Sternenhundklaus
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Liebe Sternfreunde,
vor gut zwei Wochen hatte ich mir bei mäßigem seeing und mittelmäßiger Transparenz die Andromeda-Galaxie vorgeknöpft. Zum Einsatz kamen die 24 mm Panoptic-Okulare.
Bei indirektem Sehen (ich schaute auf M110 und schielte zu M31 hin) war die Galaxie gut zu erkennen. Ich konnte die Länge (ca. 2,8°) sowie die Breite (ca. 1°) der Galaxie einwandfrei ausmachen. Die beiden markanten Staubbänder waren zwar nicht wirklich zu sehen - ich konnte sie aber erahnen.
Dieses gute Ergebnis hat sicherlich mit dem sogenannten "binocular Summation factor" zu tun. In einem 4"-Refraktor habe ich die Galaxie bisher nicht so gut sehen können.
Am 3.11. stellte ich um 2.00 Uhr das APM-Bino nach draußen. Seeing und Transparenz waren hervorragend. Wäre der abnehmende Mond nicht gewesen, hätte ich sicherlich über außergewöhnlich gute Beobachtungen berichten können.
Zuerst war der Mond dran. Zum Einsatz kamen die 5 mm Nagler Okulare.
Der Mondrand war gestochen scharf (ohne jeden Farbsaum). Letztlich zeigten sich alle Objekte gestochen scharf. Besonders beeindruckend war das räumliche Sehen. Die zunehmende Tiefe der zum Rand abfallenden Mondoberfläche war verblüffend deutlich zu sehen. Einen ähnlichen Effekt boten die großen Krater. Man hatte das Gefühl, in die Krater hineinzuschauen.
Ich hatte bisher geglaubt, dass sich das räumliche Sehen auf die langbrennweitigen Okulare beschränkt. Dem ist nicht so. Sowohl bei Sternfeldern wie auch beim Mond zeigt das 5 mm Nagler (110fache Vergrößerung) ein beeindruckendes räumliches Bild.
Als ich vom Mond genug hatte, schaute ich zum Orion-Nebel. Eigentlich hatte ich mit keinem tollen Ergebnis gerechnet, da der abnehmende Mond unweit von Prokyon stand. Damit das Mondlicht nicht allzu sehr störte, blieb ich bei den 5 mm Nagler Okularen (110fache Vergrößerung)
Das Ergebnis war überraschend erfreulich. Die beiden Schwingen waren über das gesamte Gesichtsfeld (ca. 0,8°) wunderbar zu sehen. Unterschiedliche Schattierungen waren deutlich erkennbar. Der Anblick war so überwältigend, dass ich mir die Frage stellte: Was hättest du gesehen, wenn kein Mond am Himmel gestanden hätte?
Das helle Zentrum bot nicht so viel - eigentlich nur die leicht zu erkennenden Trapezsterne. Hier hatte sicherlich das Mondlicht seinen Anteil daran.
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf das hervorragende seeing hinweisen. Ich konnte die Sterne so gut fokussieren, dass mich das Ergebnis an meinen Tak TSA120 erinnerte. Die Sterne waren gestochen scharf.
Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich meinen 4"-Refraktor (zum Vergleichen) nicht aufgebaut hatte - aber wer tut das schon um 2.00 Uhr.
Nebenbei kann ich erneut bestätigen (siehe Test01), dass die Sternabbildung in der Randzone erstaunlich gut ist und auch keine Abschattung feststellbar war.
Gruß Klaus Soja
vor gut zwei Wochen hatte ich mir bei mäßigem seeing und mittelmäßiger Transparenz die Andromeda-Galaxie vorgeknöpft. Zum Einsatz kamen die 24 mm Panoptic-Okulare.
Bei indirektem Sehen (ich schaute auf M110 und schielte zu M31 hin) war die Galaxie gut zu erkennen. Ich konnte die Länge (ca. 2,8°) sowie die Breite (ca. 1°) der Galaxie einwandfrei ausmachen. Die beiden markanten Staubbänder waren zwar nicht wirklich zu sehen - ich konnte sie aber erahnen.
Dieses gute Ergebnis hat sicherlich mit dem sogenannten "binocular Summation factor" zu tun. In einem 4"-Refraktor habe ich die Galaxie bisher nicht so gut sehen können.
Am 3.11. stellte ich um 2.00 Uhr das APM-Bino nach draußen. Seeing und Transparenz waren hervorragend. Wäre der abnehmende Mond nicht gewesen, hätte ich sicherlich über außergewöhnlich gute Beobachtungen berichten können.
Zuerst war der Mond dran. Zum Einsatz kamen die 5 mm Nagler Okulare.
Der Mondrand war gestochen scharf (ohne jeden Farbsaum). Letztlich zeigten sich alle Objekte gestochen scharf. Besonders beeindruckend war das räumliche Sehen. Die zunehmende Tiefe der zum Rand abfallenden Mondoberfläche war verblüffend deutlich zu sehen. Einen ähnlichen Effekt boten die großen Krater. Man hatte das Gefühl, in die Krater hineinzuschauen.
Ich hatte bisher geglaubt, dass sich das räumliche Sehen auf die langbrennweitigen Okulare beschränkt. Dem ist nicht so. Sowohl bei Sternfeldern wie auch beim Mond zeigt das 5 mm Nagler (110fache Vergrößerung) ein beeindruckendes räumliches Bild.
Als ich vom Mond genug hatte, schaute ich zum Orion-Nebel. Eigentlich hatte ich mit keinem tollen Ergebnis gerechnet, da der abnehmende Mond unweit von Prokyon stand. Damit das Mondlicht nicht allzu sehr störte, blieb ich bei den 5 mm Nagler Okularen (110fache Vergrößerung)
Das Ergebnis war überraschend erfreulich. Die beiden Schwingen waren über das gesamte Gesichtsfeld (ca. 0,8°) wunderbar zu sehen. Unterschiedliche Schattierungen waren deutlich erkennbar. Der Anblick war so überwältigend, dass ich mir die Frage stellte: Was hättest du gesehen, wenn kein Mond am Himmel gestanden hätte?
Das helle Zentrum bot nicht so viel - eigentlich nur die leicht zu erkennenden Trapezsterne. Hier hatte sicherlich das Mondlicht seinen Anteil daran.
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf das hervorragende seeing hinweisen. Ich konnte die Sterne so gut fokussieren, dass mich das Ergebnis an meinen Tak TSA120 erinnerte. Die Sterne waren gestochen scharf.
Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich meinen 4"-Refraktor (zum Vergleichen) nicht aufgebaut hatte - aber wer tut das schon um 2.00 Uhr.
Nebenbei kann ich erneut bestätigen (siehe Test01), dass die Sternabbildung in der Randzone erstaunlich gut ist und auch keine Abschattung feststellbar war.
Gruß Klaus Soja