aro
Aktives Mitglied
Hallo,
nachdem der Himmel während meines Weihnachtsurlaubs komplett wolkenverhangen war, ergab sich gestern die Gelegenheit mein neues Nexstar 127 SLT ein Stündchen auszuprobieren (Umstieg von Skylux 70/700 (Lidlscope))
Über das Teleskop an sich (bzw. die Skywatcher-Variante) ist hier ja schon reichlich geschrieben worden, daher beschränke ich mich hier auf einen kurzen Beobachtungsbericht und Vergleich zum Lidlscope:
Zuerst mal der Mond mit 32mm Super Plössl. Ja, jetzt weiss ich auch, wofür man ein Mondfilter braucht
Beim Skylux bin ich immer ohne ausgekommen aber das hier ist echt zu hell. Vieeeel besser _mit_ Mondfilter. Jetzt höher vergrößern: 9mm, 7mm. Alles sehr schön scharf. Dann mal das 5mm UWA (hatte ich noch vom Lidlscope). Auch noch scharfzustellen, allerdings fällt der Kontrast im Vergleich zum 7er schon ab.
Im Gegensatz zum Lidlscope kann man sich mit dem Maksutov aufgrund der größeren Öffnung und höheren Vergrößerung (300fach mit 5mm UWA) auf einzelne "Gegenden" oder markante Krater konzentrieren. Gestern habe ich Plato beobachtet. Die Schatten des östlichen Kraterrandes innerhalb des Kraters machten das ganze sehr plastisch und man konnte richtig in die Landschaft "eintauchen" und nach Süden Richtung Alpental "fliegen". Deutlich besser als mit dem Lidlscope.
Schwenk zum Jupiter: Auch hierbei macht sich die größere Öffnung im Vergleich zum Lidlscope bemerkbar. Das Bild ist spürbar kontrastreicher. Subjektiv würde ich grob sagen, dass man mit den selben Okularen den selben Kontrast erreicht, allerdings ist das Bild beim Maksutov doppelt so groß.
Schwenk zum Orionnebel M42: Trotz des Mondlichts ist die Nebelstruktur im 32mm Super Plössl erkennbar. Schon besser als beim Lidlscoe aber jetzt irgendwie nicht umwerfend. Das werde ich noch mal bei Neumond ausprobieren ...
Mein persönlicher, erster Eindruck:
Der Wechsel hat sich gelohnt: Besseres Bild, höhere Vergrößerung, noch transportabler: Bis auf die Montierung und die Spannungsversorgung (Skywatcher Powerpack 7AH) passt alles in eine Tasche. Das Lidlscope werde ich aber nicht wegtun sondern einmotten und vielleicht in ein paar Jahren meiner Tochter zum Einstieg geben.
Für den Mond und Jupiter wäre das GoTo nun wirklich nicht nötig gewesen, die Nachführung der Astro-3 (RA-Motor) hätte da auch ausgereicht. Aber bequem ist's schon. Ich denke, dass das bei lichtschwächeren Objekten (Ringnebel, Hantelnebel) und bei Beobachtungen abseits der heimischen Terrasse (zuhause weiß ich, wie das Stativ vom Lidlscope stehen muss aber im Feld ist erstmal Ausrichten angesagt) noch mehr zum Tragen kommt.
Den Einstieg und die ersten Schritte mit dem Lidlscope bereue ich aber überhaupt nicht. Hat mir gut fünf Jahre Spaß bereitet.
CS,
Achim
nachdem der Himmel während meines Weihnachtsurlaubs komplett wolkenverhangen war, ergab sich gestern die Gelegenheit mein neues Nexstar 127 SLT ein Stündchen auszuprobieren (Umstieg von Skylux 70/700 (Lidlscope))
Über das Teleskop an sich (bzw. die Skywatcher-Variante) ist hier ja schon reichlich geschrieben worden, daher beschränke ich mich hier auf einen kurzen Beobachtungsbericht und Vergleich zum Lidlscope:
Zuerst mal der Mond mit 32mm Super Plössl. Ja, jetzt weiss ich auch, wofür man ein Mondfilter braucht
Im Gegensatz zum Lidlscope kann man sich mit dem Maksutov aufgrund der größeren Öffnung und höheren Vergrößerung (300fach mit 5mm UWA) auf einzelne "Gegenden" oder markante Krater konzentrieren. Gestern habe ich Plato beobachtet. Die Schatten des östlichen Kraterrandes innerhalb des Kraters machten das ganze sehr plastisch und man konnte richtig in die Landschaft "eintauchen" und nach Süden Richtung Alpental "fliegen". Deutlich besser als mit dem Lidlscope.
Schwenk zum Jupiter: Auch hierbei macht sich die größere Öffnung im Vergleich zum Lidlscope bemerkbar. Das Bild ist spürbar kontrastreicher. Subjektiv würde ich grob sagen, dass man mit den selben Okularen den selben Kontrast erreicht, allerdings ist das Bild beim Maksutov doppelt so groß.
Schwenk zum Orionnebel M42: Trotz des Mondlichts ist die Nebelstruktur im 32mm Super Plössl erkennbar. Schon besser als beim Lidlscoe aber jetzt irgendwie nicht umwerfend. Das werde ich noch mal bei Neumond ausprobieren ...
Mein persönlicher, erster Eindruck:
Der Wechsel hat sich gelohnt: Besseres Bild, höhere Vergrößerung, noch transportabler: Bis auf die Montierung und die Spannungsversorgung (Skywatcher Powerpack 7AH) passt alles in eine Tasche. Das Lidlscope werde ich aber nicht wegtun sondern einmotten und vielleicht in ein paar Jahren meiner Tochter zum Einstieg geben.
Für den Mond und Jupiter wäre das GoTo nun wirklich nicht nötig gewesen, die Nachführung der Astro-3 (RA-Motor) hätte da auch ausgereicht. Aber bequem ist's schon. Ich denke, dass das bei lichtschwächeren Objekten (Ringnebel, Hantelnebel) und bei Beobachtungen abseits der heimischen Terrasse (zuhause weiß ich, wie das Stativ vom Lidlscope stehen muss aber im Feld ist erstmal Ausrichten angesagt) noch mehr zum Tragen kommt.
Den Einstieg und die ersten Schritte mit dem Lidlscope bereue ich aber überhaupt nicht. Hat mir gut fünf Jahre Spaß bereitet.
CS,
Achim