Hallo,
das mit der Pappe finde ich persönlich die einfachste und schnellste Lösung. Ich hatte es einmal mit einer "luxuriöseren" Variant aus einer Gummi-Fußmatte probiert und an ein paar Problemen "gescheiter" (OK meine Geduld war nicht gerade groß, in Anbetracht der Tatsache, daß die Papp-Methode so billig zu realisieren ist). Ich konnte das Material nicht so fixieren/zusammenkleben, daß daraus eine schöne Röhre entstand, die auf meinem Teleskop entweder leicht aufzusetzen war oder im anderen Fall, dann nicht wieder verrutscht ist (bei Beobachtungen im Zenitbereich). Als ich endlich mal eine hatte, die hielt, hat der Klebstoffe bei der eisigen Temperatur im Dezember nicht mehr gehalten und das ganze ist wieder aufgegangen.
Die bereits angesprochene zusätzliche Lösung mit der Metallschicht außen (ich benutze einfache Alufolie zusätzlich) hatte bei mir noch einen Vorteil: im Dezember kroch bei den tiefen Temperatur nach mehreren Stunden der Tau doch irgendwie auf die Schmidt-Platte. Mit Alufolie blieb der ganze Tau/Reif dann vollständig auf dieser (vielleicht weil die etwas kälter ist und rascher abkühlt als die die Pappe??).
Gegen die Feuchtigkeit, die Pappe in Mitleidenschaft ziehen kann, habe ich einen Art Sprühlack verwendet, den man auch zum Fixieren von Kohlezeichnungen etc. verwendet - vielleicht hilft auch Haarspray.
Das mit dem Lack würde ich aber nicht extra machen, die Papp-Geschichte ist so billig und einfach zu bewerkstelligen, daß Mehr-Aufwand sich fast nicht lohnt.
Gruß
Michael