Teleskop für Planetenbeobachtung

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Bellatrix

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Hallo zusammen,

ich habe gestern mal im Buch "Planeten beobachten" geblättert und bin dort darauf gestoßen, dass für eine ernsthafte Planetenbeobachtung mindestens ein 6"-Refraktor oder ein 10" Spiegel empfohlen werden.
Ist dies wirklich ein brauchbarer Richtwert? Ich dachte bisher, ein 8"-Newton könnte bei der Planetenbeobachtung in etwa mit einem 5-6"-Refraktor mithalten. Mich würde Eure Erfahrung interessieren, ob man nicht auch mit einem 8"-Newton ernsthafte Planetenbeobachtung machen kann.

Viele Grüße und clear skies!
 
Man kann !

Ich habe einen, und es geht hervorragend.
Allerdings sollte er nicht gerade f4 oder schneller sein.
Ab f5 oder f6 geht es prima.
 
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Unsinn - selbst ein 3 bis 4" APO (bzw. F13 oder F15 FH) sind am Planeten richtig gut, für Durchschnittsbedingungen möglicherweise sogar optimal.

Erlaubt ist alles was scharf macht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />, wenig Farbfehler hat und hohe Vergrößerungen ermöglicht.

R_Andreas
 
Um meine Frage noch zu konkretisieren: Ich habe mir einen 8" Sky-Watcher Newton zugelegt, weil ich der Meinung war, dass dies ein universell einsetzbares Gerät sei. Bisher bin ich auch zufrieden damit, leider habe ich ihn noch nicht am Planeten testen können, lediglich einmal Saturn bei ca 15° Horizontdistanz reinbekommen - das zählt vermutlich nicht.
Wäre der 6" f/8 Fraunhofer die bessere Wahl gewesen (insbesondere in Hinblick auf die kommende Marsopposition)?

Gruß+clear skies
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bellatrix,

dem, was oben geschrieben wurde, kann ich voll zustimmen. Mars habe ich bei der letzen Opposition allerdings fast ausschließlich mit einem 6", f/8 Refraktor mit Bino beobachtet und gezeichnet. In meinem sonst sehr guten 8", f/7.5 Newton war er nicht so gut zu beobachten, wohingegen die beiden Geräte am Jupiter ziemlich gleichstark waren.
Meinen subjektiven Vergleich von Geräten zwischen 4" und 8" findest Du auf meiner Homepage unter der Rubrik Artikel .

Gruß
Cai-Uso
AstroPage CUWohler
 
Moin!

Welchen 8"-SkyWatcher hast Du? f/5 oder f/6?
M.M. braucht man für Planetenbeobachtungen eine gute Brennweite, da würde ich
einen f/6-Newton vorziehen. Der 6" f/8-FH wäre mir zu kurzbrennweitig, da noch
zuviel Restfarbe im Bild ist, was den Kontrast vermindert. Du wirst Dich wundern,
wie gut das Bild wird, wenn ein brauchbares Planetenrohr eingesetzt wird. Gerade
bei Mars sind die Kontrastunterschiede sehr fein und da wäre mir in dieser Preis-
klasse ein Newton mit kleinem Fangspiegel am liebsten.
 
Hallo,

ich habe einen f/5 (kein Dobson, auf einer EQ-6). Zumindest bei Deep-sky-Beobachtungen machte er schon eine gute Figur, und das, obwohl ich bisher in 4 Wochen nur 2 halbwegs brauchbare Nächte hatte (aber das muss ja wohl so sein, wenn das Teleskop erstmal da ist ;-) ).
Wie gesagt, einen ersten Eindruck von der Planetentauglichkeit habe ich noch nicht gewonnen. Ich bin jedoch sehr gespannt. Allerdings ist mir schon klar, dass ich mit ca. 28% Obstruktion keine Wunder erwarten kann. Daher eben die Frage, ob da ein 5-6" FH mehr bieten könnte oder ob der wirkliche Sprung dann mit einem Apo kommt, für den ich aber noch ein paar Lottoscheine ausfüllen muss ;-).

Clear skies!
 
Hallo Bellatrix,

mach dir wegen der Obstruktion keine Sorgen,die Qualität der Optik ist entscheident!

Das Seeing sollte optimal sein,local Seeing muß vermieden werden und die Optik temperaturangepaßt sein.

Wenn das alles paßt,dann wirkt die Öffnung Wunder.In einer optimalen Nacht kann man zwischen 8" , 10" und 12" Spitzenoptik einen deutlichen Unterschied am Planeten sehen.
So habe ich es erlebt beim Vergleich meines 200/1200 (25% Obstruktion)mit Kurt Schreckling`s 10" (damals 33%)und 12" (ca 27% Obstruktion) Selbstbaucassegrains.Der 12er hat uns wirklich vom Hocker gerissen!

In der Literatur findet man immer noch etwas merkwürdige Vergleiche.
Heute habe ich in dem sehr schön geschriebenen Buch:
"Astronomie des Alltags" von Max Gerstenberger,franckh`sche Verlagshandlung,Stuttgart 1976

gelesen auf Seite 76:"Mit einem 20cm Spiegel kann man durchaus die selbe Leistung herausholen wie mit einem 7,5cm Refraktor" (im Zusammenhang mit Detailbeobachtung bei Mond und Planeten).

Waren die Spiegel damals wirklich so schlecht?

MfG,Karsten
 
Hi!

Ist aber sonst ein tolles Buch, nur nebenbei bemerkt. Das einzige Astronomie Buch mit ein bisschen Humor darin.

R_Andreas
 
Re: Max Gerstenberger

Hallo Andreas,

da stimme ich dir vorbehaltlos zu!Sehr humorvoll und mit Sachkenntnis geschrieben.Es hat mich für die Astronomie interessiert.

MfG,Karsten
 
Moin!

Du hast doch schon ein sehr brauchbares Teleskop auf einer dafür guten
Montierung. Sei froh! :-) Ich kenne genau diese Kombination von einem
Kollegen (Hi, Torsten!) der legendären "Aschberg-Connection" (ABC). :-)
Das Bild am Planeten ist mit diesem Scope doch sehr ansehnlich. Was willst
Du jetzt mit diesem Refraktor?

Ein weiterer Mitstreiter der ABC besitzt einen 6" f/8-FH (auf GP, wenn ich
mich nicht irre - Hi Torsten! - jetzt aber der andere! :-) ). Leider konnte
ich persönlich beide Systeme in der bisher einzigen Nacht, als beide
Teleskope auf unserem Treffen waren, nicht direkt vergleichen (der FH war
zugetaut, der Newton nicht - sic! ;-) ).

Meine höchst subjektive, eigene, persönliche Meinung ist aber, daß ich
bestimmt keinen f/8-FH-Sechszöller benutzen würde, wenn es um knallharte
Planetenbeobachtungen geht. Okay, vielleicht bin ich verwöhnt: Ich kann
über meinen Verein sehr gute Planetenoptiken mitbenutzen (6" f/15 FH,
8" f/20 Kutter, 8" f/15 Schaer).
Deshalb würde ich mir keinen "Farbfernseher" (SCNR!) anschaffen wollen
und hab' sogar vor viereinhalb Jahren was zu hören gekriegt, als ich mir
einen 4" f/10-FH für Planetenbeobachtungen zugelegt habe. ;-) (Trotzdem
hat diese Optik bei der Marsoppo'99 sehr gut funktioniert.)
 
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