Für deine Kameras finde ich das nicht so gut geeignet.
Laut dem Datenblatt hat der Korrektor 41mm Durchlass und 24mm korrigiertes Feld, was in etwa dem vignettierungsfreien Feld bei 41mm Durchlass entspricht. Aus meiner Erfahrung wäre ich misstrauisch, ob "korrigiert" auch wirklich sauber korrigiert oder grad noch brauchbar korrigiert heißt.
D.h. schon bei APS-C hat man in den Ecken Vignettierung durch die Feldblende. Das kann man mit Flats nicht kompensieren. Man kann zwar wegschneiden, aber zusätzlich wäre ich misstrauisch, ob die Sterne bei 24mm tatsächlich ganz sauber korrigiert sind. Denn bei den üblichen 3,76my Pixeln ist das Sampling so fein, dass man die geringsten Probleme bei dem kleinen Feld schon sieht.
Mit einem IMX533 würde das System allerdings durchaus Sinn machen. 0,8" Sampling ist an guten Tagen optimal für kleine Objekte wie Galaxien und PNs. Allerdings ist das System auch hier mit f/6,3 ziemlich langsam. Ich arbeite mit einem Apo mit f/6,24. Das geht zwar, aber man muss schon vergleichsweise lange belichten. So 5h für Galaxien sind bei mir das Minimum, da man sonst keine Reserven mehr hat um voll durch zu strecken und gleichzeitig zu schärfen. 10h sind besser. Mit dem SCT kommen noch eine etwas kleinere Blende, Transmissionsverluste und die Obstruktion obendrauf. Ich würde schätzen, dass man minimal 6-7h braucht und optimal 12-14h.
Mit einem f/5 Newton wären das zum Vergleich nur ca. 3,5h als Minimum und 7h als Optimum, mit einem f/4 Newton nur ca. 2,5h bzw. 5h. Dafür muss man bei den Newtons tief in die Tasche greifen, wenn man nicht jedes mal justieren will.
Was mir dann noch generell bei den geschlossenen Systemen nicht gefällt, ist die lange Auskühlzeit. Mein Maksutov braucht ewig zum Auskühlen. Bei steilen Temperaturgradienten hört er mit dem Auskühlen gar nicht auf. Wenn man grenzwertig fein samplet, wird man das meiner Meinung auch bei Deepsky sehen.
Das Gesamtbild spiegelt sich auch in den Aufnahmen auf Astrobin wider. Das Gerät wird fast nur für Mond und Planeten verwendet. Den paar gezeigten Deepskybildern fehlt durchweg die Tiefe und durch das entsprechende Rauschen auch die Auflösung.