Syrtis Major

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KarlThurner

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Hallo Planetenfreunde,

über zwei Marsoppositionen hinweg versuche ich nun schon die
große Syrte mittig aufs Bild zu bekommen, bei wenigstens
halbwegs brauchbarem Seeing. Seltsamerweise hat gestern alles
geklappt. Sogar der Nebel erbarmte sich für ein paar Stündchen.

Aufnahmedaten:
19.12.2007 gegen 2 Uhr
Sternwarte Diedorf
Newton 18"
Okularprojektion f~18m
DMK IR+RGB

Link zur Grafik: http://intercon-spacetec.com/deepsky/mars/mar-2007-12-19-054-058-bearb04.jpg

Klaren Himmel,
Karl
 
Hallo Karl,

wow: Seeing + 18 Zoll Öffnung + 18 Meter Brennweite + Können = ein toller Mars!
Auch ein Detailvergleich mit dem Hubble-Mars vom 03.12. aus der neuen Hubble-Marsserie ist faszinierend.


Was genau hast Du denn alles gemacht? (Flächen und Randbereich/-überschwinger sehen z.B. so "weich" aus?)

Und gibt's noch 'ne "kleine" Anim?

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo,

ein wunderbares Bild, leider war hier dieses Jahr noch kein wirklich gutes Seeing um Mars aufzunehmen, aber ich wette oberhalb des Hochnebels könnte man Mars perfekt ablichten, leider gibt es hier keine Berge die aus der Suppe rausragen.

MfG

Rainmaker
 
Hallo zusammen,

danke für die Kommentare. Wie so häufig braucht es auch
das notwenige Quantum Glück, daß das Seeing einigermaßen
paßt.

@ Dietmar: Es gibt da keine "großen" Geheimnisse. Zunächst
einmal habe ich das R, G und B-Bild nur leicht geschärft, um
mir das Überlagern einfacher zu machen. R, G und B enthalten
keine sichtbaren Überschwinger. Beim IR-Bild sieht das etwas
anders aus. Das Bild ist von Haus aus relativ kontrastreich
und reagiert empfindlich auf zu große Schärfung. Ich
verwende deshalb mind. 2-3 verschiedene Schärfungen mit
jeweils anderer Charakteristik und mittele diese. Dadurch
heben sich die Überschwinger zwar nicht auf, aber das Bild
wirkt anschließend etwas homogener. Dieses schärfere Bild
wird dann mit einem weniger stark geschärften Bild aus der
Serie mit "Abdunkeln" verknüpft. Die hellen Überschwinger
werden dann aus dem Bild mit den geringeren Artefakten
ersetzt, der Rest bleibt gleich. Nachteil: Der Kontrast der
Details wird etwas verringert, das Bild wirkt nicht mehr so
"knackig". Der Schluß besteht dann nur noch aus "Kosmetik"
(Farbanpassung ect.)

Eine Animation wird es nicht geben, obwohl ich rund drei
Stunden Filmmaterial gesammelt habe. Das Seeing ließ keine
gleichbleibend hohe Qualität zu. Das Seeingfenster war genau
besehen sogar recht kurz. Die schärfsten Aufnahmen enstanden
alle in einem Zeitraum von nur rund 15 min.

cs,
Karl
 
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