Teleskop-Erstanschaffung

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Thomas_Be

Aktives Mitglied
Hallo!
Ich beabsichtige mir in nächster Zeit ein (erstes) Teleskop zuzulegen.
Eigentlich kam ich zu dieser Entscheidung, um in die Astrofotografie
einzusteigen. Ich habe da auch schon einige Aufnahmen mit Kleinbild und
35mm-Objektiv auf festem Stativ gemacht, nur benötigt man ja für längere
Belichtungszeiten oder wenn man mit längeren Brennweiten arbeitet eine
Nachführung.

Da mich die "Sternenguckerei" schon seit früher Kindheit interessiert
und auch hier schon ein wenig Erfahrung mit Feldstecher und blossem Auge
gesammelt habe, stellt sich für mich nun die Frage, ob es nicht mal Zeit
wäre, "richtig" in dieses Hobby einzusteigen. Es bietet sich also an,
mit einer brauchbaren Kamera-Nachführung, also einer parallaktischen
Montierung, auch gleich ein brauchbares Teleskop mitanzuschaffen. Ein
Fernrohr benötigt man ja wohl sowieso, um die Nachführung zu
kontrollieren. Und dann sollte es schon eines sein, mit dem auch schöne
visuelle Beobachtungen möglich sind.

Da ich jedoch bis heute noch nie in ein Teleskop geschaut habe, stellen
sich natürlich viele Fragen.

Ich möchte mich jedoch hier zunächst auf folgende Frage beschränken:

Reflektor oder Refraktor?

Diese wohl schon millionenfach gestellte Frage ist natürlich nicht
pauschal zu beantworten.

Aus dem "Vixen-Programm" habe ich dazu folgende Modelle in die engere
Auswahl genommen:

Reflektor:

GP E R135S


Refraktor:

GP E 102M

Das GP E R135S bietet zu einem vergleichsweise günstigen Preis eine rel.
grosse Öffnung und daher auch eine laut Datenblatt höhere Auflösung von
0,9" sowie eine sinnvolle Vergrösserung von 270x. Allerdings soll ja
bauartbedingt der Kontrast, bzw die Bildwiedergabe eines Reflektors
nicht so klar sein, wie bei einem Refraktor. Was mich persönlich aber am
meisten bei einem Newton stört, ist die Anordnung des Okulars. Ich kann
mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man da bequem längere Zeit
hineinsehen kann, zumal wenn man wie ich 1,92 gross ist und auch sonst
körperlich "gut dabei" ist. Da halte ich das Okular eines Refraktors für
wesentlich praktischer und man könnte z.B. auch mal das Objektiv aus dem
Dachfenster richten und selber im "trockenen" auf dem Stuhl sitzen. Beim
Newton ist dies ja kaum möglich - oder?

Nun ist der genannte Refraktor mit einer Öffnung von nur 102 mm deutlich
teurer, obwohl er nach den Angaben des Datenblattes geringere Leistungen
aufweist. Die Auflösung beträgt hier nur 1,1" und die sinnvolle
Vergrösserung liegt bei max. 200x. Jedoch dürfte ja bauartbedingt der
Kontrast, bzw die Bildwiedergabe grundsätzlich besser sein, als die
eines Reflektors.

Trotz des höheren Preises ist mir der GP E 102M-Refraktor eigentlich
sympatischer - vor allem auch aufgrund einer sicher wesentlich
bequemeren Beobachtungshaltung.

Gleichen sich die Nachteile der geringeren Öffnung des GP E 102M
gegenüber dem GP E R135S mit den Vorteilen der systembedingt besseren
Bildqualität eines Refraktors vielleicht aus? Was sieht das 135er
wirklich mehr? Ich würde halt auch gerne lichtschwache Objekte wie
Gasnebel und ferne Galaxien beobachten und ggf. fotografieren können.
Nur was nützt mir ein Newton, wenn ich beim Hineinschauen womöglich
dauern an das Stativ stosse und dann wieder neu ausrichten muss, was ja
auch bei Langzeitbelichtungen während der Nachführungskontrolle sehr
ärgerlich wäre.

Da hier auch schon bei den sogenannten Einteigermodellen schon einiges
an Geld investiert werden muss, möchte ich natürlich nicht die Katze im
Sack kaufen und wäre über einen unabhängigen Rat eines sachkundigen und
erfahrenen Fachmannes sehr erfreut.


Viele Grüsse:

Thomas Becker

 
Hallo Thomas,

du kommst von der Fotographie, und möchtest jetzt mit einem Teleskop fotographieren, bzw. nachführen. Dies stellt besondere Ansprüche an die Ausrüstung. Gerade ein gute und exakte Montierung ist in deinem Fall unablässlich. Mit der GP-Serie von Vixen bist du da auf dem richtigen weg.
Das 102M ist sicherlich ein hervorragendes Gerät für deine Zwecke.
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Vixenvorschaubilder/Teleskop/GP_E_102M.jpg
Bei einem Refraktor sagt man übrigends, dass seine Objektivöffnung mit der doppelten Öffnung eines Reflektors zu vergleichen ist. Also fährst du mit 102mm Refraktoröffnung auf jeden Fall besser als mit 135mm-Refektoröffnung. Mehr sehen tust du also mit dem Refraktor.

Das Einblickverhalten ist bei einem Refraktor nicht zwingend besser als bei einem Reflektor. Der Refraktor entspricht halt am Besten dem normalen Sehen. Für die Piggypack-Fotographie ist ein Refraktor sicherlich angenehmer zu handhaben. Bei Fokalfotographie verhgält es sich zwischen beiden Systemen ungefähr gleich.

Als Leitrohr mit einem Fadenkreuzokular ausgestattet finde ich einen Refraktor auch angenehmer.

Preislich sind Vixen-Produkte halt relativ teuer. Du solltest vor allem auf eine sehr stabile Montierung achten. Mit der Qualität steht und fällt der Erfolg der Astrofotographie. Ideal wäre die GP DX. In dieser Preisklasse solltest du dich aber ruhig mal bei anderen Herstellern umsehen. Eine stabilere Alternative wäre da die EQ-6 von Synta. Fotographisch gut zu verwenden, und vorallem preiswerter als Vixen.

Schau dich mal bei Wolfi um.
Der 102M mit der GPDX kostet doch immerhin 2500Euro.

Gruss Christian
 
Hallo Christian,

reicht denn Deiner Meinung nach die GP E-Montierung nicht aus? Diese hatte man mir in einem Fachgeschäft als Nachführung zu Fotografieren als ausreichend empfohlen und kostet mit dem 102M zusammen 1.500 EUR.

Gruss: Thomas Becker
 
Hallo!

Ich bin erst seit kurzem Teleskop-Besitzer (Refraktor) und daher noch nicht so der Profi. Zu der Bequemlichkeit beim Beobachten kann ich aber etwas sagen.

Stell Dir mal vor, Du möchtest ein Objekt in Zenitnähe mit einem Refraktor beobachten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Dann kniest Du entweder vor dem Teleskop oder Du hast ein mächtig hohes Stativ, welches dann auch entsprechend stabil (und teuer) sein muss. Selbst dann wirst Du noch einen Stuhl benötigen, welcher sich mindestens auf 40cm Höhe runterstellen läßt (bei 1.92m vielleicht noch niedriger).

Ich nehme mir deshalb ein Stück von einer Isomatte mit zur Wiese. Sonst bekommt man kalte Knie. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
zu: Beobachtungshaltung und Montierungsauswahl

Hi Thomas,

bei einem Newton wird man in der Regel das Stativ bescheiden ausziehen und kann dann entspannt im Stehen beobachten. Oder man zieht es sehr bescheiden aus und beobachtet im Sitzen, wie ich es hier am 114er tue (der länger ist, als der 6" f/5,3):

Link zur Grafik: http://home.t-online.de/home/dirk_henrich/dirk/beo/Dscf1619%20tat%20640x480.jpg

Im Gegensatz dazu muss man beim f/10 Refraktor entweder das Stativ recht heftig ausziehen (wird dann auch zur Stolperfalle), um noch sitzen zu können, wenn man in höheren Regionen beobachten möchte. Ich habe schon unter Refraktoren gelegen, um entspannt gucken zu können...

Konkret ist genau das der Grund, warum ich auf obigem Bild nicht am Refraktor sitze.

Wohlverstanden, ich möchte hier keinen Ratschlag erteilen, weil ich keines der beiden Geräte kenne, sondern nur eben zum Reality-Check für Deine Bemerkung
Da halte ich das Okular eines Refraktors für wesentlich praktischer
beitragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Trotzdem kann ich mich jetzt nicht zurückhalten: Du hast gesagt, Du willst eine Monti weil
Es bietet sich also an, mit einer brauchbaren Kamera-Nachführung, also einer parallaktischen Montierung, auch gleich ein brauchbares Teleskop mitanzuschaffen. Ein Fernrohr benötigt man ja wohl sowieso, um die Nachführung zu kontrollieren. Und dann sollte es schon eines sein, mit dem auch schöne visuelle Beobachtungen möglich sind.
Wenn Du also Sternfeldaufnahmen machen willst und nicht etwa durch das Teleskop fotografieren, würde ich eher eine motorisierte gebrauchte EQ-2 und den billgsten 50mm Refraktor den Du kriegen kannst als "Leitrohr" in Erwägung ziehen. Das reicht mit Sicherheit vollständig für die benötigte Präzision aus und Du investierst vielleicht 200 Teuro und kannst den Rest des Geldes in ein einfaches 8-zölliges China-Dobson stecken, mit dem Du visuell unglaublich viel gucken kannst. Aber so hattest Du das wohl doch nicht gemeint, oder?

Nb: für die Kombination würde ich einen Coolness-Alert vorschlagen... da könnt sich ja selbst der Mainzelmann noch für begeistern, der noch nicht mal unter Wasser fotografiert und Sonnenfelcken lieber mit Blei statt mit Silber oder Silizium verewigt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Erwartungsfroh, der
 
Bei einem Refraktor sagt man übrigends, dass seine Objektivöffnung mit der doppelten Öffnung eines Reflektors zu vergleichen ist. Also fährst du mit 102mm Refraktoröffnung auf jeden Fall besser als mit 135mm-Refektoröffnung. Mehr sehen tust du also mit dem Refraktor.
Tschuldigung, aber das ist absoluter Schwachsinn ... das "sagt man" noch in uralter Literatur, z.B. einem Heftlein von der hiesigen Sternwarte aus den Siebzigern (!) und ist heutzutage absolut nicht mehr haltbar - fraglich ist, ob das überhaupt jemals so pauschal gestimmt hat - ich glaube kaum.
 
Dass man bei Refraktoren pro mm Öffnung in der Regel höher Übervergrößern kann als bei Spiegeln gilt afaik heute noch. (Bei ansonsten vergleichbarer optischer Qualität natürlich.)
 
Hallo Thomas,

mit der GP-E erwirbst Du bereits eine, für den Einsteiger in die Astrofotogarfie, sehr interessante Montierung. Wie Du sicher weißt, ist diese mit diversem Equipment nachrüstbar. Welchen Tubus Du Dir zuzlegst, ist immer eine individuelle Frage. Wenn Du noch keine praktischen Erfahrungen mit der Beobachtung von Reflektoren und Refraktoren machen konnest, unbedingt vor dem Kauf damit beobachten.

Ich würde lieber zum 135mm Newton greifen. Mehr Öffnung für weniger Geld (auch unter dem Aspekt der Astrofotografie). Ich hatte noch nie Probleme der der Beobachtungsposition (weder Spiegel- noch Linsenteleskope / allein bei unserem Sternwarten Newton 400mm / f5 bei Zenitbeobachtungen ;-)). Ich glaube das Argument aus dem Dachfenster zu beobachten, sollte eher, unter den hier diskutierten Aspekten, eine untergeordnete Rolle spielen. Wie beschrieben ist dieses aber Geschmackssache.

Fazit : Vorher durch beide Systeme beobachten!!

Tipps zum Kauf von Teleskopen gibt es auch unter NightSky .

Grüße und sternenklare Nächte, Christoph Lohuis.
 
Vor so einem edlen Teil...

...sollte man auch eine gehörig devote Haltung einnehmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Im Ernst: Wenn ich nochmal einen Refraktor zu kaufen hätte, würde ich eine einigermaßen hohe Säule statt eines Stativs erwägen, auch wenn das etwas teurer würde. Lieber bei den ohnehin selteneren ganz horizontnahen Beobachtungen notfalls auf das berühmte Birkmaiersche Biertragerl steigen, als sich bei Zenitbeobachtung sanft zu Boden gleiten lassen zu müssen.

Meint der
 
Hallo Thomas,
nach fast 20 Jahren Erfahrung , bin ich auf vielen Teleskoptreffen seit 1986 gewesen.
Dort habe ich schon in viele verschiedene Teleskope geschaut.
Ich kann Dir zu keinem Deiner beiden ausgewählten Instrumente raten.
Ich empfehle Dir auf ein grosses Teleskoptreffen zu gehen
(Kärnten,Bayern, Vogelsberg)
und durch alles was da rumsteht mal durchzugucken,
und Dich danach erst zu entscheiden, es wird sich lohnen.

Informiere Dich auch über die Kosten für das Zubehör, es kann so teuer sein , wie das Instrument.

Das beste Teleskop ist , welches man am meisten benutzt.

Gruß, Gerd
 
Hallo,

um auf Deine Fragen mal näher einzugehen:

Die GP-E ist bestimmt eine gute Fotomontierung.

Was die Rohre angeht würde ich mich fragen, ob es da nicht noch was billiges und gutes gibt,
oder ob es wirklich von Siemens sein muß. Jetzt mal im ernst, willst Du wirklich Galaxien und
Nebel gut beobachten, kannst du die Refraktoren schon mal abhaken. Der Grund ist nicht die Ab-
bildungsqualität oder die Auflösung, sondern schlicht die Öffnung ( Lichtstärke ). Auch zum
Fotographieren ist Blende 10 nicht immer der wahre Genuß, wenn man es mal durchs Teleskop versucht.
Als ideales Einsteigergerät würde ich zu einem Reflektor mit 150mm Öffnung und 750mm Brennweite
raten. ( z.B. GSO gut und günstig ) Mit Blende 5 gehts dann auch beim Fotographieren durchs Rohr
schon ganz gut. Die Justage bei f5 ist auch für den Einsteiger schnell zu lernen. Die Lichtstärke
und Auflösung ist für Deep Sky auch nicht zu verachten. Das Rohr ist auch noch recht handlich. Und
der finanzielle Aspekt läßt dann noch Raum für ein paar Okulare und Filter, was man eben so braucht.

Schau mal bei einem Teleskoptreffen durch verschiedene Geräte, oder besuche mal eine Volkssternwarte
oder Astroclub in deiner Nähe. Da gibt es immer Leute, die sich zum Beobachten treffen, und bei denen
kann man sicher mal mitgucken.

CS
Antonius
 
Hallo Gerd,

erstmal vielen Dank an Dich und natürlich auch an all die Anderen für die Antworten!

Also - bestellt habe ich jedenfalls noch nichts, und ich werde mich nach Möglichkeit auch noch weiter informieren, bevor ich hier reichlich Geld investiere. Ich halte es jedoch nicht für ausgeschlossen, dass ich mir als Einstieg das 102M kaufen werde. Immerhin sind damit ja - soweit ich mittlerweile herausbekommen habe - gute Planeten-, Sonnen- und Mondbeobachtungen möglich. Ich denke, dass ich damit erst einmal ausgelastet bin. Und das Argument mit dem Dachfenster war durchaus ernst gemeint! Das Fenster zeigt nämlich nach Osten, was bei uns die dunkelste Richtung ist. Da ich nicht über einen eigenen Garten verfüge, in dem man ungestört beobachten könnte, wäre jeder andere Standort nur mit grösserem Aufwand zu erreichen. Bei einem Newton-Reflektor müsste ich mich wohl tatsächlich zum Beobachten auf das Dach legen. Und wie heisst es so schön: "Das beste Fernrohr ist das, welches man am meisten benutzt."

Später kommt dann möglicherweise noch ein Reflektor dazu - ggf. dann auch gleich ein 200er für Deep-Sky-Beobachtungen und Fotografien.
Fraglich ist natürlich noch, ob die GP E später ein 200er verträgt, oder ob es sinniger wäre, sich gleich etwas noch stabileres (und wesentlich teureres!) GP DX oder ähnliches anzuschaffen.

Ich werde mich auf jeden Fall darum bemühen, vor dem Kauf einmal durch ein paar Geräte hindurch zu schauen! Nur bei unseren derzeitigen Wetter gibt das sicher dieses Jahr nix mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Viele Grüsse - auch an alle Anderen:

Thomas
 
Hi, ich bin auch noch auf der Suche nach einem geeignetem Teleskop und werde wohl ebenfalls einen "maßvollen" Neueinstieg mit einem Refraktor wagen (konkret sogar "nur" mit dem 90M) und im Hinterkopf behalten, dass man sich immernoch einen 8 Zoll Spiegel kaufen kann. Solche Teile in Kurzbauweise (wie z.B. das VMC 200L) trägt die GP auch ohne DX.
 
Durch das Dachfenster beobachten??? Vorsicht, ich selbst muss auch von einer Terrasse im 1.OG aus beobachten, stehe im Vergleich dazu also schon recht frei. Aber selbst mit dem 80mm Refr und erst recht mit dem 150mm Mak stört schon der kleinste Luftzug (aufsteigende Warmluft durch warme Hausmauer). Ist "unten" gar irgendwo ein Fenster auf = hektisches Hüpfen von Mond und Sterne, das Bild wird unglaublich schlecht (unscharf). Fenster zu = scharfes Bild. Eine Beobachtung aus einem Zimmer durch ein kleines Fenster halte ich für unmöglich. Ich bitte dies zu bedenken, sonst ist später der Frust und die Wut auf ein "schlechtes" Gerät gross.

mfg
Olfi
 
Hallo Olfi,

ist schon klar, dass die Dachfensterbeobachtung sicherlich nicht günstig ist, da das Temperaturgefälle sicher für allerlei "Wirbel" sorgt. Aber besser so, als das Gerät ganz in der Ecke stehen zu lassen, wenn man abends mal keine Zeit hat, aufs Land zu fahren. Eben darum halte ich einen Reflektor für noch ungünstiger, weil hier das Objektiv ganz im wärmeren Zimmer steht. Das Objektiv eines Linsenteleskops kann man wenigstens richtig in die Nachtluft rausstecken. Aber keine Bange, diese Beobachtungsart wird sicher nicht die Einzige sein! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüsse: Thomas
 
Trägt auch die GP E einen 8" (ggf. mit zusätzlicher Kamera?)

Aus eigener Erfahrung kann ich leider nichts dazu sagen. Die GP hält laut Hersteller bis 8, die DX bis 11 kg. Ein kompakter Achtzöller wiegt ungefähr 5 Kilo, da sollte für eine Kamera noch Reserve sein. Für Langzeitbelichtungen wäre wegen der Nachführgenauigkeit eventuell die DX zu empfehlen. Wenn du mit einer Webcam viele Einzelbilder aufnimmst, ist Nachführgenauigkeit aber nicht so wichtig.
 
Hallo Aths,

Aus eigener Erfahrung kann ich leider nichts dazu sagen.

dann sag besser gar nichts.

Die GP hält laut Hersteller bis 8, die DX bis 11 kg. Ein kompakter Achtzöller wiegt ungefähr 5 Kilo, da sollte für eine Kamera noch Reserve sein.

Herstellerangaben sind immer mit Vorsicht zu geniessen !
Eine GP-E mit einem 8" Newton ist bis an die Grenze belastet. Visuell geht das, beim Fotografieren wirds beim leisesten Windhauch zur Zitterpartie. Etwas besser ist es mit einem 8" SC wegen dem geringeren Hebel. Aber auch hier gilt, dass Fokalfotografie mit einer GP-E nicht so richtig Freude macht, da der Leitstern bei etwas Wind einen schönen Tanz um das Fadenkreuz vorführt.
Und das sage ich aus eigener Erfahrung.


Grüsse,
Jochen
 
Hallo alle zusammen!

Nochmal vielen Dank an alle für ihre Schreiblust. Habe da sicher die eine oder andere neue Erkenntnis gewonnen. Über weitere Zuschriften würde ich mich natürlich sehr freuen, bin allerdins bis kommenden Freitag offline, da ich beruflich nach München muss (Ein hartes Los für einen Rheinländer! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> ).

Viele Grüsse:

Thomas
 
Danke für den Hinweis Karsten.
Offensichtlich bin ich hier einer Fehlinformation aufgesessen. Ist das Lichtsammelvermögen eines Reflektors und eines Refraktors bei gleicher Öffnung in dem Fall identisch????????

mit fragender Miene
Christian
 
Die lichtsammelnde Fläche (d.h. das Lichtsammelvermögen) ist abzüglich der beim Reflektor vom Fangspiegel obstruierten Fläche identisch. Für eine möglicherweise praxistaugliche Formel zur Berechnung des "effektiven Kontrastdurchmesser" bei Reflektoren in Abhängigkeit von Fangspiegelgröße und Spiegelqualität, schau mal bei M. Birkmaier nach (www.intercon-spacetec.de), daran kann man sich meiner Meinung nach zumindest mal orientieren.
 
dann sag besser gar nichts.

Danke auch für die Freundlichkeit.

Hallo aths,

das war nicht mal halb so unfreundlich gemeint wie Du es verstanden hast. Aber: was glaubst Du wem Du mit einem theoretischen angelesenen Wissen hilfst, wenn es um eine eher praktische Erfahrung geht? Glaubst Du Dir ist jemand dankbar, der auf so eine Empfehlung etwas kauft und dann doch unzufrieden ist?

"Keine Gnade mehr mit denen, die nicht erforscht haben und doch reden."
(Bert Brecht, 1898-1956) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Grüsse,
Jochen
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben