Stromversorgung über Autobatterie

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Lars

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Servus ihr da draußen,

ich hab jetzt endlich vor mir eine Stromversorgung
für mein 2080B von Meade zu bauen.
Das Ganze soll auf einer Autobatterie basieren und
in einer Normsteckdose (so heißen diese "Zigaretten-
anzünderanschlüsse" doch, oder ???) enden.

Nun stellt sich mir als jemand, der von Elektronik
so in etwa überhaupt keine Ahnung hat die Frage nach
möglichen Fehlerquellen, also in Sachen Verkabelung,
Spannungsschutz usw., ich will ja schließlich nichts
kapput machen.

Mich interessiert daher, wie ihr eure "Stromkästen"
aufgebaut habt, was für Blei/Bleigelakkus ihr benutzt
und was noch so alles dazu gehört.

Ich bin über jede Hilfestellung dankbar.
Schon mal THX im Vorraus.

 
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Hallo,

so du den Zigarettenanzünder vom Auto benutzen willst empfehle ich dir
die Anschaffung eines speziellen Steckers (z.B. von Conrad) in dem eine
zusätzliche Feinsicherung (2..x A) enthalten ist, da der Anzünder natur-
gemäß recht hoch abgesichert ist.

Ein Verpolungsschutz im Stecker/Kabel/Steurerungselektronik (Diode)
ist allerdings das wichtigste, damit dir wenn du dich zufälligerweise
doch verpolst die teure Steuerelektronik nicht abraucht.

Von Interesse ist auch noch die Kabellänge zwischen Auto und Teleskop.
Je länger umso geringer die Spannung am Ende bei Belastung. Mein Schleppi
zum Beispiel verträgt nur wenige Meter Leitung bevor er seinen Dienst
quittiert. Einige Steuerungen sind hier ebenfalls zuweilen empfindlich.

Gruß

Heiko
 
hi folks, hi lars,
mit der autobatterie wirst du keine probleme haben. nimm aber statt eines normalen zigarettenanzünders lieber eine bordsteckdose. manche elektroniken reagieren etwas empfindlich auf schlechten kontakt - dauerndes an/aus.
die zuleitung sollte allpolig gesichert sein. am besten mit glassicherungen 5x20. stärke so ca. das 1,3 -1,5 fache der benötigten stromstärke. nimm zur sicherheit flinke sicherungen. autosicherungen eignen sich aufgrund der charakteristik nicht. die spannung macht keine probleme, meade und celestron arbeiten im bereich von 10-18 volt. der leitungsquerschnitt sollte min. 0,75mm2 betragen, um den spannungsfall zu begrenzen.

und wie mach ich´s??
ein autokabel habe ich auch für mein nex4. für die monti und
zubehör baue ich gerade die - für mich - ultimative versorgung. in einen alten kunstoffaktenkoffer habe ich verschiedene buchsen etc. eingebaut. somit gibt es genug steckmöglichkeiten für das equipment. im koffer sind ferner
2 bleigelakkus 12V 17Ah die an die buchsen wahlweise 12 bzw. 24 v für die monti abgeben. platz für adapterkabel ist auch noch drin. eine verpolung ist aufgrund der gewählten steckverbinder nicht möglich. zum laden der akkus ist ein akkulader für kradbatterien integriert. gewissermassen mein persönlicher powerpack.
er wird in 2-4 wochen auch auf meiner hp zu finden sein.
 
Hallo...

Warum ne Autobatterie nehmen ?

Son Teil wiegt locker 15kg, ist extrem unhandlich und umfallen darfs auch nicht,
weil sonst die Säure rausschwappen kann...selbst bei sog. "Wartungsfreien" Batterien...

Ich empfehle daher eine etwas stärkere Version eines "PowerPacks", das Teil hat genauso wie
die Autobatterie 12V, halt keine 40Ah sondern bloß 10-17, hält am Teleskop aber sowieso länger als
die Nacht lang ist (normales Scope braucht unter 1A, lassen wir es 2A sein, dann hält nen
PowerPack mit 17Ah (großer, kann man auch Starthilfe mit geben) ca. 6-8h, solange bist
du nichtmal im Winter draußen...und wenn ja, dann holst du dir eben nen zweiten,
die Teile sind bei vielen Autozubehörläden meist billiger als ne Autobatterie, manchmal gibts auch
Angebote bei Lidl oder Aldi, da sind die dann so billig, das man auch mal zwei nehmen kann...

Ich hab son Teil in der Kleinversion (4Ah, verwende es auch nur für die Nachführung, da hält es
ca. 2 Abende a 5-6h durch), das hat mich damals 29,90 Euro gekostet, war aber nicht im Angebot, manche hier
haben schon von doppelter Kapazität für 9,90 bei Lidl berichtet...

Vorteil ist auch, das Teil hat meist schon von Haus aus zwei Zigarettenanzünder-Steckdosen plus
eine Regelung / Anschluß für 3V/6V/9V-Sachen (Walkman, etc.) und ist narrensicher in der Bedienung...

Als es sowas vor ein paar Jahren noch nicht gab, hab ich mir nen Akkukoffer gebaut, der
enthielt zuletzt 12V/30Ah und wog ca. 18kg...alles BleiGel-Akkus von Graupner (Modellbau), das ging auch,
aber 18kg ist ne Menge Holz, wenn mans weiter als 100m tragen soll/muß.

 
also ich verwende hier ein selbstgebautes akkupack bestehend aus 2 2x 12 volt bleigel akkus mit je 7Ah, dazu hab ich mir noch einen einfachen verpolschutz gebastelt ...

funktioniert wunderbar und hält sehr lange, genauere angaben kann ich momentan dazu noch nicht machen, da ich das akkupack erst vor ein paar tagen zusammengebastelt habe, jedenfalls hab ich bislang noch nie aufladen müssen *g*

ach ja ... da ich die akkus aus einer ausgeschlachteten USV ausgebaut hab, hat mich das ganze keine 15,-- EUR gekostet

lg.

manuel
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hätte ich gleich eine Zusatzfrage: Ich betreibe einen Teil meiner Ausrüstung über ein Powerpack (CCD u. Rotlicht) und einen Teil über den Zigarettenanzünder im Auto (Notebook u. Monti). Damit der Zigarettenanzünder Strom hat, muß die Zündung die ganze Zeit eingeschalten sein. Ist das ein Problem fürs Auto? Außerdem bekomme ich von der Autokarosserie und von der CCD-Kamera "Elektroschocks" verpasst.
 
Hi Lars,

wenn's nur um 1-2 Stunden Beobachtung geht, mag die Autobatterie reichen. Ansonsten solltest Du Deine Montierung auf Stromverbrauch hin checken. Sonst macht das Auto nach einer langen Winternacht nurnoch ein beunruhigendes "Blurp"!
Mit Taukappenheizung kann man sich selbst einen Diesel-Akku leerlutschen.

Ich selbst habe eine extra Autobatterie und ein Ladegerät dazu gekauft. Dank 43 Ah habe ich auch für Taukappenheizung genug Saft. Ohne Heizung könnte meine sparsame Monti damit eine Woche lang tickern...
Ich greife die Spannung mit großen Klemmen ab, dahinter habe ich eine Diode als Verpolschutz. Je nachdem, wie die Elektronik am Teleskop gesichert ist, macht sicher auch eine flinke Feinsicherung, wie schon beschrieben, Sinn.

Clear Skies
Sven
 
Hallo...

Damit der Zigarettenanzünder Strom hat, muß die Zündung die ganze Zeit eingeschalten sein. Ist das
ein Problem fürs Auto?

Bei nem halbwegs aktuellen Fahrzeug eher nicht, es braucht halt Strom, weil die ganzen
Aggregate wie elektr. Einspritzung, ABS, ESP, etc. Spannung bekommen und eingeschaltet sind.

Bei älteren Fahrzeugen konnte die Zündspule durchbrennen, aber die Zeiten sind meines Wissens vorbei,
da wird es heutzutage Schutzschaltungen dagegen geben.

Außerdem bekomme ich von der Autokarosserie und von der CCD-Kamera "Elektroschocks" verpasst.

In dem Fall hast du ein massives Erdungsproblem und solltest diese lösen, weil du sonst leicht mal
die CCD "himmeln" kannst..."fühlbare" Spannungen sind mindestens 30V groß, und das ist garantiert zuviel für
die Elektronik in der Cam oder dem Laptop.

Verbinde mal den Minuspol deines Akuupacks und den Minuspol der Autobatterie, dann müßte
es weg sein...check das aber ohne CCD Kamera...

Kurz: Mit sowas wär ich vorsichtig, dann lieber nen größeren Akkupack kaufen als die CCD abschießen...

 
Vielen Dank für die ganzen Antworten,
ihr habt mir sehr weitergeholfen.
Was es nun sein wird (selbstbau oder PowerPack)
weiß ich noch nicht, werd mich mal umsehen.

 
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