Und wiedereinmal sucht ein Einsteiger ...

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Das Meade Mac ist sicherlich ein gutes Gerät, aber der 150er Refraktor wird dir mehr zeigen! Obwohl hier die Optik natürlich einen gewissen Farbfehler hat.

Generell solltest di dir überlegen, ob du eine Computersteuerung brauchst. Die Dinger müssen ja auch immer erst initialisiert werden. Die HEQ5 hat ja eine zweiachs Steuerung, die reicht eigentlich aus. Ich habe selber auch diese Montierung und bis ganz zufrieden damit. Der 150er wird aber sicherlich schon an die Grenze der Montierung stoßen.

Kurz gesagt: Kauf dir lieber den Refraktor! Da bekommst du einfach mehr fürs Geld. Soll es denn unbedingt ein Refraktor sein? Auf die HEQ5 kannst du auch noch einen 8" Newton setzen. Der bringt mehr Licht und ist billiger.

Schau mal bei www.Teleskop-service.de nach.
Die haben gerade auch ein Angbot eines 200 / 1000 Newton auf der HEQ-6 für 999 Euros. Da hast du eine noch bessere Montierung und kannst mehr Kohle in Zubehör stecken.

Torsten
 
Hi Diesel,

und wie sinnvoll ist eine solche Computersteuerung ?

Bei Sonne, Mond, Planeten? Absolut sinnlos.
Die sieht man doch mit blossem Auge!
Im Ernst, Goto ist eigentlich nur aus folgenden Gründen sinnvoll:
- ich bin zu faul, mich mit der Materie ein wenig zu beschäftigen, sonder zappe lieber im Schnelldurchlauf die Opjekte ab. Dann habe ich aber auch bald keine Lust mehr auf das Hobby, weil es schnell langweilig wird.
- ich habe nur wenig Zeit und möchte trotzdem so viel wie möglich sehen.
- ich versuche mich gerne an extrem schwierigen Objekten an der Sichtbarkeitsgrenze
- ich bin elektronikbegeistert und habe keine Scheu, laut fluchend auf dem Sandplacken um mein Teleskop zu hüpfen, wenns mal wieder spinnt. (<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> selbst miterlebt!)

Aber vielleicht solltest du dich uns erst noch etwas genauer vorstellen. Musst du zum Beispiel dein Teleskop jedesmal transportieren und hast du die Möglichkeit (z.B. grosses Fahrzeug) dazu? Wie sind deine Bedingungen, Stadt oder dunkler Landhimmel? Hast du im Budget noch etwas Luft für Zubehör (Okulare, Bücher, Stromversorgung, etc...) einkalkuliert?

Basteln musst du eigentlich bei keinem (vernünftigen) Teleskop, aber verbessern kann man natürlich immer etwas.

Da dein Budget ja doch eine gute Qualität ermöglicht, solltest du nichts überstürzen und dich noch etwas weiter informieren. Am besten mal mit jemandem aus deiner Nähe (z.B. hier über das Treffpunktforum) Kontakt aufnehmen und dir erstmal verschiedene Systeme anschauen.

Ich persönlich würde z.B für Sonne,Mond, Planeten eine Kombination ähnlich dem OMC 140 auf HEQ-5 in Erwägung ziehen, da er den beiden von dir gewählten Geräten weit überlegen sein sollte.
 
Zunächst vielen Dank für Eure Berichte !
Tatsächlich ist es so, das ich wenig Zeit habe.
Transportieren kann ich mit meinem Kombi und ich
wohne relativ ländlich. Mein Budget ist theoretisch
völlig ausreichend - Bücher habe ich schon - und
für das sonstige drumherum habe ich ca 1.000 EUR
eingeplant. Der "Tubus" selbst sollte nicht zu groß
sein, da ich mir nicht jedesmal einen Bruch heben will.
Ursprünglich hatte ich an so etwas gedacht:
http://www.astroshop.biz/shop/292/1473/
aber das erschien mir dann doch als Einsteiger leicht
überdimensioniert.

diesel
 
Der hat sicherlich eine klasse Optik, aber der sammelt natürlich nicht viel Licht. Wenn du einen Kombi hast und ländlich wohnst, würde ich dir echt zu einem Newton mit viel Öffnung raten.

Torsten
 
Hi,

also richtig gut transportabel ist der 150/1200 nicht. Man muss die Röhre mal life gesehen haben. Ist schon recht heftig. Mit allem Zubehör artet dann die Fahrt zum Beobachtungsplatz leicht in einen Umzug aus. Abgesehen davon, das der Farbfehler gerade am Mond und Planeten doch recht störend sein kann.

Du sagst, du hast wenig Zeit. Hast du dann schon mal über einen Planetendobson nachgedacht? So was in diese Richtung . Schneller gehts kaum! In der Zeit, der der eine sein voll comutergesteuertes System aufgebaut, eingestellt und zugeschaut hat, wie´s das Objekt anfährt, ist der Dobsonuser schon fertig und geht wieder nach hause. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Keine Akkus, kein Kabelgewirr, etc. Einfach eine Beobachtungsmaschine pur. Aufbau- und Auskühlzeit nahezu null und ausser den Okularen kein weiteres Zubehör zwingend nötig (Klappstuhl vielleicht, damit es bequehmer ist).

Wie gesagt, ich würde zuerst versuchen, mit einigen Leuten Kontakt aufzunehmen und mal das eine oder andere System in natura ausprobieren.
 
Hallo Astrojockel,

der sieht nun auch nicht gerade wirklich klein aus ... !?!
Ist denn so ein Gerät ausbaufähig - ich meine wenn man
später Lust auf mehr bekommt ?!?

Danke
diesel
 
Moin,

er ist zwar lang (ca. 130cm), aber leicht und damit sehr handlich und passt gut auf die Rückbank normaler Fahrzeuge.
Mit zwei Rohrschellen und einer Schiene (Gesamtkosten je nach Modell ab ca. 100,-€) ist er dann ohne Umbaumassnahmen auf jede par. Montierung adaptierbar.
Ich selbst habe so meinen 8"GSO wahlweise als Dobson oder auf der EQ6 betrieben.
Für ernsthafte Fotografie könnte man dann später natürlich die vielen im Netz beschriebenen Verbesserungen wie einen besseren OAZ, etc. vornehmen. Aber das muss nicht unbedingt sein und ergibt sich mit der Zeit eh von selbst, wenn man merkt, das Basteln einem vielleicht doch Spass macht. Jedenfalls besteht die Möglichkeit, ihn ohne grossen finanziellen und zeitlichen Einsatz noch zu verbessern.
 
Moin Diesel!

Wenn ich das alles so lese, frage ich mich: Warum nicht erstmal einen Dobson?
Die Dinger sind heutzutage qualitativ gut und mehr Öffnung für den Preis
kriegt man sonst nirgendwo. Schneller einsatzbereit als so ein Dobson ist
kaum ein anderes Teleskop. Im rein vis. Bereich würde ich mich persönlich
gar nicht mehr mit einer parallaktischen Montierung abgeben wollen - und
wenn die einmal ran soll, dann kann man sie einfach nachrüsten.

Da Du ja schon einigen Lesestoff besitzt - hoffentlich auch den Karkoschka
und das Himmelsjahr - kann es doch mit einem Dobson schnell losgehen. Als
Nebengerät zum Sucher vielleicht noch einen Telrad o.ä. dran, um schneller
ins Zielgebiet zu gelangen, und schon kann der Spaß beginnen. Sinnigerweise
fängt man mit den einfachen Objekten an und versucht erstmal ein Gefühl
für das Teleskop zu bekommen. Das geht m.E. bem Dobson recht schnell.

Bei Deinem Traumteleskop kann ich Dir außerdem nur raten: Vergleiche die Preise
und kauf' nicht beim Erstbesten!
 
Hallo Diesel,

tja so ein ETX (90-125) ist klein und fein, wenn man es zu nutzen weiss. Habe selber zwei (90 125), und meine Hauptargumente damals waren Transportabilität und Interesse eher beim hiesigen Sonnensystem. Habe den Kauf bisher auch noch nicht bereut, habe auch die GOTO-Steuerung allenfalls zur Nachführung benötigt.
Viel hängt ab, wie dunkel deine Umgebung ist. Zum Vergleich kann ich einen Bekannten anführen,der, wohnhaft in der Nähe des Frankfurter Flughafens, allabendlich in seinen 8 Zoll Dobson weint. Zum einen, weil, durch das Streulicht bedingt, er an diesem Standort nicht meht sieht als ich mit dem ETX (125), und zum anderen ihn heftiger Rückenschmerz plagt, wenn er sein schweres Gerät aus dem Keller in den Garten wuchten darf. Hast Du dunklen Himmel greifbar, wird das ETX zwar deutlich abgehängt, nichtsdestotrotz kann die Beobachtung prominenter Deep Sky Objekten mit dem ETX (125) Spass machen. Ich hatte das Vergügen mit einem ETX90 in Chile weilen zu dürfen. Ich hätte nie geglaubt, soviel im Orionnebel zu sehen, M33 ein Klacks, der Tukannebel hervorragend. (Zum Vergleich stand ein C8 zur Verfügung, und dagegen sah das ETX nicht so schlecht aus). Mängel allerdings wollen nicht verschwiegen werden. Den Sucher z.B. sollte man demjenigen an den Kopf werfen, der ihn für das ETX90 vorgesehen hat. Fokussierung etwas für kleine Hände (aber wer die kleinen Handys bedienen kann, dem ist auch zuzumuten ein ETX90 zu fokussieren.) Die Montierung ist auch beim besten Willen nicht als stabil zu bezeichnen, hat aber beim ETX125 durch die interne Alugabel substanzielle Verbesserung erfahren. Aber solange man das Gerät einigermassen schonend behandeld (sollte man eh mit jedem Teleskop tun) funktioniert trotzdem alles tadellos (seit 1,5 Jahren, oft benutzt).
Bedenke aber, dass Du für den Preis eines ETXs gute Fernostteleskope erstehen kannst.

Hoffentlich habe ich zur Verwirrung beigetragen,

Gruß

Dirk
 
Hallo,

um Deine Verwirrung zu vergrößern und Dich von übereilten Entscheidungen abzuhalten, werde
ich Dir mal krass meinen ersten Eindruck zu Deiner Auswahl mitteilen.
Das ETX ist ein kleines Fummelteleskop mit ganz guter Optik und grausamer Mechanik und einer
völlig unsinnigen Computersteuerung. Ein nettes Spielzeug für Technikfreaks, mit dem man auch was
sieht, aber für das was man sieht viel zu teuer.
Der 150/1200 Refraktor ist ein Monster, der reicht in einer bequemen Beobachtungsposition bis
zur Zimmerdecke, wenn man ihn mal zum Spaß drinnen aufstellt. Ist also schwer und sperrig und
braucht fast schon mindestens eine EQ6 als Montierung, wenns auch noch stabil sein soll. Mit
etwas Wackeltoleranz ist vielleicht auch noch die H-EQ5 zu gebrauchen. Teuer ist er auch noch,
und die Optik ist vom physikalischen Design her nicht der Brüller, da der Farbfehler durch das
Öffnungsverhältnis von f/8 sehr groß ist. Nach Fraunhofer müßte es eher f/16 sein, aber dann bräuchte
man schon eine ausgewachsene Sternwartenkuppel und eine Monstermontierung für das Ding.
Also es sind beides Geräte für Liebhaber dieser speziellen Typen von Teleskopen.
Bei Deinem Budget würde ich ein 8" Gerät ( Newton, Schmidt Cassegrain, VC 200L ) auf einer H-EQ5
oder GP-DX ( gebraucht ) empfehlen. Das dürfte das beste Preis Leistungsverhältnis bieten.
Hierbei mußt Du aber wissen, was Deine bevorzugten Gebiete sind, danach richtet sich so ein
bißchen der Typ und oder die Ausführung des Teleskops.
Der APO auf der Vixen Sphinx ist auch nur was für Puristen, Refraktorliebhaber und Planetenbeobachter.
Für den Preis sieht man damit bei DeepSky-Beobchtungen erschreckend wenig.
 
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