Umbau vom Pentaprisma zum Sonnenprisma

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eckehardt70

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Guten Abend,

was macht man nicht alles, wenn draußen permanenter Hochnebel einem den Blick auf die Sterne vermießt.
Richtig, man bastelt sich was zur Sonnenbeobachtunge, denn irgendwann wird sich der Nebel schon verziehen.
In meinem Fall habe ich also meinem kleinen 80iger ED ein neues Sonnenprisma spendiert.
Ich hatte schon ein Pentaprisma, mit dem ich über Jahre detailreiche Sonnenbeobachtungen durchgeführt habe.

Aber das Bessere ist eben des Guten Feind!
Ein hochwertiges unverspiegeltes Prisma hatte ich noch in meiner "Scherbensammlung" gefunden.
Ich verspreche mir vom Umbau eine bessere Abbildungsleistung, da nun weniger optische Flächen im Spiel sind.
Nicht zuletzt soll das Teil auch etwas edler aussehen und wie anfangs erwähnt, sind ja da noch diese bewölkten Novemberabende.
Einzig den Alugrundkörker aus Vierkantmaterial 50x50x5mm musste ich noch kaufen. Somit ist der finanzielle Einsatz überschaubar.
Zur Innenverkleidung nutze ich schwarzes Velour und Moosgummi.
Letzteres fixiert gleichzeitig das Prisma.
Das einseitig auf Hochglanz poliertes VA Blech leitet das verbleibende Sonnenlicht weg von empfindlichen Körperteilen.
Ein Arbeitskollege war so freundlich, mir den Aluzuschnitt zu bearbeiten. So eine DMU 100 ist schon eine tolle Maschine...

Link zur Grafik: http://thomas.frankcoburger.de/pictures/Herschelkeil_1.jpg


Link zur Grafik: http://thomas.frankcoburger.de/pictures/Herschelkeil_2.jpg

Link zur Grafik: http://thomas.frankcoburger.de/pictures/Herschelkeil_3.jpg

Strahlengang


So sah das Pentaprima vor dem Umbau aus:
Pentaprisma alt


Ein erster Test an der tief stehenden Sonne war erfolgreich, sofern man das bei dem schlechten Seeing überhaupt beurteilen konnte. Nun geht der Alugrundkörper zum Eloxieren.
Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk habe ich mir dann noch von Beloptik den IRcut-Pol_ND3 Filter gegönnt und damit den Graufilterstapel abgelöst. Eine feine, bequeme und nicht zuletzt sichere Sache.
Ich bin wirklich gespannt, ob ich mit dem Umbau, natürlich nur unter optimalen Bedingungen, noch das letzte Quäntchen an Schärfe gewinnen kann. Wenn nicht, dann sieht das Sonnenprisma eben nur besser aus ;-)

Vielleicht findet sich ja der ein oder andere Nachahmer.

Gruß
Thomas

 
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Hallo Thomas,

eine feine Arbeit! Gefällt mir sehr gut!

Anbrennen sollte da nix, da weit genug vor'm Fokus und Moosgummi bei <100°C wohl noch nicht entflammbar ist.

Nur exakt im Fokus kommt man mit einem 80er ED >100°C.

Gruß
Oliver
 
Hallo Werner und Oliver,

vielen Dank für die netten Kommentare. Freut mich sehr, wenn euch mein Eigenau gefällt.
Da brennt nichts an, da kann ich dich beruhigen Werner.
Ca. 95% des Lichtbündels verlassen das Gehäuse über das rückwertige Loch und werden vom Blech Richtung Boden gelenkt.
Dem Strahl darf natürlich nichts im Wege stehen. Da würde auch Farbe abbrennen.
Ca. 5% gelangen durch die Reflektion in den Filter und dann in das Okular. Der geringe Rest sind Verluste innerhalb des Glaskörpers und schwache Reflektionen, die keinen Schaden anrichten können.
Eigentlich arbeite ich in meiner Freizeit ja lieber mit Holz, denn von berufswegen habe ich den ganzen Tag mit Metall zu tun, aber ganz lassen kann ich es nicht. So glänzendes Metall hat eben irgend etwas;-)

Gruß und CS
Thomas

 
Hallo,

ich wollte noch einmal ein paar abschließende Bilder zeigen, nachdem nun alles fertiggestellt ist.
Der Grundkörper ist nun schwarz eloxiert und die inneren Moosgummiplatten fixieren das Prisma.
Also Prisma geputzt, eingesetzt und fertig... und natürlich bewölkt.
Naja nur noch ein paar Tage und dann steigt die Kugel wieder höher.

Link zur Grafik: http://thomas.frankcoburger.de/pictures/Herschelkeil_5.jpg

Link zur Grafik: http://thomas.frankcoburger.de/pictures/Herschelkeil_6.jpg

Gruß
Thomas







 
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Hallo Thomas,

kannst Du mal den Strahlengang, Hauptlicht, Ablenkung und Lichtweg zum Auge zeichnerich darstellen und die Prisma Daten : Typ ; Glasart; Maße dazu schreiben?

Kann dazu ein ausgebautes Zenitprisma verwendet werden ?
Für Leute die sowas nachbauen wollen.

Gruß Günter
 
Hallo Günter,

du kannst natürlich ein Zenitprisma verwenden. Wichtig ist, das das Prisma nicht verpiegelt ist.
Eventuell solltest du sogar dein Gehäuse verwenden. Du hättest schon die Anschlüsse Okular- und Fernrohrseitig.
Mein Prisma ist aus einer russischen Militäroptik. Es ist 90° Prisma mit 24mm Breite und einer Hypotenuse von 47mm.Ich kann dir nicht sagen aus welcher Glassorte es besteht.
Ist auch nicht relevant, da eigentlich nur die Hypotenusenfläche und deren optische Fläche zählt. Alles im Glaskörper ist "Abfall".
Sehe es mir nach, wenn ich den Strahlengang nicht aufzeichne. Dazu gibt es jede Menge Skizzen und Erklärungen im Netz.

Gruß
Thomas
 
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