Hallo zusammen,
es geht immer irgendwas. Man muss sich halt mit den beobachteten Objekten an die Rahmenbedingungen anpassen. (z.B. intensive Planetenbeobachtung in weissen Nächten --> verträgt sich auch mit einem Bürojob) Ich habe jahrelang mit 12 - 25" beobachtet, die letzten ca. 30 Beobachten fast nur noch mit APO´s.
Da sieht man auch spürbar "weniger" im ggs. zu 12" oder mehr Zoll. Trotzdem finds ichs schöner. Dafür muss mal halt Abstriche in der Art und Anzahl der beobachtbaren Objekte machen.
Somit ist eine treffsichere Aussage was geht oder nicht meiner Erfahrung nach nur für das Equipment mit eigenem Standort und eigenen Augen möglich. Ich habe schon genug Beispiele erlebt, dass 5 Leute unterschiedlicher Erfahrungsgrade innerhalb von z.B. 15 Minunten unter gleichen Umständen ein Objekt betrachten und hier die ganze Bandbreite von Eindrücken (von "ah, da is ein Fleckchen" bis hin zu "ja da sind ja die Spiralarme") entsteht.
Tendenzen bzw. eine Orientierung kann man hier auf jeden Fall vermitteln, jedoch ist es meist schwer, Unterschiede konkret festzumachen oder unverückbare Aussagen zu machen.
Ich bezweifle, dass sich z.B. jemand anhand einer Beschreibung vorstellen kann, wie die Staubbänder der Andromeda oder der OC darin aussehen, wenn diejenige Person die Galaxie nur aus der Stadt kennt. Oder auch z.B. M33 unter schlechten oder gut bis sehr guten Bedigungen. Selber sehen und vor allem viel Beobachten und Ausprobieren (gerne in Gesellschaft oder mit Hilfe von erfahrenen Beobachtern) ist Trumph. Alleine die Entwicklung der eigenen "Sehfähigkeit" am Teleskop hat massive Auswirkung auf das Beobachten. Wenn ich z.B. an meine erste Beobachtung des Orionnebels vor gut 20 Jahren denke (welche sich einen nachhaltigsten Eindruck in meinen Gedanken verschafft hat) mit einer aktuellen Beobachtung mit gleichem Gerät vergleiche, gibts da himmelweite Unterschiede zugunsten der jetzigen Beobachtung.
CS
Matthias