Teleskop für Astrofotografie

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Aron 99

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Hallo Zusammen!

Ich bin relativ neu in der Hobbyastronomie und bräuchte etwas Hife bei der Wahl eines Teleskops für die Astrofotografie. Als ich neu in das Thema Astronomie eingestiegen bin habe ich mir (vor 2 Jahren) ein Skywatcher 150/750 angeschafft, was ich dann zur visuellen Beobachtung genutzt habe. Da ich schon zu diesem Zeitpunkt im Hinterkopf hatte, dass ich irgendwann mal auch Fotos machen möchte, ist meine Wahl auf eine NEQ 5 Montierung gefallen, da ich diese später noch mit der entsprechenden Nachführung aufrüsten kann. Genau das ist auch vor ein paar Monaten passiert :). Ich musste jedoch schnell feststellen, dass ein so großer Reflektor für die Astrofotgrafie (gerade für Anfänger) mir den Einstieg nicht gerade einfach macht.
Meine Überlegung war es daher mir einen kürzeren, leichteren Refraktor (um die 400 mm Brennweite) anzuschaffen um mir den Einstieg zu erleichterm :P.
Habt ihr Empfehlungen für mich, welches Teleskop(e) ich da in Betracht ziehen sollte?

Über Tips würde ich mich sehr freuen :)

Viele Grüße
Aron
 
Hallo.

Wenn du wirklich Fotografisch einsteigen möchtest, dann verabschiede dich von den Gedanken "Mal ebend" und günstig.

Im Bereich Linse gibt's nur 2 Optionen.
Ein Apo oder ein teures Objektiv.
Es sei denn du möchtest dich mit Farblängsfehler rumärgern, oder die stören dich nicht.

Aber auch für dein 750er Spiegel gibt's zahlreiche Objekte.

Hier wird wahrscheinlich ein Komakorrektor nötig.

Bei einem Apo dann wohl ein Flattener.

Und wie gesagt. Jede Optik hat ihre Objekte.
Ein All in one Wunder gibt's immer noch nicht.

Gruß
Markus
 
Hi, ein 150/750 ist doch gut zum Astro-Fotografie-Einstieg geeignet, was hat nicht geklappt?

Weil Du gar nichts zu Deinen Rahmenbedingungen schreibst, empfehle ich Dir sofort einen kleinen Borg oder ähnliches und zzgl. einer etwas besseren Montierung ;) :

Spaß beiseite; in der Frage liegt die Antwort. Wenn Du ohne Rahmenbedingungen nach einem Fahrrad fragst, bekommst Du auch vom Lastenfahrrad bis zum Carbon-e-Boliden alles genannt.
 
Hallo Aron,

ich habe auch eine NEQ5 auf Synscan-Goto aufgerüstet. Dazu habe ich mir kürzlich einen Skywatcher Explorer-130PDS-Newton gekauft. Mit dem Baader MPCC Mark III Komakorrektor ist das m.M.n. ein sehr schönes beherrschbares Einsteiger-Setup zur Astrofotografie. Dazu dann eine CMOS-Astrokamera und/oder eine APS-C DSLR und Du kannst schon sehr viel damit machen.
Kein Takahashi Epsilon, aber naja, da greift man dann auch wesentlich tiefer in die Tasche.

Viele Grüße

*entfernt*
 
Hallo Aron,

Peter hat das mit einem Augenzwinkern schon richtig geschrieben

Möglicherweise handelt es sich um eine Kleinigkeit, die dir beim Fotografieren im Wege steht. Ich habe mit einem vorhandenen Linsenteleskop mit 900 mm Brennweite begonnen, und die Belichtungszeiten von Anfangs 20 Sekunden bis auf spätere 90 Sekunden erhöht, auf einer einfach motorisierten NEQ3.

Vielleicht schaffst du ja Ähnliches mit deinem bereits vorhandenen Equipment

CS

Markus
 
Hallo Aron,
ich habe viele Jahre mit dem gleichen Equipment wie du Astrophotographie betrieben. Zunächst mit einer Canon 550D ohne Guiding mit 60s Subframes. Später dann mit Mgen Guiding und einer CCD Kamera Atik One. Dann kann man ohne Probleme 5 Minuten belichten. Ich finde, das Equipment ist ideal für den Einstieg. Was du damit erreichen kannst siehst du bei meinen Beispielbildern hier :
Nimm die Herausforderung an, du machst bestimmt Fortschritte. Vielleicht kann dir auch ein Astronomieverein oder eine Sternwarte weiterhelfen mit Tipps und Praxis.

Clear Skies
Fried
 
Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen :)
Mein Problem, was ich bisher habe ist, dass ich nur kurze Belichtungszeiten machen kann (20 sekunden) wenn ich mehrere Aufnahmen hintereinander mache sehe ich wie die sterne langsame aus dem sichtfeld "abdriften". Liegt dann wahrscheinlich an der Ausrichtung der Montierung. Ich habe gelesen dass Fehler diesbezüglich mit kürzerer Brennweite eher verziehen werden ^_^.
Ich denke ich werde mal noch ein bisschen mit meinem Reflektor weiter üben. Möglichkeiten sollte es ja vom Wetter her demnächst genug geben :D
 
Hallo Aron,
willkommen im Forum.
Mit welcher Kamera möchtest Du denn fotografieren?
Hast Du bereits eine?
Eigentlich spricht doch nichts dagegen, mit dem 6-Zöller loszulegen.
750mm Brennweite sind noch recht gut beherrschbar, und Deine Montierung sollte, wenn Du windgeschützt aufstellen kannst, mit dem Gewicht noch ganz gut zurechtkommen.
Ein kleiner Refraktor ist natürlich noch beherrschbarer, doch für ernst gemeinte Astrofotografie sind eigentlich nur Apochromate (z.B. Triplets) mit Flattener oder Flatfield-Apochromate zu empfehlen.

80mm Triplets werden viele angeboten, und die decken mit Reducer
die Brennweiten um 350mm und knapp 500mm ab.

Die größte Hilfe dürfte Dir aber ein gut funktionierendes Guiding z.B. mit dem MGEN Autoguider bringen. Egal, ob mit 350, 500 oder 750mm.
Gut eingenordet mit Polsucher und Polarallignment (in SynScan enthalten) kannst Du nicht mehr viel verkehrt machen, und Dich ganz dem Fokussieren und Belichten widmen.

CS

Dietmar
 
Hallo Aron,

möchte man mit einem Teleskop Deep Sky-Fotografie betreiben, braucht es ein Leitrohr, dann wird die EQ-5 mit dem 6er Newton schnell grenzwertig bis zu schwach.

Ich rate dringend, mit Weitwinkelobjektiven zunächst mit ruhender Kamera Großfeldaufnahmen mit Belichtungszeiten von maximal 30 Sekunden zu machen. Mit hohen ISO-Zahlen, lichtstarken Objektiven und dunklem Himmel gelingen so atemberaubende Milchstarßen-Aufnahmen.

Der nächste Schritt sind mittlere Objektive bis maximal 200 Millimeter Brennweite und Nachführung. Wenn du dies beherrschst, kannst du an die Astrofotografie mit größeren Teleskopen denken.

Die Erfahrung zeigt, dass es schnell in Frust ausartet, wenn man gleich mit großem Equipment fotografisch beginnt. Einfach Nachführmotor an, Kamera an den OAZ und auslösen, funktiolniert leider nicht. Die Werbung verspricht da einen zu leichten Einstieg.
 
...
Gut eingenordet mit Polsucher und Polarallignment (in SynScan enthalten) kannst Du nicht mehr viel verkehrt machen, und Dich ganz dem Fokussieren und Belichten widmen.

CS

Dietmar

DAS ist die zentrale Aussage!

Wenn ich schlampig einnorde, habe ich auch mit 60 mm Brennweite noch leicht elongierte Sterne bei nur 20s.
Gegen die dadurch verursachte Bildfelddrehung hilft mir auch Autoguiding nicht.

=> Zeit nehmen für's Einnorden und üben, bis es reproduzierbar gut klappt...
 
möchte man mit einem Teleskop Deep Sky-Fotografie betreiben, braucht es ein Leitrohr, dann wird die EQ-5 mit dem 6er Newton schnell grenzwertig bis zu schwach.
Hallo Christian,
die Empfehlung, klein anzufangen, ist grundsätzlich nicht falsch.
Aber eine frustfördernde Überlastung der EQ5 sehe ich nicht.
Mach Dir doch mal den Spaß, und rechne zusammen :
5,3 Kg Newton + 0,57 Kg EOS 600D (z.B.) + 0,3 Kg MGEN mit Sucher
+0,1 Kg Kabel und Gedöns = 6,27 Kg.

Damit wird die EQ5 zu knapp 63% ausgelastet, und damit sind direkt auch traumhafte DeepSky-Aufnahmen drin. Das ist jetzt mit einer relativ schweren Kamera gerechnet; mit einer ungekühlten Astrokamera kommt das gesamte Set sogar unter 6 Kg.

CS

Dietmar
 
Ich sehe hier auch den Knackpunkt in der Polausrichtung.
Denn die Aussage " ich sehe den Stern rausdriften " bestätigt das.

Beschäftige dich Mal mit "einscheinern" einer Montierung.

Ich selbst habe einen GSO 150/900 Newton
auf der NEQ5 und komme auf ca. 45sek. Belichtungszeit ohne Guiding.
Mit 45 sek. Kann man schon schön stacken.
Und ich war da noch nicht bei perfekt eingescheinert.

Üben kannst du das auch ohne Komakorrektor.
Notfalls kleinere Objekte wählen und den Rand bei den fertigen Fotos beschneiden.
(Cropen).

Wie erwähnt, ist das wichtigste das exakte einnorden der Montierung (einscheinern).

Daher eine überschaubare Ausgabe tätigen.
Ein beleuchtetes Fadenkreuz okular.

Damit wird das scheinen sehr effektiv.

Gruß
Markus
 
Hallo Dietmar,

... 6,27 Kg.

Damit wird die EQ5 zu knapp 63% ausgelastet...

eben. Meine EQ-5 bringt beim 150/750 Newton mit Schellen und Schiene je nach Okular ca. 6,5 kg auf die Waage bzw. auf die Montierung, also etwa die gleiche Auslastung. Früher hatte ich andere Geräte auf der Montierung. Über diese ca. 6 kg hinaus belastet, bricht die Stabilität der Montierung bereits visuell enorm ein. Besagte 6-6,5 kg sind visuell noch unkritisch, darüber hinaus wird es schnell wackelig.

Entweder bin ich bei der visuellen Stabilität überdurchschnittlich anspruchsvoll, oder meine EQ-5 ist aus irgendwelchen Gründen trotz stabilem Stativ und genauer Ausbalancierung instabiler als üblich.

Da man ja fotografisch mindestens eine Montierungsklasse höher veranschlagen sollte als visuell, kann ich aus meinen Erfahrungen heraus von dieser Kombi für Fotografie nur abraten.
 
Hallo Aaron,
ich vermute mal das die hier gelieferten Aussagen Dich nicht wirklich weiterbringen.
Der Knackpunkt liegt bei den fehlenden Informationen von Deiner Seite. Und leider ist man sehr schnell geneigt mit wohlfeilen Ratschlägen um die Ecke zu kommen.
Beschreibe doch mal penibel wo es bei Dir harkt. Was willst Du genau fotografieren, was klappt nicht, welche Ergebnisse hast Du erwartet und was ist dabei herausgekommen.
Auch mit Deinem jetzigen Equipment ist vieles Möglich. Beim Neukauf verbrennst Du nur unnötig Geld.
VG et CS Sigvald
 
Hallo Christian.

Wenn diese Kombi als kompletter Neukauf anstünde, wäre ein abraten wahrscheinlich diskutabel.

Aber er hat ja alles schon da, inkl. kamera.

Auch wenn ich mich wiederhole.
Der Satz mit dem abdriften zeigt sein Hauptproblem auf.

Von daher, sich mit einscheinern beschäftigen.

Es gibt genügend Fotos von so einer Kombi,
Die über Anfängerstatus hinaus gehen.

Hier ist einnorden üben angesagt.

Gruß
Markus
 
Hallo Aron,

wenn dir die Objekte aus dem Bild wandern, kann das auch einen anderen Grund haben, als eine mangelhafte Einordnung:
Es kann auch an der Nachführung liegen. Ich habe das gelegentlich, dass sich Objekte sichtbar aus dem Display meiner Kamera herausbewegen. Ein kurzer Druck auf die nach-oben-Taste und die nach-rachts-Taste hilft. Das liegt daran, wie Antriebe für die Nachführung geartet sind. Jetzt will ich natürlich nicht von meiner Montierung auf alle anderen schließen, aber ich will wenigstens die Möglichkeit in den Raum stellen.

Gruß und CS

Christian
 
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