Und wiedereinmal Teleskopsuche

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corwin

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Erst einmal ein großes Hallo an alle. Wiedereinmal steht ein Neuling vor der großen Frage: Welches Teleskop hätten sie denn gerne? Da ich zum 1.Mal in diesem Forum bin, hoffe ich man verzeiht mir blöde Fragen. Aber da ich schon öfter mitgelesen habe, habe ich schon bemerkt, dass es hier nur lauter nette Leute gibt. Meine Vorstellung geht zu natürlich größtmöglicher Öffnung. Da ich mich am Meisten für Deep Sky interessiere. Zwei Newtons (bei einem allseits bekannten Händler gg) haben es bei mir in die engere Wahl geschafft, da sie beide viel Öffnung für relativ wenig Geld bieten und beide parallaktisch montiert sind. Das eine ist mit 250/1200 auf einer ADM, das zweite ist ein 254/1600 auf Astro 5 in einer verkürzen Bauweise mit Korrekturlinse. Das zweite hat es mir mehr angetan (Preis). Und hier fängt mein Problem an. Durch die verkürzte Bauweise ist eine Korrekturlinse vor dem FS. Ich habe gehört, dieses würde den Kontrast mindern. Hat vielleicht jemand Erfahrung zu dem Gerät? Ausserdem kommt mir die Montierung für so ein großes Rohr etwas schwach vor. Ich habe vor zu einem späteren Zeitpunkt die Geschichte fotografisch aus zu bauen? Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe und CS
 
Hi Corwin, wenn wir hier über den gleichen Anbieter und das gleiche Gerät schreiben, dann frage ich mich, ob Du evtl. net alles gelesen hast, schreibt der Wolfi doch ausdrücklich, dass die Monti das Gerät visuell ausreichend trägt und windgeschützte Beobachtungsorte ausgesucht werden sollten.
Imho zeigt auch das Bild mit den ganzen Gegengewichten, dass die Kombi bezügl. der Stabilität wirklich am Rande des Machbaren (nicht mehr des Vernünftigen) ist.
Fotographisch würde ich die Finger davon lassen.

Schau mal bei den www.deepsky-brothers.de vorbei, der Armin und der Torsten haben da eine nette Tabelle über sinnvolle Kombinationen Optik/Monti.

Zu der Optik an sich sollten sich evtl. mal die Newton-Experten zu Wort melden.
Nur soviel: der 250/1200er ist "schneller" (Öffnungsverhältnis f4,8, der andere hat f6,3) und dafür imho besser für Deepsky-Photographie geeignet, stellt aber höhere Anforderungen an die Okulare, als ein Gerät mit größerem Öffnungsverhältnis.

Gruesslies

Weazle
 
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Hi Corwin,
Einsteigen und Fotografie?
Wenn es nicht Webcam ist, sag ich: "Leg Foto erst mal ad acta".
Der Einstieg als solcher wird Dich erst mal ne Zeit beschäftigen ehe an DS Fotografie gedacht werden kann bzw dies praktisch angegangen wird.
Ich würde zum Einstieg visuell tendieren und dort im Rahmen der Möglichkeiten Scope und angepaßtes Zubehör kaufen. Nimms auch nicht zu groß, denn Fotografie im Hinterkopf wird mit großen Geräten teuer, weil die Monti dafür richtig Geld kostet.
Dein Vorzugsgerät kennt noch niemand live, außer vielleicht Wolfi, insofern ist dazu erst mal wenig zu sagen.
Ein 10" auf ADM, das klingt mir optimistisch und das schon visuell.
Wie immer rate ich vorher live Eindrücke zu sammeln und danach zu entscheiden.
Sternfreunde, Vereine etc helfen Dir gerne weiter und nehmen Dich auch ohne Scope mit raus.
CS
 
Danke Weazle für deine Antwort. Du hast recht. Ich habe mir so viele Teile in letzter Zeit im Net betrachtet, dass mir der Hinweis entgangen ist. Aber da ich noch blutiger Anfänger bin (also ich mach das erst ein dreiviertel Jahr, aber mit zunehmender Begeisterung) hoffe ich, dass Du mir die kleine Unaufmerksamkeit verzeihst. Trotzdem bleibt bei mir die Angst, dass die Geschichte schon visuell ein wenig zu wackelig ist. Da es schon vom Händler der Hinweis auf windgeschützte Plätze gibt. Wenn es noch akzeptapel ist soll es mir nur Recht sein, allein vom Preis. Photografisch kann ich es ja später auf eine grössere Montierung draufpacken (evt EQ 6 ?) Mein Frage photografisch war auch mehr im Bezug zur K.Linse, beziehungsweise ob die dann Probleme machen könnte?
Um es auf den Punkt zu bringen: ich suche ein Rohr, dass mir heute visuell etwas bringt und das ich morgen fotografisch ausbauen kann.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke auch Dir Antares.
Schade, dass keiner das Teleskop kennt, wenn es so neu ist wie Du sagst. Habe mir Deine Tabelle angeschaut. Ich hielt die ADM im ersten Moment für ausreichend. Kann das aber wahrscheinlich nicht so gut einordnen.
 
Dann würde ich Dir in jedem Fall zu einem Dobson raten, den Du später bei Bedarf mit einer "großen" paralaktischen Monti mit Motoren Fototauglich machen kannst.
Beim Dobson bezahlst Du halt net zwei teure paralaktische Montierungen, ausserdem ist ein Dobson zum Einstieg net schlecht, weil mer sich da net auch noch in die Bedienung der Monti reinfuchsen muss (da wird mer übrigens auch bei den deepsky-brothers fündig - das ist imho die beste Anleitung für eine Paralaktische Monti, die im Netz zu finden ist).
Schau mal beim Wolfi nach, der hat recht gute GSO Dobs zu vernünftigen Preisen.

Guesslies und CS

Weazle

 
Ja an den Feinheiten der parallaktischen Monti stoss ich mich auch noch (bin mit dem Lidlscope eingestiegen wie so viele. Das Ding ist gar nicht so schlecht, hab sogar vor einigen Wochen den Ringnebel in der Leier hingekriegt, nicht sehr deutlich zwar aber immerhin.)Das mit den Dobson´s ist ne Überlegung wert.Leider muss ich jetzt weg und kann nicht mehr live antworten freue mich aber über viele aufkärende Beiträge von euch .
Bye Bye
 
Habe mir das Nachbarforum auf Deinen Hinweis hin mir angeschaut. Danke für Deine Mühe. Bin jetzt etwas schlauer als vorher und geichzeitig noch verwirrter. Naja verwirrt war ich schon öfter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Was mir am dem Rohr gefällt ist die kurze Bauweise die meinem Auto entgegenkommt sowie der Preis und das ich mir nach Aussage des Händlers durch die KL die Optik komakorrigiert ist.Auch hoffe ich durch das F 6,3 Öffnungsverhtnis einiges bei den Okuaren zu sparen da ich so wie ich das verstanden habe bei den schnellen Newtons die Okulare auch schnell ins Geld gehen.
Auf der Gegenseite steht halt das ich mit der KL vor dem FS
Muffe habe beim justieren als Anfänger ganz gewaltig auf den [zensiert] zu fallen.Vor allem weil man sich scheinbar in dem Nachbarforum auch nicht über die Bauweise ganz sicher ist.
Wäre ja mal interessant zu erfahren, welches optische Design sich hinter dem Korrektor verbirgt, den der Primärfokus des Newton muss ja, wenn man sich die Baulänge ansieht in der Tat irgendwo um f/4 liegen, wenn das ganze System dann bei f/6 landet, dann verursacht der Korrektor ja eine 1,5 fache Brennweitenverlängerung. Die klassischen Korrektoren dieser Art, wie ich sie aus der Literatur kenne (Ross Korrektor mit negativer Brennweite) liefert ja eine 2 fache Verlängerung. Ich weiß nicht ob man weiterhin mit sphärischen Oberflächen auskommt, wenn man dieses Verhältnis nach unten hin verändert, oder ob wir es da wieder mit einem ganz anderen Design zu tun haben. Da gibt es ja noch ein paar andere Konstruktionen, aber alle haben mindestens 2 Linsen, wenn nicht sogar noch mehr, einzig sowas wie ein Meniskus in nähe der Brennebene ging noch.
Die Sache mit der sphärischen Oberfläche kapiere ich auch nicht so ganz. Da habe ich noch zu wenig Ahnung, kann mich bitte jemand aufklären?

Irgendwie schwankt die ganze Sache zwischen Hopp und Top. Aber das ist wohl bei allem im Leben so. Im Moment ist es jedenfalls immer noch mein Favorit.Muss ja auch nicht gleich morgen zuschlagen sondern kann mir ja das noch 3-4 Wochen durch den Kopf gehen lassen. Hoffe ja bis dahin noch ein bisschen mehr raus zu finden.
Grüße vom Untermain
 
Sphäre vs Paraboloid

Hallo Corwin,

Die Sache mit der sphärischen Oberfläche kapiere ich auch nicht so ganz. Da habe ich noch zu wenig Ahnung, kann mich bitte jemand aufklären?
ich will es versuchen.
Stell dir vor daß die Oberfläche deines Spiegels ein Ausschnitt aus der
Oberfläche einer Kugel ist.Diese Fläche läßt sich leicht mit Werkzeugen
herstellen (schleifen und polieren) die ebenfalls kugelflächen aufweisen.
So weit so gut.

Nun hat die Kugelfläche aber ein Problemchen:
Licht welches aus dem Mittelpunkt der Kugel auf die Oberfläche fällt wird
in diesen Mittelpunkt zurückgeworfen.
Das Sternenlicht kommt aber parallel aus den "unendlichen Weiten" bei uns an.
Eine reine Kugelfläche kann es aber nicht in einen Brennpunkt bündeln.
Die Strahlen welche am Randbereich auf den Spiegel treffen schneiden sich näher
am Spiegel als die Strahlen welche in der Nähe der Spiegelmitte auftreffen.
Und diejenigen Strahlen die auf die Zonen dazwischen auftreffen liegen
bezüglich ihrer Brennweite dazwischen.

Der Spiegel hat also keinen idealen Brennpunkt sondern eine "Brennlinie".

Wie stark dieser Effekt ist hängt ab von der Öffnung (Spiegeldurchmesser)
sowie dem Öffnungsverhältnis.
Diese sphärische Aberration wächst zu großen Öffnungsverhältnissen hin
exponetiell an.Ein 114/900er Kugel-Spiegel kann knapp "beugungsbegrenzt"
abbilden,ein 114/450er Kugelspiegel liefert eine Bildschärfe die "unter
aller [zensiert]" ist.

Also muß die sphärische Aberration des kugelförmigen Hauptspiegels irgendwie
kompensiert werden.Man kann vorher einen Fehler möglichst gleicher Größe,
aber mit umgekehrtem Vorzeichen einführen,durch eine Schmidtplatte oder
einen Maksutov-Korektor.
Oder man kompensiert den Fehler nach dem Hauptspiegel,durch ein Linsensystem
nach Jones-Bird zum Beispiel.

Wenn man mit nur einer Fläche sämtliche parallel einfallende Strahlen
auf einen Punkt bündeln will muß mal die Spiegelfläche asphärisieren
(= von der Sphäre abgehen),und zwar einen paraboloiden Spiegel formen.

Leider ist dies Paraboloide Form alles andere als trivial herstellbar.
Jede Ringförmige Zone des Spiegels braucht einen ganz bestimmten Grad
an Deformation.
Die äußeren Zonen weichen am stärksten von der Sphäre ab.

Die Schwierigkeiten soch einen Spiegel in hoher Qualität herzustellen
lassen die Hersteller dann eben nach anderen Wegen suchen die sphärische
Aberration aus dem System zu verbannen.

Leider ist es im Billigbereich aber so daß prinzipiell jeder denkbare
Fehler auch irgendwann einmal auftaucht,manchmal auch mehrere gleichzeitig.

Zusätzlich zu den beiden Flächen (Hauptspiegel und Fangspiegel) des
Parabolspiegelnewtons finden sich hier bei einem 2-linsigen Korrektor
4 weitere Flächen,außerdem müssen diese Linsen ebenfalls perfekt justiert sein.

Was das in der Praxis bedeutet wird klar wenn man sich die Performance
typischer Vertreter wie des seeligen 114/1000ers oder 150/1400er
(wird auch als 150/1300er verkauft) vor Augen führt.

Es gab auch einmal einen 8"f/5 Kompakt-Katadioptischen-Newton von Celestron.
Auch um den war es nach kurzer Zeit auffällig ruhig geworden.Gründe?Siehe oben.
Öffnung ist nicht alles.Wenn du dir das Teil aber trotzdem zulegst poste
doch mal einen aussagekräftigen Erfahrungsbericht.

MfG,Karsten
 
Re: Sphäre vs Paraboloid

Danke für Deine wirklich gute Erklärung. Bin jetzt um einiges schlauer, verstehe jetzt auf was ich mich eigentlich da einlasse. Hatte keine Vorstellung davon was für eine diffiziele Sache diese Korrekturlinse ist. Vielleicht sollte ich doch die Finger davon lassen. MFG Corwin
 
Re: Sphäre vs Paraboloid

Hallo,

richtig - von Celestron gab es mal einen kurzbauenden 200/1000mm Newton. Allerdings wurde dieses Gerät eingestellt, weil es vom Hersteller sehr günstige 200/1000mm Newtons gibt, die den Platz eingenommen haben. Es gibt sicher noch einen Markt für diesen kurzen Newton aber leider wird er nicht mehr gefertigt.

Das ist der Grund für die Ruhe.

Man muß in einer Sache unterscheiden:

Kleine Newtons haben die Korrekturlinse im Okularauszug, was, meines Erachtens, keine so gute Lösung ist, weil der Okularauszug nicht so perfekt zur Achse justiert ist (zumindest in dieser Teleskopklasse), wie es nötig wäre.

Newtons, wo die Korrektorlinse vor dem Fangspiegel sitzt, sind hier zumindest im Vorteil, weil sich die Korrektorlinse nicht bewegt und eben auch justierbar ist. Allerdings ist eindeutig zu sagen, daß ein klassischer Newton mit diesem Öffnungsverhältnis ohne Korrektorlinse dem kurzbauenden DS Newton überlegen ist.

Allerdings ist er auch entsprechend länger. Genau das war übrigens auch der Grund für die doch recht gute Nachfrage des kurzbauenden Celestron Newtons.

Es muß halt jeder Sternfreund für sich ausmachen, für welchen Zweck er den Newton möchte. Wer ein Planetengerät möchte, wird mit einem guten klassischen Newton 200/1000mm besser beraten sein.

Für Sternfreunde, die möglichst viel Öffnung für Deep Sky suchen und daneben noch Wert auf eine kompakte Bauweise legen, kann dieser Newton sicher eine Alternative sein. Ich denke auch, daß er gegenüber einem Extrem Newton mit 254mm Öffnung und nur 1000mm Brennweite einige Vorteile hat.

- gutmütiger , was Okulare anbelangt - f/4 braucht schon spezielle Okulare für eine gute Feldschärfe

- eindeutig der Preis - ein 10" f/4 Parabolnewton ist für den Preis von 398,- nicht zu bekommen.

Genau hier sollte man auch immer einen Blick auf den Preis haben. Auch das mag für viele Amateure ein Argument sein.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: Sphäre vs Paraboloid

Hallo,

ich bin zwar noch Anfänger, jedoch kann dir meine Sicht der Dinge als Anfänger hilfreich sein. Da ich viel Wert auf Flexible und Ausbaufähige Geräte etc. lege, habe ich mich für den GSO 250mm/1250mm Dobson entschieden.
Vorher war ich auch bei Meade, Bresser und Celestron, da diese sehr viel Werbung machen. Jedoch bin ich nach Stundenlangen Telefonaten, E-Mailverkehr und Foren durchlesen zu GSO gekommen.

Es gibt viele Gründe die für dieses Gerät sprechen:
- Die Kritiken in diesem und anderen Foren, sind zu 95% gut bis sehr gut
- Man bekommt eine gute Optik für wenig Geld, da der Unterbau nicht viel kostet
- Der Tubus kann später auf eine Montierung gepackt werden (bei einem 250mm lt. Erfahrungsberichten nicht mehr)
- Es kann wirklich alles nach und nach angeschafft werden
- Der Dobson kann noch an vielen Stellen verbessert werden, die kaum Geld kosten

Ich habe es z.B. so vor:
Ich werden den Dobson primär zur Visuellen Beobachtung verwenden. Wenn ich dann irgendwann ( 1-3 Jahre ) lust auf Fotografie bekomme, würde ich ein kleineres Linsenteleskop mit 104mm oder 150mm Öffnung und einer guten Foto-Montierung beschaffen, da dies ca. so viel kostet, als wenn ich mir eine RIESEN-Montierung für einen 200mm/250mm Teleskop zulegen müsste.

Der Transport des 250mm/1250mm Dobson stellt für mich eigentlich kein Problem dar, habe Ihn schon ein par mal auf den Balkon und wieder in den Keller geschleppt. Den Tubus kann man von der Rockerbox entfernen und beide Teile separat tragen.
Ein Stativ müsste ich (denke ich mal) auch separat tragen, deshalb ist es mir egal ob ich eine EQ-6 oder Rockerbox mit mir rumschleppe.

Übrigens, das Teleskop habe ich mir bei www.teleskop-service.de gekauft. Dort wurde ich super beraten und die Preise waren ebenfalls sehr gut.

Grüße
Mortys
 
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