Teleskopkauf

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trigger

Neues Mitglied
Hallo
Wer kann mir Tipps zum Teleskopkauf empfehlen.
Ich bin neu in der Materie und habe sher wenig Erfahrung.
Ich weiss zwar,das jedes Teleskop sein eigenen Himmel hat,aber welches Teleskop sollte man für welchen Zweck kaufen.
Reflektor?? oder Refraktor??
Ich wollte damit vorwiegend Mond und Planeten beobachten.
Für den kleinen Geldbeutel sollte es nicht zu teuer sein, ca 300-500 Euro.
Bei mir besteht nicht das Interesse an Fotografieren.
Das Stativ sollte nachrüstbar für ein Motor sein.

Ich würde mich freuen,wenn ich diesbezüglich ein paar gute Tipps bekommen würde. Danke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
 
Moin

also ich würde dir als ersten Tipp mal die Suche empfehlen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Diese frage wird hier zig mal die Wochen gestellt.
 
Hallo,
Also ich würde dir wenn du wirklich etwas für dein Geld haben willst und auch keine Interesse an Fotographie hast einen Dobson empfehlen.
Eine gute Wahl für dich wäre z.B. der GSO680,der durch seine f6 Optik eine gute Wahlt für visuelle Beobachtungen ist und nicht so große Anforderungen an die Okulare stellt.
Wenn du aber wie viele Leute keinen guten Himmel bei dir zu Hause hast und deshalb was kompakteres suchst,würde ich dir entweder den 1000fach bewährten 114er Newton bzw. einen kleinen Maksutov empfehlen,wobei diese Variante unter Umständen weniger kosten würde wodurch du mehr Geld für Zubehör hättest.
Was natürlich auch eine Möglichkeit wäre,wäre ein gebrauchtes Teleskop zu kaufen,da diese um einiges billiger aber nicht schlechter sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Interessante Angebote findest du unter www.Teleskop-Service.de

Grüße und guten Himmel,
Filip
 
Hallo Tigger,

in der Preislage und ohne Photooptionen würde ich einen guten 8" Dobson nehmen.
Alternativ,falls es denn unbedingt ein parallaktisch montiertes Teleskop
sein soll,das Tal 1,ein 110/800er Newton,beim dem aber entweder von Anfang an
der Motor dabei sein muß oder eben drauf verzichtet werden muß.

MfG,Karsten
 
Hallo,
da du nur Mond- und Planetenbeobachtung aufführst, würde ich eher einen Synta Mak auf einer EQ3 empfehlen, da dieses System für derartige Aufgaben doch das bessere ist. Zumal die EQ3 motorisch aufrüstbar ist und das Synta Mak für wenig Geld, doch gute Qualität liefert. Solltest du irgendwann dann doch noch auf den Geschmack kommen Fotos zu machen, wäre das Teleskop auch dafür vorbereitet. Preislich liegt die Kombination fast an der Summe die du ausgeben willst. Falls du Interesse hast, schreibe mir eine mail.
Gruß,
 
Hallo,

für das Budget bekommst Du auf jeden Fall etwas vernünftiges. Einen Refraktor würde ich in der Preislage nicht empfehlen.

Refraktoren sind produktionsbedingt deutlich teurer als vergleichbare Qualitäten mit Spiegel. So wird Dir ein 4,5-Zöller Spiegel am Planeten dasselbe zeigen wie ein 4-Zöller Refraktor solange das Gerät eine vernünftige Qualität hat.

Ein Spiegel sollte für eine Planetenspezialisierung keine allzu kurze Brennweite haben. Ein f4 ist am Planeten nicht zu gebrauchen, zumindest nicht das was Du in dieser Preislage dafür bekommst. F6 ist als Spiegel bereits sehr gut als Planetengerät einzusetzen, wobei auch hier die Öffnung nicht allzu klein sein sollte. Weiterhin sind f4 Optiken nicht mehr ganz so einfach zu justieren, hier ist eine wesentlich höhere Präzision gefordert als am toleranteren f6.

Die Refraktoren dieser Preisklasse sind bauart Frauenhofer, jeder weiß zwar was damit gemeint ist, aber Frauenhofer hatten ursprünglich lange Brennweiten. Die Brennweiten f10 oder kürzer die mittlerweile sehr weit verbreitet sind zeigen konstruktionsbedingt einen Farbfehler. Jede Spektralfarbe hat einen anderen Brechungsindex wodurch sich für jede Farbe ein unterschiedlicher Brennpunkt ergibt. Mit dem Farbfehler kann man in bestimmten Grenzen auch noch gut leben. Spezielle Gläser und Konstruktionen beseitigen auch bei kurzen Brennweiten den Farbfehler weitgehend, aber das liegt definitiv nicht in Deinem Budget.

Ein Spiegel zeigt Dir an Venus deutliche Spikes, die gewaltig stören. Nur den meisten geht es wie mir und beobachten Venus selten bzw. leben dann einfach damit (ich hab ja noch meine Refraktoren)

Refraktoren sind sehr einfach zu transportieren und ohne große Probleme gute Reisebegleiter. Hier wären Spiegel definitiv nicht zu meinen Favoriten zu zählen, da ich ohnehin meist mit dem Auto fahre ist auch das Kriterium für mich nicht ganz so wichtig.

Ein weiterer Vorteil der Refraktoren ist die schnelle Verfügbarkeit hier entfallen lange Auskühlzeiten, die allerdings beim kleinen Spiegel bis ca. 6-Zoll auch nicht so imenz ins Gewicht fallen und sich zudem noch mit relativ einfachen Lüfterkonstruktionen enorm kürzen lassen.

Es ist auch selten so, daß man vor Ort aus dem Auto stürzt das Teleskop auslädt, Okular rein und loslegt. Selbst beim Dobson der vom Aufbauaufwand nur ein Bruchteil eines parallaktisch montierten Gerätes ausmacht sieht man erst nochmal in die Karte, begrüßt seine Mitbeobachter, trinkt erst mal einen Schluck warmen Tee usw.

Ich besitze einen Vixen 80m, 102m und einen Galaxy D8 (Dobson 8-Zoll). Der Dobson zieht Dir an Jupiter die Schuhe aus, zugegeben ist die Nachführung nicht ganz so komod wie den Motor auf der parallaktischen schnurren zu lassen, aber man gewöhnt sich sehr schnell and das Handling. Wenn allerdings ungeübte Mitbeobachter dabei sind, z.B. die Kinder würde ich immer wenigstens eine parallatkische Montierung anstreben.

Was ebenfalls nicht zu vergessen ist, daß Du immer noch ein paar Okulare brauchst, deren Qualität fast noch wichtiger ist. Insbesondere Okulare der Brennweiten unter 10mm sind sorgfältig auszuwählen. Einfache Okulare dieser Brennweiten haben einen sehr kleinen Augenabstand zur Folge, was bei längerem Beobachten ermüdent wirkt und besonders für ungeübte Mitbeobachter nicht befriedigend ist. Aufwändige Konstruktionen die auch noch einen vernünftigen Kontrast abgeben wie z.B. Televue Radian, Tak LE usw. kosten richtig Geld. Kombinationen mit Barlows sind nur mit wirklich guten Barlows zu empfehlen, die unter 150 Euro nicht zu haben sind. D.h. Du solltest besonders beim Planteneinsatz auch noch ein ausreichendes Budget für Okulare haben, das ich selbst schon für den Anfang auf etwa 200 Euro beziffern würde.

Hm, so ich wollte nicht unbedingt ein spezielles Gerät hervorheben, sondern ein paar Aspekte aufzeigen die Du Dir durch den Kopf gehen lassen solltest und selbst herausfindest welches Dein Himmel ist und welches Gerät wohl das passenste ist.

Viele Grüße
Adrian Herrmann
 
Hi Trigger,
wie immer schlage ich vor, Kontak zu anderen zusuchen und sich Ihnen anzuschließen, damit Du die Röhren und Ergebnisse live siehst.
Das Treffpunktboard und ein paar Angaben im Profil erleichtern die Suche. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Bezogen auf Dein Budget und Beobachtungsziel ein paar Überlegungen:
1. Fraunhofer: Bauartbedingt haben FH einen Farbfehler ( Blausaum um helle Objekte), der mit umso ausgeprägter ist, je kürzer die Brennweite ist, bei gleicher Öffnung. Nahezu frei von Fehlern sind Öffnungsverhältnisse jenseits von f/10 - f/15, wobei das Verhältnis bei kleineren Objektiven f/10 sein darf und mit steigender Objektivgröße schnell f/15 sein muß. Dementsprechend unhandlich werden die Geräte und sie fordern die Montierung sehr stark.
Da Planeten auch wirklich farbig zu sehen sind, ist es in meinen Augen ein Muß, dafür ein Farbfehler freies Gerät auszusuchen.
2. Newton: Spiegelsysteme sind frei von Farbfehlern, weil hier keine Lichtbrechung sondern nur -spielgelung erfolgt. Da große Öffnungsverhältnisse beim Newton hohe Okularanforderungen stellen, einen großen Fangspiegel brauchen, welcher Kontrasteinbußen mit sich bringt und in der Preisklasse keine Topspiegel bei f/4 zu erwarten sind, sollte der Newton zur Planetenbeobachtung mindestens f/6 besser f/8 haben.
Beim Newton hast Du die Wahl, ob Dir eine komfortabele parallaktische Montierung oder die Dobsonvariante wählst. Auch bedenken muß man, das ein Newton immer wieder mal justiert werden muß, dafür erhält man die meiste Öffnung bei gleichem Preis.
3. Maksutow : Ebenfalls ein Spiegelsystem, mit dem in meinen Augen unschlagbaren Vorteil, sehr kompakt zu sein - und das bei sehr großer Brennweite bzw. kleinem Öffnungsverhältsnis, z.B. f/14. Diese Geräte sind okularunkritisch, prima zu fokussieren und hochtranspoartabel.
Im Gegensatz zum Newton muß man diese Geräte nicht mehr justieren.
Genau wie der Newton haben diese Geräte einen Fangspiegel, der Kontrast kostet,
allerdings stört hier keine Fangspiegelspinne (Halterung des FS).
Nach meinen Erfahrungen wiegt die Farbfehlerfreiheit der Spiegelsysteme den Kontrastverlust durch Obstruktion im Vergleich mit einem nicht farbreinen Fraunhofer nicht nur auf, sondern führt zu einer besseren Detailerkennung, aber nur an Mond und Planeten.

Dies sind in Kurzfassung für mich die wichtigstens Aspekte in Bezug auf Deine Anforderungen.
Ich selbst habe mich im Kleingerätesegment für einen Travelmak 90/1250 entschieden, mit dem ich ausschließlich Mond und Planeten schaue. Wenn ich etwas universeller bleiben möchte nehme ich meinen 114/900 Newton.
Der Mak steht - besonders wenn aus Reisen geht, auf einer EQ1-Montierung, meist aber, genau wie der Newton auf einer EQ3. Alles Geräte in Deiner Preisklasse. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter.
CS
 
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