Streulichtblenden aus Holz?

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Sterngucker1

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Hallo Astrogemeinde,

Hätte mal wieder eine Frage zu meinem Selbstbaurefraktor.

Möchte mir die Streulichtblenden kegelförmig aus 5mm dicken schichtverleimten Platten drehen und anschließend lackieren. Nun meine Frage:
Kann der Leim mit dem die Platten verklebt sind ausdünsten und die Linse eventuell beschädigen, selbiges gilt auch für die Farbe? Vielleicht hat hier jemand Erfahrung.
Bzw. was würdet Ihr mir sonst raten?

mfg.
Michael
 
Hi Sternengucker.

Ich würde Dir hald dazu raten, den fertig geklebten und lackierten Tubus wirklich gut trocknen zu lassen, bevor Du die Optik einbaust.

Bei mehreren Lackschichten kann das bis zu 'ner Woche dauern, ab dem Auftragen der letzten Schicht!

(Bei Boomerangs zumindest, und die sind ja auch aus Schichtholz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Beim ULDOB_1 hatte ich diese Geduld nicht, beim Aufkleben der Höhenräder auf den fertig lackierten Tubus.

Folge: eines der Höhenräder ist mal abgefallen - einfach so, in zerlegtem Zustand des Gitterdobs - weil der 2-Komponentenkleber sich nicht mit dem (nicht 100%ig ausgehärteten) Lack vertrug. Erneutes, dünn-schichtiges Kleben mit dem selben Kleber brachte dann aber Erfolg! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Viel Spass beim ATM'en! (Dein erstes Teleskop? Es macht den Himmel gleich nochmals schöner, ihn durch einen Eigenbau zu betrachten!)
 
Hallo!

Als Alternative zu lackierten Holzblenden weiss ich was: Schwarzes Moosgummi.

Vorteile:
-- leicht bearbeitbar, z.b. mit Schere
-- matte schwarze Oberfläche
-- Lackierung nicht notwendig
-- keine relevanten Ausdünstungen

Erhältlich sind solche Moosgummiplatten im Bastelgeschäft. Gibts in diversen Dicken.


Gruß Harald
 
hallo sterngucker,
hatten wir das thema blenden nicht eben erst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ?
nimm alte cd´s , die kannst du gut schneiden und die kante innen anschärfen. ( zumindest viele sorten lassen sich gut schneiden )
oder nimm dünne schwarze pappe, die du dann, wenn die blende fertig ist, beidseitig mit schwarzem velours beklebst. so in etwa bis 0,5 mm an den inneren blendenrand ran, damit die scharfe kante der blende erhalten bleibt.
das mit dem moosgummi ,wie harald erwähnt, geht gut für die distanzhülsen zwischen den blenden, nicht aber gut für die blenden selbst.
habe ich ja schon öfters beschrieben, wie man es machen kann.
guck dir nochmal meine links genau an, die ich dir zu deiner letzten blendenfrage in den beitrag gestellt habe.
das mit dem holz würde ich so nicht machen, obwohl sicherlich aus allem mehr oder weniger was zu machen geht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
wolf
 
Hallo

Danke zuerst mal für eure Antworten.

@slyv:
Ja, ist mein erster Selbstbau.

@Harald:
Den Gedanken mit Moosgummi hatte ich auch schon, habe ich aber wieder fallen gelassen da ich befürchte das sich das Moosgummi mal verformen könnte.

@Wolf:
Ja, dieses Thema hatte ich schon mal hier ins Forum gestellt. Damals ging es allerdings darum wo ich die Blenden setzen muß.
Das mit dem Holz drehen ist mir eingefallen da ich dadurch eben eine perfekt scharfe Kante, bzw. auch einen genauen Durchmesser erreichen würde.

Ich könnte doch vorher das Holz in einem Ofen bei 70-80° einen oder zwei Tage trocknen lassen.
Oder würde das auch nichts helfen?

Gruß
Michael
 
guten morgen walter,
wenn du unbedingt was mit holz machen willst, so gebe ich dir folgende tipps:
1. kontaktiere doch mal den dirk mohlitz, der seine dobsen ja so schön aus holz macht. der weiß bestimmt noch hinweise für einen holzeinsatz
2. baue dir doch die blendenträger aus holz, das sind blendenähnliche teile, die im innendurchmesser etwa 2-3 mm größer sind als die eigentliche blende.
die blende schneidest du dann aus dünnstem blech oder feinster pappe und klebst die auf den blendenträger auf. anschließend wird geschwärzt.
diese variante hat den vorteil, daß du auf den blendenträger durchaus nochmal eine etwas modifizierte blende aufbringen kannst, wenn du wills.
und die blendenträger stabilisieren das rohr.

vielleicht noch mal ein hinweis zur kegelblende:

der sinn der kegelblende ist es, alles licht, welches seitlich ins rohr kommt, zur tubuswand ! zu lenken.
das steulicht wird somit seitlich wegreflektiert. dabei sollte der kegel allerdings über den ganzenzen durchmesser des tubus gehen, um alle streulichtstrahlen zu erreichen.
hier hatte ich mal damit angefangen:
Link zur Grafik: http://www.dnsolutions.at/binoviewer/equipment/w_hoehle/TMB_APO_105_650/Kegelblende6.jpg

wenn du nur 5mm sperrholz hast, wird es eh keine echte kegelblende. da hast du eine normale streulichtblende , die du mit einer möglichst scharfen kante versehen solltest.

und noch eins:
für deinen ersten refraktor solltest du das blendenproblem nicht oben anstellen.
ich würde das teil erstmal komplett mit schwarzem velours auslegen ( am besten innentubus basteln, der schnell wieder rauszunehmen geht ) und erst später, wenn alles andere ringsum paßt, mich den blenden und der verfeinerung widmen.

wolf

 
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