TEC -Apos zu erschwinglichen Preisen ...

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Ich bin seit 13 Jahren selbständig und kenne die Problematik

Das alles hat jedoch absolut nichts mit dem Eingangsposting und den extremen Aufschlägen bei TEC-Produkten hierzulande zu tun. In meinen Augen grenzen diese Preise an Abzocke. Und mithin, mit dir kann man immerhin (auch über den Preis) reden - andere haben das offensichtlich nicht nötig.
Ich ziehe daraus nur meine Konsequenzen.

André,

ich muß dem ML beipflichten. Wahrscheinlich bist Du nur Dienstleister seit 13 Jahren. Aber Handelsware scheints Du nicht zu verkaufen, sonst würdest Du nicht so reden.

Die gesetzlichen Fesseln wie z.B. das in meinen Augen völlig überzogene Fernabsatzgesetz verpflichtet den Verkäufer Ware über einem Warenwert von 40€ auch die Rücksendekosten des Käufers zurückzuerstatten. Da kann Baader in seiner AGB stehen haben was er will. Das trifft nur auf den Vollkaufmann aber nicht auf den Endkunden zu.

Das macht die Artikel nicht nur teuer! Sondern deswegen vagabundieren auch so oft Teleskope hier durchs Board, angetrieben durch diesen Schwachsinn, die dann der Verkäufer, obwohl nicht mehr originalverpackt schaun muß wieder als "neu" zu verkaufen.
Das Geschrei ist doch hier jedesmal das Gleiche: Händler XYZ hat mir Neu berechnet aber Gebraucht geliefert.
Denkt doch mal über diese Shizoprenie nach.

Dann haben wir noch die Haftung für Gebrauchtartikel, die muß der Händler auch geben, das kostet auch noch mal und das kostet leider auch Arbeitsplätze.

Solche hirnverbrannten Gesetzte haben die Amis nicht, deshalb haben die auch erhebliche Preisvorteile und es gibt genügend Möglichkeiten diesen Preisvorteil für sich selber auszunutzen.

Fazit: Der Verküfer ist in D immer der Gelackmeierte.
Denn der Endkunde wir qua Gesetz im Rechtsstreit immer obsiegen, schon alleine wegen der Gerichstkostenfrage. Da habe ich eine sehr eigenwillige Meinung, die mir aber in meinen fast 30 Jahren selbständiger Tätigkeit in zig Fällen bestätigt wurde.8 Unter der Hand selbst von höchster Gerichtsseite -Richter-Beisitzer)

Ich bin froh einen ML hier als Händler zu haben. Der sich unserer Sache wirklich mit Herz und Verstand unserem Hobby verschrieben hat. Von seiner Ahnung können wir als Kunden nur profitieren.
Außer man hat im Gehirn anstatt Verstand nur völlig [zensiert]ischen Geiz.
Dann gilt jedes Geschäft als Abzocke. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" /> , was es nur in einigen Fällen wirklich ist.
Ihr habt doch den transparentesten Markt nach den USA, also jammert nicht, handelt.
 
Die Händler tun mir auch sehr Leid. Manche dieser armen Menschen fahren dicke Autos und viele sind ja auch bekannt dafür, dass sie demnächst Hartz-IV-Empfänger werden.
Wir sollten eine Spendenaktion zugunsten der Händler initiieren.
 
Hallo Friedel

danke für dein Mitleid , wird aber nicht von jedem Gebraucht, wie du ganz richtig erwähnst, denn es gibt noch einige Händler, die so kalkulieren können, das Sie nicht zu Hartz Fällen werden und noch auf einen Stundenlohn kommen, der dem eines gleichviel arbeitenten Angestellten mit gleicher Verantwortung ebenbürtig ist.

Dennoch versteh ich das es wehtut zu sehen, das mann hier, aus welchen Gründen auch immer, erheblich mehr fürs Gleiche bezahlen soll/muß, als anderswo. Mich kotzt es auch an, wenn ich hier 1.20 Euro für den liter Benzin zahlen muß und in USA dieser nur 0.50 Cent kostet, dennoch meckert der Amerikaner ein vielfaches Mehr über deren Benzinpreis, komisch was ??
 
@M Ludes
Ich wollte nicht gesagt haben, dass die Händler nicht schwer arbeiten müssen/wollen, nur zur Situation etwas.
Und da ist es nun meist (!) so, dass es Händlern eher gut geht. Mehr wollte ich nicht sagen, das Gejammere "furchtbar, was Händler alles berücksichtigen müssen, die armen!" halte ich für Unsinn. Der Angestellte muss auch furchtbar viel beachten, um seinen Job zu behalten - und verdient in den meisten Fällen deutlich weniger.
 
Hallo Andreas,

ich kann auf Deine Punkte schlecht eingehen, weil es eben keine Punkte sind, in denen ich irgendwie Argumentationsbedarf sehe. Oder soll ich groß darauf eingehen, dass Dein kurzer Satz zur Relation von "guter Ausbildung" und "gut Kohle verdienen" blind-naiv ist? Es gibt einen Haufen Berufe die gesellschaftlich "aus Tradition" völlig unterbewertet sind und genauso Berufe, die ebenso traditionell viel zu gut bezahlt werden. Mit der Ausbildung allein, ob akademisch oder traditionell, hat das wenig zu tun. Auch nicht mit "Arbeitsmarkt", auf dem ja in großen Bereichen derweil kein Markt mehr stattfindet, sondern Dumping.

Es ist jedenfalls keine einseitige Darstellung, dass Apos so beworben werden, als würde deren Besitz einen zum besseren Amateurastronomen machen. Sie werden so beworben und sie werden so auch gekauft. Das beinhaltet nicht die Aussage, dass das alle tun, nichtmal die, dass es die mehrzahl tut. Aber man hat nunmal eine Geräteklasse vor sich, bei der das Preis-/Leistungsverhältnis völlig anders bewertet wird. Die Aussage "ich dachte bei einem APO könnte das nicht passieren" kennt man ja inzwischen, und zwar auch wenn es um Gurken geht.

Noch was zu den Ornithologen: Ja wie denn jetzt? Wollen die hervorragende Optik haben, oder nur einen tollen Markenaufkleber? Entweder ich sehe so genau hin, dass mich Farbsäume und die dadurch verursachten Farbverfälschungen stören, oder ich bin so anspruchslos, dass ich das im Bild nicht bemerke. Wenn letzteres der Fall wäre, würde es völlig ausreichen, mit sauber verblendeten und ordentlich auspolierten Achromaten zu arbeiten anstatt auch noch ED-Glas anzuschleppen. Oder andersrum: Wenn ich die Kohle für ED-Glas hinlege, dann erwarte ich persönlich auch, dass die Möglichkeiten solcher Gläser ordentlich genutzt werden. Zeigt mir ein ED-Spektiv aber bei Niedrigvergrößerung einen Farbfehler wie ein kurzer Achromat, dann sehe ich darin nur wieder einen Fall, wo der Hersteller sich das Wort "APO" von den ansonsten dummgläubigen Kunden ordentlich versilbern lässt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Goldlocke,

ich meine aber, dass in Deinem Posting die Sache mit "originalverpackt" falsch rüberkommt.
Es geht nämlich um die Frage, warum denn ein Gerät schonmal "im Umlauf" war und zurückging.
Es gibt guten Grund zu vermuten, dass ein zurückgesandtes Gerät einfach Mängel hat, seien es solche optischer oder mechanischer Natur. Jedenfalls kennt man auch die Berichte von der "Wandergurke", deren Existenz selbst Markus Ludes schonmal bestätigt hat. Also das Teleskop, das schon zum x-ten Mal zurückgegeben wurde, weil es nichts taugt.
Gegen solche Wandergurken oder anderweitig "ausgesuchte" Optiken ist eigentlich nur eine geschlossene Originalverpackung, also wirkliche Neuware, ein gewisser Schutz - man nimmt dann am Qualitätslotto chancengleich mit allen anderen Käufern teil.

Die für den Kunden kostenlose Rücksendung von Ware (ab einem bestimmten Wert), wie sie im Fernabsatzgesetz festgelegt ist, ist kein unnötiges Ding. Ich selbst bin mal bei einem Telefon auf eine irreführende Produktbeschreibung hereingefallen und war froh, das Gerät zurückgeben zu können - leider hatte ich zwei bestellt und beim öffnen des ersten Gerätes erst feststellen können, was das Ding wirklich kann. Die Rückgabe des zweiten Gerätes hätte ich einklagen müssen, man weigerte sich. In einem anderen Fall (Grafikkarte) hätte ich eigentlich eine Karte mit Video-In (VIVO) bekommen sollen, es wurde aber nur die Normalversion geliefert - "schick sie doch zurück" meinte der Mitarbeiter lapidar, die falsche Bewerbung im Web wurde aber nicht geändert, auch nach 6 Wochen nicht.

Wie also entstehen solche Gesetze? Weil es in der heutigen Marktsituation für den Kunden praktisch unmöglich ist, die Vertrauenswürdigkeit eines Versandhändlers wirklich einzuschätzen. Angefangen bei Ebay-Scharlatanen über solche irreführende Geschichten wie von mir beschrieben. Und blanken Betrug kennen wir im Zeitalter der Vorab-Überweisung ja auch.

Also, wie schaut's aus? Sind solche Gesetze nur "Schachsinn" oder sind sie nicht eher Gegenreaktionen gegen das, was der Versandhandel allgemein mit den Kunden so abzieht?

Und zuletzt noch: Ein erfahrener Händler kann die Rückläuferquote durch Fernabsatzgesetz leicht einkalkulieren und diese Geräte dann ohne einen Gewinnverlust in der Schnäppchenecke anbieten.
Dementgegen steht nur der kleine Geiz "das Ding ist doch ein vollständiges Teleskop, müsste man doch auch zum vollen Preis beim Kunden unterkriegen". Das gilt für Gurken wie auch für Rücksendungen ohne Mangel am Gerät.

Erinnerung: Es gibt keine Altglascontainer auf dem Hinterhof von Händlern und Importeuren.

Clear Skies
Sven

PS: Ich möchte das bitte nicht so verstanden wissen, dass Markus Ludes das so praktiziert. Ich habe ihn genannt, weil er damals beim Thema Wandergurke gegen seine "Kollegen" Stellung bezogen hat.
 
Hallo Sven,

ich glaube, wir haben grundsätzlich einen anderen Ansatz, die Dinge zu betrachten, deswegen werden wir in dieser Diskussion keinen Konsens finden.

Nur so viel: Die vielen Pseudoapos - von Scopos über WO bis zum China-ED - gehen mir auch mächtig gegen den Strich. Da bin ich voll bei Dir. Besonders WO finde ich eine Frechheit, keiner weiß, was wirklich drin ist. Ich selber habe mich dazu verleiten lassen, einen Z-Spiegel von dieser Marke zu kaufen, der michoptisch nicht zufrieden stellt. Ich behaupte hier jetzt einfach mal, selbst der Auftruck auf der Fassung gibt keine Sicherheit.

Bei den Edelspektiven ist die apochromatische Eigenschaft aufgrund meiner vorherigen Argumentation auf einen bestimmten Vergrößerungsberich bezogen und wird dort erfüllt, unter Berücksichtigung der anderen genannten Eigenschaften. Deswegen ist der Unterschied zwischen einen Edel-Spektiv und einen billigen besonders eklatant.

Von den bekannten Edelschmieden wirbt übrigens nur Leica mit der Apochromasie (Apo-Televid), bei Zeiss und Swarovski wird nur von ED oder FL-haltigen Gläsern gesprochen, sicher mit voller Absicht. Wenn man sich die Mondpreise für einen 80/600 TMB Apo anschaut, sind diese Spektive übrigens geradezu unglaubliche Schnäppchen. Gilt auch für Pentax, Takahashi, Vixen. Hier wird richtig Geld verdient.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Goldlocke,

ich meine aber, dass in Deinem Posting die Sache mit "originalverpackt" falsch rüberkommt.
Es geht nämlich um die Frage, warum denn ein Gerät schonmal "im Umlauf" war und zurückging.

Hi Sven,
mit vagabundieren meinte ich nicht Rücksendung wegen Sachmängel

Gegen solche Wandergurken oder anderweitig "ausgesuchte" Optiken ist eigentlich nur eine geschlossene Originalverpackung, also wirkliche Neuware, ein gewisser Schutz - man nimmt dann am Qualitätslotto chancengleich mit allen anderen Käufern teil.

Da bin ich auf Deiner Seite siehe weiter oben.
 
Hi Manfred,
gut, auf heute bezogen magst Du da vielleicht richtig liegen mit dem theoretischen Preis.
Ich hatte den Traveler bestellt, und etwa 2 Jahre später (wenn ich nicht abbestellt hätte) hätte ich den auch gehabt. In genau diesen zwei Jahren hat der Euro KRÄFTIG zugelegt und das Teleskop war nicht nur noch in Produktion, sondern wurde sogar nun mit einer Verbesserung - nämlich Starlight-Feathertouch-Auszug angeboten. Bald danach wurde Produktion eingestellt, das stimmt.
cs,
Norman
 
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