Umbau C-14 mit Zwangsbelüftung

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Knerr

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Hat jemand praktische Erfahrungen mit dem Anbringen von Lüftern (zum schnelleren Luftaustausch) an einem C-14? Wenn ja, liegen Erfahrungen vor, wieviel schneller der Spiegel im Gegensatz zu vorher zur Ruhe kommt?
 
Hallo! Letztes Jahr haben wir an meinem C14 am hinten neben dem Visualback und am Tubusende vorn oben je einen Lüfter von Papst angebracht.Durchmesser je 8cm,niedrigdrehend,vibrationsarm,leise,und so gross als möglich für optimale Luftumwälzung waren die Vorgaben.Der hintere Lüfter saugt gefiltert an,der Vordere zieht direkt neben der Schmidtplatte ebenso gefiltert die Luft raus.Da mein Teleskop stationär in einer Schiebedachhütte steht speichert es den ganzen Tag über die Wärme und braucht recht lange zum Auskühlen.Durch den Umbau hat sich die Wartezeit deutlich verkürzt,je nach Witterung um mindestens die Hälfte.Ich würde sagen man kann nach einer Stunde damit auch schon hoch vergrössern.Zusätzlich habe ich mittlerweile noch das Hüttendach von innen mit Folie ausgekleidet und am höchsten Punkt der Hütte am Giebel vorn einen Lüfter angebracht,welcher durch Solarzellen auf dem Dach gespeisst wird: Viel Sonne,viel Lüftung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Nebenbei wurde noch das Shifting optimiert,neues Fett eingebracht, der Tubus und das Blendrohr von innen abgedunkelt und 2 Haltegriffe montiert.Danach wurde das Ganze auf der optischen Bank vermessen und ich kann wirklich sagen dass sich der Umbau gelohnt hat,nicht nur theoretisch,visuell merkt man es schon.Ich muss zugeben dass ich schon ins Schwitzen kam als wir dem Tubus mit dem 8cm durchmessenden Metallfräser zu Leibe rückten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .Gruss Wolfgang
 
Danke für die Info,

ich kenne bereits 2 sehr interessante Web-Seiten, die einen C-11 Umbau beschreiben:
http://www.rothritter.com/website/index.html
und
http://members.aon.at/kerschhuber/folder/06eqipm/sites/c11/c11umbau.htm

Für mich stellt sich in erster Linie die Frage, wo die beiden Lüfter anzubringen sind. Bislang kenne ich nur Umbauten, die beide Lüfter hinter den Primärspiegel vorsehen. Aus strömungstechnischer Sicht, kann dies nicht sehr sinnvoll sein. Der eine Lüfter bläst Frischluft gegen die Rückseite des Hauptspiegels. Der zweite Lüfter zieht einen Teil davon direkt wieder aus dem Tubusinneren ab. Es ist bekannt, dass die kritische Luftschicht nur wenige Zentimeter vor dem Primärspiegel liegt. Bis diese geringe Strömung das Luftvolumen vor dem Hauptspiegel in Bewegung versetzt hat, müsste ziemlich lange dauern. Dennoch überrascht es mich zu hören, dass trotzdem ein schnelles Ergebnis erwartet werden kann!?. Meine Überlegungen gehen dahin, die beiden Lüfter 3 bis 4 cm quer vor dem Hauptspiegel anzubringen. Die Idee einen Lüfter hinter dem Hauptspiegel und den anderen dicht hinter der Schmidtplatte anzubringen, finde ich auch gut. Dadurch ist die Strömungsrichtung der Luft schon ziemlich gut in die Richtung gelenkt, die einen schnellen Austausch ermöglicht. Wenn beide Lüfter dann noch gegenüber angeordnet sind, ist das Ergebnis mit Sicherheit nochmals besser.
Meine Instrumente stehen unter einer Kuppel. Die Isolation ist ziemlich gut (Alu+Bitumenbahnen+Holz). Dennoch ist es im Gebäude wärmer oder auch kälter als draußen. Statt einer Zwangsentlüftung habe ich eine indirekte Abluft durch ein Labyrinthsystem am oberen Ende des Spaltes vorgesehen. Ich denke, es wird mir genauso ergehen, wenn ich mit dem Dosenfräser der Teleskoprückwand zu Leibe rücken werde.....
Ich muss noch darüber Nachdenken, wie ich den Umbau angehen werde.

Nochmals Danke für die Umbaubeschreibung.

Grüße
Günter
 
Hallo,

dass das SCT in der "amerikanischen Form" eigentlich eine Fehlkonstruktion ist, wurde nicht nur von Herwin G. Ziegler in seinem Beitrag "Instrumente testen, aber wie" in SuW 12/2001 S.1098-1105 erwähnt. Dass die Massenfertigung dieser Instrumente teilweise schlimme Mängel aufweist, ist auch nicht unbekannt. Warum sich dieses System trotzdem bestens verkaufen läßt, dürfte wohl ebefalls bekannt sein.
Schon vor vielen Jahren wurde das Thema mit der Thermodynamik im geschlossenen Tubus diskutiert. Wundert mich sehr, dass das bisher viel zu wenig aufgenommen wurde (zumindest im deutschen Sprachraum). Ich brachte auch schon etliche Male den Vorschlag, das Problem der Thermodynamik im geschlossenen Tubus mit einem offenen Gitterrohrtubus zu lösen.
Schade, dass dieser Vorschlag wohl wieder ins Leere verpuffen wird...

Gruß, Nirosta
www.zellix.de
 
Hallo,
Natürlich wäre das die beste Lösung,aber die Hemmschwelle
ist gross ein solches Gerät zu zerlegen.
Gut,wir sagen mal "kein Problem",aber die meisten Benutzer
haben keine gut ausgerüstete Werkstatt.
Auch muss eine gute Lösung fertiggedacht sein,die Spiegel
und die Schmidtplatte zu schützen nach Gebrauch.
Mir war da ein Gedanke gekommen,deine Meinung würde mich
interessieren;die Abdeckung des Fangspiegel mit drei
Bohrungen luftdurchlässig zu machen,dann wäre der
Wärmestau in der Fangspiegelblende verschwunden,und ein
gewisser Luftstrom im Tubus angekurbelt...?
Der Aufwand wäre auch minimal,und diese "Nase"am
Fangspiegelschatten wäre Vergangenheit.(Vielleicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> )
 
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