Christianzechner
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Beobachtungsbericht Nockalmstraße Dienstag 18.10.2006
Nachdem heuer das ITT auf der Embergeralm größtenteils im Nebelloch verschwand, beschloß die aktive Beobachtergruppe der Astronomischen Vereinigung Kärnten, doch mal eine Beobachtungsnacht auf der Nockalmstrasse durchzuführen. Das spätherbstliche Wetter war geradezu ideal für so ein Vorhaben. Nur leider kündigte sich fürs Wochenende eine Schlechtwetterfront an, und es galt schnell zu handeln. Es stellte sich allerdings heraus, das trotz der großen Zahl an begeisterten Beobachtern, eine Beobachtungsgruppe unter der Woche auf die Beine zu stellen, fast unmöglich wurde. So blieben schließlich nur Michael Pagitz und Ich für das Abenteuer übrig.
Gegen 21Uhr passierten wir den offenen Schranken der Mautstelle, und schlängelten uns durch das Naturschutzgebiet und Nationalpark.. Nach 80km, und einer Fahrzeit von 1Stunde 20Minuten von Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt aus, sowie mehreren Begegnungen mit Kapitalhirschen, Rehherden und Feldhasen ,erreichten wir den Parkplatz nach dem Karlsbad auf 2000m Seehöhe. Wir schalteten die Lichter aus, und über uns breitete sich die gleisende Milchstraße mit noch nie gesehener Schönheit aus.
Beobachtungsbedingungen:Feldstecher 10x42, Dobson 20Zoll mit Okularschlitten und Binoansatz
22Uhr bis 4Uhr, 2000m Seehöhe Temperatur +3Grad, Windstille ,
Seeing 9/10, Durchsicht 9/10 , Grenzgröße geschätzt 7,5mag !!
Der Himmel war bis auf eine kleine Aufhellung im außersten Südwesten, wahrscheinlich von Spital/Drau, völlig dunkel! Welch eine Augenweide für das Herz eines jeden Amateurastronomen!!
Bevor wir meinen selbstgebauten 20zöller aufbauten, durchmusterten Michael und ich die Milchstrasse mit dem 10x42 Nevada vom Wolfi. Atemberaubender Detailreichtum, der wahrscheinlich nur noch bei Bestbedingungen am Großglockner zu toppen ist.
Obwohl wir beide die Juwelen des Himmels schon oft gesehen hatten, mussten wir trotzdem zuerst eine Highlightrunde einlegen, die uns entweder die Sprache verschlagen, oder uns zu Jubelgesängen veranlasst hat. Wir im schönen Kärntnerland sind von den Beobachtungsbedingungen sowieso sehr verwöhnt, aber es gibt halt immer noch eine Steigerung!
Hier nun eine kleine Auswahl der Objektbeschreibungen, um einen kleinen Eindruck der Verhältnisse widerzugeben:
M13: Bei 247x und Bino das Auge geblendet. Die Lichtreflexion des Sternhaufens war auf der Pupille von Michael deutlich zu sehen!! Atemberaubend!!
M15: 247xBino: Zentrum aufgelöst und extrem hell! Toller Anblick!
M2: 247xBino:Traumhafte Asthetik durch homogene Sternverteilung! Sensationell!!
M35: 340x Begleithaufen bis ins Zentrum aufgelöst!
M33: mit bloßem Auge sichtbar!! Im Fernglas Spiralarme! Im Teleskop Halpha-Regionen und Wirbel ohne Ende! Sensationell!!
NGC891:247xBino formatfüllend, Details im Staubband ohne Ende! Photoqualität! Unglaublich!
M82: 247xBino Ich wollte nicht mehr aufhören ins Bino zu starren!!
M110: Struktur im Zentrum! Sieht aus wie M31 im 8zöller bei guten Bedingungen!
7331:140x Mit beiden Begleitgalaxien im Gesichtsfeld ein herrliches Trio!!
Stephans Quintett bei 260x !Ein Anblick wie auf einem Photo!
M27: 247Bino: Unbeschreiblicher Anblick! Formatfüllend! Einfach Sensationell!!
Nordamerikanebel bei 70x und 03: Strukturen über Strukturen, herrlich zum Durchwandern!
Cirrusnebel: Noch nie so gesehen! Mit 03Filter helle Nebelfetzen zwischen den beiden Hauptteilen, wir konnten und gar nicht sattsehen!!
Cresentnebel: vergleichbar mit 03 wie auf einer 50minütigen Aufnahme von Michael, nur nicht in Farbe!!
M42: in rötlichbraunen und grünen Tönen! Herrlich!!
Pferdekopfnebel: Mit UHC direkt und deutlich und mit Details erkennbar!!
Fernglas: Dunkelnebel im Adler als ob die Sterne ausradiert worden wären!!
Flammennebel bei 10x sichtbar
Blaue Plejaden mit Reflexionsnebel
Zum Abschluß noch Saturn bei 495x mit Bino vergleichbar mit Hubble Aufnahmen!
Weiters begleiteten Michael und mich noch 36Meteoriten, davon 6Boliden und ein Megabolide, der sich über den ganzen Himmel mit Strichspur und in herlichem grün präsentierte.
Einfach eine Wahnsinnsnacht, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ich hoffe dieser Bericht motiviert meine Astrokollegen nächstes Mal mitzukommen.
Öffnung ist nur durch noch mehr Öffnung zu ersetzen!!
Ein Dunkler Himmel ist nur durch einen noch Dunkleren zu ersetzen!
Die Beste Kombination hatten wir Dienstagnacht im Nockgebiet!
Danke Michi Pagitz, für diese herrliche Nacht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Christian Zechner
Astronomische Vereinigung Kärnten
Nachdem heuer das ITT auf der Embergeralm größtenteils im Nebelloch verschwand, beschloß die aktive Beobachtergruppe der Astronomischen Vereinigung Kärnten, doch mal eine Beobachtungsnacht auf der Nockalmstrasse durchzuführen. Das spätherbstliche Wetter war geradezu ideal für so ein Vorhaben. Nur leider kündigte sich fürs Wochenende eine Schlechtwetterfront an, und es galt schnell zu handeln. Es stellte sich allerdings heraus, das trotz der großen Zahl an begeisterten Beobachtern, eine Beobachtungsgruppe unter der Woche auf die Beine zu stellen, fast unmöglich wurde. So blieben schließlich nur Michael Pagitz und Ich für das Abenteuer übrig.
Gegen 21Uhr passierten wir den offenen Schranken der Mautstelle, und schlängelten uns durch das Naturschutzgebiet und Nationalpark.. Nach 80km, und einer Fahrzeit von 1Stunde 20Minuten von Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt aus, sowie mehreren Begegnungen mit Kapitalhirschen, Rehherden und Feldhasen ,erreichten wir den Parkplatz nach dem Karlsbad auf 2000m Seehöhe. Wir schalteten die Lichter aus, und über uns breitete sich die gleisende Milchstraße mit noch nie gesehener Schönheit aus.
Beobachtungsbedingungen:Feldstecher 10x42, Dobson 20Zoll mit Okularschlitten und Binoansatz
22Uhr bis 4Uhr, 2000m Seehöhe Temperatur +3Grad, Windstille ,
Seeing 9/10, Durchsicht 9/10 , Grenzgröße geschätzt 7,5mag !!
Der Himmel war bis auf eine kleine Aufhellung im außersten Südwesten, wahrscheinlich von Spital/Drau, völlig dunkel! Welch eine Augenweide für das Herz eines jeden Amateurastronomen!!
Bevor wir meinen selbstgebauten 20zöller aufbauten, durchmusterten Michael und ich die Milchstrasse mit dem 10x42 Nevada vom Wolfi. Atemberaubender Detailreichtum, der wahrscheinlich nur noch bei Bestbedingungen am Großglockner zu toppen ist.
Obwohl wir beide die Juwelen des Himmels schon oft gesehen hatten, mussten wir trotzdem zuerst eine Highlightrunde einlegen, die uns entweder die Sprache verschlagen, oder uns zu Jubelgesängen veranlasst hat. Wir im schönen Kärntnerland sind von den Beobachtungsbedingungen sowieso sehr verwöhnt, aber es gibt halt immer noch eine Steigerung!
Hier nun eine kleine Auswahl der Objektbeschreibungen, um einen kleinen Eindruck der Verhältnisse widerzugeben:
M13: Bei 247x und Bino das Auge geblendet. Die Lichtreflexion des Sternhaufens war auf der Pupille von Michael deutlich zu sehen!! Atemberaubend!!
M15: 247xBino: Zentrum aufgelöst und extrem hell! Toller Anblick!
M2: 247xBino:Traumhafte Asthetik durch homogene Sternverteilung! Sensationell!!
M35: 340x Begleithaufen bis ins Zentrum aufgelöst!
M33: mit bloßem Auge sichtbar!! Im Fernglas Spiralarme! Im Teleskop Halpha-Regionen und Wirbel ohne Ende! Sensationell!!
NGC891:247xBino formatfüllend, Details im Staubband ohne Ende! Photoqualität! Unglaublich!
M82: 247xBino Ich wollte nicht mehr aufhören ins Bino zu starren!!
M110: Struktur im Zentrum! Sieht aus wie M31 im 8zöller bei guten Bedingungen!
7331:140x Mit beiden Begleitgalaxien im Gesichtsfeld ein herrliches Trio!!
Stephans Quintett bei 260x !Ein Anblick wie auf einem Photo!
M27: 247Bino: Unbeschreiblicher Anblick! Formatfüllend! Einfach Sensationell!!
Nordamerikanebel bei 70x und 03: Strukturen über Strukturen, herrlich zum Durchwandern!
Cirrusnebel: Noch nie so gesehen! Mit 03Filter helle Nebelfetzen zwischen den beiden Hauptteilen, wir konnten und gar nicht sattsehen!!
Cresentnebel: vergleichbar mit 03 wie auf einer 50minütigen Aufnahme von Michael, nur nicht in Farbe!!
M42: in rötlichbraunen und grünen Tönen! Herrlich!!
Pferdekopfnebel: Mit UHC direkt und deutlich und mit Details erkennbar!!
Fernglas: Dunkelnebel im Adler als ob die Sterne ausradiert worden wären!!
Flammennebel bei 10x sichtbar
Blaue Plejaden mit Reflexionsnebel
Zum Abschluß noch Saturn bei 495x mit Bino vergleichbar mit Hubble Aufnahmen!
Weiters begleiteten Michael und mich noch 36Meteoriten, davon 6Boliden und ein Megabolide, der sich über den ganzen Himmel mit Strichspur und in herlichem grün präsentierte.
Einfach eine Wahnsinnsnacht, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ich hoffe dieser Bericht motiviert meine Astrokollegen nächstes Mal mitzukommen.
Öffnung ist nur durch noch mehr Öffnung zu ersetzen!!
Ein Dunkler Himmel ist nur durch einen noch Dunkleren zu ersetzen!
Die Beste Kombination hatten wir Dienstagnacht im Nockgebiet!
Danke Michi Pagitz, für diese herrliche Nacht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
Christian Zechner
Astronomische Vereinigung Kärnten