Streulichtblende unbedingt trichterförmig?

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AstroTJ

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Hallo,

meine Frage, wieso muss eine Streulichtblende überhaupt trichterförmig sein? Ist es nicht die Hauptsache dass sie eben nicht kleiner nach vorne wird/ist, als der Tubusdurchmesser um Vignettierung zu vermeiden? Die Heizungstapete um den Tubus hat 4mm Dicke. Wären also schon 8mm, welche die Streulichtblende im Durchmesser größer wäre als der Tubus.

Hier mal mein Vorhaben:

Link zur Grafik: http://www.abload.de/thumb/1rooo.jpg

Vielen Dank schonmal für Eure Antworten.

Gruß,

Thomas
 
Hallo Thomas,

für den Bildpunkt genau auf der optischen Achse stimmt das. Allerdings möchtest du in der Regel ein ganzes Bildfeld (1,25" oder 2") vignettierungsfrei überblicken.

Wird die Blende nicht nach vorne hin noch ein wenig weiter, dann bekommst du eine Vignettierung für Bildpunkte außerhalb der optischen Achse.

Experiment: Ersetze die Blende mal durch undurchsichtigen schwarzen Karton. Schau dann "dezentral" (also abseits der zentralen, optischen Achse) ohne Okular in den Tubus.
Wird die Linse von der Blende bereits "beschnitten"?

Viele Grüße

David

 
Hallo Thomas,

Zitat von AstroTJ:
Hallo,

meine Frage, wieso muss eine Streulichtblende überhaupt trichterförmig sein? Ist es nicht die Hauptsache dass sie eben nicht kleiner nach vorne wird/ist, als der Tubusdurchmesser um Vignettierung zu vermeiden?

Nein, mit jedem Millimeter mehr an Tubuslänge, bei gleichbleibenden Durchmesser, wird der Sehwinkel durch den Tubus mehr begrenzt.

Beispiel:

Geh doch mal in einen Baumarkt, dort gibts Regenfallrohre mit ca. 100 mm Durchmesser in verschiedenen Längen. Schau mal durch ein kurzes Stück mit 1m Länge(welche Bildgröße siehst du da?). Jetzt schau durch ein langes Rohrstück mit 2m Länge dieses Durchmessers (welche Bildgröße siehst du jetzt?).
Stell dir vor, dein Auge wäre der Hauptspiegel, na...?

Beim Teleskop nennt man das Vignettierung.
 
@ Werner, stimmt... jetzt kann ich's mir vorstellen.

Welchen Durchmesser muss denn die vordere Trichteröffnung haben? Das die Länge ca. 1,5 mal so groß wie der Tubusdurchmesser sein sollte weiß ich. Bei mir wären das 33cm, weil der Durchmesser am vorderen Tubusring 22cm beträgt.
 
Hallo Thomas,

du kannst das sehr schön mit Programmen wie NewtWin oder My Newton simulieren.
Bei NewtWin gibst du dann einfach den Innendurchmesser der Taukappe
als Tubus-Innen-Durchmesser ein.

Du wirst sehen, daß andere Daten wie Fangspiegeldurchmesser,
Höhe des Brennpunktes über dem Tubus, das Ergebnis beinflussen.

Wie du schon schreibst, dadurch daß der Innendurchmesseer der Taukappe
so groß ist wie der Außendurchmesser des Tubus incl Isotapete
ist das Ganze ziemlich unproblematisch.

Ich habe bei meinem 8"f/6 Newton der ziemlich auf Planeten-
beobachtung ausgelegt ist eine gerade Taukappe genommen.
Funktioniert bestens.

MfG,Karsten
 
Hallo Thomas,

wenn im 220er Tubus ein 150er oder 160er Spiegel steckt kannst Du die 1,5xD-Tubus bedenkenlos gerade verlängern.
Steckt da, was wahrscheinlich ist, ein 200 Spiegel drin vignettiert das die Öffnung in jedem Fall, also musst Du pro 100 mm Länge ca. 10 mm öffnen (geschätzt).

Gruß
günther
 
Hallo Thomas,

Zitat von AstroTJ:
@ Werner, stimmt... jetzt kann ich's mir vorstellen.

Welchen Durchmesser muss denn die vordere Trichteröffnung haben? Das die Länge ca. 1,5 mal so groß wie der Tubusdurchmesser sein sollte weiß ich. Bei mir wären das 33cm, weil der Durchmesser am vorderen Tubusring 22cm beträgt.


1. Länge Streulichtblende:

Gesamtlänge: 33cm

Da jedoch von der vorderen FS-Kante (Kante, welche zur Tubusöffnung zeigt) zum offenen Tubusende gemessen wird, kann dieser Wert von der Gesamtlänge abgezogen werden, da Spinne und damit der Fangspiegel ja schon einen gewissen Betrag zurückgesetzt geschützt im Tubuses liegen.

Nehmen wir mal an, bei deinem Teleskop sind das so 10cm, so beträgt die Länge der Streulichtblende ab dem Tubusende: 33-10=23cm.
Gut, eine längere Streulichtblende/Taukappe schadet nicht, ist jedoch schwerer sowie schwerer in ihrer Kreisform zu halten!

2. Berechnung der Konizität:

Leider habe ich dafür keine Formel zur Hand..bin kein Optiker, sorry.

Der Ansatz von @*entfernt*GMS -Günther- mit 10mm auf 100mm Länge dürfte aber gut reichen. Deine Blende hätte also am offenen Ende einen Durchmesser von 22 + (23/10) = 24,3cm

Viel Spass beim Basteln!

 
Hallo,

vielen Dank erstmal für Eure Vorschläge, aber nachdem ich jetzt die Isoliererei abgeschlossen habe, merke ich doch wie eng das mit der Streulichtblende werden würde. Ihr seht ja selbst, dass es nur der vordere Tubusring des 8er Skywatcher wäre, welcher die Blende halten könnte und das ist mir wiederum zu schmal das Ganze. Naja, die GSO - Dobson-Newton haben da wohl mehr Platz zwischen Rand und O-Auszug.

Link zur Grafik: http://www.abload.de/thumb/1nf5x.jpg

Gruß,

Thomas
 
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Hi Thomas,

ich bin das Streulichtproblem folgender maßen angegangen:
Das OAZ Rohr habe ich innen ebenfalls mit Velours ausgekleidet. Im nächsten Schritt habe ich an der dem OAZ gegenüberliegenden Seite eine Pappe angebracht und per Blick durch das OAZ Rohr auf der Pappe markiert, bis zu welcher Stelle ich die Pappe sehen kann. Daraus ergibt sich ein Profil durch dass das Streulicht direkt bis zum Okular dringen kann.
Ich habe dann noch ein paar Zentimeter zugeschlagen und entsprechend dem Profil aus einer Kunststoffplatte die Streulichtblende gefertigt und auch mit Velours bezogen.

Link zur Grafik: http://img821.imageshack.us/img821/4688/clipboard03wk.th.jpg

Am Tubusring habe ich mit 3 Flügelschrauben eine Aluschiene zum Klemmen angebracht.

Link zur Grafik: http://img832.imageshack.us/img832/8506/clipboard04u.th.jpg

So kann der Streulichtschutz zum Transport einfach umgedreht eingeklemmt werden.

Link zur Grafik: http://img193.imageshack.us/img193/8471/clipboard01oyu.th.jpg

Evtl. wäre das auch ein Ansatz für dich. M.E. muss eine Streulichtblende nicht umlaufend sein.

CS
Chris
 
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