Tubusdurchmesser Kaufteleskope - Vignettierung

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MegaRoi

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Hallo,

auf der Seite www.dietermartini.de bin ich auf den folgenden Bausatz gestossen:
Gittertubus Durchmesser 318 mm f 5
Sicherlich ein schönes Teleskop, aber ist der Durchmesser nicht für 12" zu klein und für 10" viel zu groß?
Ich hab die Daten mal in Newtwin eingegeben und es ist mir nicht gelugen eine Konfiguration zu finden bei der der enge Tubus einen 12" Spiegel nicht vignettiert!
Das der Tubus viel zu eng ausgelegt ist ist mir schon oft aufgefallen. Vom Problem mit dem Tubusseeing will ich gar nicht anfangen, da sind eigentlich alle käuflichen Teleskope zu eng. Auch für Blenden ist bei den käuflichen Newtons einfach kein Platz mehr. Das ist schon ärgerlich, aber das die Tuben durch ihren begrenzten Durchmesser auch noch vignettieren finde ich mehr als dämlich! :teufelgrr:

Entweder habe ich einen Denkfehler oder kann die Software nicht richtig bedienen oder die meisten Teleskopbauer wissen nicht was sie tun.
Warum werden fast immer zu enge Tuben gebaut?

CS,
Robert

PS:
Ich wußte nicht recht wohin mit dem Thema. Unter Teleskope wäre gut gewesen aber ich dachte mir die ATMler wissen das mit dem Tubusdurchmesser besser und dort wäre es auch besser aufgehoben.
 
Hallo Robert,

ich denke, Herr Martini meint den Spiegeldurchmesser, was in diesem Fall 12,5" wären.
Luft drum rum läßt er bestimmt.

Und wenn Du einen bestimmten Spiegel hast, dann passt er den Tubus
auch entsprechend Deinen Wünschen an.

Ciao
Martin
 
Hallo Martin,

ich meinte nicht speziell den Bausatz von Dieter Martini. Der baut mit Sicherheit schöne und durchdachte Teleskope - keine Frage! Der Link war eher als Beispiel gedacht, da ich durch einen anderen Fred auf diese Seite gekommen bin.
Mir geht es eher um den Tubusdurchmesser von käuflichen Teleskopen im allgemeinen.

Ein anderes Beispiel:
Öffnung 200mm / Brennweite 1000mm / f - 1:5
Fangspiegeldurchmesser 63 Millimeter - für eine besonders gute Ausleuchtung
Durchmesser / Länge Durchmesser - 230 mm / Länge 930 mm
Okularauszug 2" Crayford mit Reduzierung 1,25"

Bei dem Teleskop finde ich wieder keine Konfiguration die nicht vignettiert. Erst ab 240mm Tubusinnendurchmesser stellt sich bei mir keine Vignettierung mehr ein. Von der Verbessung des Tusbusseeings bei größerem Durchmesser gar nicht zu reden.

Mir geht es nicht darum einzelne Teleskope oder gar Händler in Frage zu stellen. Denn Beispiele wie das letzte finden sich durchgehend bei allen Teleskopen und Händlern. Mir geht es eher darum ob ich einen Denkfehler mache oder ob die meisten käuflich erhältlichen Teleskope schlicht nicht richtig durchdacht sind.

Noch ein Beispiel:
Optische Daten: Öffnung 250mm, Brennweite 1200mm
Öffnungsverhältnis f/ 4,8
Hauptspiegel Material ist Suprax
Reflektion 96% HILUX Reflektion
Okularauszug Orion 2" Crayford Auszug mit 1:10 Untersetzung
Durchmesser 280mm / Länge 1140mm

Was soll ich sagen: Vignettierung ...

Woher kommt das?

mehr CS für alle!

Robert
 
Hallo Robert

das wundert mich allerdings auch sehr, dass die Teleskophersteller so gut wie immer zu enge Tuben bauen und dass auch noch meistens aus Metall.
Habe selber einen 150-750 mm Tal Newton mit einem wirklich sehr guten Spiegel. Die Jungs dort wissen wie man gute Teleskopoptiken baut! Der Tubus allerdings ist aus 2,5 mm ALU und somit total robust, allerdings hat er nur 180 mm Aussendurchmesser. Innen entsprechend weniger und meiner Erfahrung nach -ohne Kork und Samtauskleidung- eine katastrophale Auswirkung auf den Strehlgehalt des Systems - ein optisches Korsett.
Das ein Metalltubus nach dem 'Auskühlen' eine gleichmäßige Temperatur vorne, hinten, oben und unten hat ist eine Illusion. Texereau empfiehlt in seinem Buch 'How to make a Telescope' für den Abstand zwischen Lichtstrahl und Tubuswand einen Abstand von 2 Zoll.
Wieso das bei den Teleskopherstellern noch nicht angekommen ist, läuft auch bei mir unter 'große Rätsel der Menschheit'.

So gesehen wären 318mm Tubusdurchmesser für einen Zehnzöller eher knapp bemessen!

Jedenfalls baue ich mir gerade einen Holztubus mit Blenden und gut Platz rund um den Strahlengang für den 6-Zoll Newton um mal in guten Nächten die Leistung des Spiegels ausfahren zu können.

Viele klaren Nächte ohne Vignettierung
Michael
 
Hallöchen Robert

Wir sind denke ich alle einer Meinung, wenn ich sage - mehr ist besser. Durch einen größeren Tubus wird die Luftzirkulation einfach positiv beeinflusst.

Aber deinen Rechnungen kann ich nicht folgen. In den beiden Beispielen die du angegeben hast, würde durch den Tubus unvignettiertes Licht aus einem mindestens 2° bzw 1.5° großen Gesichtsfeld auf den Hauptspiegel fallen (höchstwahrscheinlich kommt es später zwar doch noch zu Vignettierung am Okularauszug, der Tubus ist aber unschuldig).

Insofern wäre ein (im Durchmesser) größerer Tubus zwar zur Luftzirkulation besser, an Vignettierung bringt er aber keine Vorteile. Ich würde sogar ein Stück in die Gegenrichtung gehen. Ich würde mit für die meisten Newtons einen LÄNGEREN Tubus wünschen. Die meisten haben nämlich einen viel zu kurzen Tubus, so dass Streulicht (unter Umgehung von Haupt- und Sekundärspiegel) gefährlich nahe an die Brennebene herankommt.
Meines Erachtens ist ein "perfekter" Newton so gebaut, dass Tubus, Fangspiegel und Okularauszug im gleichen Moment beginnen zu vignettieren. Das lässt sich aber nur bauen, wenn man die Brennweite des Hauptspiegels genau kennt. Durch die immer vorhandene (und teilweise erhebliche) Streueung der Brennweiten in der Serienproduktion sind diese Systeme eben immer auf einen Mittelwert gerechnet und solche Optimierungen sind nicht wirklich möglich.

Gruß
Andy
 
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