Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Astrovolk,
in den vergangen Nächten tauchte ich immer wieder heroisch in die Mückenschwärme um fast selbst am Mückenspray hüstelnd und röchelnd draufzugehen, aber es hat sich gelohnt.
Ich habe nach einigen schlechten Seeings nun gestern mal eine gute Nacht mit mindestens 5,5 mag erwischt, was heissen will, dass ich die Milchstrasse gut sehen konnte, vor allem wie sie sich zum Südhorizont gabelt, das will was heissen.
So gegen 23:30h und gegen Neumond bei 14 Grad, erschienen mir die Bedingungen trotz übelster Müdigkeit doch verlockend und ich wurde auch freudigst belohnt, denn ich habe zum Erstenmal den Schwanennebel M17 entdeckt.
Mit dem 10" Dobson im 32mm Weitwinkel fuhr ich brav tief runter gen Süden, schön am Schwanz des Adlers entlang und dann einfach in diese Richtung etwas tiefer, weil mir der SkyAtlas da was mit dem Prädikant 4 Sternchen versprach, ich wurde neugierig aber auch etwas skeptisch, denn das Objekt liegt arg tief in der Horizontsuppe.
Dann fand ich ihn, den schönen Schwanennebel, wirklich zum Staunen. Deutlich abgegrenzt und kontrastreich und überraschenderweise gross im Okular erblickte ich ihn. Eine neue Trophäe an die ich mich nie heranwagte, weil wie gesagt zu tief im Süden.
Da ich nun schon mal in dieser Gegend war besuchte ich noch den Wildentenhaufen M11, immer wieder ein Herzhüpferle wert, dieser brilliant- filigrane Offene Sternhaufen, schwenkte von da gleich rechts rüber zu NGC6633, eine schöne und sehr sternenreiche Gegend, dann weiter hoch zu Attair um in dessen NÄhe den B142-3 Barnard, die besagte Dunkelhöhle mit dem Prädikat 3 Sternchen ausgezeichnet zu finden, aber trotz Telradanpeilung, trotz O-III und allen möglichen Vergrösserungen konnte ich nicht verstehen, was da nun zu finden sei? Was? Schade......wer hat da Erfahrungen?
NGC 6891 hat sich als liebes Wuselchen ergeben im 32mm, vor einigen Nächten war der gar nicht auszumachen.
Dann habe ich mir mal den Ophiuchus durch unseren eifrigen Meister Lots (Markus) motiviert vorgenommen.
Man muss sich dieses Sternbild schon in aller Ruhe anschauen und gut einstudieren. Ophiuchus lässt sich nicht so leicht einprägen, genau wie diese typischen Telefonnummern, die man auch nach Jahren nicht in den Kopf bekommt, weil deren Zahlenfolge so unmöglich ist - selbst dann, wenn es sich um die eigene handelt.
Da es kaum deutlich sichtbare Merk-sterne im Oph gibt, muss man doch einfach in den Topf hüpfen und so weis ich nicht wirklich was ich da nun sah, den M12 oder den M10, weil so dicht beieinander aber immerhin wieder zwei geschlossene STernhaufen entdeckt, weil der M5 nicht unweit war, diesen auch gleich abkassiert und ich war erstaunt, dass er mit dem M13 durchaus konkurieren kann, ich konnte ich schön auflösen, schon im 13ner Baader machte er sich passabel, dann im 5er der Hit.
IC4665 bei Beta Oph ist wohl ein offener STernhaufen, man findet jedenfalls was und das ist ein wenig mehr als drumrum....Barnards Pfeilstern ist ja gleich in der Nähe, doch der überforderte mich.
Dann kam mein Gatte raus und schaute gen Himmel: "Oh, da oben kommen aber Wolken auf!" Das nichts anderes besagen will, als dass man die Milchstrasse immer deutlicher sehen konnte und meine Magnituden damit anstiegen, denn der Herr ist astronomisch sehr unbescholten und würde einen Cirrus nicht von der Milchstrasse unterscheiden können, aber ab heute ist er mir mein Herr Bortle. Beim Blick durchs Okular wirds ihm schlecht...ja, mein Gott, es gibt Leute, denen wird auch schwindelig, wenn sie auf einem schönen Berg stehen. Aber wie heisst es so schön: Gegensätze ziehen sich an und gegensätzlicher können wir auf diesem Gebiet gar nicht sein...
...beim Sterneschauen wirds mir schlecht......welch ein bedauerliches, wenn auch weniger kostenträchtiges Schicksal!
So zeigte ich ihm den schönen Albireo, da kann man als Laie immerhin zwei Farben sehen und als er fragte, ob ich denn den hellen da oben auch bei Namen kennen würde, zeigte ich ihm die Wega noch im Teleskop, doch den Cirrusnebel im Schwan sah er nicht, weil er nicht verstand, wie man das überhaupt sehen sollte, dieses Nebelgebilde, das überfordert einen Unbescholtenen dann doch sehr und so ging er unverständig von DAnnen und überlies mich meinen Himmelswuselchens...wobei der M13 für einen euphorischen Fastinfarkt sorgte, bis in den Kern aufgelöst im 5er Baader und klar und deutlich die fliehenden Sternenketten gesehen...ohne Worte.....M13 ist M13 ist M13!!!!
...........mein Gott, ich kann auch eiskalt danebensitzen, wenn Deutschland gegen Spanien verliert oder gegen irgendwehn gewinnt was weis ich....doch - ich weis dann immer nicht was die alle haben......
LIebe Grüssle von Anette
in den vergangen Nächten tauchte ich immer wieder heroisch in die Mückenschwärme um fast selbst am Mückenspray hüstelnd und röchelnd draufzugehen, aber es hat sich gelohnt.
Ich habe nach einigen schlechten Seeings nun gestern mal eine gute Nacht mit mindestens 5,5 mag erwischt, was heissen will, dass ich die Milchstrasse gut sehen konnte, vor allem wie sie sich zum Südhorizont gabelt, das will was heissen.
So gegen 23:30h und gegen Neumond bei 14 Grad, erschienen mir die Bedingungen trotz übelster Müdigkeit doch verlockend und ich wurde auch freudigst belohnt, denn ich habe zum Erstenmal den Schwanennebel M17 entdeckt.
Mit dem 10" Dobson im 32mm Weitwinkel fuhr ich brav tief runter gen Süden, schön am Schwanz des Adlers entlang und dann einfach in diese Richtung etwas tiefer, weil mir der SkyAtlas da was mit dem Prädikant 4 Sternchen versprach, ich wurde neugierig aber auch etwas skeptisch, denn das Objekt liegt arg tief in der Horizontsuppe.
Dann fand ich ihn, den schönen Schwanennebel, wirklich zum Staunen. Deutlich abgegrenzt und kontrastreich und überraschenderweise gross im Okular erblickte ich ihn. Eine neue Trophäe an die ich mich nie heranwagte, weil wie gesagt zu tief im Süden.
Da ich nun schon mal in dieser Gegend war besuchte ich noch den Wildentenhaufen M11, immer wieder ein Herzhüpferle wert, dieser brilliant- filigrane Offene Sternhaufen, schwenkte von da gleich rechts rüber zu NGC6633, eine schöne und sehr sternenreiche Gegend, dann weiter hoch zu Attair um in dessen NÄhe den B142-3 Barnard, die besagte Dunkelhöhle mit dem Prädikat 3 Sternchen ausgezeichnet zu finden, aber trotz Telradanpeilung, trotz O-III und allen möglichen Vergrösserungen konnte ich nicht verstehen, was da nun zu finden sei? Was? Schade......wer hat da Erfahrungen?
NGC 6891 hat sich als liebes Wuselchen ergeben im 32mm, vor einigen Nächten war der gar nicht auszumachen.
Dann habe ich mir mal den Ophiuchus durch unseren eifrigen Meister Lots (Markus) motiviert vorgenommen.
Man muss sich dieses Sternbild schon in aller Ruhe anschauen und gut einstudieren. Ophiuchus lässt sich nicht so leicht einprägen, genau wie diese typischen Telefonnummern, die man auch nach Jahren nicht in den Kopf bekommt, weil deren Zahlenfolge so unmöglich ist - selbst dann, wenn es sich um die eigene handelt.
Da es kaum deutlich sichtbare Merk-sterne im Oph gibt, muss man doch einfach in den Topf hüpfen und so weis ich nicht wirklich was ich da nun sah, den M12 oder den M10, weil so dicht beieinander aber immerhin wieder zwei geschlossene STernhaufen entdeckt, weil der M5 nicht unweit war, diesen auch gleich abkassiert und ich war erstaunt, dass er mit dem M13 durchaus konkurieren kann, ich konnte ich schön auflösen, schon im 13ner Baader machte er sich passabel, dann im 5er der Hit.
IC4665 bei Beta Oph ist wohl ein offener STernhaufen, man findet jedenfalls was und das ist ein wenig mehr als drumrum....Barnards Pfeilstern ist ja gleich in der Nähe, doch der überforderte mich.
Dann kam mein Gatte raus und schaute gen Himmel: "Oh, da oben kommen aber Wolken auf!" Das nichts anderes besagen will, als dass man die Milchstrasse immer deutlicher sehen konnte und meine Magnituden damit anstiegen, denn der Herr ist astronomisch sehr unbescholten und würde einen Cirrus nicht von der Milchstrasse unterscheiden können, aber ab heute ist er mir mein Herr Bortle. Beim Blick durchs Okular wirds ihm schlecht...ja, mein Gott, es gibt Leute, denen wird auch schwindelig, wenn sie auf einem schönen Berg stehen. Aber wie heisst es so schön: Gegensätze ziehen sich an und gegensätzlicher können wir auf diesem Gebiet gar nicht sein...
...beim Sterneschauen wirds mir schlecht......welch ein bedauerliches, wenn auch weniger kostenträchtiges Schicksal!
So zeigte ich ihm den schönen Albireo, da kann man als Laie immerhin zwei Farben sehen und als er fragte, ob ich denn den hellen da oben auch bei Namen kennen würde, zeigte ich ihm die Wega noch im Teleskop, doch den Cirrusnebel im Schwan sah er nicht, weil er nicht verstand, wie man das überhaupt sehen sollte, dieses Nebelgebilde, das überfordert einen Unbescholtenen dann doch sehr und so ging er unverständig von DAnnen und überlies mich meinen Himmelswuselchens...wobei der M13 für einen euphorischen Fastinfarkt sorgte, bis in den Kern aufgelöst im 5er Baader und klar und deutlich die fliehenden Sternenketten gesehen...ohne Worte.....M13 ist M13 ist M13!!!!
...........mein Gott, ich kann auch eiskalt danebensitzen, wenn Deutschland gegen Spanien verliert oder gegen irgendwehn gewinnt was weis ich....doch - ich weis dann immer nicht was die alle haben......
LIebe Grüssle von Anette