suche Rat bzgl eines 7x35-Fernglases

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Aiolos
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Aiolos

Aktives Mitglied
Hallo, nachdem ich hier in diesem lebhaften Forum neu bin, möchte ich an dieser Stelle alle herzlich begrüßen.

Konkret zu meiner Frage: ich suche ein gutes 7x35-Glas, welches ich vorwiegend bei Wanderungen zu verwenden gedenke.
Deshalb spielt das Gewicht auch eine gewisse Rolle.

Vielen Dank für Eure Ratschläge: Aiolos
(für Astro benutze ich dzt ein 15x70)
 
Hallo Aiolos,

ich finde auch, daß ein 7x35 ein sehr angenehmer Kompromiß ist: noch recht klein und leicht, maximales Sehfeld
(normalerweise so 9,3° real) und wenn naheinstellbar auch sehr schön für alle Naturbeobachtungen.
Ich hab das Olympus DPSR, das es, obwohl eigentlich schon länger durch die DPS I ersetzt, immer noch recht preis-
günstig bei www.foto-erhardt.de gibt. DAs hat noch nicht die asphärischen Okulare und verzerrt daher kaum.
Wenn Preis kein so großes Thema ist und es ein optimales Glas sein soll, wäre das Minolta Aktiva
sicher zu bedenken (Preis und Qualität höher als beim Olympus, gibt es z.B. bei www.directshopper.de ) oder das
Nikon (vielleicht auch die Action V Serie, die zwar schon ewig ausgelaufen ist aber bei auch bei foto-erhardt noch
erhältlich, über die neuen Action VII hört man hier leider nicht viel gutes).
Und wenn Du wirklich viel Geld ausgeben willst, gibt es auch dort noch das "sagenhafte" Zeiss Trinovid 7x42,
zu so knapp 1000€, das wohl der Standard für derartige Gläser ist und eigentlich inzwischen durch das Victory FL
ersetzt wurde (schau diesbezüglich mal auf die letzte Seite des threads "Reisefernglas für 200€").

Falls möglich, kauf lieber beim lokalen Optiker oder Fotogeschäft und guck durch bevor Du Dich entscheidest.
Bei Wanderungen ziehe ich ein 10x25 ganz klar vor (habe das Leica), da es in der Hemdentasche Platz hat und so
leicht ist, daß es nie stört.

Gruß
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hanz

Danke für deinen Rat, ich werde mir das Activa beschaffen. Genau aus den von dir genannten Gründen tendiere ich auch zu 7x35. Weiters erachte ich die 5 mm AP in Verbindung mit 7-fach bei unruhiger Fernglaslage (Wind, Puls..etc) als sehr vorteilhaft.

Gruß Aiolos
 
Re: Minolta Activa 7x35

Hallo Aiolos,

schau Dir auf alle Fälle dabei auch die Randschärfe an - Frank Schäfer hat hierzu einen sehr negativen Kommentar
in einem parallelen thread abgegeben (er vergleicht allerdings immer gegen Zeiss und das ist manchmal einfach
etwas zu teuer):
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Fernglaeser&Number=289508&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=10&vc=1

andererseits habe ich beim Blick durch eines seiner hochgelobten Zeiss Jena 10x50 bezüglich Randschärfe
etwa dasselbe Gefühl gehabt: eigentlich nicht mehr akzeptabel. Und dazu muß man halt auch wissen, daß nur ca.
40-50° in der Mitte vom Auge selbst wirklich scharf gesehen werden, wenn man das Objekt, das man sehen will, in die
Mitte stellt. Und die schlechten Beurteilungen bezüglich Randschärfe von Weitwinkelgläsern (japanische Definition
>65° deutsche Definition >60° scheinbares Gesichtsfeld) kommen meist vom Fixieren von Objekten am Rande des
Gesichtsfeldes (das ist natürlich der schärfste Test, aber ein realer Beobachter wird das Objekt, das er
anschaut, wohl nie an den Rand des Gesichtsfeldes plazieren - das widerspricht auch dem normalen "Sehen mit
dem Auge" - man sucht so eigentlich wissentlich nach Fehlern der Optik.
Bereits vom Auge her sieht man ja den Rand schon wesentlich weniger scharf als die Mitte, die mit dem
"gelben Fleck", der nur ca. 2° groß ist und beim farbigen Sehen im Hellen immer
das beste Ergebnis liefert. Für größere Objekte sind dann 10° noch relevant (der heute in der Farbmetrik standard
mäßig verwendete 10° "Normalbeobachter") und was jenseits der Mitte passiert, ist vom Auge her schon ziemlich
unscharf (weniger Rezeptoren/Fläche). Allerdings findet das astronomische Sehen halt bei sehr viel geringeren
Lichtstärken in Schwarz/Weiß statt (damit ist das Zentrum des Auges nicht mehr verwendbar, man muß "indirekt"
sehen lernen und nun sind die großen Gesichtsfelder sehr hilfreich, auch wenn sie etwas unscharf sind, leider
werden bei zu großer Unschärfe die Sterne zu "Minigalaxien" und damit das Bild wieder unbrauchbar, da man
nun "indirekt" echt falsche Eindrücke bekommt - kein Unterschied mehr zwischen Galaxien und Sternen). Wo da
die Grenze liegt, muß jeder für sich selbst ermitteln, aber Randsterne müssen für mich zwar nicht unbedingt
punktförmig sein (das bringt bei großem Gesichtsfeld nur Canon, Leica und manche Zeiss, Nikon kenne ich zu wenig
und Swarowski gar nicht) aber halt noch keine "Pseudogalaxien" und damit ist für mich bereits das Olympus 7x35
noch recht gut (und ich denke, das Minolta Activa wird da nicht viel schlechter sein, Frank, falls Du mitliest:
findest Du es bezüglich Randschärfe wirklich soviel schlechter als das Deltrintem oder Dekarem?)
Wo ich bisher nur schlechte Erfahrungen gesammelt habe, ging es um relativ kurzbrennweitige Optiken mit sehr
großen Gesichtsfeldern - also zum Beispiel 7-8fach Gläser mit 80° und mehr - die bringen dann wirklich am Rand
meist nur noch "Pseudogalaxien" und das bis zu ca 50% von der Mitte möglichst noch bei sehr starker Bildfeld-
wölbung, die ich mit meinen 57 Jahren ("Altersweitsichtigkeit") nicht mehr mit dem Auge wegfokussieren kann,
sondern zwischen Mitte und Rand den Fokustrieb anders einstellen muß, um scharf zu sehen.

Also Klartext: durchgucken und entscheiden, ob OK - muß jeder halt selbst machen. Frank Schäfer: hast Du bei den
"Japan-China-Triaden" Nikon, Minolta, Olympus bei 7x35 eine Marke als wesentlich besser bezüglich Randschärfe
empfunden? Die haben ja alle die schönen 65° Gesichtsfeld und alle am Rand ziemlich deutlich unscharf aber ohne
"Pseudogalaxien" - das ist zumindest meine Erfahrung.

Und außerdem habe ich den "begründeten Verdacht" daß die neuen Typen mit asphärischen Okularen schlechter
sind als die alten mit "normalen Kellner-Okularen" - wer kann da noch Erfahrung einbringen? (für mich ist
der Begriff "asphärische Okulare" inzwischen einein Verdachtsmoment für "nicht akzeptable Verzerrung durch billigste
Fertigung der Linsen ohne Schliff dafür mit asphärischem Plastiküberzug" - stimmt das oder bin ich paranoid?
mir gefallen jedenfalls alte Standard-Kellner-Okus oft besser, und für aufwendige Okulare mit mehr als 3 Linsen
werden Asphären zumindest normalerweise nicht beworben - selbst das Lidl hat da dieses Jahr wohl besseres drin!)

Gruß
 
Re: Minolta Activa 7x35

schau Dir auf alle Fälle dabei auch die Randschärfe an - Frank Schäfer hat hierzu einen sehr negativen Kommentar in einem parallelen thread abgegeben ...

... andererseits habe ich beim Blick durch eines seiner hochgelobten Zeiss Jena 10x50 bezüglich Randschärfe etwa dasselbe Gefühl gehabt: eigentlich nicht mehr akzeptabel.
Hallo hanz,

immer diese negative Presse <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Um keinen allzu großen Blödsinn zu schreiben, war ich heute nochmal bei meinem Fotohändler und habe mir das alte Minolta Activa 7x35 genauer angeschaut. Die Randunschärfe ist (weniger negativ ausgedrückt) stark verbesserungswürdig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Und Du hast Recht, das Zeiss Jena Dekarem verhält sich ähnlich. Ähnlich aber nicht genauso - und das aus zwei Gründen:

Wenn ich gezielt die Schärfe im Zentrum und im Randbereich vergleiche, so schneidet das Activa etwas schlechter ab. Der Unterschied ist zwar nicht die Welt, aber abseits der Bildmitte schleicht sich Unschärfe beim Minolta etwas schneller ein. Dazu kommt: das Zeiss hat ein scheinbares Sehfeld von ca. 72 Grad und erscheint weitwinkliger wie das Activa. So fällt mir die Randunschärfe bei einem Schwenk durch die Landschaft beim 7x35 Activa unangenehmer auf als beim Dekarem. Wahrscheinlich liegt es daran, daß sich die für meine Augen schon recht auffällige Unschärfe beim Dekarem in einem Bereich findet, der bei Schwenks und leichten Augenbewegungen nicht so schnell ins Blickfeld gerät wie beim Activa. Blickt man gezielt auf den Rand, so haben beide arge Schwierigkeiten mit der Schärfe und da stimme ich Dir zu.

Ob sich das neue Modell (also das 7x35 WP FP) genauso verhält, weiß ich nicht. Mein Fotohändler hat mir bei der Gelegenheit das Activa als Vorführmodell zum Preis von 139 Euro angeboten. Wenn ich ehrlich bin, dann hätte ich es mir auch für den Preis nicht gekauft. Das Glas ist ansonsten wirklich gut, es hat ein helles, im Zentrum sehr scharfes und knackiges Bild. Aber gerade bei Tagbeobachtungen würde mich die zunehmende Unschärfe abseits vom Zentrum stören.

> er vergleicht allerdings immer gegen Zeiss und das ist manchmal einfach etwas zu teuer

In der anderen Diskussionsrunde ging es um eine Alternative zum Dialyt. Und eine Alternative wäre für mich ein sehr gutes Porroglas, welches sich bei vergleichbarer optischer Leistung oder mit ein paar Abstrichen deutlich günstiger herstellen läßt (ähnlich wie ein Nikon 10x35 E II im Vergleich zu den teuren Edel-Dachkantgläsern vom Typ 10x32 oder 10x40). Wahrscheinlich würde so ein Porroglas um 400 oder 500 Euro kosten, das wäre dann aber eine echte Alternative (zumindest aus meiner Sicht). Darum ging es mir und bei der Suche nach so einem 7x35 oder 7x42 muß man in der Klasse der Activa Gläser leider deutliche Abstriche machen. Das heißt natürlich nicht, daß die Gläser schlecht sind! Das Problem ist nur (und ich hatte es schon geschrieben), der Blick durch so ein 7x42 - egal ob Dialyt oder Victory FL - kann süchtig machen. Muß er nicht, aber er kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Minolta Activa 7x35

@@ Hanz, Frank

genau solche Fachkompetenz ist es welche mich bewog, in diese Foren einzusteigen.

Bzgl der Randunschärfe sind mir die Probleme durchaus bewusst, weshalb ich das neue 7x35 WP, für meine Zwecke, genau testen werde.
Natürlich würde ich ein Zeiss 7x42 Dialyt TP vorziehen, doch woher zu einem einigermaßen vernünftigen Preis nehmen? ebay wohl kaum. Auch werde ich das Glas für Wanderungen und beim Kanupaddeln verwenden, wo der eine od andere Kratzer bei solch einem `billigeren` Gerät nicht so sehr schmerzt.

vielen Dank Aiolos
 
Re: Minolta Activa 7x35

Hallo Frank,

habe vor einigen Wochen fuer meinen Junior das alte Minolta Activa 7x35 gekauft. Die Randunschaerfe ist natuerlich nicht zu uebersehen, aber ich bin der Meinung, dass es ein gutes Preis-Leistungs-Verhaeltnis bietet. Ich habe hier allerdings auch nur 45 Euro dafuer gezahlt...

Carsten
 
Re: Minolta Activa 7x35

Hallo Carsten,

für 45 Euro würde ich das Glas auch nicht im Schaufenster liegen lassen. Die 139 Euro waren mir aber zuviel, zumal das Nachfolgemodell mit besserer Abdichtung und Drehaugenmuscheln schon für deutlich unter 200 Euro zu haben ist. Mal sehen, vielleicht fahre ich Montag nochmal zum Händler. Der hat noch ein Minolta Standard 7x35 EW für 65 Euro im Regal. Das ist das alte Modell mit BaK-4 Prismen und 11 Grad Sehfeld, welches noch in Japan produziert wurde. Das Bild hat zwar einen ziemlich warmen Farbton mit einem Stich ins gelbe, aber am Sternhimmel ist das egal. Und 11 Grad mit richtigen Weitwinkelokularen machen bestimmt eine Menge Spaß, auch wenn die Randschärfe kaum besser wie beim Dekarem ausfallen dürfte.

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben