so schon genug Ausrüstung mit, so dass sie in vielen Fällen auf konventionelle Optiken verzichten. Die Fuji-Dachkanten (ich hatte das 7x28 auch einmal) waren eigentlich nicht so toll, aber das 8x30 FMTR-SX war natürlich klasse, wenn auch etwas schwer.

Viele Grüße,
Holger
Ein Steiner Fero 8x30 hatte ich auch einmal in der Arbeit (jetzt dient es irgendwo in der Ukraine) im Einsatz: tagsüber mittelprächtige Optik, leicht, robust, gutes Einblickverhalten, aber extrem empfindlich bei Streulicht: es säuft beinahe komplett ab, in der Nacht bei Leuchtquellen schlimmer als bei Sonnenlicht!

Dagegen ist der Nachfolger Fero D-16 eine unglaubliche Wohltat in allen Belangen, vor allem wenn Strichplatte & Laserfilter ausgebaut wurden.

Ein Fernglas ist allerdings als „analoges“ Mittel der Aufklärung noch immer unverzichtbar: der Krieg in der Ukraine beweist es!
Dort kämpfen auf beiden Seiten mehr oder weniger autonome, kleine Kampfgruppen, häufig ohne Funkverbindung nach hinten oder gar zu einem Drohnen-Bediener. Ferngläser sind dort absolute Mangelware!
Deshalb waren meine Gläser die willkommensten Teile der gespendeten Ausrüstung, so mein deutscher Kontaktmann zur ukrainischen Armee.

Gruß Wolfgang
 
Ich musste mich während meiner Zeit bei der Bundeswehr mit den Dingern begnügen. Privat hatte ich damals ein Optolyth Alpin. Das war um Welten besser, als das dienstlich gelieferte 8x30. Bei einer Übung hat es mir dann ein Landwirt abgekauft und ich bin dann auf ein Leica Trinovid umgestiegen, was noch besser war.

Ich halte auch heute noch ein Fernglas für den militärischen Einsatz für unverzichtbar. Eine Drohne bietet ohne Frage tolle Aufklärungsmögichkeiten, kann aber eben auch selbst aufgeklärt werden. Ein Fernglas ist bei guter Deckung und sorgsamen Umgang unter Vermeidung von Reflektionen praktisch vom Feind nicht aufzuklären.

Lange ist das her und ich hoffe, dass ich meine militärische Erfahrung nicht mehr im Einsatz umsetzten muss...

CS,

Günther
 
Ich musste mich während meiner Zeit bei der Bundeswehr mit den Dingern begnügen. Privat hatte ich damals ein Optolyth Alpin. Das war um Welten besser, als das dienstlich gelieferte 8x30. Bei einer Übung hat es mir dann ein Landwirt abgekauft und ich bin dann auf ein Leica Trinovid umgestiegen, was noch besser war.

Ich halte auch heute noch ein Fernglas für den militärischen Einsatz für unverzichtbar. Eine Drohne bietet ohne Frage tolle Aufklärungsmögichkeiten, kann aber eben auch selbst aufgeklärt werden. Ein Fernglas ist bei guter Deckung und sorgsamen Umgang unter Vermeidung von Reflektionen praktisch vom Feind nicht aufzuklären.

Lange ist das her und ich hoffe, dass ich meine militärische Erfahrung nicht mehr im Einsatz umsetzten muss...

CS,

Günther
Stimme ich absolut zu?!
Allerdings war meines Wissens war aber weder für das militärische Steiner- noch die Hensoldt-Gläser ein Wabenfilter vorgesehen, ich habe Bilder mit BW-Soldaten gesehen, die einen schmalen Schlitz in die Objektiv-Schutzkappen geschnitten haben! Wie da wohl der Durchblick ist…

Angeboten werden die Filter aktuell für die Steiner mit 30, 50, und 80er Objktiven, habe es für mein Steiner 8x30 -gab es als Sonderangebot für 179,-€: für diesen Preis hat es eine tolle Leistung- als Bestandteil meiner Prepper-Ausrüstung (nicht mein Wunschglas, das wäre dafür mein Zeiss 12x45, gibt allerdings keinen Reflektionsschutz dafür) -ja zu diesen seltsamen Menschen gehöre ich, werden aber immer mehr…?


Das Funktioniert sehr gut, die zwangsläufige Lichteinbuße ist minimal stört überhaupt nicht!

Möchte auch schließen mit der Hoffnung, mein Zeug für den angedachten Zweck nie brauchen zu müssen & es bei gemütlichen Wandertouren zu belassen!

Gruß Wolfgang
 
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