Sternbedeckung durch Marsmond Deimos 8.5., 21:45 UT

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas WUNNI
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

WUNNI

Aktives Mitglied
Hallo!

Marsmond Deimos bedeckt am Do., 8. Mai, 21:45 Uhr UT einen mit 9,2 mag relativ hellen Stern. Erfolgreiche Beobachtungen ermöglichen u. a. ein hoch genaues Update der Position des Mondes.
Der Schattenpfad läuft von NO nach SW auch über Nordost-Deutschland. (siehe Grafik aus "Occult" von Dave Herald und Google-Karte aus Occultwatcher )
Beobachtungsergebnisse (d. h. Kontaktzeiten für Ein- und Austritt) sind hoch willkommen und werden wissenschaflich verwertet.

2025_05_08 P4M02 Deimos (II).png


1745746776027.png

[Die Verwendung der Google Maps Karte in dieser Form ist laut Nutzungsbedingungen gestattet.]
Die maximale Dauer einer Bedeckung ist 0,5 Sekunden. Selbst in der Mitte des vorhergesagten Pfades ist die Wahrscheinlichkeit nur 38% - so ungenau sind die Positionsangaben + so klein ist der Mond...
Beobachtung innerhalt der roten 1-Sigma-Linien sinnvoll.
Hier die Eventdaten für meine Station nahe Berlin (Screenshot aus "OccultWatcher" von Hristo Pavlov)

1745745305492.png


Probleme:
- Zeitnahme: Man sollte die Kontaktzeiten möglichst genau messen können. Wenn schon die absolute Zeit nicht genau ist, sollte die Dauer möglichst genau gemessen werden können.
- Der helle Mars ist nur ca. 5" entfernt, man wird ein Teleskop mit längerer Brennweite benötigen.
- Die maximale Dauer ist nur 0,5 Sekunden. Daher darf man höchstens 100 ms integrieren (10 fps), besser weniger (20 fps oder mehr). Für möglichst viele "frames per second" sollte man das Bildfeld ("Region Of Interest", ROI) klein halten. Dann muss der Rechner viel weniger Daten schaufeln; keine dropped frames, wenig Latenzen. In der Nähe sind zwei Vergleichssterne von 10 mag; die sollte man im Bild haben. ROI so reduzieren, dass die zwei Referenzsterne östlich und westlich im Feld sind, nicht viel mehr.
- Der Stern ist ein Doppelstern. Es kann sein, dass man nur eine Komponente "erwischt" und der Helligkeitsabfall kleiner oder sogar stufenweise ist.

Alles zusammen eine echte Herausforderung! Aber einfach kann jeder. ;)
Daten erfolgreicher Beobachtungen werden gesammelt und von verschiedenen Instutionen ausgewertet, z. B. vom Institut de mécanique céleste et de calcul des Ephémérides (IMCCE) in Paris. Also Resultate bitte hier melden!

Viel Erfolg
Niko
--
(IOTA/ES, IOTA-ES)
 
Zurück
Oben