Taugt das Celestron C6 in Kombi mit dem reducer für Fotos?

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Ja würde ich sagen. (Normalerweise auch Guten Tag und auf Wiedersehen, aber heute ausnahmsweise mal nicht).
Hier ist eine x-beliebige Seite, die Google zu dieser Frage liefert: Imaging Through My Celestron C6 OTA - The Ek's Files Ich finde das Ergebnis durchaus sehenswert. Selber habe ich es noch nicht probiert, obwohl ich ein C6 und einen (eher mehrere...) Reducer habe, denn ich habe auch ein C8 mit dem das noch besser geht - wenn auch mit größerer Brennweite, die nicht immer zum Motiv passt.
 
Prinzipiell "taugt" jedes Scope irgendwie. Es gibt auch genügend Fotos damit:

Wenn du einen Reducer nutzen willst, denke ich mal, das geht in Richtung Deep-Sky und nicht Planeten. Da sehe ich jetzt keinen echten Vorteil eines SC. Ich würde da eher einen 6" Newton einsetzen (oder einen 120er-130er APO). Für 1000€ bekommst z.B. einen Carbon-Newton bei TS. Und gebrauchte 6" Newtons bekommt man auch recht häufig zu einem guten Kurs.
 
Danke schon mal! Mit geht’s um Galaxien… ein APO kostet leider nochmal mehr, und wiegt zudem deutlich mehr. Das C6 hätte mit reducer ja rund 1000mm Brennweite. Beim Apo mit Flattener käme ich eher so auf 700-800mn - für 300-400€ mehr und bei 1-2kg extra Gewicht. Die Frage ist, ob das Apo dann aber optisch so viel besser wäre, dass das resultierende Bild bei gleichem Ausschnitt womöglich trotz geringerer Brennweite dann sogar besser wäre…
Das Bildbeispiel aus dem Link von Maximilian ist ja eher abschreckend schlecht
 
Die Frage ist, ob das Apo dann aber optisch so viel besser wäre, dass das resultierende Bild bei gleichem Ausschnitt womöglich trotz geringerer Brennweite dann sogar besser wäre…
Im Vergleich zu einem guten Newton bildet der APO wohl nicht "besser" ab, hat aber keine Spikes und ist halt etwas "wartungsfreundlicher". Aber natürlich ist der Newton dann günstiger.

Ich glaube, du hast ja durchaus einen gewissen Anspruch. Ich würde da nicht wirklich mit einem 6" Spiegel arbeiten, sondern eher 8" oder 10". Mit deiner Montierung fällt 10" halt raus, aber ein 8" Newton bekommt man noch unter 8kg. Keine Ahnung, wie gut das mit einer AM3 noch funktionieren würde. Gebrauchte Newtons in der Grösse bekommt man recht günstig. Dann nochmal 200€ für einen Komakorrektor uns es kann losgehen.

Galaxien sind halt schon etwas, wo ein grosses Gerät hilreich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
beim C6 mit (Celestron?) Reducer hast Du einen sehr kleinen Bildkreis. Das heißt Du kannst nur Kameras mit kleinem Sensor benutzen.

Der Celestron Reducer korrigiert die Coma nach meiner Erfahrung nicht besonders gut, der Starizona Corrector Reducer ist teuer und lohnt für das C6 IMHO nicht.

Wenn Du richtig gute Astrofotos machen willst, dann die vorgeschlagenen Alternativen oder ein C8 mit Starizona Corrector/Reducer oder ein C8 Edge HD mit voller Brennweite benutzen.
 
Hallo !

Ein C6 mit Reducer macht, meiner Meinung nach, viele Kompromisse. Es kommt dabei sicher darauf an, was man fotografieren möchte. Der kleine Bildkreis des Reducers und die (immer noch) lange Brennweite schränken das Bildfeld schon ziemlich ein. Mit dem IMX533 kommt man auf knapp 0,7°x0,7° und hat ein Sampling von ~0,8"/Pixel. Da muss dann auch die Nachführung sehr sauber laufen.

Stünde ich vor der Entscheidung, würde ich mich wohl für einen 130PDS mit Komakorrektor entscheiden. Das Feld ist deutlich größer und man kann auch deutlich größere Sensoren einsetzen. Dabei ist das Sampling mit z.B. dem IMX571 (bei ca. 2°x1,4°) immer noch bei 1,2"/Pixel und damit, für mich, im grünen Bereich. Es gibt hier im Forum einige Beispiele dafür, was mit dieser Kombination möglich ist. Klar geht auch ein APO, aber der ist dann wieder erheblich teurer, vor allem wenn er ähnlich farberein sein soll wie der Newton ;)

Viele Grüße
Michael
 
Für deine Kameras finde ich das nicht so gut geeignet.

Laut dem Datenblatt hat der Korrektor 41mm Durchlass und 24mm korrigiertes Feld, was in etwa dem vignettierungsfreien Feld bei 41mm Durchlass entspricht. Aus meiner Erfahrung wäre ich misstrauisch, ob "korrigiert" auch wirklich sauber korrigiert oder grad noch brauchbar korrigiert heißt.

D.h. schon bei APS-C hat man in den Ecken Vignettierung durch die Feldblende. Das kann man mit Flats nicht kompensieren. Man kann zwar wegschneiden, aber zusätzlich wäre ich misstrauisch, ob die Sterne bei 24mm tatsächlich ganz sauber korrigiert sind. Denn bei den üblichen 3,76my Pixeln ist das Sampling so fein, dass man die geringsten Probleme bei dem kleinen Feld schon sieht.

Mit einem IMX533 würde das System allerdings durchaus Sinn machen. 0,8" Sampling ist an guten Tagen optimal für kleine Objekte wie Galaxien und PNs. Allerdings ist das System auch hier mit f/6,3 ziemlich langsam. Ich arbeite mit einem Apo mit f/6,24. Das geht zwar, aber man muss schon vergleichsweise lange belichten. So 5h für Galaxien sind bei mir das Minimum, da man sonst keine Reserven mehr hat um voll durch zu strecken und gleichzeitig zu schärfen. 10h sind besser. Mit dem SCT kommen noch eine etwas kleinere Blende, Transmissionsverluste und die Obstruktion obendrauf. Ich würde schätzen, dass man minimal 6-7h braucht und optimal 12-14h.

Mit einem f/5 Newton wären das zum Vergleich nur ca. 3,5h als Minimum und 7h als Optimum, mit einem f/4 Newton nur ca. 2,5h bzw. 5h. Dafür muss man bei den Newtons tief in die Tasche greifen, wenn man nicht jedes mal justieren will.

Was mir dann noch generell bei den geschlossenen Systemen nicht gefällt, ist die lange Auskühlzeit. Mein Maksutov braucht ewig zum Auskühlen. Bei steilen Temperaturgradienten hört er mit dem Auskühlen gar nicht auf. Wenn man grenzwertig fein samplet, wird man das meiner Meinung auch bei Deepsky sehen.

Das Gesamtbild spiegelt sich auch in den Aufnahmen auf Astrobin wider. Das Gerät wird fast nur für Mond und Planeten verwendet. Den paar gezeigten Deepskybildern fehlt durchweg die Tiefe und durch das entsprechende Rauschen auch die Auflösung.
 
Ja - ich lass das! Alles was ich auf Astronbin an DeepSky sehe, schreckt mich extrem ab...
 
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