Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung gesucht

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Sanjiro

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Hallo zusammen!

Zu meiner Person: Mein Name ist Marco, ich komme aus Thüringen und bin 30 Jahre alt.

Die warmen Nächte im August...
Da wir außerhalb von größeren Ortschaften wohnen, ist bei uns ein schöner klarer Sternenhimmel zu beobachten. Der sehr helle "Stern" im Südosten ist natürlich aufgefallen. Mein Vater hat ein 7x50 Zeiss Fernglas, und damit fing es eigentlich an. Der "Stern" hat Monde! Nach einigem Rumprobieren waren wir uns sicher daß das keine Reflexe auf den Linsen sind... Im Intenet fanden wir dann auch unsere Vermutung bestätigt, daß das nur Jupiter sein kann.

Nun trage ich mich mit dem Gedanken, ein Gerät anzuschaffen, mit dem man etwas mehr erkennen kann. Das vorhandene Fernglas
hat keinen Stativanschluß - einen Himmelskörper ruhig damit anzuvisieren ist gar nicht so einfach.

Das neue Teil sollte aber einigen Anforderungen genügen:


Vielseitigkeit

Das Fernrohr wird auch für Naturbeobachtung eingesetzt, allerdings nicht für Fotografie.


Kompakte Abmessungen

Soweit ich mich belesen habe, sind die empfohlenen Einsteigerteleskope doch ganz schön groß (Newton-Modelle).


Einfache Handhabung

Aufstellen, loslegen. Ich möchte mich nicht mit Justierung der Optik oder auch der Einstellung einer astronomischen
Montierung befassen. Die offenen Teleskope zu reinigen stelle ich mir schiwerig vor.

Kosten

Preislich ist die Meßlatte bei 350 Euro gesteckt.



Mir sind also auch die praktischen Aspekte wichtig, deshalb habe ich die Newtons und die langen Refraktoren eigentlich schon ausgeschlossen.

Was mir gut gefällt, sind die sog. "Spektive" und die Maksutov-Cassegrain-Teleskope. Wobei letztere für Beobachtungen am Boden vermutlich eine zu lange Brennweite haben.

Ein Problem plagt mich zu Zeit noch: Ist das Bild im Okular nun richtigherum oder gedreht oder seitenverkehrt? Manche
Anbieter weisen darauf hin, andere nicht. Woran erkenne ich das?

Eines der Geräte die ich mir angesehen habe, ist hier zu finden:

http://www.teleskop-express.de/shop...00mm-f-6---fuer-Beobachtung---Fotografie.html

Was brauche ich da noch an Zubehör? Ein Stativ ist vorhanden. Hab leider keinen Plan wie ich die Sache mit den Objektiven
angehe. Die gibts mit fester Brennweite (was ist sinnvoll???) und als Zoom und alles in Preisregionen von Plastik bis
unendlich...

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen. Das Ganze hat auch noch etwas Zeit. Es geht vor allem darum, die Möglichkeiten
auszuloten um eine grundlegende Entscheidung für ein passendes Gerät zu fällen.

Danke schonmal :)

Gruß Marco
 
Hallo Marco,

ich bin selber auf der Suche nach einem Einsteigerteleskop und habe vorhin einen eigenen Thread eröffnet. Bei dem APO solltest Du Dich schlau machen, ob der wirklich wie der Händler schreibt ein Allrounder ist für Deepsky und Planetenbeobachtung. Mich errinert der eher an einen kurzen Fraunhofer Refraktor, mit dem man wohl mit eher geringen Vergrößerungen auf die Jagd nach Galaxien, Nebeln usw. geht - also Deepsky. Aber das sollen uns mal die Experten sagen ;-) Würde mich auch brennend interessieren.

Ansonsten schau doch mal in meinen Thread an (klein, leicht, transportabel für den Einstieg) ;-)

Grüße,
Marcus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Habs grad gelesen, du bist auch kein Freund von klobigen Gerätschaften :)
Mich interessiert vor allem, ob ich für das Geld ein Allround-Gerät bekommen kann (falls es das gibt) oder ob ich da zwangsläufig irgendwelche faulen Kompromisse eingehe.

Gute Nacht erstmal, muß morgen früh raus...
 
Hi Zusammen,

das ist bei dem Budget schlecht hinzukriegen. In Frage käme ein Gerät wie der ED 80, also der typische 80/560 mit ED, egal wie der jeweilige Importeur den gerade benennt. Der liegt aber schon als Tubus allein über der Grenze (nach Listenpreis) und da hat man also noch keine Montierung und keine Okulare dazu.
Weniger als 80mm Öffnung ist aber bei visueller Beobachtung wirklich nicht besonders empfehlenswert, insbesondere wenn man auf Jupiter einige Details sehen will.
Ein Achromat wäre günstiger, der ist aber wiederum in kompakter Größe sehr problembehaftet durch den Farbfehler, das heißt gerade wenn man Jupiter und andere Planeten bei hoher Vergrößerung beobachten will, wird man deftig an Bildqualität verlieren. Hinzu kommt leider eine Serienstreuung, die diese Geräte dann auch öfter als einem Lieb sein kann zur Gurke macht.

Ein kompaktes Spiegelteleskop (Maksutov) ist auch nicht gerade günstig, bringt also ganz ähnliche Geldprobleme mit, und es hat den Nachteil, für Naturbeobachtung ein zu kleines Bildfeld zu liefern bei zu hoher Vergrößerung, d.h. die typischen "Spektivvergrößerungen" sind nicht zugänglich, weil aus technischen Gründen die entsprechenden Okulare für solche Vergrößerungen nicht entwickelt werden. Man hätte da einen Tunnelblick wie Galilei!

Ein relativ kompakter Newton 114/500 bzw. 114/450 (aber unbedingt die Parabolversion) hat zwar eine gute Abbildung, passende Vergrößerungen, aber hier kann mangels Fokussierweg kein Umkehrprisma für Naturbeobachtung verwendet werden und was man am Teleskop spart, müsste man bei den Okularen zehnfach ausgebe, damit man richtig schöne Bilder hat. Das schnelle Öffnungsverhältnis bewirkt bei den meisten Okularen einen stark unscharfen Bildrand und manche Okulare schaffen auch in der Bildmitte kein ganz scharfes Bild. Hinzu kommt, dass der Newton in Billigbauweise leider anfällig für Streulicht ist, für Beobachterseeing (Atemluft wabert im Bild) natürlich auch.

Ein reines Spektiv bedeutet meist, dass man an ausreichend hohe Vergrößerungen für interessante Jupiterbeobachtungen nicht heran kommt. Das liegt mal an den erhältlichen Spektivokularen, mal daran, dass die Optiken für hohe Vergrößerung nicht taugen. Spektive, die beides können, sind selten und eher nicht in der Preisklasse zu finden.

Somit muss man realistisch sagen, dass man mehr Geld für ein Teleskop in die Hand nehmen muss, wenn man diese Anforderungen umsetzen will. Der ED 80 ist noch am nächsten dran, was die optischen Möglichkeiten angeht.

Ansonsten bliebe der Ausweg, einen "Großfeldstecher" anzuschaffen. Das bedeutet dann aber, dass man nicht die Vergrößerungen erreichen kann, bei denen Jupiter und andere Planeten wirklich interessant werden.

Clear Skies
Sven
 
Da ging ja fix! Danke für die ausführliche Antwort. Deine Aussagen erleichtern meine Entscheidung nicht gerade, aber genau diese Infos habe ich gesucht.

Ich schließe aus dem Satz: "Ein kompaktes Spiegelteleskop (Maksutov) ist auch nicht gerade günstig[...]" daß solche Angebote

http://www.optik-pro.de/celestron-maksutov-teleskop-mc-90-1200-c90-ota/p,7899

besser im Laden bleiben. Mit den Markennamen in diesem Preissegment kann ich bisher noch nichts anfangen. Carl Zeiss ist natürlich ein Begriff - Jena ist ganz in der Nähe - aber leider nicht im Bereich des finanziell Machbaren ;-(


Wie sieht die Sache denn aus, wenn ich meinen Fokus auf ein Teleskop zur rein astronomischen Beobachtung richten würde? Sind im Bereich bis 350 Euro kompakte, geschlossene Konstruktionen eine realistische Vorstellung?
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Zitat von Sanjiro:
Wie sieht die Sache denn aus, wenn ich meinen Fokus auf ein Teleskop zur rein astronomischen Beobachtung richten würde? Sind im Bereich bis 350 Euro kompakte, geschlossene Konstruktionen eine realistische Vorstellung?

Hi!

Im Bereich Astro gibt es in der Preisklasse eigentlich immer den Tipp zum gebrauchten 8"-Dobson, da der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zeigt. Mit 20 cm Öffnung ist der aber nichts mehr, um ihn einfach so mal mitzunehmen, dafür kann er dir am Himmel bereits ein Leben lang langen.

Für Naturbeobachtung wäre ein Spektiv ideal. Die Maksutovs haben den Nachteil, dass sie lange Brennweite (=hohe Vergrößerung und dementsprechend kleines Gesichtsfeld) und obstruierte Optik (=Fangspiegel im Strahlengang, matschiges Bild, was gerade bei Tag auffällt) miteinander verbinden. Dafür ist die hohe Vergrößerung bei Planeten hilfreich...

Ein Refraktor-Spektiv - also ein kleines Linsenteleskop mit Amici-Prisma für ein seitenrichtiges, aufrechtes Bild - ist da schon das Beste für Tagbeobachtungen. Jetzt gibt's da zwei Varianten: achromatische Optiken (das sind die ohne irgendwelche Namenszusätze), die bei höheren Vergrößerungen schnell einen Farbfehler zeigen, also farbge Säume um helle Objekte bzw. an Kanten und somit auch wieder matschige Bilder. Besser sind apochromatische Teleskope, bezahlbar sind die ED-Apochromaten (mit ED oder Apo in der Beschreibung).

Mit deinem Preislimit von 350 Euro (stabileres Fotostativ und Videoneiger sind bereits vorhanden?) bleiben nicht viele Optionen. Ich verweis mal auf Celestron (auch wenn die Seite nicht ganz aktuell zu sein scheint), Meade und Vixen als weitere größere Teleskophersteller haben ähnliche Angebote. Dazu kommen noch einige Importeure mit Hausmarken.

Für 350 erhälst Du da entweder ein recht kleines, kompaktes Gerät mit guter Optik, das gut zu transportieren ist, aber eine kleine Öffnung hat und damit am Himmel recht wenig zeigt. Oder Du kriegst was größeres, was bei hoher Vergrößerung Schwächen zeigt.

Der ED80, den Sven schon angesprochen hat, liegt auch grad noch so im Budget, allerdings kommen da noch Okulare dazu, und du brauchst ein stabileres Stativ. Bis ca. 100x geht es auf einem Fotostativ mit stabilem Videoneiger und ist halbwegs okay, wenn Du möglichst mobil sein willst, ansonsten kommt rasch der Wunsch nach einem stabileren Unterbau auf. Mit der Öffnung geht zwar schon einiges, aber um so eine recht kleine Öffnung am Himmel schätzen zu können, braucht man schon etwas Beobachtungserfahrung. Und auch ein ED80 ist nicht gerade klein - hier ist mal ein Bild von meinem Gerödel, incl. Stativ, Montierung und allem Zubehör.

Jetzt kommt's darauf an, wo deine Schwerpunkte liegen. Natur (kontrastreiches Bild) oder Himmel (große Öffnung), Planeten (lange Brennweite) oder ausgedehnte objekte (kurze Brennweite), solide oder transportabel. Wirf zum Thema Spektive auch mal einen Blick in das Fernglas-Board , da gibt's auch ein paar Erfahrungsberichte zu Spektiven. Wenn Du dir eins zum Testen bestellst, achte auf jeden Fall auf ein großes Gesichtsfeld bei niedriger Vergrößerung - das erleichtert das Finden von Zielen ungemein. Lidl hat mal ein Spektiv im Angebot gehabt (wahrscheinlich ein Meade/Bresser), das preislich sehr interessant war, aber einen unmöglichen Tunnelblick zeigte.

Gruß,
Alex
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Alex,

ich sehe das nicht so. Ein Mak, hier ist das C90 verlinkt, ist durchaus für Naturbeobachtung zu gebrauchen und der Kontrastverlust durch Obstruktion ist da mal gar nicht das Problem, sondern vielmehr die Verwendung dieser Optiken ohne ausreichende Streulichtabschirmung (Taukappe). Nur stört eben die meist lange Brennweite dabei, mit kleinen Vergrößerungen und übersichtlichem Gesichtsfeld zu beobachten.

Clear Skies
Sven
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Alex,

ich sehe das nicht so. Ein Mak, hier ist das C90 verlinkt, ist durchaus für Naturbeobachtung zu gebrauchen und der Kontrastverlust durch Obstruktion ist da mal gar nicht das Problem, sondern vielmehr die Verwendung dieser Optiken ohne ausreichende Streulichtabschirmung (Taukappe).

Okay, andere Ursache, ähnlicher Effekt ;)
Ich hatte in den Bergen mal ein C8 und einen ED80 nebeneinander, da lieferte der ED80 ein deutlich klareres Bild vom nächsten Berg - auch daher meine Neigung zu Linsenoptiken für die Natur (vom Gesichtsfeld mal abgesehen).

Gruß,
Alex

Nachtrag: Das C8 war ohne Taukappe, aber justiert.
 
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Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hi Alex,

man sagt "ein Cassegrain ist Tagblind" - das hat schon seinen Grund, auch wenn es pauschal wieder falsch ist.

Clear Skies
Sven
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Danke für die rege Beteiligung. Inzwischen bin ich der Meinung, zuviel für mein Budget erwartet zu haben. Die Größe der Optik und Transportfähigkeit (eher Lagerfähigkeit in der Wohnung) denke ich ist auch bei einem Newton in den Griff zu kriegen :)

Die Webseite zum Thema "Was sehe ich im Fernrohr" hat mir schließlich die Augen geöffnet. Die beste Lösung scheint tatsächlich ein Dobson zu sein. Da hätte ich gleich den Einsteiger-Empfehlungen folgen können...

Momentan ist ein 150mm Dobson mein Favorit. Gibts schon für 229 Euro.
Beispielsweise das hier:

http://www.astroshop.de/skywatcher-dobson-teleskop-n-150-1200-classic-dob/p,15559

Der Shop bietet auch ein schwarz lackiertes Modell an, mit nur einem Okular dafür mit Leuchtpunktsucher:

http://www.astroshop.de/orion-dobson-teleskop-n-150-1200-skyquest-xt6-classic-dob/p,13769

Erklärt sich der Preisaufschlag nur durch den Leuchtpunktsucher (trotz nur einem Okular weniger) oder steckt hier noch ein wesentlicheres Merkmal drin, das ich als Laie nicht finde?


Wenn ich mich irgendwann zum Kauf durchringen sollte, stellt sich die Frage nach Zubehör. Wieviel sollte ich für ein Okular ausgeben? Welches Gesichtsfeld kann so ein Teleskop ausleuchten? Oder hängt das allein vom Okular ab?

Fragen über Fragen...
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Sanjiro,

es gibt auch kurzbrennweitige Maksutov-Cassegrains, z. B.:

http://www.oxly.de/oxly/?p=1584

Liegt sogar relativ exakt in Deinem Budget - nur ohne Okulare und Amiciprisma (wird benutzt für aufrechtes, seitenrichtiges Bild). Kompakter gehts nicht...

Der Dobson ist ansonsten auch eine gute Wahl, wobei ich, wenn schon was sperriges, dann gleich den 8Zöller nehmen würde. Da gibts, wie schon angemerkt, öfters was im bieteboard. Gerade wenn Du Dir ohnehin Zeit lassen willst, würde ich eher auf den 8er warten.

Das Gesichtsfeld wird sowohl von Teleskop als auch Okular bestimmt. Je kleiner das Öffnungsverhältnis ist, umso weniger Sehfeld hast Du. Beispielsweise gilt ein f/5 Teleskop (großes Öffnungsverhältnis) als Weitfeldgerät, während ein f/10 mit dem kleinen ÖV schon recht kleine Sehfelder hat. Über den Daumen gepeilt hat z. B. ein f/5 Vierzöller um die 4 Grad Sehfeld am Himmel, ein f/10 kriegt da vielleicht noch 2 Grad hin...
Das Okular hat umso mehr Sehfeld, je größer der Feldblendendurchmesser ist, d.h. der Durchmesser der Linse, der vom Auge abgewandt ist (im Teleskop steckt). Das größte sinnvolle Sehfeld an Deinem Teleskop bemißt sich nach der sogenannten Austrittspupille - also den Lichtkegel der auf Dein Auge trifft. Da bei Dunkelheit Dein Auge bestenfalls 8 mm Pupillenöffnung hat - meist eher 6-7mm - wäre das Optimalgroßfeldokular ein Okular, dessen Brennweite genau zu diesem Wert führt.

Austrittspupillen berechnet man so: Öffnung der Hauptoptik/Vergrößerung. Am Beispiel des 150mm/1200mm Teleskops sähe das so aus: 150mm/6mm=25fache Vergrößerung für das größte sinnvolle Sehfeld, ohne Licht zu verschenken (welches statt ins Auge zu gelangen, einfach auf die Iris fallen würde) Vergrößerung ergibt sich generell so: Brennweite Spiegel/Brennweite Okular: Hier also: 1200 mm/25fach=48mm fürs gesuchte Okular des maximalen Sehfelds.

Daneben gibt es baubedingt unterschiedliche scheinbare Gesichtsfelder von meist 50-82 Grad, die zusätzlich über das letztliche Sehfeld entscheiden.
Grundregel (Ausnahmen lassen wir mal erst weg): je mehr Sehfeld, desto teurer das Okular. Damit es Spaß macht, solltest du beim Okular mindestens 60 Grad scheinbares Sehfeld haben.

Beste Grüße,
Norman

 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Sanjiro,

also ein Allround-Teleskop gibt es nicht. Es gibt zwar Teleskope die sich so halbwegs für alle Zewcke eignen, aber es sind dann immer Kompromisse. Siehe auch:

http://heinz35.beepworld.de/teleskopkauf-tipps.htm


Zur Sternenbeobachtung ist wahrscheinlich das eben schon erwähnte Dobson Teleskop am besten geeignet.

Eventuell dürfe auch wie bereits vermutet ein Cassegrain in Frage kommen. Eventuell eines der beiden folgenden:


http://www.astroshop.de/vixen-cassegrain-teleskop-c-95-1045-vmc95l-ota/p,8950

oder:
http://www.astroshop.de/vixen-cassegrain-teleskop-c-110-1035-vmc110l-ota/p,4934


Liebe Grüße und immer eine gute Sicht


Heinz

 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

hallo Sanjiro,

meine Erfahrung mit den Maks ist, dass sie auch tagsüber ein sehr gutes und kontrastreiches Bild liefern, wenn man das schlecht geschwärzte Blendrohr mit Velour auskleidet. Ob die Leut beim Astroshop das machen weiss ich nicht. Aber es gibt Anbieter die das für den Kunden tun.

Für deine Zwecke würde ich dir den 102/1300 Maksutov empfehlen, der gut auf ein mittleres Fotostativ passt. Ein Amiciprisma gibt ein seitenrichtiges Bild, ist aber für höhere Vergrösserung nicht geeignet - lieber einen Zenitspiegel und sich daran gewöhnen, das geht.

lg Tommy
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Marco,

ich komme auch aus Thüringen und stehe vor dem gleichen Problem wie Du! :help: Was für ein Teleskop soll es bei kleinem Geldbeutel sein. Mir wurde der Tipp gegeben das in Kirchheim bei Erfurt eine Volkssternwarte ist und diejenigen dort auch zu solchen Problemen gute Tipps geben können. :)
www.vds-astro.de
Versuche es dort mal!

Gruß Janine
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Mal sehn. Das Fernglas ist Baujahr ca. 1980.

Aktuell experimentiere ich mit einer Panasonic Lumix FZ18 Kompaktkamera. Bei entsprechender Einstellung ist 115-fache Vergrößerung möglich. Nur leider hat das Stativ grade Ausgang. Was ich auf die Schnelle auftreiben konnte war ein 20cm Billigst-Stativchen für eine Laserwasserwaage. Damit konnte ich immerhin das Bild (im Anhang) aufnehmen.

Immerhin kann man damit schön sehen wie die Sterne aus dem Bild wandern. Und wie lange die Zitterpartie dauert nach jedem TAstendruck, sowie das Blenden (Mond, Display, Taschenlampe).

Gruß Marco
 

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Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

So, ich bin's wieder!

Das Board hier ist wirklich klasse. Und gut geeignet einen Anfänger mit einer Menge nützlicher und weniger nützlicher Informationen zu überschütten. Ich buddel mich grade wieder nach oben...
So langsam legt sich also die Verwirrung ob der vielfältigen Möglichkeiten. Ich hab mich in einen gebrauchten 8" Dobson verguckt, und werde wohl auch zuschlagen :)

Das scheint die vernünftigste Lösung zu sein. Leicht aufzubauen, simple Konstruktion und falls es irgendwann nicht reicht kann ich den Tubus auf eine Montierung verfrachten.

Wie "zittrig" ist das mit der Nachführung bei so einem Dobson? Kann man das Objektiv wechseln ohne das Objekt der Begierde aus dem Blickfeld zu verlieren?
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Sanjiro,

da geht es Dir wohl wie mir. Ich will jetzt auch nen Dobson, auch wenn der nicht mehr klein, leicht und transportabel ist. Über die Öffnungsverhältnisse f/4, f/5 und f/6 weisst Du Bescheid? Mir haben sie das in "meinem" Thread sehr schön und geduldig erklärt ;-)

Grüße,
Marcus
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hi Zusammen,

die meisten Leute finden sich in die Dobson-Bedienung leicht rein. Ich habe nur wenige Stunden am Dobson beobachtet, empfinde es aber bereits als unproblematisch, mal 300x zu schubsen. Es geht auch bei einem kleinen Ortho-Feld noch, aber dann ist ein getunter Dobson wirklich nützlich.
Ich denke Euch wird es genauso gehen.
Als Zittrig wird man wohl die wenigsten Dobsons empfinden, vielleicht ein paar zu lüttige Reisedobsons oder generelle Fehlkonstruktionen. Bei den normalen Volltubus-Dobsons hat man kaum Zittert, nur der Slip-Stick-Effekt macht einem zu schaffen, also der große Unterschied zwischen Haft- und Gleitreibung. Das lässt sich eben meist noch nachbessern und zwar mit einfachen bzw. kostengünstigen Mitteln.

Übrigens, da man Gebrauchtgeräte bei vernünftigen Umgang zum gleichen Preis wieder los wird, braucht man gar nicht so viel zu zittern. Optik wird halt nicht schlecht, wenn man sie pflegt - bzw. das kann auch mal heißen "wenn man sie nicht pflegt", Thema Kaputtputzen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Sanjiro,

diese einfachen Rockerboxen sind aus Holz-/Pressspanplatten und man sollte sie nicht nur verschrauben sondern auch verleimen, dann sind sie in der Regel stabiler und zitterfreier als so manche parallaktische Kombination.
8-Zöller und 10-Zöller werden gut getragen, darüber kommt das Material an seine Grenzen, spätestens da wird man im Rahmen des üblichen Tunings auch über zusätzliche Versteifungen oder eine Neukonstruktion nachdenken.
Da kann man viel treiben, was Mancher auch übertrieben findet, allerdings fehlt da häufig einfach der Direktvergleich auf der Wiese und am Objekt, denn der ist aussagekräftiger als jedes geschriebene Wort.
Informationen über Möglichkeiten gibt es z.B. hier
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
unter Tips und Tricks. Solche Maßnahmen geth man aber nach persönlich erkanntem Bedarf an, also nach einigen eigenen Erfahrungen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

@*entfernt*GMS:

Danke der vielen Hinweise! Meine Ansprüche sind wohl etwas bescheidener, es geht erstmal darum den Umgang mit dem Teleskop zu erlernen bevor ich mit basteln anfange.
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Sanjiro,

das ist sehr wichtig.
Man braucht Am Anfang weder eine Vollausstattung, noch ein Volltuning, um gute Beobachtungen zu machen.
Am Anfang reicht das Teleskop, ein guter Sucher, ein gutes Aufsuchokular mit möglicht großem Feld bei angepasster AP, ein bis zwei Okulare im Mittelfeld und ein Okular für hohe Vergrößerungen (nicht gleich die V.Max.).
Alles weitere sollte man nach eigenem, in der Praxis selbst erkanntem Bedarf entscheiden.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

So, ich melde mich mal wieder. Ob der teilweise doch recht dreftigen Preise habe ich mich noch nicht zu einem konkreten Gerät durchringen können. Weil ich arbeitsbedingt des Nachts immer mal Zeit habe, denke ich, ein Teleskop ist genau das Richtige für mich. Ein Hobby das keinen Krach macht und allemal sinnvoller ist als sich von den Medien berieseln zu lassen.

Bei Fernrohrland habe ich mal die Angebote an 8"-Dobsons verglichen. Es gibt einen GSO mit 25mm Okular, dasselbe zusätzlich mit Crayford-Auszug und Lüfter sowie ein Galaxy mit 9mm und 32mm Oku und Justierhilfe.

Was ist zu den mitgelieferten Plössl-Okularen zu sagen?

Gruß Marco
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Marco,

das 9mm Plössl ist okay, wenn das Objekt mit dem 32mm aufgesucht wurde. Mir persönlich hätte es zuwenig Feld bei DeepSky und einen zu geringen Augenabstand.

Aber es ist dabei und für den Anfang okay. Es gleich gegen ein gutes Weitwinkel auszutauschen halte ich für verfrüht.

Wie schon geschrieben, ist es ratsamer, sich aufgrund eigener Erfahrungen das passende Zubehör zu holen.

CS,
Stefan
 
Re: Teleskop für Himmels- und Naturbeobachtung ges

Hallo Marco,

vergiss nicht, Dir den Karkoschka zu kaufen.

Viele Grüße und viel Freude beim Beobachten!
Adson
 
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