Taschenofen für Okularkoffer???

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Huxtebude

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Hallo!
Da ich mich jetzt mal gegen den Tau wehren möchte, habe ich mir jetzt eine Taukappe gebaut und denke über einen beheizbaren Okularkoffer nach.
Dieser sollte so günstig wie möglich sein. Die Frage ist nur, wie ich ihn beheize.
Ich habe jetzt schon öfters von Taschenöfen gelesen, und nach kurzem Suchen bei globetrotter solche gefunden.
Es gibt Kohle und Benzinöfen. Welcher Typ ist da besser?
Wie funktionieren dies Ofen? Das Kohlestäbchen wird ja angezündet und dan in eine Schatulle gesteckt. Woher bekommt es denn dan seinen Sauerstoff?
Und kann ich das Kohlestäbchen auch wieder ausmachen, wenn ich fertig bin, oder brennt es dann komplett ab?
Reicht so ein Taschenofen überhaupt für einen Koffer, kann ich den geschlossen lassen oder bekommt das Ding dann nicht genug Sauerstoff?
Oder sind diese Gelpackungen die man kocht und durch knicken eines Metallplättchens aktiviert die bessere Wahl?
Und zu guter Letzt: welchen Taschenofen nehme ich am besten und wo kaufe ich ihn?

Danke für eure Hilfe,
Florian
 
Hi,
zu Benzinöfen kann ich nix sagen.
zum Kohlestabofen: du hast das Problem schon angesprochen. Ich hatte so nen' Teil
auf dem ITV getestet und habe allle paar minuten die Kiste geöffnet, um noch
reinzupusten, weil das Teil nicht alzu warm wurde.
Zum "Knickkisten": liefert sehr angenehme Wärme, mein absoluter Favourit.
Allerdings hält die wärme nicht zu lange an, wenn du also ne' durchziehen
willst, musst du 3-4 STück mitnehmen. Kosten 3-4€.
Vorsicht: du solltest dich nicht auf das Teil draufsetzen, meine Hose und mein Sofa wurde ziemlich feucht, und das Zeug kriegst du nicht raus.

CS,
Dirk
 
Hallo,

das ein interessantes Thema.
Ich habe damit allerdings noch nie Probleme gehabt, weil ich den Okularkoffer einfach zumache, wenn ich ihn nicht brauche.

Nur die Okulare, die draussen stehen, tauen oder frieren zu.

Aber vielleicht nützt Dir ja die Idee meiner Oma, zu sehen unter www.eifeltwister.de, Rubrik "Selbstbau".
Meine Oma kam auf die Idee (mit über 83 Jahren!), unsere Energiestationen in einer Isoliertasche mittels eine Wärmeflasche zu heizen, damit sie nicht nicht aufgeben.
Das klappt hervorragend, bei -10°C locker 6 Stunden.

Vielleicht ließe sich das auf auf einen Okularkoffer übertragen?

Grüße
Thomas
 
Das is ja ne geniale Idee! Wärmflasche! Danke!!!!
Auf die einfachsten Sachen kommt man meist nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Ich werds mal ausprobieren.
Heute wirds aber wahrscheinlich nix, da es gewittert. Dafür habe ich aber ein paar Blitzfotos gemacht. Meine ersten :-)

Grüße,
Florian
 
Hallo,

Ich hatte beide Arten von Taschenöfen schon im Einsatz, die Benzinvariante ist einen Tick komplexer, weil man flüssigen Sprit (Feuerzeugbenzin) mit sich rumtragen muß und das Auffüllen in freier Wildbahn bei Nacht ist auch nicht jedermanns Sache.

Die Kohleversion ist da einfacher, man muß allerdings die Kohlestäbchen peinlich trocken halten, am besten in einem ZipLock-Beutel mit Trockenmittel, sonst brennen die in der Tat sehr schlecht.

Die zur Verbrennung benötigte Sauerstoffmenge bekommen beide Öfen über Schlitze oder schlicht Undichtigkeiten. Bei der Kohleversion dient die schlechte / langsame Sauerstoffzufuhr auch dazu, das die Dinger nicht vorschnell abbrennen.

Man kann die Kohleteile übrigens genauso wie die Benzinteile auch ausmachen, einfach indem man sie wie eine Zigarette ausdrückt...lohnt IMHO aber nicht, ich hab den Rest immer auf den Balkon vollends verkokeln lassen, an freier Luft geht das recht schnell.

Die Wärmeleistung entspricht geschätzt 50-100Watt, bei einem größeren / schlecht isolierten Okukoffer kann das etwas wenig sein. Natürlich geben die Dinger auch gewisse Verbrennungsprodukte an die Kofferluft ab, in wieweit das schädlich ist für Vergütungen oder Kofferschaumstoff, kann ich nicht sagen, hatte die Dinger immer nur in der Hostentasche...da hatten sie keine negativen Auswirkungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Für einen Okularkoffer könnte man sich auch eine elektrische Wärmefolie vorstellen, die den Koffer während der Hinfahrt innen auf 35°C oder so aufheizt (Terrariumsheizung), das dürfte dann reichen, wenn man nach der Oku-Entnahme immer wieder zumacht und der Koffer halbwegs isoliert ist.
 
von Taschenöfen im Okularkoffer halte ich wg der Abgase (schädlich für die Okulare/Vergütung ????) nichts, an die geniale Oma-Methode mit der Wärmflasche hab ich auch schon gedacht, aber die scheidet bei mir leider aus, weil auch eine kleine Wärmflasche beim begrenzten Platzangebot (bzw. wg zu vielem Inhalt - manchmal lege ich auch noch "Penelope von IthakA" mit rein) in meinem Koffer noch zu groß ist. Ich habe folgende Methoden, die in Kombination eingesetzt werden:

- wenn es nicht extrem kalt ist (bei weniger als minus 10 Grad, sind sie im Stiefel) lege ich eine der mit Mini-Accu elektrisch beheizbaren Einlegesohlen von Tschibo (im letzten Herbst erstanden, gibts auch im Outdoorversand) in den Koffer, reicht auf Stufe drei für 4 - 6 Stunden

- dazu hab immer 2 bis 3 Wärmepacks zum Knicken mit drin, können bei Bedarf zusätzlich eingesetzt werden, halten je ca 30 bis 45 min ausreichend warm

- im Winter lege ich vor Beobachtungsbeginn 2 Kalt-Warm-Kompressen (Gelpack aus der Apotheke) für 3 - 4 min in die Mikrowelle und danach unten in den Okularkoffer, reicht für die ersten 90 Minuten

damit ist bei mir Okulkarbeschlagen kein Problem

und für den Fangspiegel bin ich in der glücklichen Lage, dass am "Eridanus" eine Aussensteckdose mit 230 Volt vorhanden ist, zu der ich bei Bedarf den Tubus von der schönen "Helena von Droja" schnell hintrage und 30 Sekunden mit einem Föhn durch den Okularauszug (oder von hinten) auf den Fangspiegel blase

ein Benzintaschenofen ist bei extremen Minustemperaturen in der Hemdentasche unter dem Daunenanorack, wobei im Winter, nach meinen Erfahrungen, die kältemepfindlichste Stelle die Kniee sind, da hilft neben einer eleganten langen Unterhose eine um 2 Größen zu weite gefütterte einfache Arbeitshose, die über die normale Hose noch drübergezogen wird.

mit schönen Grüßen
 
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