Sternenhundklaus
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Liebe Sternfreunde,
der erste Test soll nur den ersten Eindruck wiedergeben. Belastbare Testergebnisse werden folgen (mehrfacher Vergleich mit einem 4" Refraktor bei gutem seeing bzw. guter Durchsicht).
Das APM-Bino wurde von Herrn Kneip (Firma Wellenform) auf 183fache Vergrößerung optimiert. Darüber hinaus wurde die obere Blende von 23 auf 25 mm erweitert.
Zum Einsatz kamen zwei Okular-Pärchen (24 mm Panoptic und 5 mm Nagler Typ 6). Mehr habe ich zurzeit nicht.
Mechanische Qualität
Die Verarbeitung ist hochwertig. Es gibt bis auf einen Punkt nichts zu bemängeln. Der eine Punkt betrifft die Taukappe. Sie ist mit 70 mm Länge eindeutig zu kurz.
Zubehör
Die beigefügten 20 mm SWA-Okulare sind katastrophal. Ich habe sie an meinem kleinen Refraktor ED 80/600 ausprobiert. Nicht mal 50% des Gesichtsfeldes sind scharf. Warum man ein so gutes Fernglas mit solch minderwertigen Okularen ausstattet, erschließt sich mir nicht.
Binoptic-Gabel
Für Nicht-Bastler gibt es zurzeit keine Alternative - also habe ich sie mir gekauft. Die Gabel ist hochwertig verarbeitet und sehr stabil. Die Höhenverstellung geht butterweich. Sie ist für das APM-Bino eine sehr gute Wahl, aber nach meiner persönlichen Einschätzung zu teuer. Azimutale Montierungen mit einer Tragkraft bis 15 kg bekommt man schon für 250 - 500 Euro.
Stativ
Ich habe mich für das Berlebach Uni 19c entschieden.
Der Beurteilung der optischen Leistung muss eine Einschränkung vorangestellt werden. In der ersten Nacht hat sich herausgestellt, dass ich auf dem rechten Auge Astigmatismus habe (mein Fernrohrauge ist das linke). Ich muss also mit Brille beobachten. Die richtige Positionierung der Augen beim Fokussieren fällt mir noch schwer.
Meine Beobachtungen umfassten fünf Nächte. Dabei hatte ich mich in erster Linie auf Sterne konzentriert.
Test APM-Bino + 24 mm Panoptic
Die Sternabbildungen sind erstaunlich gut. Sie erreichen nicht die Qualität eines guten 4" Refraktors - sind aber sehr nah dran. Die Randabbildung ist geringfügig schlechter, aber auf jeden Fall akzeptabel. Leichte Verzerrungen sieht man nur bei Sternen bis 3. Größenklasse. Bei schwächeren Sternen muss man schon genau hinschauen, um etwas zu sehen. Ca. zwei Grad Gesichtsfeld werden optimal abgebildet.
Eine Abschattung am Rand konnte ich nicht feststellen. Allerdings muss ich das noch mal an einem geeigneten Milchstraßenfeld überprüfen.
Test APM-Bino + 5 mm Nagler Typ 6
Die Sternabbildungen sind ebenfalls erstaunlich gut. Es gibt nichts zu bemängeln. Ich konnte bei mäßigem seeing double-double einwandfrei trennen. Das ist zwar für eine 4" Öffnung keine besondere Leistung, zeigt aber, dass die Sternabbildungen wirklich gut sind.
Schlussbemerkungen
Für ein Großfernglas mit f = 5,5 + Prismen ist der erste Test überraschend gut ausgefallen. Ich hatte mit weniger gerechnet.
Ich beobachte seit mehr als 40 Jahren mit Lichtenknecker- und Takahashi-Optiken, weiß also bestens, was eine gute Abbildung ist. Daher bin ich mir fast sicher, dass es zurzeit am Markt für Großferngläser nichts Besseres gibt, sofern man einfachen Transport, Einsatzbreite (23fach - 183fach), optische Qualität und Preis/Leistungs-Verhältnis gemeinsam heranzieht.
Gruß Klaus
der erste Test soll nur den ersten Eindruck wiedergeben. Belastbare Testergebnisse werden folgen (mehrfacher Vergleich mit einem 4" Refraktor bei gutem seeing bzw. guter Durchsicht).
Das APM-Bino wurde von Herrn Kneip (Firma Wellenform) auf 183fache Vergrößerung optimiert. Darüber hinaus wurde die obere Blende von 23 auf 25 mm erweitert.
Zum Einsatz kamen zwei Okular-Pärchen (24 mm Panoptic und 5 mm Nagler Typ 6). Mehr habe ich zurzeit nicht.
Mechanische Qualität
Die Verarbeitung ist hochwertig. Es gibt bis auf einen Punkt nichts zu bemängeln. Der eine Punkt betrifft die Taukappe. Sie ist mit 70 mm Länge eindeutig zu kurz.
Zubehör
Die beigefügten 20 mm SWA-Okulare sind katastrophal. Ich habe sie an meinem kleinen Refraktor ED 80/600 ausprobiert. Nicht mal 50% des Gesichtsfeldes sind scharf. Warum man ein so gutes Fernglas mit solch minderwertigen Okularen ausstattet, erschließt sich mir nicht.
Binoptic-Gabel
Für Nicht-Bastler gibt es zurzeit keine Alternative - also habe ich sie mir gekauft. Die Gabel ist hochwertig verarbeitet und sehr stabil. Die Höhenverstellung geht butterweich. Sie ist für das APM-Bino eine sehr gute Wahl, aber nach meiner persönlichen Einschätzung zu teuer. Azimutale Montierungen mit einer Tragkraft bis 15 kg bekommt man schon für 250 - 500 Euro.
Stativ
Ich habe mich für das Berlebach Uni 19c entschieden.
Der Beurteilung der optischen Leistung muss eine Einschränkung vorangestellt werden. In der ersten Nacht hat sich herausgestellt, dass ich auf dem rechten Auge Astigmatismus habe (mein Fernrohrauge ist das linke). Ich muss also mit Brille beobachten. Die richtige Positionierung der Augen beim Fokussieren fällt mir noch schwer.
Meine Beobachtungen umfassten fünf Nächte. Dabei hatte ich mich in erster Linie auf Sterne konzentriert.
Test APM-Bino + 24 mm Panoptic
Die Sternabbildungen sind erstaunlich gut. Sie erreichen nicht die Qualität eines guten 4" Refraktors - sind aber sehr nah dran. Die Randabbildung ist geringfügig schlechter, aber auf jeden Fall akzeptabel. Leichte Verzerrungen sieht man nur bei Sternen bis 3. Größenklasse. Bei schwächeren Sternen muss man schon genau hinschauen, um etwas zu sehen. Ca. zwei Grad Gesichtsfeld werden optimal abgebildet.
Eine Abschattung am Rand konnte ich nicht feststellen. Allerdings muss ich das noch mal an einem geeigneten Milchstraßenfeld überprüfen.
Test APM-Bino + 5 mm Nagler Typ 6
Die Sternabbildungen sind ebenfalls erstaunlich gut. Es gibt nichts zu bemängeln. Ich konnte bei mäßigem seeing double-double einwandfrei trennen. Das ist zwar für eine 4" Öffnung keine besondere Leistung, zeigt aber, dass die Sternabbildungen wirklich gut sind.
Schlussbemerkungen
Für ein Großfernglas mit f = 5,5 + Prismen ist der erste Test überraschend gut ausgefallen. Ich hatte mit weniger gerechnet.
Ich beobachte seit mehr als 40 Jahren mit Lichtenknecker- und Takahashi-Optiken, weiß also bestens, was eine gute Abbildung ist. Daher bin ich mir fast sicher, dass es zurzeit am Markt für Großferngläser nichts Besseres gibt, sofern man einfachen Transport, Einsatzbreite (23fach - 183fach), optische Qualität und Preis/Leistungs-Verhältnis gemeinsam heranzieht.
Gruß Klaus