Swarovski EL10x32

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JoachimSchmolke

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Liebe Fernglasfreunde,
da mir mein 8,5x42 EL für ausgedehnte Wanderungen schon etwas zu schwer ist, wollte ich mir das 10x32 EL etwas genauer ansehen. Da mein Händler dieses Glas nicht vorrätig hatte, habe ich es mir bei Fielmann zur Ansicht kommen lassen. Problemlos bekam ich dieses Glas für eine Woche zum Testen. Doch gleich beim ersten Durchsehen die Enttäuschung: kein Vergleich mit dem 8,5x42 EL.
Bei bedecktem Himmel war der Rand schlecht ausgeleuchtet und es machten sich ringförmige diffuse Schatten bemerkbar. Die Bildqualität besserte sich bei Sonnenschein. Bei bedecktem Himmel ist die Pupillenöffnung größer als die Austrittspupille des Fernglases. Bei Sonnenschein ist es umgekehrt. Warscheinlich sind es Beugungserscheinungen die bei schlechten Sichtverhältnissen die Bildqualität von Ferngläsern mit kleiner Austrittpupille beeinträchtigen. Aber das können die Spezialisten im Forum bestimmt besser erklären. Insgesamt machte das Bild im 10x32 einen eher flauen Eindruck, obwohl Randschärfe, Helligkeit und Farbkorrektur i.O. waren. Auch das Einblickverhalten war alles andere als gut. Schade, dabei ist das Glas so schön leicht und handlich. Eines fiel mir noch unangenehm auf: Durch das geringe Gewicht und die reltiv kleinen Baumaße liegt das Glas nicht mehr so sicher in der Hand. Die Handunruhe machte sich hier schon unangenehm bemerkbar. Wegen der Handunruhe und der zu keinen Austrittspupille würde ich lieber zum 8x32 greifen.
Fazit: Das 10x32 EL ist nicht empfehlenswert!
Ob vergleichbare Ferngläser von anderen Herstellern besser sind, vermag ich nicht zu sagen. Bisher haben mich die Kleinen nur wenig interessiert.

Gruß
Joachim
 
Hallo Joachim,

den Hauptnachteil, den ich beim 10x32 EL sehe, ist der verhältnismäßig geringe Austrittspupillenabstand (laut Swarovski 12 mm, tatsächlich vielleicht noch etwas weniger), der es für viele Brillenträger kaum geeignet macht. Hier rächt sich evtl. das für ein 10x relativ große Sehfeld von 120m auf 1 km. Das Leica 10x32 (Trinovid oder Ultravid) ist in Bezug auf die Brillenträgereignung etwas besser und hat auch ein wesentlich angenehmeres Einblickverhalten bei gleich großem Sehfeld. Das Nikon 10x32 HG ist diesbezüglich noch besser und weist auch noch einen höheren Kontrast bei allerdings kleinerem Sehfeld auf. Interessant dürfte das angeblich Ende des Jahres erscheinende Zeiss Victory FL 10x32 sein, dass ebenfalls ein Sehfeld von 120m haben soll. 10x32 ist das Format, das heutzutage von vielen Ornithologen bevorzugt wird, weil es für ihre Zwecke den idealen Kompromiss aus Gewichtersparnis, hoher Detaillerkennbarkeit, ausreichender Lichtstärke bei Tagesbeobachtung und großem Sehfeld darstellt. Etwas gefällt mir bei den 32ern EL gut. Die schon für die 42er ELs proklamierte Einhandbedienung (wichtig für den Ornithologen, der in der anderen Hand oft ein Stativ/Spektiv tragen muss) ist hiermit aufgrund des geringeren Gewichts tatsächlich gut machbar, besser als mit jedem anderen mir bekannten Fernglas. Einen sehr guten Test dieses Glases findest unter http://www.alula.fi/GB/index.htm , auf "optics" klicken, im Artikel "1/2004 Leica Ultravid 10x42 challenges the elite 10-power binoculars ".

Gruß

Steve
 
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